Dieses Modul vermittelt den Lernenden Kommunikationsstrategien – sowohl verbal als auch nonverbal –, die das Verständnis, die Vorhersehbarkeit und das Wohlbefinden von neurodiversen Kindern in Kletterumgebungen fördern. Der Fokus liegt darauf, Ängste zu reduzieren und Vertrauen aufzubauen, indem klare, angepasste Kommunikationstechniken eingesetzt werden.
🎯 Lernziele
Die Teilnehmenden sind in der Lage:
Kommunikationsbarrieren in Sessions mit neurodiversen Kindern zu erkennen.
Geeignete verbale und nonverbale Kommunikationsmethoden auszuwählen.
Vertrauen und Klarheit durch angepasste Interaktion zu fördern.
Konsistente Hinweise und Routinen zu nutzen, um Ängste zu reduzieren und Vorhersehbarkeit zu erhöhen.
👥 Zielgruppe
Klettertrainer und Coaches
Personal und Leitung von Kletterhallen
Familien und Betreuungspersonen
📌 Kernkonzepte
Häufige Kommunikationsherausforderungen (z. B. sensorische Überlastung, verzögerte Verarbeitung)
Angepasste Kommunikationsmethoden (visuelle Hilfen, einfache Sprache, Demonstrationen)
Nonverbale Strategien (Gesten, Mimik, visuelle Zeitpläne)
Aufbau von Beziehung und Vertrauen durch klare, konsistente Botschaften
Strukturierte, vorhersehbare Umgebungen schaffen, um Inklusion zu unterstützen
Kommunikation ist eine entscheidende Fähigkeit beim Arbeiten mit neurodiversen Kindern, insbesondere in körperlich aktiven Umgebungen wie Kletterhallen. Dieses Modul konzentriert sich auf verbale und nonverbale Kommunikationsstrategien, die ein besseres Verständnis, Vorhersehbarkeit und Wohlbefinden für Kinder mit neuroentwicklungsbedingten Bedingungen wie Autismus-Spektrum-Störung (ASS), Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und geistigen Beeinträchtigungen (GB) fördern.
Effektive Kommunikation verbessert die Beteiligung, baut Vertrauen auf und stellt sicher, dass alle Kinder sinnvoll an Kletteraktivitäten teilnehmen können.
Kinder mit ASS, ADHS und GB stehen häufig vor besonderen Kommunikationsherausforderungen, weshalb es wichtig ist, unsere Art der Kommunikation an ihre Bedürfnisse anzupassen. Einige häufige Barrieren sind:
Sensorische Überlastung und Verarbeitungsprobleme
Kinder mit ASS können erhöhte sensorische Empfindlichkeiten haben, die es ihnen erschweren, auditive oder visuelle Informationen zu verarbeiten. Traditionelle verbale Kommunikation kann überwältigend sein, da sie Hintergrundgeräusche oder helles Licht nicht ausblenden können. Dies führt oft zu Frustration oder Rückzug.
Anpassungsstrategie: Klare, prägnante Anweisungen geben und externe Reize wie laute Geräusche oder grelles Licht reduzieren. Langsames, einfaches Sprechen und visuelle Hilfsmittel können helfen, sensorische Überlastung zu verringern.
Schwierigkeiten beim Verstehen abstrakter Sprache oder komplexer Anweisungen
Viele Kinder mit ASS oder GB haben Probleme mit abstraktem Denken, wodurch komplexe Anweisungen oder bildhafte Sprache (z. B. Redewendungen, Metaphern) schwer verständlich sind. Sie können auch Schwierigkeiten haben, mehrere Anweisungen gleichzeitig zu verarbeiten.
Anpassungsstrategie: Direkte, einfache Sprache verwenden und jeweils nur eine Anweisung geben. Visuelle Anweisungen (z. B. Bilder, Diagramme) und Schritt-für-Schritt-Demonstrationen sind besonders hilfreich.
Impulsivität und Aufmerksamkeitsprobleme
Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit zu halten oder langen Anweisungen zu folgen. Sie werden leicht abgelenkt und haben möglicherweise Probleme beim Wechsel zwischen Aufgaben oder beim konzentrierten Arbeiten an einer Aktivität über längere Zeit.
