HIRN
KOPF-HALS
RT sollte innerhalb 6 Wo. postOP begonnen werden (auch wenn noch nicht abgeheilte Wunden vorhanden). Zeit OP bis Ende RT möglichst <11 Wo.; nach OP 3 Wo warten
Patienten mit Rx-, R1- oder R2-resezierten Tumoren vor Einleitung der RT aktuelle MRT!
Bei allen Patienten mit postoperativer RT von Kopf-Hals-Tumoren sollte Planungs-CT mit KM durchgeführt werden (Ausnahme: Kontraindikationen für KM)
PEG-SONDE:
folgenden Patienten sollte vor Beginn der Radio(chemo)therapie die PEG Sondenlegung empfohlen werden:
symptomatische Patienten mit Gewichtverlust bereits vor der Therapie
symptomatische Patienten mit ausgeprägten Schluckbeschwerden vor Therapie
primäre Radiochemotherapie bei Tumorlokalisation in Nasopharynx, Oropharynx und Mundhöhlenbereich bei geplanter Bestrahlung des Lymphabflusses beidseits
Grundsätzlich sind die zu erwartenden Nebenwirkungen vor allem von der Ausdehnung des Bestrahlungsgebietes und einer simultanen Chemotherapie abhängig. Bei der Besprechung am Tumorboard kann dies abgeschätzt werden. Die Empfehlung zur Legung einer PEG Sonde sollte dann am Tumorboard dokumentiert werden.
Solange eine sinnvolle Ernährung oral möglich ist, ist diese vorzuziehen, um die Funktionalität des Schluckens aufrecht zu erhalten
Zahnschiene:
Zur Anpassung IMMER einen Ambulanzbrief oder dergleichen mitgeben, sie benötigen Informationen bezüglich Chemo, Medikamente und dergleichen
MAMMA
Allen Patientinnen ab 50 Jahren soll FF-Schema angeboten werden
(ESTRO2025 Präsentation 10 Jahres Daten der FF-Studie: kein Unterschied zum Standard Arm, auch nicht bei den Nebenwirkungen)
adjuvante Gabe von TrastuzumabEmtansin (Kadcyla) parallal zur Strahlentherapie der Mamma ist möglich
Checkliste für Mammabegutachtung:
Aktuelles Tumorboard
Endgültige Histo von Brust und LK
OP-Bericht und Datum ->davon abh. Zeitpunkt des RT Beginn, idealerweise 4-6 Wochen postop
Dosisverschreibung lt. Leitlinie, formuliert in Volumen und Fraktionierung
Aufklärung: Ziel der RT entspricht der Reduktion des Lokalrezidivrisikos
Ablauf der RT: Planung, tgl RT Sitzungen, Woende und Feiertage Pause
Nebenwirkungen anhand des RT4 Aufklärungsbogen
Pflege und Verhaltensmaßnahmen
Erheben des Ausgangsbefundes
Abschlussgespräch
weiteren onkologischen Kontrollen im heimatlichen Krankenhaus
Bei FAST FWD darauf hinweisen, dass Nebenwirkung, wie entzündliche Hautreaktion, nach Ende der Radiotherapie zu erwarten
LUNGE
NSCLC
SCLC
ad Prophylaktische Ganzhirnbestrahlung: Hippocampusschonung z.B. >(3-)6 Mon. Lebenserwartung (GPA-Score); RTOG-Studie zur Hippocampus-Schonung; Generell bei WBI nach 4 Mon. mit kognit. Beeinträchtigung zu rechnen; generell hirngängig sind TKI und Immuntherapie
VERDAUUNGSSYSTEM
Ösophagus
Insbes. 5a-ÜL >60% bei Pl.ep.Ca im trimodalen Arm bedeutend höher als bisher mit alleiniger OP oder. defin. RChT
Patienten (SCC u. Adeno) in Wo. 5 der laufenden neoadj. RChT (egal ob CROSS oder Cis/Fu):
CT-Stamm, Vorstellung TB, Vorstellung Chirurgie (station. Aufn. hierfür auf der Station die auch ChT verabreicht z.B. Häm.-Onko od. b. uns)
eher definitive RChT, wenn gutes Ansprechen auf RChT bis dahin
wenn es sich in Woche 5 (bzw. bei 36Gy) der RT (zu diesem Zeitpunkt CT Thorax + Vorstellung Chirurgie) herausstellt, dass keine OP durchführbar ist wird „weiterbestrahlt“
OP: innerhalb 6 Wo. Nach RChT
Pankreas
RChT-Alternative zu Capecitabine: Gemcitabine 300mg 1x/Wo
Rektum
Rektumpat. mit Hüftprothese sollen mit Arc geplant werden ()siehe Planung)
RAPIDO: internist.onkolog. Konsil vor RT Start
Darauf achten, dass ein Konsil der internistischen Onkologie und damit die Freigabe für die alleinige CTx vor RT Beginn vorliegt.
