Dieses Modul behandelt die wichtigsten Merkmale und Unterstützungsbedarfe von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS), ADHS und geistigen Beeinträchtigungen (GB) im Kontext des Kletterns. Es hilft den Lernenden zu verstehen, wie diese Bedingungen die Teilnahme und das Engagement beeinflussen, und regt zur kritischen Reflexion an, um inklusive Praxis zu fördern.
🎯 Lernziele
Die Teilnehmenden können:
Die Kernmerkmale und Bedürfnisse von Kindern mit ASS, ADHS und GB beschreiben.
Verhaltensmuster und sensorische Empfindlichkeiten erkennen, die die Teilnahme beeinflussen.
Unterstützungsstrategien und Erwartungen an individuelle Bedürfnisse anpassen.
Reflektieren, wie persönliche Annahmen die Inklusivität beeinflussen können.
👥 Zielgruppe
Klettertrainer*innen und -coaches
Hallenpersonal und Anlagenleiter*innen
Familien und Betreuungspersonen
📌 Zentrale Konzepte
Überblick über ASS, ADHS und GB und deren Einfluss auf die Kletterteilnahme
Sensorische Empfindlichkeiten (Licht, Geräusche, Oberflächen)
Häufige Verhaltensmuster (Impulsivität, Konzentrationsprobleme, soziale Herausforderungen)
Differenzierte Unterstützungsstrategien (visuelle Hilfsmittel, Aufgabenanpassung, Sensorik-Pausen)
Realistische Erwartungen und Ziele setzen
Eigene Annahmen reflektieren, um inklusive Praxis zu verbessern
In diesem Modul gehen wir vertieft auf Autismus-Spektrum-Störung (ASS), Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und geistige Beeinträchtigungen (GB) ein. Wir konzentrieren uns darauf, wie diese neuroentwicklungsbedingten Bedingungen das Verhalten, die sozialen Interaktionen und die körperliche Teilnahme von Kindern an Kletteraktivitäten beeinflussen.
Unser Ziel ist es, Ihnen als Trainer*in, Coach oder Familienmitglied die Werkzeuge und Strategien an die Hand zu geben, um ein inklusives Umfeld zu schaffen, das den einzigartigen Bedürfnissen von Kindern mit diesen Bedingungen gerecht wird.
Autismus-Spektrum-Störung (ASS):
ASS ist eine komplexe Entwicklungsstörung, die die Fähigkeit eines Kindes beeinflusst, zu kommunizieren, sozial zu interagieren und flexibel zu denken. Sie kann stark in Schweregrad und Ausprägung variieren, weshalb es wichtig ist, flexible und individualisierte Ansätze zu verfolgen.
Soziale Kommunikation und Interaktion:
Kinder mit ASS haben möglicherweise Schwierigkeiten, nonverbale soziale Signale wie Körpersprache, Gesichtsausdrücke oder Tonfall zu verstehen. In Gruppensituationen wie beim Klettern initiieren diese Kinder möglicherweise keine sozialen Interaktionen oder wirken uninteressiert an Gleichaltrigen, was die Gruppendynamik beeinflussen kann.
Beispiel: Wenn ein Kind mit ASS während des Kletterns keinen Blickkontakt aufnimmt oder es vorzieht, allein zu sein, sollte dies nicht als Desinteresse oder Unhöflichkeit interpretiert werden, sondern als Teil seines sozialen Verarbeitungsstils.
Sensorische Empfindlichkeiten:
Viele Kinder mit ASS sind hypersensitiv oder hyposensitiv gegenüber sensorischen Reizen wie grellem Licht, lauten Geräuschen oder bestimmten Oberflächen. In einer Kletterumgebung können helles Licht und laute Geräusche überwältigend wirken, was zu Stress oder Rückzug führen kann.
Beispiel: Einige Kinder mit ASS halten sich die Ohren zu oder zeigen Unbehagen, wenn die Halle laut ist. Einen ruhigen Bereich zu schaffen oder geräuschdämpfende Kopfhörer zu verwenden, kann helfen.
