Dieses Modul konzentriert sich darauf, wie Kletterbereiche so angepasst werden können, dass Kinder mit unterschiedlichen sensorischen Verarbeitungserfahrungen besser unterstützt werden. Es bietet praktische, kostengünstige Strategien, um sensorische Überlastung zu reduzieren und das Engagement zu verbessern, sodass inklusive Umgebungen entstehen, in denen sich alle Kinder sicher und wohl fühlen können.
🎯 Lernziele
Die Teilnehmenden können:
Umweltfaktoren erkennen, die Überstimulation verursachen können (z. B. Beleuchtung, Lärm).
Kletterbereiche aus der Perspektive sensorischer Inklusion beurteilen.
Einfache Anpassungen anwenden, um Komfort und Zugänglichkeit zu verbessern.
Sensorische Hilfsmittel und Pausenbereiche integrieren, um Selbstregulation zu unterstützen und den Ablauf der Session zu optimieren.
👥 Zielgruppe
Klettertrainer und Coaches
Hallenpersonal und Facility-Manager
Familien und Betreuende
📌 Schlüsselaspekte
Unterschiedliche sensorische Verarbeitung und deren Einfluss auf die Teilhabe
Umweltfaktoren: Beleuchtung, Lärm, Raumgestaltung
Sensorische Zonierung: ruhige und aktive Bereiche
Kostengünstige Anpassungen (z. B. sanfte Beleuchtung, Beschilderung, alternative Ausrüstungsoptionen)
Einsatz von Hilfsmitteln zur sensorischen Regulation (z. B. Fidget-Spielzeug, geräuschreduzierende Kopfhörer)
Bedeutung von ausgewiesenen Pausenbereichen für Selbstregulation
Dieses Modul konzentriert sich darauf, wie Umweltfaktoren die Fähigkeit eines Kindes beeinflussen können, sich in Kletteraktivitäten zu regulieren und aktiv teilzunehmen. Für Kinder mit Unterschieden in der sensorischen Verarbeitung—sei es aufgrund von Autismus-Spektrum-Störung (ASS), ADHS oder anderen neuroentwicklungsbedingten Bedingungen—können sensible Anpassungen im Kletterbereich einen erheblichen Unterschied für ihre Teilhabe, ihr Engagement und ihr Gesamterlebnis machen.
Durch das Verständnis, wie verschiedene Umweltfaktoren Kinder überfordern können, sind Trainer, Coaches, Hallenpersonal und Familien besser in der Lage, inklusive Räume zu gestalten, die sensorische Regulation unterstützen und aktive Teilnahme fördern.
Was sind Unterschiede in der sensorischen Verarbeitung?
Unterschiede in der sensorischen Verarbeitung beziehen sich darauf, wie das Gehirn Sinnesreize (z. B. Sehen, Hören, Tasten usw.) interpretiert und darauf reagiert. Kinder mit neuroentwicklungsbedingten Bedingungen wie Autismus-Spektrum-Störung (ASS), ADHS oder geistiger Behinderung (GB) verarbeiten Sinnesreize oft auf eine Weise, die zu Überreaktionen oder Unterreaktionen führen kann, wodurch alltägliche Umgebungen überwältigend wirken können.
Überstimulation: Kinder können durch zu viele Sinnesreize überfordert werden, z. B. durch laute Geräusche, grelles Licht oder überfüllte Räume. Dies kann zu Rückzug, Aggression, Angst oder sogar körperlicher Belastung führen.
Unterstimulation: Manche Kinder benötigen mehr sensorische Reize, um sich zu engagieren. Beispielsweise suchen sie körperliche Berührungen, schnelle Bewegungen oder auffällige visuelle Reize, um aufmerksam und konzentriert zu bleiben.
Im Kontext des Kletterns muss die sensorische Umgebung so angepasst werden, dass Kinder mit diesen Bedürfnissen unterstützt werden und vollständig an der Aktivität teilnehmen können.
