Viele Menschen hören Radio. Zum Beispiel beim Essen zubereiten, oder beim Autofahren. Und mit dem Radio lassen sich interessante Produkte machen, die bestimmt Zuspruch erfahren. - Das ist also nicht das Problem.
Das Problem ist die Selbstbedienungsmentalität bei den Rundfunk-Mitarbeitern. - Sie sehen den Rundfunkbeitrag als beliebig vergrößerbare Geldquelle. Dass es nicht ihr Geld ist, das sie da verpulvern, stört sie scheinbar nicht.
Statt sich also mit den Hörern und Zuschauern abzusprechen, welchen Umfang der Rundfunk haben sollte, meiden sie die Kundschaft lieber, wenn es um solche Entscheidungen geht. – Sie ahnen wahrscheinlich, dass die Bürger die Ausgaben für »Radio und Fernsehen« für zu hoch halten.
Deshalb reden sie mehr mit den »Gesetzesmachern«, den Politikern. - Diese sollen gegen die Bevölkerung die passenden Gesetze fabrizieren, mit denen der Bürger dann gezwungen wird, zu bezahlen, was sich die Rundfunk-Leute so vorstellen.
Dass die Kosten für den Rundfunk ständig steigen, ist leicht zu erklären. – In der heutigen Zeit, wo es eh schon schwer ist, bequeme aber gut bezahlte Arbeit zu finden, bietet es sich an, im Rundfunk ein warmes Plätzchen zu suchen. – Je größer aber der Druck ist, mehr Stellen oder höhere Löhne und üppigere Betriebsrenten bereitzuhalten, umso mehr wird am Geldbeutel der anderen Bürger gezerrt, damit diese das dafür benötigte Geld herausrücken.
Dann muss auch schon mal jemand ins Gefängnis gehen, wenn die Person das Geld nicht hergeben will, für den Rundfunk, damit etwa ein Mathias Richling seine Blödeleien über den Äther schicken kann. Dass dieser Komiker dann aber gar nicht mehr witzig, sondern eher dreist und frech aussieht, in diesem Kontext, ist eine andere Sache. – So ist es ja mit vielen »Stars«, die vom Rundfunkbeitrag leben. - Und den Bürgern wird er, trotz knapper Kasse abgepresst.
Jetzt hatten sich die Richter in Karlsruhe und Vertreter des Europäischen Parlaments zum Rundfunkbeitrag geäußert. Aber das macht die Sache nicht besser. – Der Rundfunkbeitrag ist eines Rechtsstaates nicht würdig. - Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Gutachten von Rundfunkbeitrag-Kritikern, Rechtsanwälten und Staatsrechtlern, die unisono die Fragwürdigkeit des Rundfunkbeitrags hervorheben.
Der Rundfunk ist eine Methode, Daten zu übertragen. Mehr ist das nicht. – Wer wie viel von den Daten haben will und von welchem Anbieter, ist Privatsache. - Das Grundgesetz schützt ausdrücklich in Artikel 5|1 die individuelle Beschaffung von Medien und Nachrichten. - Dass der Bürger aber gezwungen ist, eine Nachrichtenquelle bezahlen zu müssen, passt nicht mehr in die Landschaft und ist Ausdruck eines bevormundenden Obrigkeitsstaates?
Aber ein Rundfunk, der von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird, kann auf die Dauer nicht existieren. Weil er auf die Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern angewiesen ist. Wenn der Rundfunk die Bürger zum Feind hat, wird er nicht funktionieren. - Dann kann es sein, dass er noch mehr zum reinen Staatsverlautbarungs-Apparat verkommt.
Im Grunde bedarf es eines Einsehens bei den Rundfunk-Mitarbeitern selbst. – Sie müssen erkennen, dass das nicht mehr so weitergehen kann. Dass Leute ins Gefängnis müssen, damit Unterhaltung, Sport und Lokalnachrichten verbreitet werden. – Denn wer will solche Unterhaltung, solchen Sport und solche Nachrichten, an denen ungerechte, rigorose Verhaltensweisen und Machenschaften kleben.
Nur eine minimale Grundversorgung sollte über Steuergelder finanziert werden. Alles übrige Programm wäre als »Pay-TV« anzubieten. Das ist der Weg. - Ob in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk oder ohne seine Zustimmung.
Und eine neue, vielversprechende Initiative macht sich gerade auf den Weg, in diese Richtung zu arbeiten.