Repetitives Verhalten und eingeschränkte Interessen:
Kinder mit ASS führen möglicherweise repetitive Handlungen oder Rituale aus, z. B. das Ordnen von Gegenständen oder intensives Fokussieren auf eine Aufgabe. Diese Verhaltensweisen können in einer Klettersession ablenkend wirken, dienen jedoch oft als Bewältigungsstrategie.
Beispiel: Ein Kind mit ASS konzentriert sich ausschließlich auf eine bestimmte Klettertechnik oder ein Gerät und wird gestresst, wenn es eine neue Aktivität ausprobieren soll. Geduld und sanfte Ermutigung sind hier wichtig.
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS):
ADHS ist durch anhaltende Muster von Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet, die die tägliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen können. Beim Klettern können sich diese Eigenschaften als Schwierigkeiten beim Befolgen von Anweisungen, Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit oder Warten auf die eigene Reihe zeigen.
Unaufmerksamkeit:
Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Dies kann beim Klettern problematisch sein, da Fokus für Sicherheitsprotokolle und das Absolvieren spezifischer Aufgaben notwendig ist.
Beispiel: Ein Kind mit ADHS wird leicht durch andere Aktivitäten in der Halle abgelenkt. Aufgaben in kleinere Schritte unterteilen und häufige Erinnerungen geben, hilft, den Fokus zu behalten.
Hyperaktivität und Impulsivität:
Hyperaktivität und Impulsivität können zu Unruhe oder Schwierigkeiten beim Sitzenbleiben führen. Dies kann das Warten auf die eigene Reihe, die Kontrolle des Körpers beim Klettern oder das Befolgen von Sicherheitsanweisungen erschweren.
Beispiel: Ein Kind mit ADHS beginnt zu klettern, ohne auf ein Signal zu warten, oder springt von einer Wand zur anderen, was Sicherheitsrisiken birgt. Kürzere Klettereinheiten oder häufigere Bewegungspausen können helfen.
Schwierigkeiten bei Übergängen:
Der Wechsel zwischen Aktivitäten kann für Kinder mit ADHS herausfordernd sein. Sie können abgelenkt werden oder sich überfordert fühlen.
Beispiel: Wenn ein Kind vom Klettern zu einer Pause oder einer anderen Aktivität wechseln soll, kann es Widerstand zeigen oder aufgeregt werden. Strukturierte Übergänge mit klaren Anweisungen erleichtern den Wechsel.
Geistige Beeinträchtigungen (GB):
Geistige Beeinträchtigungen umfassen eine Vielzahl von Bedingungen, die durch Einschränkungen in der intellektuellen Funktionsfähigkeit und im adaptiven Verhalten gekennzeichnet sind. Kinder mit GB können Verzögerungen in der kognitiven Entwicklung haben, was ihre Fähigkeit beeinträchtigt, komplexe Aufgaben zu verstehen und durchzuführen, einschließlich körperlicher Aktivitäten wie Klettern.
Kognitive Verzögerungen:
Kinder mit GB haben möglicherweise Schwierigkeiten beim Problemlösen, Verarbeiten komplexer Anweisungen und Verstehen abstrakter Konzepte. Beim Klettern benötigen sie oft mehr Zeit, um den Zweck der Aktivität oder Sicherheitsanweisungen zu verstehen.
Beispiel: Ein Kind mit GB benötigt zusätzliche Zeit oder vereinfachte Anweisungen, um zu verstehen, wie Klettergeräte sicher verwendet werden oder eine Route zu folgen ist. Klare visuelle Hinweise und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind entscheidend.
Herausforderungen im adaptiven Verhalten:
Kinder mit GB haben möglicherweise Schwierigkeiten mit Alltagsfähigkeiten, einschließlich sozialer Interaktionen, Selbstpflege und Kommunikation. Auch das Einhalten sozialer Regeln oder angemessene Interaktion mit anderen kann herausfordernd sein.
Beispiel: Ein Kind mit GB versteht möglicherweise nicht, wie man in einer Gruppenaktivität abwechselnd agiert. Explizites Training sozialer Fähigkeiten, visuelle Hinweise oder klare, vorhersehbare Routinen können helfen.
