Modul: Kletteraktivitäten für Inklusion anpassen
Dieses Modul bietet praxisnahe Anleitung zur Gestaltung oder Anpassung von Kletteraktivitäten, um den unterschiedlichen physischen, emotionalen und kognitiven Bedürfnissen von Kindern gerecht zu werden. Es unterstützt inklusive Planung, fördert Flexibilität, verringert Barrieren und ermöglicht eine sinnvolle Teilhabe für jedes Kind.
🎯 Lernziele
Teilnehmende können:
Kletteraufgaben an individuelle Entwicklungsstufen und Ziele anpassen.
Flexible Sitzungspläne erstellen, die mehrere Erfolgswege ermöglichen.
Aktivitäten an unterschiedliche Geschwindigkeit, Energielevel und Beteiligungsstile anpassen.
Barrieren reduzieren und Motivation durch inklusive Gestaltung steigern.
👥 Zielgruppe
Klettertrainer und Coaches
Hallenpersonal und Manager
Familien und Betreuer
📌 Kernkonzepte
Aufgabenanpassung in Übereinstimmung mit Entwicklungsstand und individuellen Zielen
Flexible Planung von Einheiten für unterschiedliche Lernstile und Fähigkeiten
Anpassung von Tempo und Beteiligung an individuelle Bedürfnisse
Identifizierung und Reduzierung physischer, emotionaler und kognitiver Teilhabebarrieren
Steigerung der Motivation durch abwechslungsreiche Aktivitäten und Belohnungsstrategien
Einführung: Kletteraktivitäten für Inklusion anpassen
Klettern, wie jeder Sport, erfordert Flexibilität und Kreativität in der Vermittlung und Durchführung, um sicherzustellen, dass alle Kinder sinnvoll teilnehmen können. Ziel dieses Moduls ist es, Ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um Kletteraktivitäten für ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Lernstilen zu gestalten und anzupassen. Durch Anpassungen der Aufgaben, des Ablaufes der Einheit und der Umgebung können Sie eine inklusive Erfahrung schaffen, die es jedem Kind ermöglicht, teilzunehmen und erfolgreich zu sein.
Verständnis der Entwicklungsvielfalt bei Kindern
Kinder unterscheiden sich stark in ihrer physischen, emotionalen und kognitiven Entwicklung. In einer inklusiven Kletterumgebung ist es entscheidend zu verstehen, dass jedes Kind einzigartige Stärken, Herausforderungen und Lernstile hat. Durch das Verständnis dieser Unterschiede können Sie gezielte Anpassungen vornehmen, die jedem Kind helfen, erfolgreich zu sein.
Physische Entwicklung:
Die körperlichen Fähigkeiten von Kindern variieren erheblich. Manche Kinder verfügen über gute motorische Fähigkeiten, Balance und Koordination, während andere bereits grundlegende Aufgaben wie Greifen oder Klettern als herausfordernd empfinden. Ziel ist es nicht, einen Wettbewerb zwischen den Kindern zu schaffen, sondern vielfältige Aktivitäten und Aufgaben anzubieten, die den physischen Fähigkeiten jedes Kindes entsprechen, sodass sie sich selbst herausfordern und weiterentwickeln können.
Kognitive Entwicklung:
Auch die kognitiven Fähigkeiten unterscheiden sich, insbesondere bei Kindern mit neuroentwicklungsbedingten Besonderheiten wie ASD, ADHD oder ID. Diese Kinder benötigen möglicherweise vereinfachte Anweisungen, mehr Zeit für Aufgaben oder zusätzliche Hilfestellung, um die Mechanik des Kletterns zu verstehen. Durch die Gestaltung von Aktivitäten mit unterschiedlichen kognitiven Anforderungen kann sichergestellt werden, dass jedes Kind teilnehmen kann, ohne überfordert oder frustriert zu werden.
Emotionale Entwicklung:
Die emotionale Bereitschaft zum Klettern kann variieren. Kinder mit hoher Ängstlichkeit oder schneller Frustration benötigen möglicherweise zusätzliche emotionale Unterstützung oder Ermutigung, um engagiert zu bleiben. Es ist ebenso wichtig, zu verstehen, wie Kinder Emotionen verarbeiten, und ihre emotionalen Bedürfnisse zu berücksichtigen, wie physische und kognitive Anpassungen.