Sollte die ChT und damit die TNT nicht möglich sein/vom Pat. nicht gewünscht sein, ist eventuell eine konventionelle RChT der KZ RT überlegen.
Staging MR: Information über Lage des Tumors (welches Rektumdrittel) in der Zuweisung vermerken.
Vor allem bei kleinen Tumoren würde die Arbeit sehr erleichtert, da von der Lokalisation die Neigung der axialen Bilder abhängt.
Bei fernmetastasiertem Rektumkarzinom gibt es ein Konzept, dass Systemtherapie vor R(Ch)T vorsieht
Analkarzinom
Bei exophytischem Tumorwachstum ein Foto „von außen“ anfertigen und ins SAP einspielen
Bei von außen nicht sichtbaren Tumoren erfolgt VOR Beginn der Therapie eine Zuweisung an die Endoskopie im OKL, um ein Foto mittels flexibler
Endoskopie anzufertigen, sofern keine Bilder unserer externen Zuweiser vorhanden sind.
Bei allen RT-Dosisschemata MMC Schema mit 10mg/m2 Woche 1 und 5 (obwohl in der ACT4-Studie MMC „nur“ in Wo 1 mit 12mg/m2 (max. 20mg absolut) verabreicht wurde)
Analkarzinome zu 85% HPV-assoziiert
UROLOGISCH
Prostata
20x3Gy auch ohne Goldmarker möglich, wenn sonst dafür qualifiziert (z.B. keine SB-Infiltration)
Am Vorabend der Aufnahme Cystium 3g (Rezept bei Begutachtung mitgeben)
Wenn Cystium am Vortag vergessen wurde, kann auch noch in der Früh Fosfomycin 4g Kurzinfusion über 30min. (vor dem Eingriff) gegeben werden
24 Stunden nach dem Eingriff: Cystium 3g
Urologie in Wels legt bei den Strahlenpatienten aus Wels die Goldmarker selbst. Hierfür muss man Zuweisungsformular ausgefüllt übermitteln.
Anmeldung zur Goldmarkerlegung erfolgt durch unser Team. Nach der Anmeldung mittels Zuweisungsformular werden die Patient von Wels bezüglich des Termins zur Goldmarkerlegung verständigt.
Prostatapatienten mit MR zur Planung werden stationär geplant und gestartet; wenn ausnahmsweise dies doch ambulant gemacht wird, ist darauf zu achten, dass PSA abgenommen wird
Prostatalogen (ohne MR) werden normalerweise ambulant geplant und gestartet
Wenn bei einem Patienten mit Prostatakarzinom ein diagnostisches MRT der Prostata vorliegt, und dieses zum Bestrahlungsbeginn nicht älter als 3 Monate ist, kann auf das Planungs-MRT der Prostata verzichtet werden. Ausnahme ist Prostatastereotaxie.
Die auswärtigen MRT-Bilder sollten zur Planung bereits im SYNGO eingespielt sein.
