SUPPORTIVTHERAPIE
HIRN
EPILEPTISCHER ANFALL
BENZODIAZEPINE
Diazepam (Gewacalm®) Spray - wirkt sofort über Nasenschleimhaut mit 2 Hüben
Diazepam (Stesolid®) 5mg Rektaltuben
Lorazepam (Temesta® ) 2mg in Kurzinfusion (100ml) i.v., ev. 2te
ANTIEPILEPTIKUM
Levetiracetam 500mg i.v., ev. 2te
HIRNDRUCK
GLUCOCORTICOIDE
Dexamethason (Fortecortin)
(+ hochdosiert PPI!)
Begleitödem einer Metast. zunächst 8mg 1-0-0 p.o.
oder 4mg 1-1-0, bei mäßiger Symptomatik ev. 4mg 1-0-0
ev. auch zunächst 8mg 1-1-0 und dann gleich mal reduzieren (16mg sind kaum nötig)
bei stationären Pat. mit deutlicher Symptomatik wird normalerw. i.v. mit 12-16mg begonnen
bei neurologischen Symptomen von WK-Metastasen: ev. 12(-24mg) i.v. (nicht in Bolus sond. in 100ml)
Akutes Hirnödem mit Gefahr der Einklemmung wird zuerst mit 1x 80mg Fortecortin behandelt, dann z.B. für 3 Tage 3x8mg;
hat eine Halbwertszeit von >36h, also langwirksames GC, d.h. eher 1xtgl. Gabe morgens
Wenn auf Dexamethason starke psychische Agitiertheit, kann versucht werden Prednisolon z.B. 20mg b.B. anzuwenden, da die dabei nicht auftreten muss
Äquivalenzdosen (Wirkungsdauer) oraler GC
Cortison 25mg (8-12h) =Predniso(lo)n 5mg = Methylprednisolon 4mg (12-36h) = Dexamethason 0,75mg (36-54h)
Relative Glucocorticoide Potenz: Hydrocortison 1; Predniso(lo)n 4; 6α-Methylprednisolon 5; Dexamethason 30
Dexamethason besitzt eine etwa 7,5mal stärkere glucocorticoide Wirkung als Prednisolon und Prednison
Prednisolon i.v. gibt es nicht, aber Urbason = Methylprednisolon
Ausschleichen von Fortecortin:
z.B.: bis zu Cushingschwellendosis (lt. AustriaC: 1,5mg/die) rel. schnell (bei guter Verträglichkeit Halbieren der Dosis alle 3 Tage), danach langsamer: z.B. eine Wo 2mg, eine Wo 1mg, eine Wo 1mg jeden 2. Tag, danach absetzen
MANNITOL
Manmit 15% 250ml
Mannitol soll maxinmal 2-3 Tage angewendet werden und es ist darauf zu achten, dass bei Absetzen die Flüssigkeit wieder ins Gewebe zurückdiffundiert; Mannitol nur bei Einklemmung, bei Begleitödem nicht indiziert
Bei Einklemmung und Mannitol nicht ausreichend kann Avastin erwogen werden
KOPF-HALS
Synthetischer Ersatzspeichel: Sialin Sigma Lsg
Gegen Mundtrockenheit: XyliMelts-Hafttabletten
Mundtrockenheit / Mundpflege
Aldiamed Gel (bei Mundtrockenheit, Feuchtigekietsgel, Speichelergänzung) und Propax Swaps (Mundpflegestäbchen) werden v. Amb.Team dem Pat. nicht „verordnen“.
Dies muss Arzt/Ärztin verordnen.
MUKOSITIS
Schmerzmedikation (z.B. Novalgin, Mexalen, NSAR, Opiate, öfter auch Schmerzpflaster notwendig)
Xylocain viscoes oral
Xylocain 10% - Pumpspray lokal b.B. (1 Sprühstoß=0,1ml enthält Lidocain 10mg; Maximaldosis bis 200mg)
Kalorienreiche Trinknahrung (z.B. Fresubin)
Intravenöse Ernährung (z.B. peripher: Periolimel, zentral: SmofKabiven + Zusätze)
Antimykotika
VORBEUGEND
Mundspülungen (z.B. Glandomed)
Milde kalorienreiche Kost
Auf Alkohol / Rauchen wenn möglich verzichten
Zahnsanierung vor RT-Beginn
Ernährungssonde
Bei Schmerzen im Mund lokal Mundisal-Gel (3-4xtgl. Auftragen) oder Solcoseryl-Dentalpaste
Chlorhexidin-haltige Präparate dürfen nicht mir Augen in Berührung kommen
In Glandomed ist Chlorhexidin i Vgl. zum eigentlichen Präp. nur in geringer Menge enthalten
MAMMA
siehe Dermatitis bei HAUT
LUNGE
PNEUMONITIS
Guidelines der ESTRO (pers. Ärzte-Ordner -> Supportivtherapie)
VERDAUUNGSSYSTEM
MUKOSITIS siehe Hals-Kopf
OESOPHAGITIS
Sucralfat or. susp.