Anpassung von Kletteraufgaben an das Entwicklungsniveau
Um sicherzustellen, dass alle Kinder sinnvoll an Kletteraktivitäten teilnehmen können, müssen die Aufgaben an ihr Entwicklungsniveau angepasst werden. Diese Anpassung ist nicht nur wichtig, um die Teilnahme zu gewährleisten, sondern auch, um das Selbstvertrauen und die Freude des Kindes an der Aktivität zu steigern.
Aufgaben vereinfachen:
Beginnen Sie mit einfacheren, kleineren Aufgaben, die den Kindern helfen, Vertrauen aufzubauen, und steigern Sie die Schwierigkeit nach und nach. Zum Beispiel:
Anfänger-Level: Fokus auf grundlegende Bewegungen wie das Greifen von Griffen, Klettern an kurzen Wänden oder Balancieren.
Mittelstufe: Einführung komplexerer Kletterbewegungen, wie seitliches Überqueren (Traversing), verschiedene Fußplatzierungen oder Erhöhung der Kletterhöhe.
Fortgeschrittenes Level: Einbindung dynamischer Bewegungen wie Sprünge, Balancieren oder anspruchsvolle Überhänge, die mehr Koordination und Kraft erfordern.
Durch die Anpassung des Schwierigkeitsgrades können Sie sicherstellen, dass die Herausforderung für alle Kinder stimulierend bleibt, unabhängig von ihrem Fähigkeitsniveau.
Flexible Klettersessions gestalten
Die Gestaltung flexibler Klettersessions ist ein zentraler Bestandteil von Inklusion. Eine gut geplante Session ermöglicht unterschiedliche Tempi, Engagement-Stile und Teilnahmegrade.
Mehrere Wege zum Erfolg:
Jedes Kind hat eine andere Art, sich mit einer Aufgabe auseinanderzusetzen – ob es lieber alleine, in einer Gruppe oder mit einem Partner arbeitet. Indem Sie mehrere Wege zum Erfolg anbieten, stellen Sie sicher, dass jedes Kind die Chance hat, auf eine Weise erfolgreich zu sein, die seinen Stärken entspricht. Dies kann erreicht werden durch:
Angebot verschiedener Schwierigkeitsstufen: Einige Kinder möchten eine anspruchsvolle Kletterroute ausprobieren, während andere lieber mit einfacheren Routen beginnen.
Integration von Wahlmöglichkeiten: Lassen Sie Kinder entscheiden, welche Route oder Aktivität sie basierend auf ihrem Komfortlevel ausprobieren möchten.
Klare Zielsetzung jeder Aktivität: Das Ziel könnte sein, eine Wand zu erklimmen, einen Parcours zu absolvieren oder einfach einen bestimmten Griff zu erreichen.
Adaptive Anpassungen für den Erfolg:
Stellen Sie sicher, dass Ihr Klettersessions-Plan leichte Anpassungen ermöglicht. Anpassungen können beinhalten:
Unterschiedliche Ausrüstung: Passen Sie Klettergriffe an, um sie leichter greifbar zu machen, oder bieten Sie bequemere Gurte für Kinder mit besonderen Bedürfnissen an.
Unterstützung durch Trainer:innen: Einige Kinder benötigen möglicherweise mehr praktische Unterstützung, z. B. zusätzliches Coaching oder physische Hilfestellung, um Bewegungen auszuführen.
Anpassung an unterschiedliche Tempi und Engagement-Stile
Jedes Kind hat ein eigenes Tempo und einen eigenen Engagement-Stil. Manche Kinder benötigen längere Pausen, während andere Aufgaben schnell erledigen und neue Herausforderungen benötigen. Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend, um Kinder während der gesamten Session motiviert und beteiligt zu halten.
Anpassung des Tempos:
Das Tempo bezieht sich auf die Geschwindigkeit, mit der ein Kind die Klettersession durchläuft. Manche Kinder lernen schnell und erledigen Aufgaben zügig, andere benötigen mehr Zeit. So kann das Tempo angepasst werden:
Für Kinder mit langsamerem Tempo:
Aktivitäten in kleinere Schritte unterteilen und häufiger unterstützende Pausen anbieten. Kinder, die Aufgaben langsamer erledigen, könnten frustriert sein, wenn sie das Gefühl haben, mit Gleichaltrigen mithalten zu müssen. Bieten Sie Optionen für Ruhepausen und eine schrittweise Steigerung der Schwierigkeit.
