Seit 2014 Insel Murter..
Wie es dazu kam dass Kroatien als Urlaubsland unsere zweite Heimat wurde. Seit 1979 (damals noch Jugoslawien heute Kroatien), hat es uns dieses Land.. insbesondere die Insel HVAR angetan. Unseren ersten Urlaub, damals noch in Jugoslawien, haben wir 1979 in Pimosten verbracht.
Primosten ist eine kleine Halbinsel die geografisch gesehen genau zwischen Sibenik und Split liegt. Nach unserem damaligen Urlaub zu Hause wieder angekommen sprachen wir mit meinem Schulfreund und Kumpel Dieter Bendlin, den ich auf diesem Wege ganz herzlich Grüße ebenso seine Frau Gabi. Wir sprachen darüber dass uns das Land und die Leute sehr gefallen haben und wir beabsichtigen im kommenden Jahr Mal zu einer der Kroatischen Inseln in Urlaub zu fahren.
Nun wussten wir zur damaligen Zeit zwar dass Dieter seit vielen Jahren schon nach Kroatien in Urlaub fährt, dass er aber schon seit einigen Jahren zur Insel HVAR fährt wussten wir nicht. So vereinbarten wir, nachdem er es uns angeboten hat, im nächsten Jahr unseren Urlaub dort zu verbringen wo auch unser Freund Dieter seinen Urlaub verbringt.
Als wir dann 1980 unser Vorhaben in die Tat umsetzten und uns auf den Weg zur Insel HVAR zum Ort Zavala machten, wussten wir noch nicht was uns dort erwartet. Ohne eine Buchung getätigt zu haben sind wir einfach gefahren, da uns Dieter sagte.. da braucht ihr euch nicht anmelden. Hatte man es endlich geschafft die insgesamt 1600 Km bis Split hinter sich gebracht zu haben, ging es erst einmal mit der Fähre 2,5 Stunden von Split zur Insel HVAR weiter. Der Weg nach Zavala ist nicht nur aus heutiger Sicht sehr abenteuerlich sondern hatte es zur damaligen Zeit wirklich in sich. Nicht nur dass die Strassen nach Zavala ab der Ortschaft Jelsa noch enger und schmaler wurden als zuvor,sondern man muss (auch heute noch) einen 1,5 Km langen in Naturstein gehauenen Tunnel durchfahren.
Hier könnt Ihr euch mal die Fahrt (in Ausschnitten) von Zavala nach Jelsa anschauen, ebenso ist die komplette Fahrt durch den Tunnel drauf. Das Foto selbst ist noch mit einem anderen Video aus YouTube verlinkt auf dem ebenfalls die Fahrt durch den Tunnel zu sehen ist.
Einfach mal auf das Foto vom Tunnel klicken.
Dieses Foto ist von 2008 und wie darauf zu sehen ist gibt es inzwischen sogar eine Ampelanlage, die gab es früher nicht. Ebenso gibt es inzwischen im Tunnel zwei Ausweichstellen, früher gab es nur eine. Der Tunnel ist 1,5 Km lang, ca. 2,80 Meter breit und 2,80 Meter hoch, es gibt keine Beleuchtung, keine Entlüftung und die Tunnelwände.. siehe Tunneleingang links auf dem Foto.
Hat man den Tunnel dann endlich passiert bietet sich dieser Ausblick.
Foto aus 2008
In dem kleinen verträumten Ort Zavala gibt es keine Hotels, ausschließlich nur Privatunterkünfte. Zur damaligen Zeit lebte noch ein Großteil der Einwohner vom Fischfang sowie von einigen wenigen Urlaubsgästen, auf keinen Fall mehr mit heute vergleichbar. Heute ist es genau umgekehrt, heute Leben die Bewohner von Zavala überwiegend vom Turismus und nur einige wenige fahren noch zum fischen raus. Ebenso darf man den Weinanbau nicht vergessen. Im laufe der vielen Jahre hat sich in Zavala viel verändert. Wer früher vor hatte eine Ansichtskarte in seine Heimat zu schicken mußte damit rechnen dass die erst angekommen ist wenn man schon wieder zu Hause war, denn es gab im Dorf nur einen Briefkasten der einmal in der Woche geleert wurde.. oder auch nicht.
Telefon... Telefon gab es in Zavala nicht, außer eins im Kaufladen im alten Dorf Zavala.. hoch oben am Berg. Wer von Insel Hvar nach Deutschland jemanden anrufen wollte mußte in einen der Orte Stari Grad, Jelsa oder Hvar zum Postamt fahren und sein Gespräch dort anmelden. Versuchte man von Deutschland in Zavala jemanden telefonisch zu erreichen mußte man beim Kaufladen anrufen dann wurde dem jenigen im Dorf Bescheid gesagt und er kam zum Kaufladen hoch. Heute ist alles anders, es gibt im Dorf kaum noch jemanden der kein Telefon oder Internet hat, ebenso stehen einige Telefonzellen zur Verfügung.