Analgetika
MANGELERNÄHRUNG / INAPPETENZ
Dronabinol Tropfen: typische Anfangsdosierung (die bei Bedarf tropfenweise gesteigert werden kann):
2 bis 3 x täglich 2,5 mg (entspricht 2 bis 3 x täglich 3-4 Tropfen)
ERBRECHEN / ÜBELKEIT
Th.: Antiemetika (Paspertin, Zofran), Säureblocker
z.B. Zofran Zydis 8mg (oder 4mg) 1h vor RT z.B. als Prophylaxe bei RT im Oberbauch (Cave: QT)
Zydis haben schnellere Wirksamkeit
Bei Übelkeit trotz Zofran
Zyprexa, ev. Haldol od. Fortecortin z.B. 4mg 1-1-0 und wenn nach 2 Tagen besser Dosisreduktion,
ev. Paspertin
EMEND nicht zusätzlich zu Zofran sondern allenfalls stattdessen
Ev. Aloxi
Zofran kann Obstipation machen
DIARRHOE
Antibiophilus Kps (z.B. 3xtgl. 1-2 Kps)
Omnibiotic
Tasectan
Enterobene/Imodium
ENTERITIS
Bei symptomatischer längerstreckiger Enteritis bei RT z.B. Entocort Kps (Glukokortikoid, wird im Ileum und Colon freigesetzt.)
STRAHLENPROKTITIS
Scheriproct Zäpfchen oder Salbe
b. ahaltenden Blutungen nach RT z.B. Prostata
BB, ob hämodynamisch wirksam
siehe SOP
als Probiotikum z.B. Omnifora 3xtgl.
SUCRALFAT-Einläufe 2g in 40ml lauwarmes Wasser auflösen; 3xtgl.
dafür zusätzlich Rezeptieren:
Blasenspritzen z.B. 50ml 10Stk.
Einmalkatheter Rüsch CH14 60 Stk.
Vaseline
OBSTIPATION
Movicol Plv. wurde im KH wg. fehlender Erstattungsfähigkeit aus Sortiment genommen - als Ersatz:
Laxogol Plv. (bei Verordnung in Meona beachten)
Zusatznahrung
f. Diabetiker Diasip Nutricia
Vorlage für die Trinknahrungen, die erstattungsfähig sind (Resource Protein, Fresubin 2Kcal Drink, Fresubin Protein Energy Drink, Fortimel Complete)
UROLOGISCH
MIKTION
OBSTRUKTIVE MIKTIONSBESCHWERDEN
CAVE: Harnverhalt!
Tamsulosin 0,4mg Retardkapseln (Alpha 1-Adrenozeptor-Antagonist bei Prostatahyperplasie)
Cave orthostatische Hypotonie v.a. bei Aufstehen in der Nacht
1xtgl. nach Frühstück; ev. 2te Kps. tgl.