Für Kinder mit schnellerem Tempo:
Zusätzliche Herausforderungen oder Variationen einführen, um das Engagement aufrechtzuerhalten. Wenn ein Kind eine Route schnell bewältigt, kann eine anspruchsvollere Version angeboten oder neue Klettertechniken eingeführt werden, z. B. Traversieren oder Balancieren auf schmalen Balken.
Unterschiedliche Engagement-Stile:
Kinder zeigen unterschiedliche Engagement-Level und manche benötigen zusätzliche Motivation, um beteiligt zu bleiben. Beachten Sie Folgendes:
Für hoch engagierte Kinder:
Geben Sie komplexere Aufgaben oder erlauben Sie ihnen, verschiedene Kletterrouten zu erkunden, die ihre Fähigkeiten herausfordern.
Für Kinder, die mehr Ermutigung benötigen:
Nutzen Sie positive Verstärkung wie Lob oder kleine Belohnungen, um Selbstvertrauen aufzubauen. Setzen Sie erreichbare Ziele, die sie mit Unterstützung erreichen können.
Überwindung von Teilnahmebarrieren
Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten können beim Klettern auf verschiedene Barrieren stoßen. Diese Barrieren können kognitiv, emotional oder physisch sein. Als Trainer liegt es in Ihrer Verantwortung, diese Barrieren zu erkennen und durch durchdachte Planung zu reduzieren.
Physische Barrieren:
Stellen Sie sicher, dass die Ausrüstung zugänglich ist, z. B. durch weichere Matten oder spezielle Klettergurte für Kinder, die zusätzliche Unterstützung benötigen.
Sorgen Sie dafür, dass der Raum für alle Fähigkeiten sicher ist, mit klaren Wegen, ausreichend Platz und ohne Hindernisse, die Verletzungen verursachen könnten.
Emotionale Barrieren:
Kinder können beim Klettern Angst, Furcht oder Frustration erleben. Beispielsweise könnte ein Kind Höhenangst haben oder nicht zuversichtlich sein, eine Aufgabe zu bewältigen. Wichtig ist:
Bieten Sie emotionale Unterstützung, indem Sie kleine Erfolge fördern und Anstrengung statt nur Ergebnisse feiern.
Geben Sie Sicherheit und schaffen Sie eine vertrauensvolle, unterstützende Umgebung, in der Kinder sich wohl fühlen, um Hilfe zu bitten.
Kognitive Barrieren:
Kinder können Schwierigkeiten haben, Anweisungen oder den Zweck der Aktivität zu verstehen. Um dies zu erleichtern:
Verwenden Sie einfache, klare Anweisungen.
Bieten Sie visuelle Hilfsmittel wie Piktogramme oder Demonstrationsvideos an, um das Lernen zu unterstützen.
Überwindung von Teilnahmebarrieren
Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten können beim Klettern auf verschiedene Barrieren stoßen. Diese Barrieren können kognitiv, emotional oder physisch sein. Als Trainer liegt es in Ihrer Verantwortung, diese Barrieren zu erkennen und durch durchdachte Planung zu reduzieren.
Physische Barrieren:
Stellen Sie sicher, dass die Ausrüstung zugänglich ist, z. B. durch weichere Matten oder spezielle Klettergurte für Kinder, die zusätzliche Unterstützung benötigen.
Sorgen Sie dafür, dass der Raum für alle Fähigkeiten sicher ist, mit klaren Wegen, ausreichend Platz und ohne Hindernisse, die Verletzungen verursachen könnten.
Emotionale Barrieren:
Kinder können beim Klettern Angst, Furcht oder Frustration erleben. Beispielsweise könnte ein Kind Höhenangst haben oder nicht zuversichtlich sein, eine Aufgabe zu bewältigen. Wichtig ist:
Bieten Sie emotionale Unterstützung, indem Sie kleine Erfolge fördern und Anstrengung statt nur Ergebnisse feiern.
Geben Sie Sicherheit und schaffen Sie eine vertrauensvolle, unterstützende Umgebung, in der Kinder sich wohl fühlen, um Hilfe zu bitten.
Kognitive Barrieren:
Kinder können Schwierigkeiten haben, Anweisungen oder den Zweck der Aktivität zu verstehen. Um dies zu erleichtern:
Verwenden Sie einfache, klare Anweisungen.
Bieten Sie visuelle Hilfsmittel wie Piktogramme oder Demonstrationsvideos an, um das Lernen zu unterstützen.
Zusammenfassung und Wichtige Erkenntnisse
Passen Sie die Aufgaben an das Entwicklungsniveau, die körperlichen Fähigkeiten und die emotionale Bereitschaft der Kinder an.
