Ein radikal aufklärerischer Text.
Marlene Streeruwitz, Spectrum
In diesem Schweigen geht vieles unter, auch dass gerade ein hochpolitisches Buch zum Skandal erschienen ist, in Österreich übrigens – Die Ware Frau, ecowin Verlag. Zwei Politologinnen, Mary Kreutzer und Corinna Milborn, entfalten dort in tadelloser Recherche, wie unzählige Elizabeths in Afrika eingefangen werden, zu uns geschleust, mittels heißer Bügeleisen, Voodoo-Terror oder metallener Peitschen in ihrer Angst eingekerkert werden.
Susanne Mayer, Die Zeit
Höchstwertung für diese Aufklärungsarbeit über die „Ware Frau“.
Kurier
Es lernt, wer "Ware Frau" liest, weshalb kaum ein Verbrechen der Welt höhere Zuwachsraten verzeichnet als Frauenhandel. Mary Kreutzer und Corinna Milborn porträtieren ein perfides "System von Zwängen". Acht junge Frauen aus Nigeria werden vorgestellt: In ihrer Heimat wird den Töchtern mittelloser Familien die Reise nach Europa angeboten.
FAZ
Alles in allem ist das Buch eine Geschichte von Rassismus, Machismo und Sex, aufwendig recherchiert, aber mit vorgefertigtem Zugang. Corinna Milborn und Mary Kreutzer machen es sich einfach, ein Bild negativer männlicher Sexualität zu zeichnen, die nach immer neuen hilflosen Frauen verlangt.
NZZ
Ihre Analyse berücksichtigt sozio-kulturelle Dimensionen, die auch vielen Lesern neu sein dürften.
Rita Schäfer, Welt-Sichten
Das Buch ist durchgängig klug, mutig recherchiert und mit Empörung und Wahrheitsliebe geschrieben – von zwei Frauen, die nichts unversucht ließen, das bleierne Gewicht der Gleichgültigkeit zu verrücken. Ihr Buch kommt unvermittelt, dabei war es längst überfällig. Es paßt in jedes Land Europas und wird noch Gültigkeit besitzen, wenn die nächste Barbarei aktenkundig wird und Amstetten als Metapher für das Böse längst vergessen ist. Recherchiert auf den Straßen Wiens, Turins, Frankfurts am Main und in Lagos/Nigeria, ist es selten tröstlich und zwangsläufig erbarmungslos.
Ludwig Fels, konkret
Die Lektüre von „Ware Frau“ ist beklemmend und macht wütend. Das Buch beleuchtete ein Thema, das wenig öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. „Der Staat spielt den Menschenhändlern in die Hände“, ist nur ein beschämendes Fazit dieses engagierten und politischen Sachbuches.
Wiener Zeitung
Es kommt immer nur ein Teil der „Ware“ an. Viele Nigerianerinnen schaffen es nicht nach Europa. Mary Kreutzer und Corinna Milborn haben den modernen Sklavenhandel mit afrikanischen „Sexarbeiterinnen“ penibel recherchiert.
Die Presse, Spectrum
Woher stammen denn all die herzzerreissenden Schilderungen, die in diesem Buch zitiert werden? (…) Im Falle der Prostitution hat die „Opfer“-Version den Vorteil, auch psychisch entlastend zu wirken: Und warum sollten die Frauen den Vertreterinnen von NGOs und Journalistinnen eine andere, weniger spektakuläre Geschichte erzählen, wenn diese doch so gut ankommt? Immerhin sind Prostituierte auch professionelle Schauspielerinnen.
Weltwoche
Wer sich nach der Lektüre von „Ware Frau“ von Corinna Milborn und Mary Kreutzer noch zu sagen getraut: „Die machen das doch freiwillig“, ist nicht nur kaltschnäuzig, sondern auch dumm.