Bei sehr häufigem Harndrang, keine Besserung auf Alna, kein sehr hoher Restharn (z.B. nicht >500ml), kein Infekt (bei dezenten Hinweisen darauf: schon z.B. Lidaprim), kann Buscopan und Mexalen/Novalgin gegeben werden. Es sollte schon darauf geachtete werden, dass kein Harnverhalt riskiert wird – also, vor Medikationseinleitung Restharn nach Miktion messen
Wenn bei Harnverhalt Pat. DK bekommt, frühestens 6 Wo postRT Auslassversuch
POLLAKISURIE
(=häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen)
Oxybutynin (Ditropan®; Anticholinergikum: spasmolytische Wirkung auf Harnblase)
bei Hyperaktivität und Hyperreflexie der Harnblase (Pollakisurie, Nykturie, Dranginkontinenz)
3mal tgl. ½ - 1 Tablette, MTD 4 Tabletten
Überreaktive Blase ev. auch Vesisol oder Urivesc (ev. auch beides wenn eines nicht ausreichend)
GYNÄKOLOGISCH
HAUT
DERMATITIS
Zur Pflege und Förderung der Wundheilung: Bepathen (Bepanthen plus: etwas desinfizierend)
Gegen Juckreiz: lokales Antihistaminikum (z.B. Fenistil Gel)
Bei stärkerer Reizung: kurzfristig Kortison lokal (z.B. Diproderm)
(Epidermiolysen: Verband mit Bactigras, Bepanthen plus, Vliwasoft Vliesstoffkompressen)
Ev. Lasertherapie
VORBEUGENDE MAßNAHMEN
(über die Zeit der Behandlung hinaus bis zur Abheilung)
Zusätzliche Reizung der Haut vermeiden!
Keine Sonnenexposition, Seifen, Perfüms, Chlorwasser im Bereich der bestrahlten Haut
Druckstellen z.B. dr. BH vermeiden
Dort wo Haut an Haut liegt (Submammärfalte, Rima ani) treten meist als erstes Reizungen auf -> Luftexpsotion od. Einlegen sauberer Tücher
Die Haut sich selbst erholen lassen und nicht übertrieben „Pflegen“
Leichte Hautreaktionen heilen meist innerhalb 2-4 Wo. von selbst
HARNSTOFFSALBE 10%
Carbamidum 10,0
Ultrasicc 10,0
Ultrabas 80,0
BLUTUNG
LOKALE OBERFLÄCHLICHE BLUTUNG
bei milder Symptomatik versuchen mit Epinephrin/Adrenalin getränkten Tupfer zu stillen
HÄMATOLOGISCH / LYMPHATISCH / STOFFWECHSEL
BLUTUNG
ev. Tranexamsäure (Cyklokapron®) 100mg/ml; 1Amp. mit 5 od. 10ml
Standarddosierung bei lokaler Fibrinolyse:
0,5g (1 Ampulle à 5 ml) bis 1g (1 Ampulle à 10 ml oder 2 Ampullen à 5 ml) Tranexamsäure als langsame intravenöse Injektion oder Infusion (= 1 ml/Minute) zwei- bis dreimal täglich
Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz
Bei Gabe von Blutprodukten laut Angabe des Herstellers die Belüftungsklappe des Transfusionsbestecks geschlossen halten
HYPERGLYKÄMIE
Bsp. für Insulin-Nachspritzschema (Novorapid: Schnellwirksames Humaninsulin-Analogon; Wirkungseintritt nach 10-20 min, Wirkungsmaximum nach 1-3 h, Wirkdauer 3-5 h; 1 ml Lösung enthält 100 Einheiten Insulin aspart* (entsprechend 3,5 mg).)
Gültigkeit: ganztägig
200-250mg/dl 2E BZ-Kontrolle nach 1h
251-300mg/dl 3E BZ-Kontrolle nach 1h
301-350mg/dl 4E BZ-Kontrolle nach 1h
351-400mg/dl 5E BZ-Kontrolle nach 1h
401-450mg/dl 6E BZ-Kontrolle nach 1h
451-500mg/dl 7E BZ-Kontrolle nach 1h
501-unedl. mg/dl - Arzt anrufen
SCHMERZTHERAPIE
WHO-Stufenschema
Invasive Therapien bei chronischem Tumorschmerz:
Nervenblockade mittels Neurolyse (z.B. Plexus coeliacus bei gürtelförmiger Oberbauchschmerz bei Magen- oder Pankreaskarzinom; 1-2 Tage stationär, vorher Eingriff CRP und Gerinnung und KM-Allergie ausschließen)
Intrathekale Therapie (Katheter in Spinalkanal und mit subkutan platzierter Pumpe, meist im Abdomen, verbunden; z.B. andere Tumorlokalisationen od. wenn niedrig dosierte Opiate trotz Antiemese schwerste Übelkeit/Erbrechen auslösen)
Spinal Cord Stimulation (SCS)
Akute Durchbruchschmerzen: wenn rasch wirksame Schmelztabletten nicht ausreichend -> PCA-Pumpe (durch Knopfdruck intravenöse Gabe)
Psychoonkologische Behandlung
PALLIATIV
Opiate in der Indikation Schmerz und Atemnot, Dosissteigerung bei Stresszeichen
Angst und Unruhe: Sedierungstherapie vorwiegend Benzodiazepine, Opiate nicht zur Sedierungstherapie geeignet
EINSTELLUNGEN
Hirn-SRS
Toleranzgrenzen aktuell bei 0,5° Rotation und 0,5mm Translation
Translation soll immer eingehalten werden
Rotation insbesondere einzuhalten wenn Abstand Metast. zu Isozentrum groß ist (wenn also mehrere M mit 1 Isoz. bestrahlt werden, die etwas weiter auseinander liegen)
Ganzkörperbestrahlung
Schauen, ob Abstand eingehalten wird; SSD der auf Planausdruck steht muss eingehalten werden (z.B. 3,5m) - kann unterschiedlichen Geräten aufgrund Raumgröße abweichen
Ganzer Körper muss im Lichtvisier sein
Abschirmung Kopf Plexi 8 – 9cm - müssen Kopf und Hals gut abdecken (also kaudal an der Schulter aufliegen)
ALLGEMEINMEDIZIN
DIV. SYMPTOMATISCHE MEDIK.
