Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae).
Charakter: Der "Lila Lord" im Beet. Er ist der Aristokrat unter den Kohlsorten – edel in der Farbe, fest in der Struktur und extrem lagerfähig.
Erscheinungsbild: Bildet wunderschöne, kugelrunde und sehr feste Köpfe. Die Blätter sind von einer natürlichen Wachsschicht überzogen, die sie vor Regen und Austrocknung schützt.
Inhaltsstoffe:
Power: Enthält extrem viel Vitamin C (ein echtes Winter-Schutzschild).
Farbe ist Gesundheit: Die Farbe kommt von den Anthocyanen – das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen im Körper hemmen können.
Ansprüche: Ein klassischer Starkzehrer. Er braucht "Futter" (Kompost/Dünger) und einen schweren Boden, der das Wasser gut hält.
Wachstumsdauer: Je nach Sorte zwischen 120 und 150 Tagen. Er braucht Zeit, um seine volle Dichte zu erreichen.
Der "Festungs-Faktor": Wenn du den Rotkohl später ins Beet setzt, pflanze ihn tiefer als er im Topf saß (bis zu den ersten Blattansätzen) und tritt die Erde rundherum mit dem Absatz fest an. Kohl braucht "festen Stand", um schwere Köpfe zu bilden!
Gleichmäßige Feuchtigkeit: Wenn der Boden erst austrocknet und dann plötzlich viel Wasser kommt (z.B. Starkregen), kann der Kopf aufplatzen. Mulche den Boden um den Kohl herum, um die Feuchtigkeit stabil zu halten.
Die Farben-Chemie: Ein echter Macher-Trick: Gib beim Kochen einen Schuss Essig oder Zitronensaft dazu. Das erhält das leuchtende Rot. Ohne Säure wird der Rotkohl beim Garen eher blau/violett.
Rotkohl ist die perfekte Kombination aus Schönheit und Nutzen. Er sieht im Garten fast wie eine exotische Blume aus und liefert im Winter die wichtigste Energie. Wer Rotkohl erfolgreich anbaut, hat das "Diplom des Gärtners" quasi in der Tasche, weil er Fingerspitzengefühl bei der Düngung und Wasserversorgung zeigt.