Die Schaffung einer sensorfreundlichen Kletterumgebung erfordert ein umfassendes Verständnis dafür, wie verschiedene Umweltfaktoren Kinder entweder überstimulieren oder bei der Regulierung sensorischer Reize unterstützen können. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Faktoren vorgestellt, die in einer Kletterhalle angepasst werden können:
a) Beleuchtung
Die Beleuchtung in einer Kletterhalle kann Kinder mit sensorischen Empfindlichkeiten stark beeinflussen. Helles, fluoreszierendes Licht oder harte Spotlights können Unbehagen oder Angst bei Kindern mit ASS auslösen. Im Gegensatz dazu kann gedämpftes Licht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre schaffen.
Anpassungen:
Verwenden Sie weiches, warmes Licht anstelle von grellem, fluoreszierendem Licht.
Installieren Sie Dimmer, um die Lichtintensität an die Bedürfnisse anzupassen.
Bieten Sie in bestimmten Bereichen, wie Ruhe- oder Pausenzonen, sanftere Beleuchtung an.
b) Geräuschpegel
Kletterhallen können laut sein, mit Geräuschen von Kletterern, Geräten, Musik und Ansagen, die alle zur sensorischen Überlastung beitragen. Kinder mit ASS oder ADHS haben möglicherweise Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder fühlen sich durch den Lärm überfordert.
Anpassungen:
Verwenden Sie geräuschreduzierende Kopfhörer oder Ohrstöpsel für Kinder, die empfindlich auf Geräusche reagieren.
Richtet ruhigere Bereiche in der Halle ein, abseits von stark frequentierten oder lauten Zonen.
Reduzieren Sie die Lautstärke von Musik oder Ansagen in den Kletterbereichen.
Nutzen Sie nach Möglichkeit visuelle oder taktile Hinweise statt verbaler Anweisungen, um die auditive Belastung zu minimieren.
c) Raumgestaltung und Kletterbereich
Die Gestaltung des Kletterbereichs kann ebenfalls die sensorische Regulation beeinflussen. Überfüllte Bereiche, unübersichtliche Räume oder zu komplexe Routen können Kinder überfordern. Ein klarer, organisierter Aufbau mit definierten Bereichen für verschiedene Aktivitäten unterstützt Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden dabei, sicher zu klettern, ohne überstimuliert zu werden.
Anpassungen:
Halten Sie Gehwege frei und sorgen Sie für genügend Bewegungsraum.
Definieren Sie Bereiche für energiereiche Aktivitäten und ruhigere, niedrig stimulierende Zonen zum Ausruhen.
Verwenden Sie farblich markierte Routen oder Wegweiser, um Kletterpfade visuell klar und leichter navigierbar zu machen.
d) Oberflächen und Materialien
Die physischen Materialien im Kletterbereich können ebenfalls Kinder mit sensorischen Empfindlichkeiten beeinflussen. Die Textur der Klettergriffe, Matten oder Gurte kann bei einigen Kindern Unbehagen auslösen, insbesondere bei erhöhter taktiler Empfindlichkeit.
Anpassungen:
Bieten Sie verschiedene Texturen für Klettergriffe an (glatt, rau, weich usw.), um unterschiedliche sensorische Vorlieben zu berücksichtigen.
Verwenden Sie weiche, gepolsterte Matten, die für berührungsempfindliche Kinder angenehm sind.
Wählen Sie Kletterausrüstung, die einfach anzupassen und komfortabel ist (z. B. Gurte mit weicher Oberfläche).
a) Sensorische Zonen (Sensory Zoning)
Sensorische Zonen bedeuten, den Kletterbereich in verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen sensorischen Erfahrungen zu unterteilen. Dadurch können Kinder eine Umgebung wählen, die ihren aktuellen sensorischen Bedürfnissen entspricht – sei es für Stimulation oder für einen ruhigen Raum zur Selbstregulation.
Zonen mit hoher sensorischer Stimulation:
Diese Bereiche sind für energiereiche Aktivitäten konzipiert und bieten mehr visuelle und auditive Reize. Sie eignen sich für Kinder, die mehr sensorische Inputs benötigen. Solche Zonen können optisch dynamische Kletterrouten oder lautere, aktivere Bereiche enthalten.