ALLERGISCHE REAKTION
SOLUDACORTIN®[100mg i.v.], DIBONDRIN® [1 A.(=30mg) ad 100ml NaCl i.v.] (z.B. 1h vor KM)
ANGINA PECTORIS – NITROLINGUAL-PUMPSPRAY® [1Sprühstoß=0,4mg, 1-3xb.B.] CAVE: NICHT b. RR<90mmHg!!
AUGENTROCKENHEIT - Hylocomod AT® [3xtägl. 1gtt bds.]
DYSPNOE b.COPD oder Asthma
SOLU-DAC®[100(bis 250)mg i.v.]+EUPHYLLIN® [0,24g i.v. LANGSAM!]
+ GYNIPRAL® (β2-Mimet.) [1/4 Amp.]
+ evtl. VENDAL® [1/2 Amp. s.c. od. 1/2 Amp. in 100ml NaCl]
DYSPNOE b. Lungenödem-2Amp(40mg) LASIX®/10ml NaCl iv
ENTZUGSSYMPT. - PRAXITEN® [1x15mg, max. 3x25-50mg/d]
EPILEPTISCHER ANFALL
GEWACALM® [1Amp=10mg/10ml NaCl 0,9%;max.2-5mg/min]
TEMESTA® [1(-2) Amp[1A=2mg] i.v.(Bolus), ev.Wdh.n.10-15min
STESOLID® Rektaltuben[5 od. 10mg](Diazepam, Benzo)Erw.1-2
Ev. MIDAZOLAM buccal 10mg
FIEBER (axill. >37,7°C bzw. >38,5°)
MEXALEN® [500mg Tabl. od supp. bis 4xtägl.]
PERFALGAN® [1x1g i.v., 0.5-1g alle 4-6h, max. 4g/d]
NOVALGIN® (1gtt=25mg, 20-40gtt bis 3xtägl.)
FLATULENZEN - ANTIFLAT® Tropfen [2-4 Pumpstöße]
SAB Simplex Tropfen Erw.: 30-45gtt alle 4-6h
HUSTENREIZ - PARACODIN® [16-48gtt bis 3xtägl.]
HYPERGLYKÄMIE (ca. > 200mg/dl)
ACTRAPID® [1 I.E. senkt BZ um 30-40 mg/dl]
Wirkeintritt nach ca. 0,5h, Wirkmax nach 1,5-3,5h,Wirkdauer 7-8h
HYPERTENSIVE KRISE ca. >200/100 RR
EBRANTIL® [1x 30 od. 60 od. 90mg Tabl. ]
oder 1/2 Amp. a 25mg/100ml NaCl i.v. od. Perfusor: [5mg/ml] 1ml/h (bis 3ml/h)
initial max. 2 mg/min, später 9 mg/h
wenn sich RR nicht bessert: 12,5mg, 12,5mg, 25mg, 25mg
evtl. 2Hub NITRO; CATAPRESAN®
HYPOGLYKÄMIE (<60mg/dl) – ZUCKERSAFT/TRAUBENZUCKER oder
GLUKOSE i.v. [peripher: 5%]
bewusstlos: 40% i.v. bis Bewusstsein wiederlangt (können 50-80lm sein), dann 5%
fehlender i.v.-Zugang: Glukagon 1mg i.m. od. s.c.