Gestalten Sie flexible Sitzungen mit mehreren Wegen zum Erfolg und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Fördern Sie die Teilnahme, indem Sie Barrieren abbauen und motivierende Strategien einsetzen, um Engagement und Spaß zu steigern.
Integrieren Sie Wahlmöglichkeiten und Autonomie, um den Kindern ein Gefühl von Verantwortung und Mitbestimmung über ihre Klettererfahrung zu geben.
Durch diese Anpassungen der Kletteraktivitäten stellen Sie sicher, dass jedes Kind teilnehmen, neue Fähigkeiten entwickeln und Spaß in einer inklusiven und unterstützenden Umgebung haben kann.
Nächste Schritte:
Überprüfen Sie Ihre aktuellen Klettersitzungspläne und identifizieren Sie ein oder zwei Bereiche, in denen Sie mehr Flexibilität oder Wahlmöglichkeiten für die Teilnehmer einbauen können.
Erwägen Sie, in der nächsten Sitzung eine neue Motivationsstrategie einzuführen oder anstrengungsbasierte Ziele gezielt zu verstärken.
„Passe diese Kletteraufgabe für Inklusion an“
Ziel:
Die Lernenden sollen das im Modul Gelernte anwenden, indem sie eine Standard-Kletteraktivität so anpassen, dass sie inklusiv und zugänglich für Kinder mit unterschiedlichen physischen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten ist. Diese praxisnahe Aufgabe hilft den Lernenden, die Entwicklungsstufen, Bedürfnisse und Engagement-Stile der Kinder zu berücksichtigen und gleichzeitig praktische Änderungen an der Kletteraktivität vorzunehmen.
1. Szenario vorbereiten (5 Minuten):
Stellen Sie sich vor, Sie leiten eine Klettersession mit einer Gruppe von Kindern. Die Gruppe besteht aus:
Einem Kind mit Autismus-Spektrum-Störung (ASD), das empfindlich auf Geräusche reagiert und Schwierigkeiten bei Übergängen hat.
Einem Kind mit ADHS, das leicht abgelenkt wird und Schwierigkeiten hat, langen Anweisungen zu folgen.
Einem Kind mit Intellektueller Behinderung (ID), das einfachere Aufgaben benötigt und langsamer beim Absolvieren der Kletteraktivitäten ist.
Die Aufgabe der Session ist ein Bouldering-Zirkel, bei dem die Kinder mehrere kurze Kletterwände mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad erklimmen sollen. Ziel ist es, dass jedes Kind innerhalb von 15 Minuten mindestens drei Wände erklimmt.
2. Aufgabe (10 Minuten):
Ihr Ziel ist es, diesen Bouldering-Zirkel so anzupassen, dass alle Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Bedürfnissen sinnvoll teilnehmen können.
Schwierigkeitsgrad anpassen:
Wie passen Sie die Schwierigkeit der Kletterwände an, sodass jedes Kind angemessen gefordert wird?
Beispiel: Leichtere Wände für das Kind mit ID, komplexere Routen für das Kind mit ADHS.
Anweisungen bereitstellen:
Wie geben Sie die Anweisungen?
Das Kind mit ADHS benötigt kurze Anweisungen, das Kind mit ASD visuelle Hinweise.
Wie passen Sie Ihre Instruktionen für jedes Kind an?
Umgebung anpassen:
Welche Umweltfaktoren könnten die Teilnahme beeinflussen?
Wie reduzieren Sie sensorische Überlastung für das Kind mit ASD (z. B. Lärm, Licht)?
Welche weiteren Anpassungen sorgen für eine komfortable Erfahrung für alle Kinder?
Wahlmöglichkeiten anbieten:
Wie können Sie den Kindern Wahlmöglichkeiten geben, sodass sie auf ihrem eigenen Niveau teilnehmen können?
Beispiel: Reihenfolge der Wände oder Schwierigkeitsgrad auswählen.
Wie kann dies den Kindern helfen, sich stärker in die Session eingebunden zu fühlen?
Teilnahme unterstützen:
Welche spezifische Unterstützung oder Begleitung können Sie jedem Kind bieten, um die Teilnahme zu fördern?
Wie helfen Sie ihnen, Herausforderungen während der Aufgabe zu meistern?
