Radio



Radio Dengi Nwe. Irakische Frauen und Jugendliche on Air, Frühling 2005

Im März 2005 durfte ich drei Wochen im nordirakischen Halabja mit dem Team des parteiunabhängigen und freien Radiosenders "Dengi Nwe" (auf Sorani heißt das "Neue Stimme") verbringen und einen Radio-Workshop gestalten. Das Foto entstand beim Picknick mit dem Radioteam, rund um uns herum: ein Minenfeld.

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Einmal mussSchluss sein?!
"Ohnehin" von Doron Rabinovici, Mai 2004

Der Artzt Stefan Sandtner kämpft gegen die Krankheiten der Erinnerung, aber er kennt kein Mittel, um eine Frau zu vergessen. Für den Patienten Herbert Kerber, der sich nichts länger als 15 Minuten merken kann, sind nur die Kriegsjahre in aller Schärfe präsent. Sandtner lernt am Wiener Naschmarkt Flora Dema kennen, eine junge Filmemacherin aus Ex-Jugoslawien, die ihn in ihren Bann zieht. Und merkt nicht, in welchen Nöten sie sich befindet.
Nachdem der Autor Doron Rabinovici genau so gut liest wie er schreibt, ist es ein Genuss aus seiner Buchpräsentation eine Sendung zu schneiden. Außerdem mochte ich dieses Buch ganz besonders.

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Anna und das Anderele.
Eine Recherche, April 2004

Eine Reise nach Tirol gerät für die Buchhändlerin Anna zur Suche nach den Ursprüngen ihrer politischen Identität. Als Anna der Ritualmordlegende vom "Anderle von Rinn" wiederbegegnet, die sie als Kind tief beeindruckt hat, erkennt sie darin eine der Wurzeln ihres eigenen, unbewußten und als Antizionismus getarnten Antisemitismus.
Das hervorragende Buch "Anna und das Anderle" der Autorin Ingrid Strobl ist leider seit vielen Jahren vergriffen. Man kann es aber antiquarisch auf amazon oder ZVBA und anderswo noch erstehen.  Hoffentlich gibt es irgendwann eine Neuauflage, das Thema verliert nicht, es gewinnt ständig an Aktualität. Außerdem ist es ein Spitzenbuch.

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Die Sprache des Exils.
Stephen Tree über Isaac Bashevis Singer, Juni 2004

Ivukkhartu bakhayim
Bekhire iz du
Bekhire iz nytik
Yede Minit.


Stephen Tree präsentierte im Jüdischen Museum sein fesselndes Porträt des Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer, und verlagerte dabei den Schwerpunkt seiner Recherchen auf Kindheit und Jugend Singers.

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Sogar am Erdbeben waren wir Juden schuld!

Antisemitismus in Mexiko. Ein Interview mit Esther Shabot, Juni 2003
(gemeinsam mit Wolf-Dieter Vogel)

Die Soziologin Esther Shabot unterrichtet an verschiedenen mexikanischen Universitäten und Privateinrichtungen Internationale Politik mit Schwerpunkt Naher Osten und Judaistik.

"(...) Zusätzlich ist Mexiko ein vorwiegend katholisches Land mit einer langen Tradition von Vorurteilen und Stigmatisierungen gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Israel wird innerhalb dieser Tradition abgelehnt und diabolisiert."

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„Yooo - Raps - Context XXI – Deluxe.“
Hip Hop zwischen Weltkultur und Nazirap, August 2003

Was ist Hip Hop? Das Buch "FEAR OF A KANAK PLANET - Hip Hop zwischen Weltkultur und Nazirap" von Hannes Loh und Murat Güngör bietet eine umfassende Antwort darauf. Doch über Musik zu lesen ist wie zu Architektur zu tanzen, deshalb bringen wir in dieser Sendung einen Querschnitt von Advanced Chemistry bis Aziza A.

Check this out! from mc grill und DJ Mamuth Meri aka - zacapa riot crew

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Äxte gegen Technokraten.
Über den nubischen Widerstand gegen den Kajbar-Staudamm. Mai 2001 (gemeinsam mit Thomas Schmidinger)

Suad Ibrahim Ahmed wurde am 30. Mai 1935 in Khartoum in einer nubischen Familie geboren. Bereits früh schloss sie sich der jungen Kommunistischen Partei des Sudan an. In den 60er Jahren beteiligte sie sich am erbitterten Widerstands der nubischen Bevölkerung gegen den Aswan-Damm. Nun will die islamistische Militärregierung des Sudan auch den verbliebenen Rest Nubiens - mit chinesischen Zwangsarbeitern - unter Wasser setzen.