Zonen mit niedriger sensorischer Stimulation:
Diese Bereiche sind ruhig und gelassen, ideal für Kinder, die Zeit brauchen, um sich zu beruhigen und zu regulieren. Sie können gedämpftes Licht, sanfte Hintergrundmusik oder völlige Ruhe enthalten und mit weichen Sitzgelegenheiten oder Matten ausgestattet sein.
b) Ausgewiesene Pausenbereiche
Es ist wichtig, Bereiche zu haben, in denen Kinder Pausen einlegen können, wenn sie überfordert sind. Diese Pausenbereiche sollten ruhig sein, minimale Ablenkungen bieten und es den Kindern ermöglichen, sich selbst zu regulieren, bevor sie wieder am Klettern teilnehmen.
Anpassungen:
Ruhige Bereiche mit bequemen Sitzmöglichkeiten, gedämpftem Licht und beruhigenden sensorischen Aktivitäten einrichten (z. B. Fidget-Spielzeuge, Stressbälle, beruhigende visuelle Elemente).
Sicherstellen, dass diese Bereiche von energiereichen Kletterzonen getrennt sind, um sensorische Überlastung zu vermeiden.
c) Visuelle Hilfsmittel und klare Anweisungen
Für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden sind klare visuelle Anweisungen entscheidend. Visuelle Hilfen helfen, die Erwartungen während des Kletterns besser zu verstehen und reduzieren Verwirrung oder Angst.
Anpassungen:
Piktogramme, visuelle Ablaufpläne oder Schritt-für-Schritt-Anweisungen verwenden, um Kinder durch den Kletterprozess zu führen.
Kletterrouten farblich kennzeichnen oder visuelle Hinweise geben, die den Schwierigkeitsgrad anzeigen, um die Orientierung zu erleichtern.
a) Sensorische Zonen (Sensory Zoning)
Sensorische Zonen bedeuten, den Kletterbereich in verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen sensorischen Erfahrungen zu unterteilen. Dadurch können Kinder eine Umgebung wählen, die ihren aktuellen sensorischen Bedürfnissen entspricht – sei es für Stimulation oder für einen ruhigen Raum zur Selbstregulation.
Zonen mit hoher sensorischer Stimulation:
Diese Bereiche sind für energiereiche Aktivitäten konzipiert und bieten mehr visuelle und auditive Reize. Sie eignen sich für Kinder, die mehr sensorische Inputs benötigen. Solche Zonen können optisch dynamische Kletterrouten oder lautere, aktivere Bereiche enthalten.
Zonen mit niedriger sensorischer Stimulation:
Diese Bereiche sind ruhig und gelassen, ideal für Kinder, die Zeit brauchen, um sich zu beruhigen und zu regulieren. Sie können gedämpftes Licht, sanfte Hintergrundmusik oder völlige Ruhe enthalten und mit weichen Sitzgelegenheiten oder Matten ausgestattet sein.
b) Ausgewiesene Pausenbereiche
Es ist wichtig, Bereiche zu haben, in denen Kinder Pausen einlegen können, wenn sie überfordert sind. Diese Pausenbereiche sollten ruhig sein, minimale Ablenkungen bieten und es den Kindern ermöglichen, sich selbst zu regulieren, bevor sie wieder am Klettern teilnehmen.
Anpassungen:
Ruhige Bereiche mit bequemen Sitzmöglichkeiten, gedämpftem Licht und beruhigenden sensorischen Aktivitäten einrichten (z. B. Fidget-Spielzeuge, Stressbälle, beruhigende visuelle Elemente).
Sicherstellen, dass diese Bereiche von energiereichen Kletterzonen getrennt sind, um sensorische Überlastung zu vermeiden.
c) Visuelle Hilfsmittel und klare Anweisungen
Für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden sind klare visuelle Anweisungen entscheidend. Visuelle Hilfen helfen, die Erwartungen während des Kletterns besser zu verstehen und reduzieren Verwirrung oder Angst.
Anpassungen:
Piktogramme, visuelle Ablaufpläne oder Schritt-für-Schritt-Anweisungen verwenden, um Kinder durch den Kletterprozess zu führen.