Aufgrund der nun neu erschienenen S3 Leitlinien fürs Prostatakarzinom soll die ADT bei Patienten mit high risk Karzinomen für 24 Monate durchgeführt werden. (nicht mehr 18 Monate)
CAVE: gilt nicht für very high risk Karzinome (N1, PSA>40, T3b, GS>8)
Bei liegendem Harnblasenkatheter vor Goldmarker-Anlage: 10 Tage vor Goldmarker-Anlage Katheter Wechsel und Antibiogramm-gerechte Antibiotikatherapie
Eliquis für Goldmarker-Leben 2 Tage vorher pausieren, also wenn Freitag gelegt wird am Mi u. Do (u. Fr früh) nicht einnehmen (Wiederbeginn danach wie vom Urologen vorgegeben)
Spacer: Daten des Patienten per E-mail an Luger. Macht OP-Termin aus und die Uro-Ambulanz nimmt kontakt mit Patienten auf. Spacer und GM wird in einem gelegt.
PSMA-PET
Zuweisung zum PSMA PET nicht mehr das G68 PSMA zuweisen sondern F18 Pylclari. Das Gallium PET gibt es nicht mehr, ist aber leider noch bei den Leistungen im SAP drinnen.
Kommentar zur STAMPEDE-Studie: https://www.degro.org/wp-content/uploads/2019/06/SUON_Literaturkommentiert_April2019.pdf
Prähabilitation Prostatakarzinom
Angebot vorerst an alle Patienten aus dem Prostatakrebszentrum, die eine definitive Radiotherapie eines Prostatakarzinoms erhalten. (Pat. aus Uroboard des Hauses)
Keine Salvagetherapiepatienten (andere Bedürfnisse)
Überweisung bei Patienten-Erstkontakt an die physikalische Medizin
Zuweisungstext: "Prostata-CA mit RT. BeBo- und Blasentraining lt. Standard h.e."
Die Broschüre zum Training erhalten die Patienten auf der physikalischen Medizin und die Physiotherapeuten gehen die Broschüre gleich mit dem Patienten durch.
Die Prähabilitation ist nur ein Angebot an den Patienten! Wir empfehlen es, aber natürlich kann der Patient auch darauf verzichten.
Da bedeutet, wir müssen lediglich den Überweisungsschein mitgeben. Die vorgefertigten Überweisungsscheine werden bereits erstellt und werden in den Ambulanzen aufliegen.
Harnblasenkarzinom
Fitter Patient (ECOG 0-1), normale Nierenfunktion (eGFR >60), kurativer Ansatz:
Cisplatin nach Erlangener Schema oder Mito C/Capecitabin analog James et al.
64 Gy auf gesamte Blase mit Dünndarmschonung
Fitter Patient (ECOG 0-1), leicht eingeschränkte Nierenfunktion (eGFR 30-60), kurativer Ansatz:
Mito C/Capecitabin analog James et al.
64 Gy auf gesamte Blase mit Dünndarmschonung (<55Gy D0,03ccm), oder 55Gy in 20 Fr. mit Dünndarmschonung (<47Gy D0,03ccm)
Patient (ECOG 0-2), Niereninsuffizienz (eGFR <30), kurativer Ansatz:
Low dose Gemcitabine 27mg/m² 2x/Wo; 32x2Gy oder 20x2,75Gy
Patient (ECOG 1-2), für Chemotherapie nicht belastbar:
20x2,75Gy
Patient (ECOG 3-4) palliative RT:
3x7Gy
Pelvine LAW: Einschluss ins Zielvolumen nur bei klinischen Befall
Bei Gemicitabin in kurativer Intention ev. adjuvante Chemotherapie mit Paclitaxel und Gemcitabin
Diskussion: James vs Erlangen; 55Gy in der kurativen Situation
"Mitomycin C 12mg/m² KOF, max. 20mg + Capecitabin analog RChT bei AnalCA"
"Blase mit 64Gy: eher ges. Blase bis 50Gy - Boost bis 64Gy ED:2"
"Bei GFR<15 keine ChT"
RChT mit Cisplatin bei Harnblasenkarzinom:
Cisplatin 25 mg / m² KOF 1x täglich i.v., max. 50 mg absolut ad 500 ml NaCl 0.9% über 60 Minuten
Tag 1 bis 5, 29 bis 33 (d.h. an allen RT-Tagen der ersten und fünften Behandlungswoche)
+ Begleitmedikation
Zwischen TUR-B und RChT-Beginn 6 Wochen ist gut
GYNÄKOLOGISCH
Bei jungen gynäkologischen Patientinnen, die postoperativ zur Salvage - Radiatio zugewiesen werden Durchführung eines Planungs-MRT
(Erfassung von Rest-oder Rezidivtumoren mit der Möglichkeit, diese zu boosten, weiters stellen sich im MRT die Ovarien eindeutig dar und können nach Möglichkeit evtl. geschont werden!)