Anpassungsstrategie: Kurze, fokussierte Anweisungen geben und Aufgaben in kleinere, handhabbare Schritte unterteilen. Regelmäßige Hinweise oder Signale helfen, die Aufmerksamkeit zu lenken.
Nonverbale Kommunikationsschwierigkeiten
Kinder mit neuroentwicklungsbedingten Unterschieden können Probleme haben, nonverbale Kommunikation wie Körpersprache, Blickkontakt und Mimik zu verstehen oder selbst anzuwenden. Dies kann zu Missverständnissen führen oder es erschweren, soziale Signale zu interpretieren.
Anpassungsstrategie: Körpersprache, Gestik und Mimik klar und bewusst einsetzen. Visuelle Hinweise wie Bilder oder schriftliche Anweisungen unterstützen die verbale Kommunikation.
Verbale Kommunikation bleibt ein wichtiges Werkzeug, muss jedoch angepasst werden, um für neurodiverse Kinder effektiv zu sein. Im Folgenden werden einige Strategien für eine wirksame verbale Kommunikation vorgestellt:
Einfache, direkte Sprache verwenden
Vermeiden Sie komplizierten Wortschatz oder mehrstufige Anweisungen. Verwenden Sie stattdessen kurze, klare und prägnante Formulierungen, um Aufgaben zu erklären.
Beispiel:
Anstatt zu sagen: „Benutze deine Arme und Beine, um die Kletterwand zu erklimmen und halte dein Gleichgewicht, während du dich bewegst,“ sagen Sie: „Halte die Wand mit deinen Händen und Füßen. Bewege zuerst eine Hand, dann einen Fuß.“
Anweisungen wiederholen und umformulieren
Kinder mit ASS oder GB benötigen möglicherweise mehrfach wiederholte Anweisungen, um sie zu verstehen und zu behalten. Das Wiederholen oder leicht abweichende Umformulieren der Anweisung kann das Verständnis festigen.
Beispiel:
Erste Anweisung: „Bitte klettere bis nach oben an die Wand.“
Zweite Anweisung: „Bewege deine Hände und Füße die Wand hoch, bis du oben angekommen bist.“
Positive Verstärkung geben
Positive Verhaltensweisen sofort verstärken, um weitere Beteiligung zu fördern. Positive Verstärkung hilft Kindern, Selbstvertrauen zu entwickeln und motiviert sie zur Teilnahme.
Beispiel:
„Super, dass du die Wand mit den Händen festhältst! Versuche nun, deine Füße zu benutzen, um dich nach oben zu drücken.“
Nonverbale Kommunikation ist ein wirksames Mittel, um Klarheit und Engagement zu fördern – insbesondere für neurodiverse Kinder, die verbale Kommunikation herausfordernd finden können.
Gesten und Körpersprache
Gesten und Körpersprache können starke Hinweise geben, die Kinder möglicherweise besser verstehen als Worte. Nonverbale Signale können sie durch Aufgaben leiten, Übergänge anzeigen oder Sicherheit und Unterstützung vermitteln.
Beispiel:
Ein Daumen hoch, um zu zeigen, dass ein Kind etwas gut macht.
Auf die nächste Kletterroute oder den nächsten Pfad zeigen, um Orientierung zu geben.
Visuelle Hinweise
Visuelle Hilfsmittel helfen, Erwartungen und Anweisungen zu verdeutlichen. Für Kinder, die verbale Anweisungen schwer verstehen, können farblich markierte Klettergriffe, visuelle Zeitpläne oder Piktogramme die Aktivität leichter verständlich machen.
Beispiele:
Farbcodierte Griffe: Verschiedene Farben anzeigen, welche Griffe für bestimmte Kletterrouten verwendet werden sollen (z. B. rot für einfachere Routen, blau für schwierigere).
Visueller Zeitplan: Ein klarer, Schritt-für-Schritt-Plan, der zeigt, was das Kind in der Klettersession erwartet.
Mimik / Gesichtsausdrücke
Gesichtsausdrücke sind ein wichtiges Mittel, um Emotionen und Rückmeldungen zu vermitteln. Neurodiverse Kinder können Emotionen über Mimik oft besser lesen als über rein verbale Hinweise.
Beispiele:
Ein Lächeln kann Ermutigung signalisieren.
