Die genaue Herkunft der Palmischbirne ist nicht eindeutig geklärt. Sie wurde erstmals 1598 vom Pomologen Johann Bauhin als "Böhmische Birne" beschrieben. Die Sorte war vor allem in Süddeutschland (insbesondere Württemberg), Österreich und der Schweiz verbreitet.
Die Palmischbirne wächst als sehr großer, eichenartiger Baum mit starken Ästen und kann ein hohes Alter erreichen.
Der Baum hat einen landschaftsprägenden Charakter, oft mit Auswüchsen am Stamm.
Sie ist anspruchslos gegenüber ihrem Standort, gedeiht auch auf trockenen Böden wie Keuperböden und ist wenig anfällig für Krankheiten, insbesondere resistent gegen Feuerbrand.
Die Blütezeit ist früh (von April bis Mai).
Die Früchte sind klein (50-60 g), kreiselförmig mit einer grünlich bis hellgelb-goldbraunen Schale, die oft vollständig von goldgelbem Rost überzogen ist. Die Schale zeigt große, helle Lentizellen (Punkte).
Das Fruchtfleisch ist weißgelblich, grobzellig, süßherb und würzig, wird aber nach der Ernte relativ schnell teigig oder suppig.
Die Birne reift ab Anfang bis Mitte September und hat einen Zuckergehalt von bis zu 16,5% (60–80 °Oechsle).
Die Früchte sind etwa drei Wochen lagerfähig.
Die Blüten sind weiß mit fünf mittelgroßen Kronblättern und erscheinen früh im Jahr (April bis Mai).
Die Früchte sind klein, rundlich-kreiselförmig, mit einer goldgelb-rosten Schale und großen hellen Lentizellen. Der Stiel ist lang und glänzend.
Die Palmischbirne ist eine sehr alte Mostbirnensorte, die traditionell zur Mostgewinnung genutzt wird und wegen ihres süßherben Aromas geschätzt wurde.
Sie wurde auch als Dörrobst verwendet, besonders in Zeiten von Hungersnöten in der Landbevölkerung.
Die Sorte trägt früh reich und regelmäßig.
Aufgrund ihrer Resistenz und Anspruchslosigkeit wurde sie vor allem in Streuobstbeständen angepflanzt.
In den letzten Jahrzehnten wurde die Palmischbirne aber zunehmend seltener, da der traditionelle Most- und Dörrobstanbau abnahm und andere Birnensorten (z.B. Williams) marktbeherrschend wurden.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch konkrete Bildquellen zu Blüten und Früchten raussuchen.