Von Zavala aus zum vorgelagerten Campingplatz oder anderen Häusern zu gelangen mußte man früher weite Wege gehen. Heute bzw. nun schon seit einigen Jahren gibt es einen gut ausgebauten Weg direkt am Meer entlang. Unser Freund Dieter der mit seiner damaligen Frau, seiner Schwester und ihrem Mann hier in Urlaub war, hatte auch ein Schlauchboot dabei. Es war ein Metzler Markant... ich Glaube es war so um die 4,00 Meter lang, mit einem 5 PS Tomos-Motor, mit dem wir alle zusammen Tag für Tag die unzähligen Buchten mit Glas klarem Wasser angefahren haben. Den Tomos-Motor hat Dieter dann zwei Jahre später gegen einen 10 PS Yamaha getauscht, wie auf den Fotos (siehe nachfolgenden Link) auch zu sehen ist. Ein derartiger Urlaub war für uns das Erste Mal im Leben und etwas völlig anderes wie wir sonst unseren Urlaub verbracht haben.
Hier geht es zur Bildergalerie unserer Vorgänger-Boote.
Während der knapp 14 Tage die wir zur damaligen Zeit in Zavala unseren Urlaub verbrachten (unangemeldet!) mussten wir fast jeden zweiten Tag in ein anderes Quartier umziehen. So war es nicht verwunderlich dass wir sogar einmal zwei Tage in einem alten Schuppen schlafen mussten, so dass man in der Nacht durch die Spalten des undichten Daches die Sterne zählen konnte, unsere Koffer und Taschen haben wir gar nicht erst ausgepackt.
Die Strassen und Wege zur damaligen Zeit kann man nicht mehr mit dem heutigen Zustand vergleichen, obwohl auch heute noch einige Strassen und Wege es dringend nötig hätten ausgebessert und verbreitert zu werden. Wir hatten damals einen getunten tiefer gelegten VW Glf GTi mit einem sehr harten Fahrwerk, die komplette Fahrt nach Kroatien (Insel HVAR) war wirklich kein Vergnügen. Im Tunnel sah die Fahrbahn wie ein schweizer Käse aus, so viele Schlaglöcher waren dort vorzufinden. Da es damals für uns ja das erste Mal war solche Strassen und Wege zu befahren, bin ich derart vorsichtig gefahren... das die einheimischen Autofahrer hinter mir ständig am hupen waren. Das war für uns auch der Grund, dass wir unser Auto innerhalb der knapp 14 Tage nicht einmal mehr angerührt haben. Wenn wir etwas aus einem der benachbarten Orte brauchten haben wir vorher schon immer gefragt wer.. wann wohin fährt um uns etwas mitbringen zu lassen.
Nach den knapp 14 Tagen machten wir uns (warum auch immer) an einem Samstag auf den Weg nach Hause. Die Anlegestelle für die Autofähren befand sich damals noch in der Ortschaft Stari Grad. Damals konnten hier allerdings nur kleinere Fähren anlegen und nicht so wie heute an der schon seit vielen Jahren neu gebauten Anlegestelle wo die großen Fähren anlegen können.
Hier mal ein Foto wie die Anlegestellen für die Großen Fähren (dem Ort Stari Grad vorgelagert) heute aussieht.
Dort erfuhren wir dann, da wir morgens Früh schon das 160. Auto waren, dass wir heute nicht mehr mit der Fähre nach Split kommen werden. Zur damaligen Zeit fuhr nur zwei Mal am Tag eine der kleineren Fähren nach Split, auf die so ca. 80 bis 100 Autos passten. So machten wir uns auf den Weg ans andere Ende der Insel zum Ort Sucuraj. Dass ist das Ende der Insel HVAR dass dem Festland (zur Ortschaft Drvenik) gerade mal knapp 3,3 Seemeilen (ca. 6,2 Km) entfernt liegt. Hier bot sich die gleiche Situation, wir waren das 175. Auto (morgens um 9:00 Uhr!). Hier fahren die ganz kleinen offenen Fähren allerdings im 40. Minuten Takt, so dass wir die Hoffnung nicht aufgaben spät abends doch noch das Festland zu erreichen. Was es heißt 15. Stunden bei glühender Sonne und Temperaturen von ca. 40. Grad im Schatten auf eine Fähre zu warten kann Glaube ich nur der nachvollziehen der so etwas schon einmal mitgemacht hat, denn... mitten in der Nacht gegen 24:00 Uhr hatten wir das Glück mit der letzten Fähre das Festland zu erreichen.
Als wir drüben in Drvenik angekommen sind waren sich meine Frau und ich einig, "diese Insel sieht uns nie mehr wieder!".
Es kam wie es kommen musste. Im Jahr darauf öffnete die Boots-Messe in Düsseldorf ihre Pforten. Ich sagte meiner Frau, was hältst du davon wenn ich mal zur Messe fahre und mich mal umschaue ob die vielleicht irgendetwas in der Richtung wie Dieter sein Schlauchboot im Angebot haben.