Ein besorgter oder neutraler Gesichtsausdruck kann darauf hinweisen, dass eine Pause nötig ist oder das Kind sich bei einer Aufgabe unwohl fühlt.
Neurodiverse children often thrive in environments where they know what to expect. Predictability can reduce anxiety and help children engage more confidently in climbing activities.
Use Consistent Language and Cues
Use the same set of instructions, verbal cues, and visual supports every time you lead a climbing session. Consistency builds familiarity and helps children feel secure, reducing the chances of anxiety.
Example:
Always use the same term for a specific task. If "climbing up" is your consistent instruction, ensure it is always used to signal that the child should begin climbing.
Create a Routine
Establishing a predictable routine is beneficial for children with ASD and ADHD. Having a structured session where the flow of activities is consistent helps children anticipate transitions and feel more comfortable.
Example:
Start each session with a warm-up activity, then move into climbing, followed by a break, and end with cool-down stretches. This routine helps children understand what comes next and reduces the likelihood of confusion or frustration.
Neurodiverse Kinder gedeihen häufig in Umgebungen, in denen sie wissen, was sie erwartet. Vorhersehbarkeit kann Ängste reduzieren und ihnen helfen, selbstbewusster an Kletteraktivitäten teilzunehmen.
Konsistente Sprache und Hinweise verwenden
Verwenden Sie bei jeder Klettersession denselben Satz an Anweisungen, verbalen Hinweisen und visuellen Hilfsmitteln. Konsistenz schafft Vertrautheit und gibt Kindern Sicherheit, wodurch Angstgefühle reduziert werden.
Beispiel:
Verwenden Sie immer denselben Begriff für eine bestimmte Aufgabe. Wenn „hochklettern“ Ihre konsistente Anweisung ist, stellen Sie sicher, dass sie jedes Mal verwendet wird, um dem Kind zu signalisieren, dass es mit dem Klettern beginnen soll.
Eine Routine erstellen
Eine vorhersehbare Routine ist besonders für Kinder mit ASS und ADHS vorteilhaft. Ein strukturierter Ablauf, bei dem die Reihenfolge der Aktivitäten konsistent bleibt, hilft Kindern, Übergänge vorherzusehen und sich wohler zu fühlen.
Beispiel:
Beginnen Sie jede Session mit einem Aufwärmprogramm, gehen Sie dann zum Klettern über, gefolgt von einer Pause, und schließen Sie mit Cool-Down-Dehnungen ab. Diese Routine hilft den Kindern zu verstehen, was als Nächstes kommt, und reduziert Verwirrung oder Frustration.
Effektive Kommunikation ist entscheidend, um eine inklusive und unterstützende Umgebung für neurodiverse Kinder in Klettersessions zu schaffen. Durch die Anpassung verbaler und nonverbaler Kommunikationsmethoden, die Nutzung visueller Hinweise sowie die Sicherstellung von Konsistenz und Vorhersehbarkeit können wir eine Umgebung schaffen, in der Kinder sich sicher, verstanden und motiviert fühlen.
Wichtige Erkenntnisse aus diesem Modul:
Verbale Kommunikation anpassen, indem einfache, direkte Sprache verwendet und Anweisungen bei Bedarf wiederholt werden.
Das Verständnis durch nonverbale Kommunikation wie visuelle Hilfsmittel, Gesten und Gesichtsausdrücke fördern.
Vorhersehbarkeit erhöhen, indem konsistente Hinweise und Routinen genutzt werden, um Ängste zu reduzieren und den Kindern Sicherheit zu geben.
Vertrauen und Klarheit aufbauen durch klare, unterstützende Kommunikation, die Beteiligung fördert und Selbstvertrauen stärkt.
Nächste Schritte:
Reflektieren Sie Ihre aktuellen Kommunikationspraktiken und identifizieren Sie Bereiche, in denen Sie diese Strategien in Ihren Klettersessions anwenden können.
Implementieren Sie in Ihrer nächsten Session eine neue Kommunikationsmethode, sei es ein visueller Zeitplan, klare verbale Hinweise oder ein nonverbales Signal wie eine Geste oder ein Gesichtsausdruck.
