Es gibt eine Theorie, die sehr oft stimmt, wenn auch nicht immer. Diese Theorie besagt, dass man die Anzahl der Stiche reizen sollte, die der gemeinsamen Trumpflänge entspricht. Als Beispiel sollte man mit 10 Trümpfen in die 4-er Stufe gehen, mit 9 Trümpfen in die 3-er Stufe. Damit dieses LAW funktioniert, müssen einige Bedingungen erfüllt sein.
Unsere Partei hat nicht die Mehrheit der Punkte. Mit 25 Punkten und einem Fit von 8 Trümpfen gehen wir trotzdem in das Vollspiel in einer Oberfarbe. Daher findet das LAW vor allem Anwendung in der kompetitiven Reizung, wenn es darum geht, ob man eine Verteidigung gegen ein gegnerisches Spiel reizen soll oder nicht.
Die Gefahrenlage ist nicht zu schlecht. Das bedeutet, dass wir in Gefahr gegen Nicht-Gefahr einen Stich abziehen. Das liegt daran, dass die Gegner mit einem Kontra leichter mehr verdienen können als durch ein eigenes Vollspiel.
Wir haben die Figuren in unserer Trumpffarbe. Die Annahme ist, dass wir da höchstens einen Stich abgeben.
Wir haben nur einen Fit. Ein Doppelfit in einer zweiten Farbe mit gleichzeitig gutem Trumpffit wertet unser Blatt sehr stark auf.
Neben der Verteidigung kann das LAW auch auf Sperrgebote angewendet werden. Mit 7 Punkten und einer schwachen Hand ist es zum Beispiel wahrscheinlich, dass die Punkte beim Gegner sind und die Trumpflänge bei uns. Es fehlen 6 Trümpfe, wovon der Partner im Mittel 2 hat. Also eröffnen wir auf der 3-er Stufe mit unseren erwarteten 9 Punkten.
Das LAW folgt aus dem "LAW of total Tricks", für das ich auf das Internet verweise.