Windows bekommt ein »Funktionsupdate«. Tatsächlich funktionieren hinterher einige Programme nicht mehr richtig. Die Gestensteuerung ist zerschossen, die Widgets müssen schon wieder repariert werden. Und Einstellungen für Windows hat das »Update« wieder rückgängig gemacht. Zum Beispiel bezüglich der Cloud.
Betriebssystemhersteller interessiert es nicht, was die Nutzer an ihren Geräten einstellen. Sie bringen mit ihren Updates alles durcheinander und nennen das dann »Weiterentwicklung«. Dabei sind viele Updates einfach nur ein Hinweis, dass der Hersteller »Geld verdienen« will. Egal, mit welchen Methoden das angegangen wird.
Hersteller von Bezahl-Software bringen es fertig, ein einwandfrei funktionierendes Programm so zu »verbessern«, dass es kaum noch zu nutzen ist, aber dennoch teuer bezahlt werden soll. Eine genial schlüssig angeordnete Benutzeroberfläche wird umgemodelt und verschlechtbessert, sodass sich der Nutzer nicht mehr zurechtfindet. Kurze Wege zum Ziel, wurden in lange Wege umgewandelt. Und die neue Version kostet den Bestandskunden auch weniger, als der Neukunde zahlt. - Ein super Angebot, oder?
Kaufsoftware und -betriebssysteme haben den Nachteil, dass deren Besitzer und Hersteller ständig davon leben und Einnahmen generieren wollen. Auch wenn sie zur Grundidee, über die sie sich schon »eine goldene Nase« verdient haben, kaum noch etwas Neues hinzufügen. Das erleben Nutzer dieser Produkte immer wieder als »Belästigung«. Der Konsument hat sich seinen PC eingerichtet, und schon wieder taucht der Hersteller der Software auf und »will was«. Und meistens will er Geld.
Gibt es einen Ausweg?
Ja, den gibt es, in Form von »freier Software«. Paradebeispiel dafür ist »Linux«. Aber der Unterschied zur Bezahlsoftware ist immer noch groß. Und so ganz einfache Sachen, wie systemweit funktionierende Tastaturkürzel für Texteinfügung, sind nicht vorhanden und können bislang auch nicht nachinstalliert werden. Was solche Programme für viele Nutzer nahezu unbrauchbar macht. - Eine Bezahlsoftware bietet da doch andere Möglichkeiten. Und nicht umsonst schwören viele Apple-Nutzer, trotz in letzter Zeit immer häufiger vorkommenden Klagen über Funktionsmängel, auf diese Software, gerade wenn sie professionell einen Computer einsetzen wollen.
Dennoch besteht ein Trend weg von den Firmen, die den Kunden zur Kasse bitten wollen, und dabei immer wieder in das vom User sorgfältig aufgebaute PC-Ökosystem eingreifen und es beschädigen oder durcheinanderbringen.