Kinder mit ASS, ADHS und GB erleben häufig sensorische Empfindlichkeiten, die ihre Teilnahme an Kletteraktivitäten beeinflussen. Es ist wichtig, diese Empfindlichkeiten zu verstehen und die Umgebung so anzupassen, dass die Bedürfnisse jedes Kindes unterstützt werden.
Sensorische Empfindlichkeiten:
Geräusche:
Laute, chaotische Umgebungen können Kinder mit ASS, ADHS oder GB überfordern. Beispielsweise können Geräusche von mehreren Kletterern, Klettergeräten oder Musik zu sensorischer Überlastung führen.
Anpassung: Planen Sie ruhigere Zeiten für Klettersessions oder verwenden Sie geräuschdämpfende Kopfhörer für Kinder, die empfindlich auf Geräusche reagieren.
Licht:
Helles Licht oder flackernde Leuchtstofflampen können ablenkend und belastend für Kinder mit sensorischen Empfindlichkeiten sein, insbesondere bei ASS.
Anpassung: Dimmen Sie das Licht oder nutzen Sie natürliches Licht in ruhigeren Bereichen, in denen Kinder eine Pause einlegen können.
Tastsinn:
Bestimmte Oberflächen oder Materialien können für Kinder mit sensorischen Empfindlichkeiten unangenehm sein. Das Gefühl von Klettergriffen, Gurten oder Kletterschuhen kann Unbehagen verursachen.
Anpassung: Stellen Sie verschiedene Texturen oder Materialien für Klettergriffe bereit und bieten Sie Optionen für bequemere Kleidung und Ausrüstung an.
Repetitives Verhalten:
Kinder mit ASS zeigen oft repetitive Verhaltensweisen, um sich selbst zu regulieren oder den Fokus zu behalten. Beim Klettern kann sich dies darin äußern, dass sie wiederholt die gleiche Kletterroute nutzen oder sich auf einen bestimmten Bereich der Kletterwand fixieren.
Anpassung: Fördern Sie Flexibilität, indem Sie sanft anleiten, neue Aktivitäten und Kletterrouten auszuprobieren.
Unaufmerksamkeit:
Kinder mit ADHS haben möglicherweise Schwierigkeiten, sich auf Kletteraufgaben zu konzentrieren, werden leicht durch ihre Umgebung abgelenkt oder beenden Aufgaben nicht.
Anpassung: Verwenden Sie kürzere Aufgaben oder geben Sie klare, prägnante Anweisungen mit visuellen Hilfsmitteln, um Fokus und Engagement zu erhalten.
Impulsivität:
Impulsives Verhalten ist bei Kindern mit ADHS häufig. Sie können Aktivitäten überstürzt beginnen, Sicherheitsprotokolle überspringen oder von einer Aktivität zur anderen wechseln.
Anpassung: Setzen Sie klare Grenzen und Regeln. Schaffen Sie strukturierte Umgebungen mit regelmäßigen Erinnerungen, um Sicherheit und Engagement zu gewährleisten.
Jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse, daher ist es wichtig, die Unterstützungsstrategien entsprechend anzupassen. Hier sind einige Tipps, um ein inklusives Klettererlebnis zu gestalten:
Personalisierte Zielsetzung:
Setzen Sie individuelle Ziele basierend auf den Fähigkeiten des Kindes.
Beispiel: Für ein Kind mit ADHS könnte das Ziel sein, sich auf den Abschluss eines kurzen Kletterwegs zu konzentrieren, während ein Kind mit ASS das Ziel haben könnte, eine klare Abfolge von Anweisungen für die Aktivität zu befolgen.
Unterstützende Kommunikation:
Passen Sie Ihre Kommunikation an die Bedürfnisse des Kindes an.
Für Kinder mit ASS: Verwenden Sie visuelle Zeitpläne, einfache Sprache und klare Demonstrationen.
Für Kinder mit ADHS: Geben Sie kurze, direkte Anweisungen und bieten Sie häufig positive Verstärkung.