JUCKREIZ DIBONDRIN® (H1-Inh.) [1A.=30mg, 1-2 Amp. 3x/d]
OBSTIPATION – Laevolac (2x1 EL tägl)
Movicol-Pulver® [TD 1-3 Btl. als Einzeldosis; Koprostase: tgl. 8 Beutel in 1L Wasser auflösen und innerh. 6h trinken]
b. Kotstau max. 3d anwenden, Herzinsuff.: max 2 Btl./h
evtl. MIKROKLIST® oder GLYCERINzäpfch od. LECICARBON
ÖDEME
LASIX [30 (-60) mg ret od. 40 (-240) mg 1-0-0]
LASILACTON [20/100mg 1-1-0]
SCHLAFSTÖRUNG
LEXOTANIL® (Benzo) [3mg Tbl. 1/2-1]
TEMESTA® (Benzo) [1mg Tbl. 1/2-1]
ZOLDEM® (GABA-Agonist) [10mg Tbl. 1/2-1]
HOVA® bzw. BALDRIAN® [20 gtt] + DIAZEPAM® (=Valium; Benzo) [5 gtt]
HALCION® (Benzo) [0,25mg Tbl. 1x] (HWZ v. 2-5h)
GEWACALM® (langwirksames Benzo) [1/2 Amp. mit NaCl auf 10ml-Spritze und ganz langsam verabreichen]
BENZOANTAGONIST: ANEXATE® [0,5 bzw. 1mg Amp., Intensivpflege: Initial 0,2 mg, b.B. 0,1 mg alle 60 sek. bis zu Gesamtdosis von 2 mg. Bei Somnolenz Infusion von 0,1-0,4 mg/h
DOMINAL® (Neuroleptikum) [80mg Tbl. 1/2-1]
TRITTICO ret.® (Anbtidepress.) [75mg Tbl. 0-0-0-1/3 bis 2/3]
TAGESUNRUHE
XANOR® (Benzo: anxiolyt.+ etw. antidepr.) [0,5mg Tbl. 1/2-1]
PSYCHOPAX [3xtgl. 6-15gtt (2-5mg)] Diazepam (Benzodiazepin)
DOMINAL® [80mg Tabl. 1/2-1]
ATARAX® (Antihistaminikum, Psycholeptikum und Anxiolytikum, gg. Juckreiz) [25mg Tbl. 1/2-1, Angststörg.:12,5-12,5-25mg]
GEWACALM® (Diazepam) 1 Amp/2ml = 10mg Angst- und Erregungszustände: 2-10mg, Wiederh. b.B., in Ausn.zust. bis 70mg u. mehr, max. 2-5mg/min
THROMBEMBOLIE
Therapeutisch: FRAGMIN® [2x tägl. KG i. kg x 100 I.E]; LOVENOX® [1mg/kg 2xtgl. od. 1,5mg/kg 1xtgl.]
Prophyllaxe (mittleres Risiko): FRAGMIN 2500 I.E. 1xtgl. s.c.; LOVENOX® 20(-40)mg 1xtgl. s.c. (2h präOP)
Prophylaxe (hohes Risiko): FRAGMIN 5000 I.E. 1xtgl. s.c.; LOVENOX® 40mg 1xtgl. s.c. (12h präOP)
Heparinspülung:
TINNITUS- 1 Amp. Trental/100mg i. 250ml NaCl + 250mg SoluDac, Soludac ausschleichend 150mg, 100mg, 50mg, 25mg]
VAGALE REAKTION- 1 Amp (=0,5mg) Atropin in 10ml NaCl + 1l NaCl [Max.TD: 3mg Atropin]
ELEKTROLYTE
HYPOKALIÄMIE
Kalioral® [K+ (entspr.) 39mmol]; 1 Säckchen bis 3xtgl.
Moderat z.B. K~3,2 Kalioral® 1x1, 2x1, 2x1, dann Kontrolle
K<3: 1L Gemischte + 40mmol KCl (in 500ml max. 20mmol)
K<2,5: K-Perfusor
z.B.: K~1,9: 1L Gemischte+50mmol KCl 100ml/h dazu gleich und dann tgl. 2x Kalioral (schluckweise)
CAVE: EKG, Hyperkaliämie b. Niereninsuff., Spironolact.!!!
