Gott hat die Welt gut geschaffen (1. Mo 1,1-31), und wenn man sie betrachtet, kann man seine Macht und Göttlichkeit erkennen (Röm 1,20). Es gibt jedoch viele Menschen auf der Welt, die sich durch ihre freie, eigenverantwortliche Entscheidung gegen Gott stellen, weshalb in der Bibel der Begriff „Welt” (Gal 1,4) mehrfach die gottlose, gegen Gott gerichtete Realität bezeichnet.
(1. Joh 2,15-17)
Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.
Wenn wir Gott und unsere Mitmenschen lieben, dann distanzieren wir uns als Folge dieser Liebe von der Welt, denn Gott ist heilig und es ist sein Wille, dass auch wir heilig sind:
(2. Kor 6,14-7,1)
Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.
Schon im Alten Testament hat Gott Israel von den anderen Völkern abgesondert (3. Mo 20,26) und ihnen geboten, sich von allen Götzendienern fernzuhalten (5. Mo 7,1-11). Auch wir müssen uns von aller Sünde und Weltlichkeit fernhalten (Tit 2,11-12), um für Gott abgesondert zu sein.
(Jak 1,27)
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.
Die Bereitschaft, uns nicht dieser Welt anzupassen (Röm 12,2; 1. Pet 1,14) und nicht nach der Lebensweise dieser Welt zu leben (Eph 2,2), ist die Voraussetzung dafür, dass wir Gottes Willen wirklich verstehen können. Solange wir ohne Gott leben, nach der Welt, führt unser Leben ins Verderben.
(2. Pet 1,4)
durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Begierde,
ÉUm unser Leben zu übergeben, müssen wir unsere Denkweise, unsere Wertvorstellungen und unsere Einstellung zur Welt und zu uns selbst ändern. Der Mensch kann nichts in der Welt finden, was ihm vollständige Sicherheit bieten könnte, im Gegenteil, die Welt entfernt ihn von Gott, da sie in Bosheit versunken ist:
(1. Joh 5,18-21)
Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an. Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen. Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kinder, hütet euch vor den Götzen!
Freundschaft mit der Welt bedeutet Feindschaft mit Gott:
(Jak 4,4)
Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.
Wir halten an Gott oder an der Welt fest, es gibt keinen Mittelweg:
(Mt 13,22)
Der aber in die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört; und die Sorge der Welt und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.
Wenn dir das Heil deiner Seele wichtig ist, folgst du nicht den Erwartungen der Welt.
(Joh 12,25)
Wer sein Leben lieb hat, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
(Lk 9,25)
Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder einbüßt?
Jesus bezeugte, dass die Taten der Welt böse sind (Joh 7,7), deshalb hasst Ihn die Welt auch heute noch und hasst auch seine Nachfolger:
(Joh 15,18-19)
Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieb haben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Obwohl wir in der Welt Bedrängnis haben werden (Joh 16,33), reicht Gottes Gnade aus, um uns vor allem Bösen und Sündigen, das in der Welt herrscht, zu schützen und zu bewahren:
(Joh 17,9-19)
Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein (und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein), und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien wie wir. Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen – als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin. Heilige sie durch die Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt; und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.
Wir können nur dann „das Licht der Welt“ sein (Mt 5,14-16), wenn wir in der Welt leben, aber nicht nach den Maßstäben dieser Welt. Wie könnten wir sonst die Menschen dazu bringen, sich mit Gott zu versöhnen (2. Kor 5,19)? Gott hat den Christen anvertraut, der Welt das Beste zu geben, was es gibt: das Evangelium, das ewige Leben durch den Glauben an Christus und die Nachfolge Christi.
Gott hat diejenigen, die nicht den Geist der Welt empfangen haben, sondern den Geist Gottes (1. Kor 2,12), in die himmlische Welt versetzt (Eph 2,6), denn das Reich Jesu ist nicht von dieser Welt:
(Joh 18,36-38)
Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde; jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?...