Hintergrundmusik wird in der Regel eingesetzt, um die dargestellte Handlung atmosphärisch zu verstärken und das Innenleben der Figuren zu untermalen (Mood-Technik). Schmetternde Fanfaren begleiten das Herannahen der Kavallerie (=Reitertruppe), Geigenchöre den Kuss im Mondschein. Wichtige musikalische Elemente sind Melodie, Harmonie, Rhythmus, Tonalität, Instrumentierung, Dynamik, Tempo. Die Hintergrundmusik eines Filmes verwendet oft Leitmotive, also kurze Signale oder Melodien, die z.B. immer dann ertönen, wenn ein bestimmter Schauplatz oder eine bestimmte Figur ins Bild kommen oder wenn eine besondere Stimmung herrschen soll (z.B. Romantik oder Spannung).
Aber auch Handlungen lassen sich mit der Musik "verstärken": Dies lässt sich beim Trickfilm gut beobachten, wenn etwa die Filmmusik den gezeigten Bewegungen im Filmbild folgt; klettert jemand nach oben, gehen die Töne hoch, steigt er hinab, werden die Töne tiefer (Mickey-Mousing).
Filmmusikkomponist John WIlliams bespricht die Partitur mit Regisseur George Lucas
Bei der Aufnahme von Star Wars (1977)
Aufgabe 10: Musik in Harry Potter
Betrachten Sie den kurzen Ausschnitt aus Harry Potter und überlegen Sie sich, welche Funktion die Musik hier hat.
Aufgabe 11: Musik in Eyes Wide Shut
Betrachten Sie den folgenden Ausschnitt aus Eyes Wide Shut und erklären Sie, was bei Minute 1:45 passiert.
Musik - und die Tonspur im Allgemeinen - hat auch die Funktion, Szenen zu verbinden. Ein oft eingesetztes Stilmittel ist die sogenannte sound bridge. Dabei ist in einer Szene 1 bereits der Ton der nächsten Szene (2) zu hören; oder umgekehrt: man sieht bereits Szene 2 und hört aber noch den Ton von Szene 1. Der Ton erhält also eine Brücken-Funktion.
Aufgabe 12: soundbridge
Betrachten Sie ein kurzes Beispiel aus The Big Lebowski.
Eine soundbridge kann auch durch ein Geräusch erfolgen. Betrachten Sie dazu den folgenden Ausschnitt aus The Matrix.
Verfassen Sie abschliessend eine Definition von soundbridge und überprüfen Sie diese anhand der zwei Filmbeispiele.