Barrieren überwinden
Körperliche Einschränkung oder krankheitsbedingte Schulabsenz bewirkt für SuS Barrieren oder "Distanz" zum Bildungssetting.
Wenn wir sowohl die besonderen Möglichkeiten der "Inclusive Tools" als auch die prinzipiellen digitalen Arbeitstools des "distance learning" - siehe Seitenverzeichnis der Homepage - kennen, so können wir die Inklusion der uns anvertrauten Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen optimal begleiten und das Schulsetting entsprechend gestalten.
Oft wird in der Inklusionspädagogik ambulant gearbeitet und dadurch nicht fix an einer Schule mit einer kleinen, schulinternen Auswahl an Tools, in die man sich vertiefen kann. In der inklusivpädagogischen Tätigkeit benötigt man oft bloß einen Überblick und eine Einordenbarkeit der Vielfalt an Möglichkeiten.
Für Inklusions-Pädagog*innen soll deshalb hier eine Horizonterweiterung und erste Orientierung ermöglicht werden.
Prinzipiell kann man den Inklusionsbereich auch als Vorreiter verstehen. So wurden zum Beispiel die Anwendungen des "smart home" ( Tür- und Lichtsteuerung etc. ) vor Jahren primär für beeinträchtigte Menschen entwickelt, ebenso wie die Augensteuerung - heutzutage ein Standardtool im Gaming-Sektor. Und bereits vor über 20 Jahren kamen im schulischen Inklusionssetting die ersten Laptops zum Einsatz !
Die Vielfalt der Möglichkeiten können einen manchmal regelrecht "erschlagen", aber wenn wir in kleinen Schritten vorgehen, so kann nix passieren!
Also: nicht verzagen, einfach mal reinschauen in die Bereiche von :
distance participation, Inklusion, distance learning mit den Arbeitstools, und natürlich die große weite Welt von Microsoft office 365, bzw. auch Google und Apple.
Als 50+-Userin, also echt keine Digital-Native, kenne ich die Überwindung zum Eintritt in das "digitale Chaos-Universum" nur zu gut.
Die uns anvertrauten Schüler*innen sind jedoch die Anstrengung wert!
Wenn es Möglichkeiten gibt, Partizipation und Lernprozesse mithilfe digitaler Tools zu verbessern, so sollten sie auch im Dienste der SuS zur Anwendung kommen...
Zum Einstieg ein Video mit dem Überblick über hilfreiche Apps. Auf YouTube gibt es noch weitere, interessante Videos von Lifetool Austria.
Unterstützende Apps / Orientierungshilfe der Beratungsstelle Life-Tool-Wien
Die Beratungsstelle bietet auch persönliche Termine zur Hard-und Software-Anpassung zur Unterstützung der Inklusion in Schule und Arbeitsprozess an. Man kann z.B. Spezialtastaturen zum Testen ausborgen.
Ein kleiner Praxis-Tipp noch zum Thema Tablet: empfehlenswert sind iPads (keine Android Tablets) - sie haben sich sowohl im Gebrauch des Avatars AV1 als auch für inklusionsunterstützende Lern-Apps und sprachunterstützende Anwendungen am brauchbarsten erwiesen.
Eine Sammlung von Software/Apps für Schüler*innen mit besonderem Bedarf gibt es auch hier
Empfehlenswert: Anleitungen für Schulische Heilpädagog*innen beim Einsatz von Tablet und Computer hier im "Lernsachen"-Blog aus der Schweiz
und unter Digitale Tools bei besonderen Bedürfnissen
Der Bereich der unterstützten Kommunikation hat sich rasant entwickelt. Viele Infos hierzu und vor allem eine individuelle persönliche Beratung erhält man in der Beratungsstelle Life-Tool-Wien. (s.o.)
Hier eine Beschreibung der Spezialsoftware Multitext für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung.
Multitext und Worksheetcrafter - eine hilfreiche Kombination.
Ganz viel tut sich momentan im Bereich des Unterrichtseinsatzes von iPads und deren Accessibility Tools.
Tolle Anleitungsvideos zu den Bedienungshilfen am iPad gibt es in dieser Video-Reihe von Alicia Bankhofer anzusehen.
An der PH Linz gibt es dazu laufend tolle Fortbildungen und Initiativen.
Die Möglichkeiten für die Zukunft sind beeindruckend und ich kann nur ermuntern, sich mit iPad-Anwendungen im Unterrichtsalltag auseinanderzusetzen.
Binnen - I mag der plastische Reader gar nicht, darum gibt es für offizielle Website-Designer die Empfehlung, generell die Gender - Schreibweise mit * zu verwenden: "Schüler*innen" statt "SchülerInnen"
Tools für die Spezialbereiche:
Bei o365 wird die barrierefreie Lese-Ansicht im Menü angeboten. Auch bei Sway-Dateien ist sie bereits fix implementiert. Meist findet man diese unter den "drei kleinen Pünktchen rechts oben".
Inklusions-Tools bei Google:
Barrierefreiheit Inklusive Lerntools
hier eine Apple-Veröffentlichung zur Maus-Zeiger-Steuerung per Kopfbewegung
Weiterführendes
Während der Covid-19-Pandemie wurden erste Ansätze zur Teletherapie entwickelt.
Polarisierende Ansätze zu Therapie und Coaching mittels "Gaming-Methode" sind in Entwicklung. Zur Diskussion und Beurteilung bleibt uns auch hier nicht die geisteswissenschaftliche Reflexion erspart.