Ziel:
Die Teilnehmenden sollen die in diesem Modul behandelten Kommunikationsstrategien anwenden, indem sie eine typische Kletteraufgabe für eine Gruppe neurodiverser Kinder anpassen. Diese praxisnahe Übung regt dazu an, kritisch über die eigene Kommunikationsweise nachzudenken, um sicherzustellen, dass alle Kinder die Anweisungen verstehen, aktiv teilnehmen und sich unterstützt fühlen.
Sie leiten eine Klettersession mit einer Gruppe von fünf Kindern, die unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse haben:
Ein Kind mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) mit sensorischen Empfindlichkeiten und Schwierigkeiten bei Übergängen und sozialen Signalen.
Ein Kind mit ADHS, das Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, und während Anweisungen impulsiv sein kann.
Ein Kind mit geistiger Beeinträchtigung (GB), das vereinfachte Aufgaben und zusätzliche Unterstützung benötigt, um den Kletterprozess zu verstehen.
Zwei weitere Kinder ohne spezifische neuroentwicklungsbedingte Herausforderungen.
Aufgabe für heute: Ein Kletterparcours, bei dem jedes Kind mindestens drei kurze Routen innerhalb einer bestimmten Zeit absolvieren muss. Ihre Aufgabe ist es, die Kommunikation so anzupassen, dass jedes Kind die Anweisungen versteht, motiviert bleibt und selbstbewusst klettern kann.
Denken Sie darüber nach, wie Sie die Kommunikation für jedes Kind in diesem Szenario anpassen würden. Berücksichtigen Sie Folgendes:
Für das Kind mit ASS:
Verbale Kommunikation: Wie können Sie Anweisungen klar und einfach gestalten?
Beispiel: Statt „Benutze beide Hände und Füße, um die Wand zu erklimmen“ sagen: „Halte die Wand mit Händen und Füßen. Stell zuerst den Fuß, dann greif mit der Hand.“
Nonverbale Kommunikation: Wie können Sie visuelle Hilfen, Gesten oder Körpersprache einsetzen?
Beispiel: Zeigen, wo Hände und Füße platziert werden sollen, mittels Gesten oder Demonstration.
Umweltanpassungen: Welche sensorischen Anpassungen stellen Komfort sicher?
Beispiel: Geräuschpegel reduzieren oder sensorische Pausen erlauben.
Für das Kind mit ADHS:
Verbale Kommunikation: Wie können Sie sicherstellen, dass die Anweisungen kurz, klar und leicht verständlich sind?
Beispiel: Eine Anweisung nach der anderen geben: „Erst den großen grünen Griff mit beiden Händen halten.“
Engagement und Tempo: Wie halten Sie die Aufmerksamkeit während der Aktivität aufrecht?
Beispiel: Aufgabe in kleinere Segmente aufteilen, z. B. „Klettere nur den ersten Abschnitt der Wand.“
Nonverbale Hinweise: Welche Signale können Sie nutzen, um die Aufmerksamkeit zurückzulenken?
Beispiel: Handzeichen oder visuelle Signale einsetzen.
Für das Kind mit GB:
Verbale Kommunikation: Wie können Sie Anweisungen einfach, aber klar gestalten?
Beispiel: „Lege deine Hand auf den blauen Griff und stell den Fuß darauf.“
Aufgabenmodifikationen: Wie passen Sie die Kletterroute an, um Erfolg sicherzustellen?
Beispiel: Größere Griffe, niedrigere Wand oder vereinfachte Route.
Nonverbale Kommunikation: Wie unterstützen visuelle Hilfen das Verständnis?
Beispiel: Schritt-für-Schritt-Visualisierung oder visueller Zeitplan der Aktivität.
Für die zwei Kinder ohne spezifische Herausforderungen:
Verbale Kommunikation: Wie sorgen Sie für klare Anweisungen, ohne zu vereinfachen?
Beispiel: Detaillierte Erklärung der Aufgabe und Freiheit, eigene Kletterrouten zu wählen.
Diskutieren Sie nach der Anpassung der Aufgabe in Partner- oder Kleingruppen:
Welche Strategien haben Sie für jedes Kind verwendet, um Klarheit und Engagement zu gewährleisten?
Wie haben Sie die Balance zwischen Vereinfachung und Herausforderung für das Kind mit GB gefunden?
Welche verbalen oder nonverbalen Strategien funktionierten am besten für das Kind mit ASS und ADHS?
Welche weiteren Anpassungen könnten die Zugänglichkeit für jedes Kind verbessern?