Jochen Bendele, Kleine Zeitung
http://www.ecowin.at/typo3temp/aljazeera.net__10.07.20081188.pdf
Al Jazeera
In einem bewusst nüchternen Stil erzählen sie über die Strukturen der Menschenhandel-Netzwerke und davon, wie junge Frauen gefügig gemacht werden: durch magische Rituale so genannter Juju-Priester oder profaner durch Bedrohung ihrer Familien in Nigeria.
Salzburger Nachrichten
Sie sind leicht zu finden: Afrikanerinnen am Straßenstrich der europäischen Städte. Wie kommen diese Frauen nach Europa, unter welchen Bedingungen müssen sie arbeiten: Diese Frage haben sich die Journalistinnen Mary Kreutzer und Corinna Milborn gestellt und sind dabei zu überraschenden Ergebnissen gekommen.
Ö1 Mittagsjournal
Ware Frau ist ein Buch, das seine LeserInnen nicht kalt lassen kann: es regt auf, macht wütend und traurig – und es räumt mit einer Menge Klischees auf.
Wissenschaftskompass
Den Autorinnen gelingt die Zusammenführung zahlreicher Einflussfaktoren zu einem politischen Zusammenhang. In ausführlichen Interviews und durch ergänzende Materialien machen sie deutlich, wer die Verantwortung für diese aktuelle Form der Sklaverei trägt und welche rechtsstaatlichen Handlungen dagegen wirksam werden können.
Unique
Das Werk ist eine erschütternde Dokumentation menschenunwürdiger Zustände als Folge der Globalisierung
Vorarlberger Nachrichten
Sklaverei ist abgeschafft, denken Sie? Mary Kreutzer und Corinna Milborn zeigen in ihrem Bericht über Frauenhandel, dass das Geschäft mit Menschen immer noch der größte kriminelle Wirtschaftszweig ist. Erschütternd, weil wahr.
Universum Magazin
Das Buch rüttelt auf. Europaweit werden durch den Menschenhandel 10 Milliarden Euro erwirtschaftet. Eine Tragödie, der die Journalistinnen Corinna Milborn und Mary Kreutzer in ihrem packenden Tatsachenbericht „Ware Frau“ nachgehen.
Woman
Klug, einfühlsam und kritisch nehmen Kreutzer und Milborn die einzelnen Fäden dieses Netzes auf, verfolgen sie und analysieren ihre Wirkmechanismen.
Junge Welt
Kreutzer und Milborn liefern mit „Ware Frau“ einen fundierten Bericht über den modernen Frauenhandel von Afrika nach Europa und machen die Zusammenhänge von Menschenschmuggel, EU-Grenzschutz und der Ausländerpolitik der einzelnen europäischen Staaten deutlich, ohne die afrikanischen Länder aus der Verantwortung zu entlassen.
Migration und Bevölkerung
Indem sie an einer Stelle auf die Lächerlichkeit der Voodoo-Zeremonie verweisen „Nur mit Mühe überstehen wir die Prozedur ohne zu lachen“, laufen die Autorinnen Gefahr, tief eingeschriebene eurozentristische Stereotype über Afrika und Schwarze Menschen zu reproduzieren.
Stimme - von und für Minderheiten
Mary Kreutzer und Corinna Milborn lassen in ihrem Buch zahlreiche Frauen ihre Geschichte erzählen, liefern Hintergrundinformationen und weisen auch immer wieder auf die Verletzungen der allgemeinen Menschenrechte und anderer Rechte (wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Bewegungsfreiheit, Asyl) der gehandelten Frauen hin.
iz3w
Sachbuch der Woche: Ware Frau. Vor zwei Wochen war ihr erschütternder Tatsachenbericht „Ware Frau“ zum ersten Mal in den Sachbuch-Charts der BuchWoche zu finden. Diese Woche ist das Buch erneut in die Top Ten eingestiegen und rangiert nun auf Platz neun. Ein Zeichen dafür, dass auch unbequeme Themen viele Leser finden können. Die Autorinnen nahmen für ihr Buch Kontakt mit Zwangsprostituierten auf, recherchierten in Europa und in Afrika, sprachen sogar mit Menschenhändlern.