Kletterrouten farblich kennzeichnen oder visuelle Hinweise geben, die den Schwierigkeitsgrad anzeigen, um die Orientierung zu erleichtern.
a) Einbau von sensorischen Pausen
Gestalte deine Klettersessions so, dass regelmäßig sensorische Pausen eingebaut sind. Dies hilft Kindern, ihre Sinneseindrücke zu verarbeiten und Überstimulation zu reduzieren, sodass sie während der gesamten Klettersession konzentriert und engagiert bleiben.
Anpassungen:
Plane kurze Pausen alle 10–15 Minuten ein, besonders für Kinder, die mehr Zeit benötigen, um ihre Sinnesreize zu regulieren.
Biete einen ruhigen oder niedrig stimulierenden Bereich, in den sich Kinder zurückziehen können, wenn sie sich überfordert fühlen.
b) Übergänge zwischen Aktivitäten
Übergänge zwischen verschiedenen Aktivitäten können für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden stressig sein. Klare Signale und sanfte Übergänge helfen den Kindern, sich auf Veränderungen vorzubereiten und Ängste zu minimieren.
Anpassungen:
Verwende visuelle oder akustische Signale, um anzuzeigen, dass ein Übergang bevorsteht (z. B. eine Glocke oder visuelles Countdown-Signal).
Gib den Kindern ein paar Momente zur Vorbereitung oder eine „Vorwarnung“, bevor es zur nächsten Aktivität geht, damit sie wissen, was sie erwartet.
Die Schaffung einer sensorfreundlichen Klettersession ist entscheidend, um Kinder mit unterschiedlichen sensorischen Bedürfnissen zu unterstützen. Durch das Verständnis, wie Umweltfaktoren die sensorische Regulation beeinflussen, das Umsetzen einfacher, kostengünstiger Anpassungen und die Integration von sensorischen Pausen können wir Räume schaffen, in denen Kinder sich wohlfühlen, aktiv teilnehmen und eingeschlossen sind. Sensorische Zonen, klare visuelle Anweisungen und durchdachtes Design sind wichtige Bausteine für eine inklusive Kletterumgebung.
Nächste Schritte:
Überprüfe deine aktuelle Kletteranlage oder den Ablauf deiner Klettersession und identifiziere ein oder zwei Bereiche, die von sensorfreundlichen Anpassungen profitieren könnten.
Setze in deiner nächsten Klettersession eine einfache, kostengünstige Anpassung um (z. B. gedimmtes Licht oder ein ruhiger Bereich).
Ziel:
Teilnehmer*innen sollen lernen, wie man einen Kletterbereich so gestaltet, dass er für Kinder mit sensorischen Bedürfnissen – einschließlich ASD, ADHD und ID – inklusiver und angenehmer wird, auch bei begrenztem Budget.
Stellen Sie sich vor, Sie sollen einen Kletterraum so umgestalten, dass er sensorfreundlicher wird. Sie haben nur ein begrenztes Budget, dürfen aber einfache Anpassungen an der bestehenden Fläche vornehmen.
Aktuelle Raum-Beschreibung:
Kleine Kletterhalle mit einer großen Kletterwand und einem Bouldering-Bereich.
Helle, fluoreszierende Beleuchtung und laute Musik.
Kein ausgewiesener Ruhe- oder Pausenbereich für sensorische Regulation.
Kletterwand mit Standardgriffen, keine klaren Hinweise zu Schwierigkeitsgraden.
Relativ volle Halle mit vielen gleichzeitigen Kletternden.
Entwerfen Sie auf Grundlage des Szenarios einen sensorfreundlichen Kletterraum. Konzentrieren Sie sich auf folgende Punkte:
Sensory Zoning (Sensorische Zonen):
Schaffen Sie mindestens zwei verschiedene Bereiche, z. B. einen High-Energy-Bereich und einen Low-Sensory-Bereich.
Welche Aktivitäten finden wo statt, und welche Sinneseindrücke gibt es in jedem Bereich?
Beleuchtung:
Welche Änderungen nehmen Sie an der Beleuchtung vor?
Reduzieren Sie die Helligkeit, installieren Sie Dimmer, oder schaffen Sie Bereiche mit weichem oder natürlichem Licht?