Denn.. rückblickend auf unseren in Zavala verbrachten Urlaub war ja nur die Rückfahrt das Problem gewesen, der Urlaub an sich war so etwas von Super-toll, vor allem das herumfahren mit dem Schlauchboot hatte es uns angetan. Also fuhr ich zur Bootsmesse nach Düsseldorf und es dauerte nicht lange dass ich bei einem Anbieter stand der super tolle Angebote hatte. Dort stand ein Schlauchboot ca. 3,10 Meter lang mit einem 5 PS Motor für (ich Glaube es waren) so um die 1500,00 auf die 1700,00 DM. Ein Anruf zu Hause und das nötigste mit meiner Frau abgeklärt und schon waren wir stolze Besitzer eines kleinen Schlauchbootes.
Von diesem Tag an hat uns zum einen der Wassersport, genauer gesagt das Bootfahren nicht mehr losgelassen und ein schöneres Revier zum Bootfahren als Kroatien kann ich mir aus heutiger Sicht nicht mehr vorstellen.
____________________________________________________
Den schönen Dingen Kroatiens stehen seit einige Jahren (mit steigender Tendens) auch negative Dinge gegenüber. Wir schreiben inzwischen das Jahr 2010 und jeder weiß wie preiswert man früher in Kroatien seinen Urlaub verbringen konnte. Das Preisgefüge auf den Inseln war schon immer anders und lag über dem Preisniveau auf dem Festland. ABER.. das muß man leider an dieser Stelle erwähnen, wenn man in Kroatien mit den Preissteigerungen so weiter macht wie in den zurückliegenden Jahren, alleine von 2008 bis heute hat eine Preissteigerung (bei den Unterkünften auf der Insel) von sage und schreibe 20% bis 25% statt gefunden, dann wird es Kroatien (insbesondere den Inseln) in absehbarer Zeit so wie seinerzeit Italien und Spanien ergehen, dass sich nur noch wenige Urlauber sehen lassen. Man sieht es ja jetzt schon das seit ca. 2 Jahren ein Rückgang zu verzeichnen ist. Das war Stand: 2010
Wir haben Insel HVAR in den Jahren zuvor noch nie so leer gesehen wie im lJahr 2009... ein Großteil ist sich schon jetzt am beklagen das um einiges weniger Urlauber kommen. Nicht auszudenken wie sich die Dinge weiter entwickeln wenn Kroatien der EU beitritt und der Euro eingeführt wird.
Aktuell 2013: Nun ist es ja inzwischen eingetroffen, Kroatien ist in der EU, wann.. und ob der Euro mal kommen wird steht gegenwärtig nicht fest, jedenfalls ist es mir noch nicht bekannt.
Sollte dies aber mal sein.. wird es dann einen Großteil Leute geben die sich einen Urlaub in Kroatien nicht mehr leisten können. Rechnet man mal bei einem Otto-Normalverdiener ein Monatsgehalt von von 1300,00 bis 1600,00 € Netto und setzt dem mal die Preise für ein Ferienhaus für 4 Personen in aussergewöhnlich guter Lage von inzwischen 165,00 € (pro Tag !!!) gegenüber, das sind (und ich gehöre leider der Generation an die immer noch umrechnet) ca. 330,00 DM pro Tag!!! - Inzwischen.. wir schreiben das Jahr 2018 liegen die Kosten für besagte Unterkunft schon bei 192,00 €
In den Kosten sind aber noch keine anderen Kosten berücksichtigt.. wie Taschengeld, Verpflegung, Hin und Rückfahrt-Kosten usw.
Bei einer vierköpfigen Familie macht das auf 14. Tage Urlaub in der Haupsaison gerechnet schon alleine für Unterkunft 2.310,00 € aus. Rechnet man hier noch einmal für Taschengeld und Verpflegung ca. 1.500,00 hinzu, so kommen locker ca. 3.800,00 zu stande. Da gibt ein Familienvater für 14. Tage Urlaub mehr als zwei Monatsgehälter aus. Hierbei sind die Kosten für Hin und Rückreise noch nicht mitgerechnet. Natürlich findet man auch heute noch preiswerte Unterkünfte die weit unter den o.g. Kosten liegen da muß und sollte man sich aber vorher genauestens erkundigen.
Das "NOCH" positive ist.. das nach den Angaben von 2010 pauschal auf das Land gesehen (aber eher auf das Festland bezogen) 100,00 € in Kroatien in der Gegenüberstellung zur Kaufkraft in Deutschland 135,00 € Wert sind, inzwischen (2013) werden es vielleicht noch ca. 120,00 € sein. Bleibt wirklich abzuwarten wie sich das entwickelt wenn dort mal der Euro einzug hält.
Schauen wir Mal... wie sich die Dinge entwickeln.
___________________________________________________________
So schön Insel Hvar, der Ort Zavala und das Umfeld der Insel ist.. aber seit 2014 haben wir durch andere Umstände die Insel Murter entdeckt wo wir durch zwei Empfehlungen eine schon seit einigen Jahren gehegte Absicht in die Tat umgesetzt haben und unseren Urlaub dort verbracht haben. Aber dazu mehr in den Urlaubsberichten.
Hier geht es zu den Berichten Insel MURTER - Den Fleyer anklicken.
HIER geht es nach oben. - Startseite - Urlaubsberichte Insel Murter