3. Gruppendiskussion (10 Minuten):
Teilen Sie Ihre Anpassungen mit einem Partner oder in der Gruppe. Diskutieren Sie folgende Fragen:
Welche konkreten Anpassungen haben Sie vorgenommen, um die Kletteraktivität inklusiv zu gestalten?
Wie haben Sie das Bedürfnis nach Herausforderung mit dem Bedürfnis nach Zugänglichkeit für jedes Kind in Einklang gebracht?
Welche Änderungen an der Umgebung haben Sie vorgenommen, um sensorische Empfindlichkeiten zu berücksichtigen, und warum sind diese wichtig?
Welche Strategien verwenden Sie, um individuelle Unterstützung während der Aktivität zu bieten?
4. Reflexion (5 Minuten):
Reflektieren Sie individuell, wie die Anpassungen die Teilnahme und den Erfolg der Kinder beeinflussen. Überlegen Sie:
Was haben Sie über die Anpassung von Aktivitäten für Inklusion im Klettern gelernt?
Wie hat die Berücksichtigung der Bedürfnisse jedes Kindes Ihren Ansatz beeinflusst?
Welche zusätzlichen Änderungen oder Verbesserungen könnten Sie für zukünftige Sessions einführen?
Debrief:
Heben Sie die wichtigsten Erkenntnisse hervor:
Flexibilität ist entscheidend: Jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse, und mehrere Wege zum Erfolg ermöglichen allen die Teilnahme auf ihrem eigenen Niveau.
Umweltfaktoren beachten: Lärm, Beleuchtung und Raumgestaltung beeinflussen das Erlebnis besonders für Kinder mit sensorischen Empfindlichkeiten.
Personalisierte Unterstützung: Fördert die Teilnahme und gibt den Kindern ein Gefühl von Kompetenz und Selbstwirksamkeit.
Durch die Anwendung dieser Anpassungen schaffen Sie ein inklusives und stärkendes Kletterumfeld, in dem alle Kinder die Erfahrung genießen und ihre Kletterfähigkeiten entwickeln können.
Ein Werkzeug, um Klettersessions so zu strukturieren, dass alle Kinder, unabhängig von ihren Fähigkeiten, sinnvoll teilnehmen können. Der Planer unterstützt bei der Gestaltung inklusiver Aktivitäten basierend auf Entwicklungsstufen, Aufgabenanpassungen und Engagement-Stilen.
Wichtige Abschnitte:
Ziele der Session: Was sind die Hauptziele der Session? (z. B. Verbesserung der Klettertechnik, Förderung der Teilnahme, Teamarbeit stärken)
Aufgabenanpassungen: Liste aller Anpassungen, die nötig sind, damit die Aktivität für alle zugänglich ist (z. B. einfachere Kletterrouten, visuelle Hinweise, zusätzliche Unterstützung für einzelne Kinder)
Unterstützungsstrategien: Wie wird Unterstützung bereitgestellt? (z. B. Peer-Hilfe, Einzelcoaching, visuelle Hilfen oder sensorische Pausen)
Ausrüstung & Materialien: Benötigte Materialien (z. B. spezielle Gurte, farblich codierte Griffe, geräuschreduzierende Kopfhörer)
Zeitplan & Struktur: Dauer jeder Aktivität und Übergänge zwischen den Aktivitäten planen
Eine Checkliste zur Bewertung der sensorischen Umgebung des Kletterraums. Sie hilft, Bereiche zu identifizieren, die sensorische Überlastung verursachen könnten, und zeigt Anpassungsmöglichkeiten auf.
Checkliste Kategorien:
Beleuchtung: Sind die Lichter zu hell oder flackern sie? Können sie gedimmt oder abgeschwächt werden?
Lärmpegel: Gibt es übermäßigen Lärm durch Geräte, Musik oder andere Kletterer? Sind geräuschreduzierende Kopfhörer oder Ohrstöpsel verfügbar?
Raumgestaltung: Gibt es genügend Platz, damit Kinder sich frei bewegen können? Gibt es ruhige Zonen oder Bereiche für sensorische Pausen?
Kletterrouten: Sind die Routen für alle Niveaus zugänglich? Gibt es farblich codierte oder größere Griffe für Kinder, die zusätzliche Unterstützung brauchen?
Ein Leitfaden zur Verwendung von visuellen, verbalen und non-verbalen Kommunikationsstrategien, um Kinder während der Klettersession zu unterstützen – besonders jene mit kognitiven oder sensorischen Herausforderungen.