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„Lonamút kinichié“! „
Wir werden nicht umkommen, wir werden euch überleben!“
Der antisemitische Angriff auf die Gedenkkundgebung des Novemberpogroms am 9. November 2003, eine Dokumentation.

Am 9. November 2003 fand an jenem Ort, an dem bis zu seiner Zerstörung durch den Wiener Mob 1938 der Türkische Tempel – die sephardische Synagoge (siehe Foto) - stand, eine Gedenkkundgebung an den Novemberprogrom von 1938 statt, die von jüdischen und nichtjüdischen Gruppen und Personen organisiert wurde und die kurz nach Beginn von einer Gruppe ehemaliger Linker namens „Sedunia“ und von Mitgliedern des Arabischen Palästinaclubs mit antisemitischen und antizionistischen Parolen attackiert wurde.

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Die versunkene Stadt. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Dezember 2003
(gemeinsam mit Eva Krivanec)

Ende 2003 fand in Wien das Symposium „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ statt. Gemeinsam mit Context XXI, Licra, ESRA, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands, der ÖH, der Theodor Kramer Gesellschaft u.v.m, referierten Historikerinnen, Zeitzeuginnen, Filmemacherinnen, Psychothearpeutinnen und Autorinnen über den Stand der Forschung, Erinnerungen, über die Rettung jüdischer Kinder, sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus, über Widerstand in Frankreich und Belgien, über Frauen im Exil, Trauma und Gesellschaft.


Teil 1: Frauen in der Résistance

Rita Thalmann, französische Historikerin, spricht über den oft verschwiegenen Beitrag von Frauen in der Résistance.



Teil 2: Jüdische Widerstandskämpferinnen

Ingrid Strobl, Filmemacherin und Autorin verschiedener Bücher über jüdische Frauen im Widerstand (u.a. "Die Angst kam erst danach") und Antisemitismus (u.a. "Anna und das Anderle", siehe oben) referiert über soziale und familiäre Herkunft jüdischer Widerstandskämpferinnen und über ihre Motivation Widerstand zu leisten.



Teil 3: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus

Sexualisierte Gewalt war Grundelement der antisemitischen und rassistischen Verfolgung und Vernichtung des nationalsozialistischen Regimes. Frauen und Mädchen waren in Konzentrationslagern systematisch und individuell davon betroffen.



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Letzte Monate in Wien.
Aufzeichnungen aus dem australischen Internierungslager 1940/41
von Reinhold Eckfeld. Februar 2002

Eckfeld, der seinen Bericht in einem australischen Internierungslager niederschrieb, illustriert darin, wie seine eigenen Mitschüler plötzlich in SS-Uniformen vor ihm standen, er beschreibt die Gespräche von österreichischen Beamten, das Gejohle der Wiener, die Gespräche in den Schlangen vor den Schaltern der Auswanderungsbehörden. "Dass so gut wie alle Beamten, alle Polizisten und SS-Männer, die diese Menschen quälten, Österreicher waren, zeigt, wie brüchig der nach 1945 vom offiziellen Österreich lange vertretene Mythos von Österreich als erstem Opfer der Nazis war", schreibt Historiker Krist im Vorwort.

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Gedenkstätte Steinhof:
ein Überlebender der Tötungsklinik berichtet, Dezember 2002

Im Rahmen der Austellung „Der Krieg gegen die „Minderwertigen“: Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien.“ des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes erzählt Friedrich Zawrel im ersten Teil der Sendung, wie er als 10-jähriger Schüler in die Tötungsklinik am Steinhof eingewiesen wurde.
In Teil 2 der Sendung berichtet Friedrich Zawrel über seine letzten Tage am Spiegelgrund und über die Zeit nach 1945, als sein Leben an den Kontinuitäten der postfaschistischen Demokratie in Österreich immer wieder zu scheitern drohte.

(Teil 1)  Hier geht's zum HÖREN.

(Teil 2)  Hier geht's zum HÖREN.

Übrigens hat die Filmemacherin Elisabeth Scharang gemeinsam mit Florian Klenk 2006 einen wunderbaren Film über das Leben von Friedrich Zawrel gedreht: "Meine liebe Republik". Dieser Film sollte flächendeckend an allen österreichischen Schulen, Gerichten, Universitäten, usw. gezeigt werden.

Und es gibt auch ein Buch (2001) über das Leben von Zawrel, das mir ebenfalls sehr gut gefallen hat: "In den Fängen des Dr. Gross: das misshandelte Leben des Friedrich Zawrel" von Oliver Lehmann und Traudl Schmidt.



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