Reflektieren Sie, wie die Anpassung Ihrer Kommunikationsstrategien den Erfolg der Klettersession beeinflussen könnte:
Was haben Sie über die unterschiedlichen Kommunikationsbedürfnisse von Kindern gelernt?
Wie hat das Nachdenken über die Bedürfnisse der Kinder Ihre Herangehensweise beeinflusst?
Welche Änderungen würden Sie in zukünftigen Sessions vornehmen, um die Inklusion zu erhöhen?
Betonen Sie die Bedeutung der Anpassung von Kommunikationsstrategien an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder. Klare, konsistente und unterstützende Kommunikation – verbal und nonverbal – hilft Vertrauen aufzubauen, Ängste zu reduzieren und positive Teilnahme zu fördern.
Kommunikation an die Entwicklungs-, kognitiven und emotionalen Bedürfnisse jedes Kindes anpassen.
Nonverbale Hinweise und visuelle Hilfsmittel zur Unterstützung verbaler Anweisungen nutzen.
Aufgaben in überschaubare Schritte unterteilen, um Kinder mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf zu fördern.
Konsistente Routinen und klare Erwartungen schaffen, um Ängste zu reduzieren und Sicherheit zu vermitteln.
Diese textbasierten Ressourcen unterstützen Sie dabei, die Prinzipien effektiver Kommunikation in inklusiven Klettersessions anzuwenden. Sie helfen Ihnen, Ihre Kommunikationsstrategien an neurodiverse Kinder anzupassen und eine sinnvolle Teilnahme zu gewährleisten.
Ein Planer, der Ihnen hilft, Kletteraktivitäten so zu strukturieren, dass neurodiverse Kinder unterstützt werden und Kommunikationsstrategien sowie Anpassungen berücksichtigt werden.
Wichtige Abschnitte:
Ziele der Session:
Was sind die Hauptziele der heutigen Session?
(z. B. Kletterfähigkeiten verbessern, Ängste reduzieren, soziale Interaktion fördern)
Bedürfnisse der Kinder:
Notizen zu den individuellen Kommunikationsbedürfnissen der Kinder (z. B. sensorische Empfindlichkeiten, Aufmerksamkeitsprobleme, kognitive Anforderungen)
Aktivitätsaufteilung:
Aktivitäten planen, die diese Bedürfnisse berücksichtigen
(z. B. kürzere Aufgaben, vereinfachte Anweisungen, visuelle Hinweise)
Unterstützungsstrategien:
Verbale und nonverbale Kommunikationsstrategien für jedes Kind festlegen
(z. B. Gesten, vereinfachte Anweisungen, visuelle Hilfen)
Timing & Struktur:
Ablauf der Session inklusive Pausen und Übergängen, um Ängste zu reduzieren und Engagement zu erhöhen
Eine Checkliste, um sicherzustellen, dass Ihre verbalen und nonverbalen Kommunikationsstrategien auf die Bedürfnisse neurodiverser Kinder abgestimmt sind.
Checklisten-Kategorien:
Verbale Kommunikation:
Sind die Anweisungen kurz, klar und einfach?
Werden Anweisungen in kleinere Schritte aufgeteilt?
Werden Anweisungen bei Bedarf wiederholt?
Nonverbale Kommunikation:
Nutzen Sie visuelle Hilfen (z. B. Piktogramme, Schritt-für-Schritt-Anweisungen)?
Setzen Sie Gesten und Gesichtsausdrücke zur Verstärkung der Anweisungen ein?
Ist die Körpersprache offen und unterstützend?
Umweltanpassungen:
Sind sensorisch-freundliche Hinweise vorhanden (z. B. Hintergrundgeräusche reduzieren, Licht dimmen)?
Sind sensorische Pausen eingeplant?
Ein Leitfaden zur Auswahl der effektivsten Kommunikationsmethoden basierend auf sensorischen Vorlieben, kognitiven Fähigkeiten und emotionalen Bedürfnissen.