Angepasste Ausrüstung:
Verwenden Sie Ausrüstung, die unterschiedliche sensorische Empfindlichkeiten berücksichtigt. Dazu kann gehören: weichere Griffe, sensorisch freundliche Bereiche oder Ausrüstung, die für Kinder mit motorischen Herausforderungen leichter zu handhaben ist.
Inklusive Umgebung:
Gestalten Sie die Umgebung komfortabel und einladend für alle Kinder. Sorgen Sie für Sensorik-Pausen, ruhige Bereiche und klare Verhaltensregeln. Richten Sie Kletterrouten ein, die eine Vielzahl von Herausforderungen bieten, um unterschiedlichen Fähigkeiten gerecht zu werden.
Es ist entscheidend, die eigenen Annahmen zu reflektieren, wenn man mit neurodiversen Kindern arbeitet. Diese Selbstreflexion kann die Herangehensweise an Inklusion leiten.
Fragen zur Reflexion:
Welche Annahmen habe ich über Kinder mit ASS, ADHS oder GB?
Wie beeinflussen diese Annahmen meine Interaktion und Unterstützung dieser Kinder?
Bin ich flexibel genug, um mich an die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes anzupassen?
Wie kann ich sicherstellen, dass mein Unterrichtsstil alle Kinder einbezieht, unabhängig von ihren Herausforderungen?
Durch die Auseinandersetzung mit diesen Fragen können wir uns unserer eigenen Vorurteile bewusster werden und unsere Vorgehensweise anpassen, um wirklich inklusive Umgebungen zu schaffen.
Dieses Modul hat wertvolle Einblicke darin vermittelt, wie ASS, ADHS und GB die Teilnahme von Kindern an Kletteraktivitäten beeinflussen. Durch das Verständnis ihrer sensorischen Empfindlichkeiten, Verhaltensmuster und individuellen Bedürfnisse können Sie Ihre Sessions so anpassen, dass Inklusion gewährleistet ist.
Denken Sie daran:
Setzen Sie personalisierte Ziele,
nutzen Sie unterstützende Kommunikation,
und schaffen Sie eine anpassungsfähige Umgebung, um jedem Kind zu ermöglichen, sich zu entfalten.
Anleitung:
1. Szenario vorstellen (5 Minuten):
Präsentieren Sie folgendes Grundkletterszenario (mündlich oder auf einer Folie):
"Sie leiten eine Klettersession mit einer Gruppe von 5 Kindern. Ein Kind hat ASS, ein anderes ADHS und ein weiteres eine geistige Beeinträchtigung. Die Aufgabe für heute ist ein einfacher Bouldering-Kreislauf, bei dem die Kinder eine Wand hochklettern und dann auf einer anderen Route wieder absteigen. Ziel ist, dass jedes Kind den Kreislauf in 15 Minuten abschließt."
2. Herausforderungen identifizieren (5 Minuten):
Bitten Sie die Teilnehmenden, mögliche Barrieren zu reflektieren, die die Kinder in diesem Szenario haben könnten, basierend auf den Bedürfnissen von Kindern mit ASS, ADHS und GB.
Für das Kind mit ASS: Welche Auswirkungen könnten sensorische Empfindlichkeiten oder Kommunikationsbedürfnisse auf die Aktivität haben?
Für das Kind mit ADHS: Wie könnten Aufmerksamkeitsspanne, Impulsivität oder Hyperaktivität die Fähigkeit beeinflussen, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren?
Für das Kind mit GB: Welche Einschränkungen in kognitiven oder motorischen Fähigkeiten könnten die Teilnahme beeinflussen?
Beispielantworten:
Das Kind mit ASS könnte sich durch helles Licht und die Komplexität verbaler Anweisungen überfordert fühlen.
Das Kind mit ADHS hat möglicherweise Schwierigkeiten, die gesamte Zeit fokussiert zu bleiben, und wird leicht abgelenkt.
Das Kind mit GB könnte die Regeln des Kletterkreislaufs schwer verstehen und benötigt zusätzliche Anleitung oder vereinfachte Anweisungen.