HAUT
SARKOME
LYMPHATISCH / HÄMATOLOGISCH
METASTASEN
Hirnstereotaxie
Läsionen unter 4mm eignen sich hierfür nicht - das Verhältnis bestrahlte Metastase zu gesundem Hirngewebe, das durch Rand mit bestrahlt wird, würde damit nicht passen (dabei sollte eher erst in 3 Mon. wieder eine Kontrolle gemacht werden)
PÄDIATRISCH
NOTFALLBESTRAHLUNGEN
GUTARTIGE
Orthovolt immer Montag Mittwoch oder Freitag die Termine zur 2. Serie Orthovolt vergeben (Gespräch + Behandlung)
Chemotherapien / New Targeted Therapien zur Radiotherapie
PARP-Inhibitoren während der Strahlentherapie pausieren, bei einer HWZ von 12 Stunden vorzugsweise 7 Tage vor der RT beginnend
Gemcitabin RT kann nach Gemcitabin erfolgen, allerdings sollte zwischen der letzten Systemtherapie und dem RT-Beginn ein Abstand von 4 Wochen eingehalten werden.
Zudem empfiehlt sich eine engmaschige Nachsorge bzgl. ev. Nebenwirkungen. (in Hinblick auf perioperatives Protokoll Keynote 671 - Gemzar bei sqNSCLC, wenn nach der neoadjuvanten Therapie keine resektable Situation (mehr) bzgl. RT als Alternative zur OP)
Abemaciclib in der adjuvanten Situation erst nach der RT zu beginnen.
Abemaciclib (Verzenios) wird zunehmend bei Mamma-Patientinnen verordnet.
Laut dem ESTRO-Consensus sollte das Medikament zunächst in Studien untersucht werden.
Von den Internisten in unserem Haus wird diese Reihenfolge akzeptiert und auch im Mammaboard so festgehalten.
Durvalumab
Durvalumab ist auch nach sequentieller Radiochemotherapie beim SCLC zugelassen, in der Studie wurden „nur“ simultan therapierte Patienten eingeschlossen.
In der aktuellen LL des TZOÖ ist das so abgebildet, Daten zur Gabe nach sequentieller Radiochemotherapie gibt es keine.
Bevacizumab
Nach RT sollte eine Pause von 4 Wochen sein, bevor mit einer Bevacizumab-Therapie begonnen wird
Parallel zur RT sollte kein Bevazizumab gegeben werden, ev. vorher 3 Tage zu pausieren, aber ansonsten kann schon eine RT auch b. Bevazizumab-Th. gemacht werden
KONTRASTMITTEL
KM-ALLERGIE
KM-CT ambulant bei Kontrastmittelallergie:
Vorbereitung mit 8 mg Fortecortin am Vorabend der Untersuchung und 2 Stunden vor der
Untersuchung. Vor der Untersuchung wird in unserer Ambulanz eine Ampulle Histakut i.v.
verabreicht (ca. 15 Minuten vor der Untersuchung). Ambulanzgespräch ob die Vorbereitung
gepasst hat im Vorfeld.
KM
Bei geplanter RT
- HNO
- Lunge/Mediastinum
- Becken
- Sarkome
bereits bei Begutachtung TSH basal, HSt, Krea bestimmen
(wenn weiteres KM-CT gemacht werden muss: Mindestabstand zwischen KM-Gaben 48h)
METFORMIN
am Tag vor und am Tag der Untersuchung selbst, kein metforminhältiges Medikament wie Competact, Diabetex, Eucreas, Glucophage, Janumet, Jentadueto, Komboglyce, Metformin, Synjardy, Xigduo, Velmetia, Vipdomet, Vokanamet einnehmen
SCHRITTMACHER /DEFI
Patienten bei der Erstbegutachtung gleich zur Schrittmacherkontrolle schicken. Sollte der Schrittmacher gerade kontrolliert worden sein (1Mo) ist eine Kontrolle nach Abschluss der RT ausreichend.