Wichtige Punkte:
Kinder mit ASS:
Visuelle Zeitpläne und Piktogramme nutzen
Aufgaben Schritt für Schritt erklären
Sensorische Reize in der Umgebung reduzieren
Kinder mit ADHS:
Kurze Anweisungen und häufige, positive Rückmeldungen geben
Strukturierte, aber flexible Routinen einsetzen
Kurze, aktive Pausen erlauben, um die Aufmerksamkeit zu fokussieren
Kinder mit GB:
Sprache vereinfachen und klare Demonstrationen geben
Mehr Zeit für Aufgaben und Unterstützung einplanen
Visuelle und taktile Hinweise zur Unterstützung nutzen
Piktogramme und Symbole, die verbale Anweisungen unterstützen und Aufgaben für Kinder mit unterschiedlichen Kommunikationsbedürfnissen klarer und ansprechender machen.
Beispiele:
Kletterrouten: Farblich markierte Griffe oder Symbole zur Kennzeichnung von Schwierigkeitsgraden oder Schritten
Aktivitätsaufteilung: Schritt-für-Schritt-Bilder, die zeigen, wie eine Aktivität durchgeführt wird
Übergangshinweise: Visuelle Signale, z. B. ein Bild des Pausenbereichs, um Änderungen in der Aktivität anzukündigen
Ein Beispielplan, der Kommunikationsstrategien und Anpassungen für unterschiedliche Kinder enthält, um eine inklusive und unterstützende Klettererfahrung zu gewährleisten.
Beispiel-Session:
Einführung (5 Minuten):
Begrüßung und Erklärung der Ziele
Visueller Zeitplan zeigt die geplanten Aktivitäten
Klare, Schritt-für-Schritt-Anweisungen für die erste Aufgabe
Aufwärmen (10 Minuten):
Mix aus verbalen und visuellen Hinweisen zur Demonstration
Individuelle Unterstützung für Kinder, die zusätzliche Hilfe benötigen
Sensorische Pausen bei Überforderung
Kletteraktivität (20 Minuten):
Kurzer Kletterparcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
Farblich markierte Griffe für einfachere Navigation
Häufige, positive Rückmeldungen für Anstrengung, nicht nur für Zielerreichung
Cool-Down & Reflexion (5 Minuten):
Visuelles Signal für das Ende der Session
Ruhiger, sensorfreundlicher Bereich für Reflexion und Feedback
Kinder teilen, was ihnen gefallen hat und welche Herausforderungen sie hatten
Diese Takeaway-Ressourcen helfen Ihnen, effektive Kommunikationsstrategien umzusetzen und eine inklusive Umgebung für alle Kinder zu schaffen. Sie stellen sicher, dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es für den Erfolg in Kletteraktivitäten benötigt.
Video-Lektion: 6 Minuten
Lesen der Lerninhalte: 20 Minuten
Praxisaktivität („Kommunikation für neurodiverse Kinder anpassen“): 15–20 Minuten
Quiz (3 Fragen): 5 Minuten
🕒 Gesamtschätzzeit: 45–50 Minuten
Was ist eine wichtige Kommunikationsstrategie beim Arbeiten mit Kindern mit ASS in einer Kletter-Session?
a) Lange, detaillierte Anweisungen verwenden
b) Einfache Sprache und visuelle Hilfen verwenden ✅
c) Nonverbale Hinweise ignorieren
d) Verbale Kommunikation einschränken und sich nur auf praktische Demonstrationen verlassen
Für Kinder mit ADHS, welche Methode ist am effektivsten, um ihre Aufmerksamkeit während einer Kletter-Session zu halten?
a) Lange, ununterbrochene Kletteraufgaben
b) Kurze Anweisungen mit häufigem, positivem Feedback ✅
c) Ablenkungen ignorieren
d) Kinder ohne jegliche Anleitung arbeiten lassen
Wie kann man bei neurodiversen Kindern die Angst während einer Kletter-Session reduzieren?
a) Unvorhersehbarkeit der Aufgaben erhöhen
b) Konsequente, klare Hinweise und strukturierte Routinen verwenden ✅
c) Keine verbale Kommunikation nutzen
d) Keine visuellen Hilfen oder Demonstrationen einsetzen
Reflexionsfrage:
Wie werden Sie die Kommunikationsstrategien aus diesem Modul in Ihren zukünftigen Kletter-Sessions mit neurodiversen Kindern anwenden?
Welche Anpassungen planen Sie, um Klarheit, Vorhersehbarkeit und Komfort für alle Teilnehmenden zu verbessern?