Lärm:
Wie regulieren Sie die Geräuschkulisse in der Halle?
Nutzen Sie geräuschdämpfende Kopfhörer, Ohrstöpsel oder Ruhebereiche?
Kletterrouten:
Welche Anpassungen werden an der Kletterwand vorgenommen?
Farbcodierte Griffe, größere Griffe oder vereinfachte Routen für Kinder, die klare visuelle Hinweise benötigen?
Pausenbereiche:
Legen Sie einen Bereich für sensorische Pausen fest.
Ausstattung: Sitzgelegenheiten, Fidget-Spielzeuge, beruhigende Aktivitäten?
Materialien und Ausrüstung:
Welche Materialien machen den Raum komfortabler?
Weiche Matten, bequeme Klettergurte, taktile Klettergriffe?
Beispiel-Anpassungen:
Ruhiger Bereich mit Sitzsäcken und gedämpftem Licht.
Farbcodierte Routen mit taktilen Markierungen für Kinder mit ASD.
Geräuschdämpfende Kopfhörer und Ohrstöpsel für sensible Kinder.
Visuelle Abläufe oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um die Navigation an der Kletterwand zu erleichtern.
Teilen Sie Ihre Ideen mit der Gruppe oder einem Partner und diskutieren Sie:
Welche sensorfreundlichen Anpassungen haben Sie vorgenommen und warum?
Wie helfen diese Anpassungen Kindern mit sensorischen Unterschieden?
Welche zusätzlichen Features würden Sie hinzufügen, wenn Sie mehr Budget oder Platz hätten?
Wie können Sie sensorfreundliche Anpassungen mit minimalen Kosten in Ihre aktuellen Klettersessions integrieren?
Reflektieren Sie individuell über die Übung:
Wie bewerten Sie nun die Bedeutung sensorfreundlicher Kletterbereiche im Vergleich zu vorher?
Welche Anpassungen wären in Ihrer aktuellen Kletterumgebung am nützlichsten?
Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Umsetzung und wie könnten Sie diese überwinden?
Debrief:
Betonen Sie, dass kleine, kostengünstige Anpassungen einen großen Einfluss auf die Inklusivität und sensorische Verträglichkeit einer Klettersession haben können. Ziel ist es, dass Kinder vollständig am Klettererlebnis teilnehmen können, ohne durch sensorische Überreizung ausgeschlossen zu werden.
Eine Vorlage zur Planung von Klettersessions mit Fokus auf sensorische Bedürfnisse. Dieses Tool hilft, jede Session auf die individuellen sensorischen Präferenzen und Anforderungen von Kindern mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden abzustimmen.
Wichtige Bereiche:
Ziele der Session: Was sind die Hauptziele der Klettersession? (z. B. Fähigkeitsentwicklung, soziale Interaktion, sensorische Regulation)
Aufbau der Aktivitäten: Wie wird die Session strukturiert, um sensorische Bedürfnisse zu berücksichtigen? (z. B. sensorfreundliches Warm-up, Pausen oder angepasste Aktivitäten)
Unterstützungsstrategien: Wie wird während der Session Unterstützung bereitgestellt? (z. B. sensorische Pausen, visuelle Hinweise, individuelle Betreuung)
Verwenden Sie diese Checkliste, um Ihre Klettereinrichtung aus einer Perspektive der sensorischen Inklusion zu bewerten. Sie hilft, Bereiche zu identifizieren, die angepasst werden sollten, um Überstimulation zu reduzieren und die Zugänglichkeit zu verbessern.
Checklisten-Kategorien:
Beleuchtung: Sind die Lichter zu hell oder flackern sie? Gibt es Möglichkeiten, die Lichtintensität anzupassen oder weiches Licht zu nutzen?
Lärmpegel: Gibt es hohe Lärmbelastung? Wie kann der Lärm reduziert werden (z. B. Musiklautstärke anpassen, geräuschdämpfende Kopfhörer)?
Raumaufteilung: Ist der Raum so organisiert, dass Überfüllung vermieden wird? Gibt es klare Wege und ruhigere Bereiche?
Materialien und Ausrüstung: Sind die Texturen von Klettergriffen und Materialien für sensorisch empfindliche Kinder angenehm?