Österreich
Das Schicksal jener, die in Europa zur Wegwerfware werden, haben Corinna Milborn und Mary Kreutzer in einem Buch zusammengefasst. Für ihre eineinhalbjährige Recherche reisten sie nach Nigeria, zeichneten die Reisewege der Schlepperbanden nach und besuchten ehemalige Opfer, die ihren Weg zurück in die Gesellschaft suchen.
Die Presse, Weltjournal
Ein erschütterndes Buch, das durch die Berichte von betroffenen Frauen einen tiefen Einblick in die Erlebnisse und den Alltag der Opfer gibt, Ursachen nennt und Lösungsansätze bietet.
Südwind
Kreutzer und Milborn lassen verschiedene Frauen zu Wort kommen, die den beschwerlichen Weg nach Europa überlebt haben. Deren Erzählungen veranschaulichen nicht nur den individuellen Leidensweg und die damit verbundene Aussichtslosigkeit eindringlich, sie führen dabei auch vor Augen, wie viele Menschen bereits unterwegs auf der Strecke bleiben und auf dem Weg durch die Sahara oder im Meer zwischen Marokko und Spanien den Tod finden.
an.schläge
Für „Ware Frau“ hat Mary Kreutzer gemeinsam mit Corinna Milborn eineinhalb Jahre lang „im Milieu“ akribisch recherchiert. Die Geschichten von sieben Frauen, die den modernen Sklavenhandel überlebt haben, machen betroffen. 45.000 Euro muss eine Neunzehnjährige an die Frauenhandels-Mafia „abstottern“. In Wien verkauft sie deswegen ihren Körper für zehn Euro pro Kunde.
Welser Rundschau
Zur Buchpräsentation in Wien am 3. April 2008 kamen an die 200 Menschen, um der Vorstellung des Inhalte und der anschließenden Diskussion zuzuhören. Die Stimmung war ernst, nachdenklich und betroffen. Es ist den Autorinnen und Joana Reiterer zu danken, dass sie ein Thema ans Tageslicht holten und zur Diskussion stellten, das sich fast als Normalität etabliert hat. Vielleicht erweist sich das Interesse am Buch als ein Schritt in eine neue Öffentlichkeit, die am "Handel" mit Frauen und der Abstempelung als "Ware" das empörende Unrecht endlich erkennt.
W.E.S.T. Info
Packend erzählt, macht die Fülle an Details aus persönlichen Berichten und eigenen Beobachtungen von der ersten Seite an mehr als betroffen: Warum wird nicht mehr gegen Menschenhandel getan?
CeiberWeiber
"Es ist kein lustiges Buch", stellte Journalistin Sibylle Hamann gleich zu Beginn der Buchpräsentation klar. "Es geht um erzwungene Prostitution, Menschenhandel und Gewalt."
orf.at
Kritik übt das Buch auch an der heimischen Polizei: Prostituierte erzählen von nicht aufgenommen Anzeigen gegen Menschenhändler, Pass-Diebstahl oder Dokumenten-Fälschung.
News
Dass dabei der grausamen Kreativität von Menschenhändlern keine Grenzen gesetzt sind, zeigt ein Beispiel für Kinderhandel im aktuell erschienenen Buch „Ware Frau“ (siehe Buchtip nächste Seite): Im Norden Nigerias hat sich eine grausame Spielart des Kinderhandels entwickelt, heißt es dort: Kinder werden für „Diya“ – Blutgeld – verkauft.
Die Furche
Fast liest sich das Buch wie ein spannender Reisebericht und doch wirft es einen erschütternden Blick auf unmittelbare Realitäten.
IF-Steiermark
Format-Redakteurin Corinna Milborn und Mary Kreutzer zeichnen in ihrem Buch „Ware Frau“ Lebensgeschichten von Zwangsprostituierten nach. Investigative Sozialkritik.
