In einem Film wird nie nur die äussere Wirklichkeit abgebildet, sondern das Rohmaterial wird zusammenmontiert, woraus eine eigene Wirklichkeit entsteht. Die einzelnen Szenen und Einstellungen werden selten chronologisch aufgenommen, sondern erst im Schnittraum zusammengefügt. Der Begriff Montage bezeichnet die Herstellung eines zeitlichen und räumlichen Struktur aus vorhandenen Einzelbilder.
Betrachten wir dies an einem Beispiel: Nach Aufnahme A (eine Person schaut durch ein Fenster nach draussen) folgt eine Aufnahme B (ein Mädchen steigt in einen Bus). Werden die beiden Aufnahmen in einem Film aneinadergefügt, verknüpfen wir diese zwei Aufnahmen automatisch (da sie nacheinander folgen) zu einem räumlichen und zeitlichen Ablauf, sprich: Die Person scheint das in den Bus steigende Mädchen zu beobachten.
Diesen Effekt, dass wir zwei Einstellungen miteinander verbinden, macht sich der folgende Gag aus What to expect when you're expecting zunutze.
Oder der folgende Ausschnitt (Achtung: etwas derb!).