Familie: Doldenblütler (Apiaceae).
Charakter: Die "Geduldige". Während das Radisli sprintet, lässt sich die Karotte Zeit, um ihre volle Süße und Größe im Boden zu entwickeln. Sie ist die Königin der Wurzelgemüse.
Erscheinungsbild: Lange, spitze oder stumpfe Pfahlwurzeln in Orange (es gibt sie aber auch in Purpur, Gelb oder Weiß). Oben bildet sie feines, farnartiges Grün.
Inhaltsstoffe: Weltmeister im Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), was super für die Augen und die Haut ist. Dazu kommen viele Ballaststoffe.
Ansprüche: Karotten hassen Steine im Boden! Sie brauchen tiefgründigen, lockeren und sandigen Boden, damit die Wurzel gerade nach unten wachsen kann. Bei Steinen bekommen sie "Beine" (sie verzweigen sich).
Wachstumsdauer: Je nach Sorte zwischen 70 und 150 Tagen.
Sand ist der Schlüssel: Wenn dein Boden zu schwer oder lehmig ist, mische ordentlich Sand unter die Erde. Nur in lockerem Boden werden die Karotten so richtig lang und gerade.
Die Radisli-Markiersaat: Karottensamen sind winzig und brauchen lange zum Keimen (bis zu 3 Wochen). Säe ein paar Radieschen-Samen in die gleiche Reihe! Die Radieschen kommen nach 4 Tagen hoch und zeigen dir, wo die Reihe ist, damit du beim Unkrautjäten nicht aus Versehen die Karotten eliminierst.
Häufeln gegen "Grüne Köpfe": Wenn die Schultern der Karotten aus der Erde schauen, werden sie durch das Sonnenlicht grün und bitter. Schieb einfach ein bisschen Erde drüber (anhäufeln), damit sie im Dunkeln bleiben.
Die Karotte ist ein Muss für jeden Selbstversorger. Sie braucht am Anfang etwas Pflege (Unkraut jäten!), aber wenn sie erst mal etabliert ist, ist sie absolut pflegeleicht. Frisch aus der Erde gezogen und kurz am Hosenbein abgewischt schmeckt sie einfach am besten – das ist der wahre Geschmack der Freiheit!