Der Grossteil der gesprochenen Sprache in einem Film stammt von den Figuren, ihren Reden und Dialogen. Hierzu sind auch paraverbale Phänomene wie Pausen, Sprachmelodie (= Prosodie), Seufzen, Lachen zu beachten. Gesprochene Sprache kann auch in Form von Kommentaren aus dem Off (Voice-over) zu hören sein, entweder von einer der Figuren oder von einem externen Erzähler.
Im Gegensatz zu den Geräuschen wird die Tonebene der Sprache vor Ort aufgenommen. Um teure Aufnahmesessionen (etwa mit Stars) zu vermeiden, wird also an einem Drehort vor allem darauf geschaut, den Ton der Dialoge einzufangen, meistens mit dem so genannten Mikrophongalgen.
Wird trotzdem in der Postproduktion der Dialog nachbearbeitet, also eine nachträgliche Aufnahme von Dialogteilen angefertigt und dieser Text mit dem Bild in Übereinstimmung gebracht, bezeichnet man den Prozess als ADR (Automated Dialogue Replacement). Das Ersetzen aller Sprecherparts durch Dialoge in eine andere Sprache (Synchronisation) wird in einzelnen Ländern (beispielsweise Deutschland) bei fremdsprachigen Filmen fast durchwegs gemacht. Andere Länder (beispielsweise die Schweiz) haben die Tradition von Untertiteln.
Mikrophongalgen an einem Drehort
Synchronisation im Studio
Aufgabe 9: Stranger than Fiction
a) Betrachten Sie den Ausschnitt aus Stranger than Fiction. Bestimmen Sie, welche Tonelemente (Musik, Geräusche, Sprache) vorkommen.
b) Welche dieser Tonelemente sind intradiegetisch, welche extradiegetisch?