Die Komposition meint, wie die einzelnen Aspekte eines Einzelbildes zu einer bestimmten Wirkung zusammengestellt sind. Hier gibt es Dutzende von Kompositionsregeln und -traditionen, die natürlich auch mit der Geschichte der bildenden Kunst verknüpft sind. Die Erfindung der Perspektive, Achsenverhältnisse oder der Fluchtpunkt beeinflussen auch Bildkompositionen des Filmbildes.
Zwei Dinge sollen hier spezielle Erwähnug finden: Zum einen wird sehr oft die Diagonale genutzt, um einem Bild Dynamik zu verleihen; im Gegensatz dazu zeichnen sich ruhige Kompositionen oft durch den Einsatz von einer starken Betonung der Horizontalen. Die Vertikale betont wiederum eher die Bewegung nach oben.
Zum Beschreiben eines Bildes kann man auf folgende Leitfragen zurückgreifen:
- Was befindet sich im Vorder-, Mittel- und Hintergrund?
- Was befindet sich links, rechts, unten, oben?
- Wohin wird unser Blick gelenkt?
- Wie ist die Bildaufteilung?
- Wo entstehen "Leerräume"?
- Wo verlaufen die Linien, Diagonalen?
- Sind die Bildkomponenten (a)symmetrisch?
Aufgabe 3: Komposition
An den folgenden Bildern können Sie die Beschreibung der Komposition ausprobieren. Gehen Sie obenstehende Fragen bei einem dieser Filmstills durch.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Ein für den Film zentrales Kompositionsprinzip ist die so genannte Rule of Thirds (Drittelregel, lehnt sich an die Regel vom Goldenen Schnitt an). Dabei wird ein Bild in neun Teil geschnitten, die alle gleich gross sind. Das Bildmotiv wird nun sehr oft in einen der vier Schnittpunkten platziert. Ausserdem entspricht die Horizontlinie häufig der oberen horizontalen Linie.
Betrachten Sie die Komposition der folgenden Bilder.
Schauen Sie jetzt ein kurzes Video, das diese Regel nochmals erklärt und das Beispiel aus Forrest Gump zeigt.