10mmol KCl heben K-Spiegel um ca. 0,1
HYPERKALIÄMIE (K=6-6,4mmol/L) CAVE>6,5 -> Konsil
Resonium®-A Pulver [2-4xtgl. 15g oral; 1-2xtgl. 30g rektal]
CAVE: EKG (breite QRS, PR verlängert, Bradyk.), Astrup
HYPONATRIÄMIE (chron.); red. der saluret. Th.; Flü.restrikt. ..
NaCl 0,9% z.B. 60kg KG: 2L über 6h Labor-Ko nach 4-8h
CAVE: max. Korrekturgeschw.!! (0,3mmol/L/h, 8../24h; 18../48h)
HYPERNATRIÄMIE 5%-ige Glukose (freies Wasser)
HYPOKALZÄMIE (asympt.) Ca + Vit-D-Subst.
HYPERKALZÄMIE (schwere >3,5) (Hydratat,Schleifendiur.,GC, Bisphosphonat, Calcitotnin, Hämodialyse)
SCHMERZEN
WHO-Stufenschema
Stufe 1 NSAR+Paracetamol+ Ko-Anal.
Stufe 2 Schwaches Opioid +NSAR, Paracet. +Ko-Anal.
Stufe 3 Starkes Opioid +/- NSAR, Paracetamol +/- Ko-Analgetika
MEXALEN® Paracetamol [500mg max. 4x/d] !Leber!
PERFALGAN® Paracetamol [Infus.lösung 1g/100ml, max. 4g/d] !Leber!
NSAR !Niere, (GI-)Blutung!
VOLTAREN® Diclofenac [50mg od. 100 mg Tabl, 1 Amp. (=75mg) i. 250 ml NaCl i.v., max. 150mg/d]
NUROFEN® Ibuprofen [200mg od. 400mg Drg., max. 1200mg/d ]
PARKEMED® Mefenaminsäure [500mg Tabl. 2-3x/d]
NOVALGIN® Metamizol [3x20gtt od. 1 Amp. (1g) in 100ml NaCl] !BB (Agranulozytose!), Niere, Hypotonie!
Dazu evtl. Pantoloc® [20-40 mg (1-0-0)]
Schwache Opioide !Übelkeit, Obstipation, Atemdepression, RR, ZNS!
TRAMAL® Tramadol [50mg Kps. alle 4-6h od. ret. 2x100(-200) mg/d od. 20gtt (=50mg), od. 1 Amp. (50-100mg) in 250ml NaCl evtl. Wiederh. nach 0,5-1h, max. 400mg/d]
PARACODIN® Dihydrocodein [3xtgl.16-48gtt, 10mg = 20gtt, max. 72mg/d = 144gtt/d, Tbl. 10mg], gg. Hustenreiz
Starke Opioide !Übelkeit, Obstipation, Atemdepression, RR!
HYDAL® Hydromorphon-Hydrochlorid
[ret. Kps. 2,4,8,16,24mg, initial z.B. 4mg alle 12h, Dos.erhöhung um 30-50%], [Hartkaps. 1,3; 2,6 mg]
Analgetische Potenz: 7,5; d.h. 4mg Hydromorphon entspr. 30mg Morphin
DIPIDOLOR® (1Amp = 2ml =15mg) Piritramid
[0,5-1 Amp. s.c., evtl. Wiederh. nach 6-8h, Mind.intervall 0,5h, für schnellen Wirkgs.eintritt 0,5-1 Amp. i.v. in 100ml NaCl langsam (10mg/min.)]
Analgetische Potenz: 0,7 d.h. 15mg Piritramid entspr. 10mg Morphin (10/15=0,7)
Schmerzpflaster
Durogesic Depot-Pflaster® [12, 25, 50, 75, 100µg/h]
Fentanyl, morphinomimetisches Analgetikum
Beginnen mit 12µg/h, nur nach Vorbehandlung mit mind. 30mg oralem Morphinäquivalent
Pflasterwechsel nach 72h
[Morphinäquivalenz] (Analgesie)
Tramal 150 = Paracodin 120 = Morphin 30 = Hydal 4 mg p.o.
Morphin 30 mg p.o. = Tramal 100 = Morphin 10 = Dipidolor 15 mg i.v.