3. Aktivität anpassen (10 Minuten):
Lassen Sie die Lernenden überlegen und diskutieren, wie sie diese Kletteraufgabe inklusiv und zugänglich für alle drei Kinder gestalten würden.
Für das Kind mit ASS:
Anweisungen vereinfachen, visuelle Hinweise, Demonstrationen und klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen verwenden.
Einen ruhigen Bereich für sensorische Pausen schaffen.
Bei Bedarf mehr Zeit zum Abschluss der Aufgabe geben.
Für das Kind mit ADHS:
Aufgabe in kleinere, handhabbare Abschnitte unterteilen (z. B. einen Abschnitt klettern, Pause machen, dann den nächsten Abschnitt).
Häufige verbale Hinweise oder Handzeichen geben, um Aufmerksamkeit zu fokussieren.
Möglichkeiten für Bewegung oder Pausen anbieten, um Hyperaktivität zu managen.
Für das Kind mit GB:
Vereinfachte Version des Kletterkreislaufs mit größeren Griffen oder leichteren Routen bereitstellen.
Visuelle Hilfen oder physische Demonstrationen verwenden, um die Schritte zu zeigen.
Mit einem Partner zusammenarbeiten oder Einzelunterstützung anbieten, damit das Kind die Aufgabe versteht.
4. Teilen und Diskutieren (10 Minuten):
In Paaren oder Kleingruppen besprechen die Lernenden die Änderungen, die sie an der Kletteraufgabe vorgenommen haben.
Diskussionsfragen:
Welche Strategien haben Sie für jedes Kind entwickelt?
Wie haben Sie die Anpassungen für die spezifischen Bedürfnisse (sensorisch, Aufmerksamkeit, kognitiv) entschieden?
Welche Anpassungen werden Ihrer Meinung nach die größte Auswirkung auf die Teilnahme der Kinder haben?
5. Reflexion und Selbstevaluation (5 Minuten):
Reflexionsfragen:
Was habe ich über die spezifischen Bedürfnisse von Kindern mit ASS, ADHS und GB in dieser Aktivität gelernt?
Wie hat die Anpassung der Aufgabe die Aktivität inklusiver und zugänglicher gemacht?
Wie werde ich diese Strategien in zukünftigen Klettersessions anwenden?
Abschlussbesprechung:
Betonen Sie die Bedeutung von Flexibilität, Kreativität und einer kindzentrierten Herangehensweise beim Anpassen von Aktivitäten für neurodiverse Kinder. Kleine Anpassungen, wie Änderungen der Kommunikationsmethoden oder Modifikationen der Aufgaben, können einen großen Unterschied machen, um Inklusion und Erfolg für alle Kinder zu gewährleisten.
Dieser Session-Planer hilft Ihnen, Ihre Kletteraktivitäten so zu strukturieren, dass sie inklusiv und zugänglich für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS), Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und geistigen Beeinträchtigungen (GB) sind. Mit dieser Vorlage können Sie Ihre Aktivitäten an die spezifischen Bedürfnisse jedes Kindes anpassen und gleichzeitig eine spaßige und unterstützende Umgebung gewährleisten.
Datum der Session: ________________________
Uhrzeit der Session: ________________________
Anzahl der Teilnehmenden: ________________________
Leitung: ________________________
Name
Diagnose
Spezifische Bedürfnisse / Unterstützung
Erforderliche Anpassungen
1. Aufwärmaktivitäten
Dauer: _______ Minuten
Ziel: Kinder körperlich aktivieren und auf das Klettern vorbereiten.