Ein Leitfaden zur Umsetzung klarer Kommunikationsstrategien, um Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden zu unterstützen. Die Nutzung von visuellen, verbalen und non-verbalen Hinweisen reduziert Verwirrung und verbessert die Teilnahme.
Beispiele für Kommunikationsstrategien:
Visuelle Hinweise: Piktogramme, farbcodierte Routen oder visuelle Abläufe, um die Kinder durch die Session zu führen.
Verbale Hinweise: Klare, einfache und konsistente Anweisungen mit kurzen Sätzen und Wiederholungen.
Non-Verbale Hinweise: Gesten, Demonstrationen oder Gebärdensprache, um effektiver zu kommunizieren, besonders bei Kindern mit Kommunikationsschwierigkeiten.
Dieser Leitfaden bietet Vorschläge, wie die Kletterumgebung sensorfreundlicher gestaltet werden kann, um inklusiver für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden zu sein.
Vorschläge:
Sensorische Zonen: Unterschiedliche Bereiche im Gym schaffen – einen für energiegeladene Aktivitäten und einen ruhigeren Bereich mit geringer Stimulation.
Ausgewiesene Ruhebereiche: Bereiche einrichten, in denen Kinder Pausen einlegen können, wenn sie überreizt sind, mit weicher Beleuchtung und Sitzmöglichkeiten.
Klare Beschilderung: Einfache visuelle Hinweise, um Kindern die Orientierung zu erleichtern und Verwirrung zu vermeiden.
Diese Ressource schlägt Hilfsmittel und Materialien vor, die Kindern helfen, sensorische Überstimulation während der Klettersessions zu bewältigen. Sie unterstützen die Regulation und fördern die aktive Teilnahme.
Beispiele für Hilfsmittel:
Geräuschdämpfende Kopfhörer: Reduzieren akustische Ablenkungen, besonders in lauten Umgebungen.
Fidget-Spielzeuge oder Stressbälle: Taktile Gegenstände, die Kindern helfen, sich selbst zu regulieren und konzentriert zu bleiben.
Gewichtsmäntel oder -westen: Für Kinder, die tiefen Druck benötigen, um sich zu beruhigen.
Beruhigende visuelle Elemente: Weiche Matten oder beruhigende Poster schaffen eine entspannende visuelle Umgebung.
Video-Lektion: 1 Minute
Instruktiver Inhalt (Lesen): 20 Minuten
Praxisaktivität („Gestaltung eines sensorfreundlichen Kletterraums“): 15–20 Minuten
Quiz (3 Fragen): 5 Minuten
🕒 Gesamtschätzung: 45–50 Minuten
✅ Short Quiz – Sensorfreundliche Kletterumgebungen
Welcher Umweltfaktor kann in einer Kletterumgebung zu sensorischer Überlastung führen?
a) Klare visuelle Zeitpläne
b) Helle, flackernde Lichter ✅
c) Ruhige, weiche Beleuchtung
d) Deutlich gekennzeichnete Kletterrouten
Was ist eine Schlüsselstrategie, um den Geräuschpegel in einer sensorfreundlichen Kletterhalle zu steuern?
a) Musik auf voller Lautstärke spielen
b) Geräuschunterdrückende Kopfhörer oder Ohrstöpsel verwenden ✅
c) Kinder auffordern, lauter zu sprechen
d) Helle, fluoreszierende Lichter zur Ablenkungsreduktion einsetzen
Wie kann Sensorik-Zonierung die Teilnahme von Kindern mit sensorischen Empfindlichkeiten verbessern?
a) Durch Bereitstellung unterschiedlicher Bereiche für energiegeladene und beruhigende Aktivitäten ✅
b) Indem Kinder ohne Pausen klettern dürfen
c) Indem die Anzahl der Kletterrouten reduziert wird
d) Indem die Anzahl der Kinder in der Halle begrenzt wird
Reflexionsfrage:
Wie wirst du die Prinzipien sensorfreundlicher Umgebungen in deiner nächsten Klettersession anwenden? Überlege dir Anpassungen, um die sensorische Erfahrung für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsunterschieden zu verbessern.