Morphin 60mg p.o. = 20mg s.c./i.v. = Dipidolor 30mg i.v. = Fentanyl TTS 25µg/h
Tödliche Morphindosis durchschnittlicher Erwachsener 200mg p.o. (b. Toleranz bis 1500mg p.o.), 100mg i.v.
Dazu evtl. Paspertin (1 Amp. i.v.), Movicol
OPIOIDANTAGONIST: NALOXON®
[1Amp.= 0,4mg] [0,1-0,2 mg, ev. 0,1 mg alle 2 Min.] CAVE: Entzug b. Morphinabh.
Nicht Dipidolor+Tramal kombinieren
KOLIK: NOVALGIN® [1 Amp.] +BUSCOPAN® [1 Amp. ad 100ml NaCl, evtl. Wiederh.] dann DIPIDOLOR® i.v.
TUMORSCHMERZ (z.B. b. Palliativpatient): VENDAL® [1/2 Amp. s.c. alle 4-6h)
NEUROPATHISCHER SCHMERZ: LYRICA® [TD 150-600 mg in 2-3 ED, Initiale TD 150 mg
Ko-Analgetika
BUSCOPAN®
Spasmolytikum
Dragees 10mg: 3-5xtägl. 1-2 Drg.s z.B. Nierenkolik 1-1-1
Amp.: 1Amp = 1ml = 20mg 1-2 Amp. mehrmals tägl.
CYMBALTA® (30mg u. 60mg)
Duloxetin, Serotonin- und NA-Wiederaufn.hemmer
Dos.: init. 1xtägl. 60mg, MTD 2x60mg
Nicht abrupt absetzen
Nach 2 Mon. Wirksamk. beurteilen, bei unzureichendem init. Ansprechen, dann Zunahme der Wirksamk. unwahrscheinl.
Anw.: Major. Depress., diab. Polyneurop., general. Angststörg.
LYRICA®
Pregabalin, Antiepileptikum (GABA-Analogon)
Dos.: 150-600mg/d (in 2-3 Einnahmen/d), Beginn: 150mg/d in 2-3 ED, evtl. nach 3-7d Steigerung auf 300mg/d, b.B. nach weiteren 7d auf max. 600mg/d
Anw.: neurop. Schm., Rückenmarksverl., Epilepsie, generalis. Angststörung, Benzodiazepinentwöhnung
MYOLASTAN® (50mg)
Tetrazepam, Benzodiazepin, muskelrelaxierend
Dos.: initial 50mg/d evtl. Dosissteigerung um 25mg tägl. bis zur gewünschten Th.wirkg., TD: 50-200mg, Hauptdosis abends
Max. 3 Monate anwenden!
Cave: NICHT b. Schlafapnoesyndr., Ateminsuff.
NEURONTIN® (300mg)
Gabapentin, Antiepileptikum
Dos.: Tag 1: 1x300mg, Tag 2: 2x300mg, Tag 3: 3x300mg, Langsame Dosissteigerung: 1800mg nach 1 Wo., 2400mg nach 2 Wo., 3600mg nach 3 Wo. (in 3 Einnahmen/d)
Absetzen schrittweise über mind. 1 Woche
Dosisredukt. b. Nierenschäden
Anw.: neurop. Schm. (diab. Neurop., postherpetische Neuralgie), Epilepsie
SAROTEN® retard (25mg od. 50mg)
Amitriptylin, trizyklisches Antidepressivum
Dos.: 25mg abends, i.d.R. <100mg/d
Anw.: ängstlich agitierte Depr. und Schm.syndr., Schlafstörung, Enuresis noct.
SIRDALUD®
Tizanidin, zentral wirksames Skelettmusk.relaxans, α2-Adrenozeptor-Agonist
Dos.: Schmerzhafte Muskelspasmen: 2-4 mg vor dem Schlafengehen, in schweren Fällen zusätzlich 3mal tgl. 2-4 mg
Retardform („MR“) 1x6-24mg/d
CAVE: Niere
ZOMIG® (2,5mg)
Zolmitriptan, Serotonin (5-HT1B/1D)-Agonist
Dos.: 2,5mg, zweite Dosis (2,5mg) frühestens nach 2h, max. 10mg/d, innerh. v. 24h nicht mehr als 2 Dosen
Anw.: Akutbehandlung der Migräne
Cipralex - schmerzdistanzierend