Grundsätzlich Schrittmacherkontrolle spätestens bei Planung und am Ende der RT.
ALLGEMEIN / ORGANISATORISCH
Es ist keine tagesstationäre Behandlung möglich, nur stationär oder ambulant
Dienstag und am Freitag sind FDG-PET Slots
Pflegeberatung
Alle Pat. werden, wenn sie nur ambulant betreut werden (amb.Planung, amb. RT-Beginn) von uns (DGKP, PFA) vor dem ERST-CT über Hautpflege, Mundpflege, Ernährung, Taxischein, Sozialberatung etc. aufgeklärt.
Strahlensensibilität
SYSTEMTHERAPIEN
Radiochemotherapie
Cisplatin
40mg 1x/Wo
Im Falle einer adjuvanten bzw. additiven Therapie bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sollten maximal 6 Zyklen Cisplatin gegeben werden.
Im Falle einer definitiven Therapie kann die Chemotherapie auch eskaliert werden bei fehlenden Kontraindikationen.
Capecitabine
DPD
Bei PatientInnen, welche 5-Fluorouracil (5-FU) oder Prodrugs wie Capecitabine erhalten, besteht das Risiko einer lebensbedrohlichen Toxizität, wenn die Funktion des abbauenden Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) eingeschränkt ist.
Daher wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn einen allfälligen DPD-Mangel diagnostisch auszuschließen. Eine Methode zur Bestimmung des DPD-Phänotyps ist die Bestimmung des Plasmaspiegels von Uracil (Details und andere Bestimmungsmethoden s. https://www.dgho.de/publikationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/dpd-testung/dpd-positionspapier-2020-konsens_logos_final.pdf).
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief wird darauf hingewiesen, dass bei mittelschwerer und schwerer Nierenfunktionsstörung die Uracilspiegel erhöht sein können. Daher sind die Uracilspiegel bei Niereninsuffizienz mit Vorsicht zu interpretieren, um die falsche Diagnose eines DPD-Mangels und eine potenzielle Unterdosierung von 5-FU zu vermeiden (https://www.basg.gv.at/fileadmin/redakteure/06_Gesundheitsberufe/DHPC/2024/241024_5Fluorouracil.pdf).
Chemotherapie
Endokrine Therapie
PROSTATAKARZINOM
kein Casodex mehr aufschreiben. Für Patienten mit kurativer Radiohormontherapie gibt es kein Risiko eines Flares.
Sollten bei einem metastasiertem Patienten die Angst vor einem Flare Phänomen sein, einen GNRH-Antagonist verwenden (Firmagon oder Orgovyx).
Zielgerichtete Substanzen
Gemäß KEYNOTE-A 18 Studie werden an unserer Abteilung Patientinnen mit fortgeschrittenem Zervixkarzinom zusätzlich zur Strahlentherapie mit simultaner Chemotherapie mit Cisplatin (1 mal wöchentliche Gabe von 40mg/m2 KO, insgesamt 5 Zyklen) mittels Immuntherapie (Pembrolizumab) behandelt.
Pembrolizumab wird während der Radiochemotherapie in der Dosierung von 200mg alle 3 Wochen für insgesamt 5 Zyklen und danach als Erhaltungstherapie mit 400mg alle 6 Wochen für insgesamt 15 Zyklen fortgesetzt.
Die Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab wird bei allen Patientinnen, die von unserer Gynäkologie zur Therapie zugewiesen wurden, nach Abschluss derselbigen wiederum an unserer Gynäkologie fortgeführt. Dazu sollen die Patientinnen zur Fortsetzung der Pembrolizumabgabe zur ambulanten bzw. tagesklinischen Gabe an der Gynäkologischen Ambulanz unseres Hauses (Tel: 7264) von uns, idealerweise im Rahmen des Abschlussgespräches, angemeldet werden. Die Patientinnen, die von auswärts zugewiesen wurden, sollen ebenso wieder beim Zuweiser zur Fortsetzung der Pembrolizumabgaben im Rahmen der Erhaltungstherapie telefonisch angemeldet werden!