Format
Die Zahlen im Frauenhandel lassen sich nur schätzen. Umso mehr spricht jedes Schicksal, das die Politikwissenschafterinnen Mary Kreutzer und Corinna Milborn aufzeichnen, Bände.
Tiroler Tageszeitung
Wie Mary Kreutzer und Corinna Milborn, Redaktorinnen bei der österreichischen Menschenrechtszeitschrift «liga», an ihre Informationen herangekommen sind, bildet Stoff für ein «Buch im Buch»: Die Lektüre führt auf zuweilen abenteuerlichen Pfaden zu Leuten aus dem Strichmilieu, die ausnahmsweise auspacken, und bis nach Nigeria, wo in bitterer Armut lebende Mädchen von ihren Familien weggelockt oder –gekauft werden.
Der Bund
Immer mehr Frauen aus afrikanischen Ländern werden in den europäischen Rotlichtvierteln zur Sexarbeit gezwungen. Zwei österreichische Journalistinnen haben sich mit diesen Frauen unterhalten und bringen Licht in eines der dunkelsten Kapitel der Globalisierung.
Textem
Fazit: Ware Frau ist eine eindrucksvolle Reportage über Zwangsprostitution und Frauenhandel von Afrika nach Europa, die sich in die globale Marktwirtschaft mit ihren Prämissen von Angebot und Nachfrage eingliedern. Der Bericht löst tiefe Betroffenheit, Fassungslosigkeit aber auch Empörung aus. Und das ist gut so.
Lemeus
Die erschütternden Berichte der Opfer werden emotional einfühlsam erzählt und kontrastieren mit einer sachlichen Darstellung der Strukturen des internationalen Frauenhandels.
ZPol, Zeitschrift für Politikwissenschaft
Ein erschütterndes Sachbuch über Zwangsprostitution und Menschenhandel. Mitten in Europa gibt es eine moderne Form der Sklaverei: organisierten Frauenhandel. Frauen aus Nigeria werden unter falschenVersprechungen nach Europa geschleust. Ohne Pass werden sie gegen ihren Willen auf den Straßenstrich geschickt, in Frankfurt, Wien, Turin oder Zürich. Zwei österreichische Autorinnen, Mary Kreutzer und Corinna Milborn, haben Dutzende solcher Schicksale für ihr erschütterndes Sachbuch "Ware Frau" recherchiert.
ttt, titel thesen temperamente (ard)
Für mich ist dies eine ausgezeichnet recherchierte Reportage mit viel Hintergrundwissen und packenden Beispielen, die weniger auf die Tränendrüse drücken, als vielmehr die strukturellen Ursachen und Bedingungen von Frauenhandel deutlich machen und konkreten Handlungsbedarf aufzeigen.
Alicia Allgäuer, amazon
Fazit: Augenöffnend und verstörend, eine brisante Reportage über den modernen Sklavenhandel in der Europäischen Union.
Mario Pf. (Top 50 Rezensent, amazon)
Aus den Recherchen auf der Strasse und den Gesprächen mit Insidern ist ein Sachbuch mit Innenansichten über das Tabu-Thema Zwangsprostitution entstanden.
Aargauer Zeitung
Bücher wie jenes von Kreutzer/Milborn und couragierte Frauen wie Joana Reiterer, die mit ihrem Wiener Verein „Exit“ den Opfern hilft (www.ngo-exit.com), lassen allerdings die Resthoffnung, dass auch humane Gegenkräfte eine „Wachstumsbranche“ sind.
City
Fazit: „Ware Frau“ ist kein Buch für schwache Nerven. Schlichtes und einfaches Resümee für alle Lesefreudigen: Sehr zu empfehlen. Es hilft die Augen zu öffnen.
Froschschenkel
Eine ausgezeichnet recherchierte Reportage, die nicht nur mit ihrem pointierten, trockenen Humor besticht, sondern vor allem durch das Aufzeigen global wirkender Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus und ökonomische Ungleichheiten, welche den Rahmen dafür bieten, in dem Frauen zur Ware werden.
Zeitschrift des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Wien