Wichtige Kommunikationsstrategien:
Visuelle Hinweise: Piktogramme, Diagramme oder farblich codierte Routen zur klaren Visualisierung; ein einfacher visueller Ablaufplan der Session
Verbale Hinweise: Kurze, klare Anweisungen; wichtige Punkte wiederholen und Aufgaben in kleinere Schritte aufteilen
Non-verbale Hinweise: Handgesten oder Signale zur Verstärkung der verbalen Anweisungen; Aufgaben durch Demonstration zeigen
Ein Rahmenwerk zur Anpassung von Kletteraufgaben basierend auf den physischen, emotionalen und kognitiven Bedürfnissen der Kinder. Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen, Aktivitäten so zu modifizieren, dass jedes Kind erfolgreich teilnehmen kann.
Wichtige Anpassungen:
Kinder mit ASD: Aufgaben vereinfachen, klare visuelle Anweisungen geben, ruhige, sensorisch freundliche Pausenbereiche anbieten
Kinder mit ADHS: Kurze Klettereinheiten mit aktiven Pausen, häufige positive Verstärkung und visuelle Hinweise zur Aufmerksamkeitserhaltung
Kinder mit ID: Einfachere Routen mit großen, gut sichtbaren Griffen anbieten, mehr Zeit für Aufgaben einräumen, physische Unterstützung bereitstellen
Fokussiert auf Methoden, Kinder während der Klettersession motiviert zu halten, durch abwechslungsreiche Herausforderungen, Anerkennung von Anstrengungen und Feier kleiner Erfolge.
Strategien:
Positive Verstärkung: Fortschritte, Anstrengung und Meilensteine regelmäßig anerkennen; Lob, Aufkleber oder kleine Belohnungen nutzen
Abwechslung in Aktivitäten: Wettbewerbs- und Kooperationsaufgaben mischen, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Ziele anbieten
Autonomie fördern: Kinder entscheiden lassen, welche Route oder Aktivität sie ausprobieren möchten; individuelle Ziele setzen und Fortschritte selbst verfolgen lassen
Diese Ressourcen bieten einen strukturierten Rahmen, um Kletteraktivitäten inklusiv zu gestalten. Sie helfen dabei, Sessions zu planen, durchzuführen und zu evaluieren, sodass alle Kinder – unabhängig von ihren Fähigkeiten – sinnvoll und sicher teilnehmen können.
Video-Lektion: 6 Minuten
Lesen der Unterrichtsinhalte: 20 Minuten
Praxisaktivität („Diese Kletteraufgabe inklusiv anpassen“): 15–20 Minuten
Quiz (3 Fragen): 5 Minuten
Gesamtschätzung: 45–50 Minuten
✅ Kurzes Quiz – Kletteraktivitäten inklusiv anpassen
Welche der folgenden Maßnahmen ist wichtig, wenn Kletteraufgaben für Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsständen angepasst werden?
a) Alle Aufgaben sollen für jedes Kind gleich herausfordernd sein
b) Der Fokus liegt darauf, dass das Kind die Aufgaben in einer bestimmten Zeit schafft
c) Aufgaben werden an das Entwicklungsniveau und die persönlichen Ziele des Kindes angepasst ✅
d) Aufgaben bleiben für alle Kinder gleich, unabhängig von ihren Bedürfnissen
Wozu dient ein flexibler Kletterstundenplan?
a) Eine „Einheitslösung“ für alle Kinder bieten
b) Verschiedene Wege zum Mitmachen und Erfolg ermöglichen, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Geschwindigkeiten und Fähigkeiten ✅
c) Nur wettbewerbsorientierte Aufgaben anbieten, um die Interaktion zu fördern
d) Die Teilnahme von Kindern mit besonderen Bedürfnissen einschränken
Was hilft Kindern, die sich leicht ablenken lassen (z. B. Kinder mit ADHS), während einer Kletterstunde?
a) Längere, ununterbrochene Kletteraufgaben
b) Kürzere, fokussierte Aktivitäten mit häufigen Pausen ✅
c) Ablenkungen ignorieren und hoffen, dass sie aufhören
d) Weniger Anweisungen und mehr eigenständiges Klettern
Reflexionsfrage:
Wie wirst du die Strategien zur Anpassung von Kletteraktivitäten nutzen, um Kinder mit unterschiedlichen physischen, emotionalen und kognitiven Bedürfnissen in deinen zukünftigen Stunden zu unterstützen? Überlege, welche Strategien du für mehr Inklusion priorisieren möchtest.