Anpassungen für Neurodiversität:
Klare, visuelle Anweisungen bereitstellen
Einfachere Aufgaben für Kinder mit GB anbieten
Pausen einplanen, um sensorische Überlastung zu vermeiden
Beispiele für Aktivitäten:
Einfache Dehn- oder Bewegungsübungen
Hampelmänner oder Laufen auf der Stelle
2. Haupt-Kletteraktivität
Dauer: _______ Minuten
Ziel: Fokus auf die Hauptkletteraufgabe (z. B. Bouldern, Wandklettern)
Anpassungen für Neurodiversität:
Für Kinder mit ASS: Visuelle Hilfen für Anweisungen und Routen bereitstellen
Für Kinder mit ADHS: Aufgabe in kleinere, handhabbare Schritte unterteilen
Für Kinder mit GB: Größere Griffe und einfache Routen anbieten
Beispiele für Aktivitäten:
Bestimmten Kletterkreislauf auswählen (z. B. 3-Wand-Kreislauf)
Routen farblich kennzeichnen
Buddy-System für Unterstützung während des Kletterns
3. Sensorik-Pausen (falls nötig)
Dauer: _______ Minuten
Ziel: Pausen anbieten, damit Kinder sich selbst regulieren und sensorische Empfindlichkeiten ausgleichen können
Anpassungen für Neurodiversität:
ASS: Ruhigen Bereich außerhalb des Kletterbereichs bereitstellen
ADHS: Kurze körperliche Aktivitäten wie Dehnen oder Springen anbieten
GB: Pausenaktivitäten vereinfachen und komfortabel gestalten
4. Cool Down
Dauer: _______ Minuten
Ziel: Kindern helfen, sich zu entspannen und die Session zu reflektieren
Anpassungen für Neurodiversität:
Aktivitäten ruhig und nicht wettbewerbsorientiert gestalten
Positive Verstärkung für Anstrengung, nicht nur Leistung, geben
Beispiele für Aktivitäten:
Sanftes Dehnen oder Atemübungen
Gruppendiskussion oder Reflexion über die Session mit einfachen Impulsen
Verwenden Sie diesen Abschnitt, um zu skizzieren, wie Sie jedes Kind während der Session individuell unterstützen.
Name:
Unterstützungsplan:
Beispiel: Visuelle Hinweise geben, Ablenkungen reduzieren, Unterstützung beim Fokussieren auf Aufgaben
Was lief gut?
Was könnte für zukünftige Sessions verbessert werden?
Notizen für die nächste Session:
Lesen der Unterrichtsmaterialien: 20 Minuten
Praxisübung: 15–20 Minuten
Quiz (3 Fragen): 5 Minuten
🕒 Geschätzte Gesamtdauer: 45–50 Minuten
✅ Kurzes Quiz – Neurodiversität und individuelle Bedürfnisse verstehen
Zweck: Überprüfung des Verständnisses der wichtigsten Konzepte aus dem Modul.
1. Welche der folgenden Herausforderungen ist bei Kindern mit ASS in Kletteraktivitäten häufig?
a) Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht
b) Sensorische Empfindlichkeiten (z. B. Licht, Geräusche) ✅
c) Schwierigkeiten, Sicherheitsvorschriften zu verstehen
d) Mangelndes Interesse an körperlicher Aktivität
2. Wie können Kinder mit ADHS davon profitieren, Aufgaben während der Klettersessions in kleinere Schritte zu unterteilen?
a) Es hilft ihnen, sich länger auf eine einzelne Aufgabe zu konzentrieren ✅
b) Es erhöht den Wettbewerb unter den Teilnehmenden
c) Es ermöglicht mehr Pausen zwischen den Aufgaben
d) Es macht visuelle Hilfsmittel überflüssig
3. Welche Strategie ist besonders wichtig beim Arbeiten mit Kindern mit geistigen Beeinträchtigungen (GB) beim Klettern?
a) Die Aufgaben komplexer gestalten, um die Kinder herauszufordern
b) Visuelle Hilfen und einfache Anweisungen verwenden ✅
c) Sich ausschließlich auf Gruppenaktivitäten und Teamwork konzentrieren
d) Keine Anpassungen an Standardkletterrouten vornehmen
Reflexionsfrage:
Wie kann das Verständnis der einzigartigen Bedürfnisse von Kindern mit ASS, ADHS und GB Ihre Herangehensweise beim Coaching und bei der Gestaltung von Klettersessions beeinflussen?
(Beantworten Sie diese Frage in eigenen Worten und reflektieren Sie, wie Sie das Gelernte nutzen können, um die Inklusion in Ihrer Praxis zu verbessern.)