Figurennetz
Didaktische Hinweise:
Grundsätzliches:
Für die Arbeit mit dem Buch würden wir empfehlen, ein Heft oder ein Dossier zur Verfügung zu stellen, damit die SuS direkt darin arbeiten können.
Diskussion: Was bedeutet Freundschaft? Was bedeutet Vertrauen?
Zur Unterstützung können Impulsfragen gestellt werden: „Was macht eine gute Freundschaft aus?“, „Wann wurde dein Vertrauen schon einmal enttäuscht?“.
Eine Mindmap kann helfen, verschiedene Aspekte zu visualisieren.
Differenzierung: Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können Freundschaft und Vertrauen in verschiedenen Kontexten (z. B. Familie, Schule, digitale Welt) vergleichen.
Erzählt einander kurze persönliche Geschichten und Erlebnisse.
Vorab können Gesprächsregeln (aktives Zuhören, respektvolle Rückmeldungen) besprochen werden.
Eine strukturierte Gesprächsrunde oder Partnerinterviews können den Austausch erleichtern.
Differenzierung: Schülerinnen und Schüler können die Geschichten schriftlich festhalten und reflektieren, wie sich Freundschaft in ihren Erlebnissen zeigt.
Tagebucheintrag: Innerer Monolog einer Figur aus Santa Tereza zur Freundschaft
Vorab können Merkmale eines inneren Monologs erarbeitet werden (subjektive Perspektive, Gedankenfluss, sprachliche Gestaltung).
Anhand eines Beispiels kann gezeigt werden, wie Gedanken und Gefühle in einem Monolog dargestellt werden.
Differenzierung: Erfahrene Schreibende können gezielt stilistische Mittel (z. B. rhetorische Fragen, Wiederholungen) einbauen.
Eigene Erfahrung: Beschreibung: meine beste Freundin/mein bester Freund
Vorab können Fragen als Schreibimpulse dienen: „Welche besonderen Erlebnisse verbindest du mit dieser Person?“, „Welche Eigenschaften schätzt du besonders?“.
Die Lehrkraft kann unterschiedliche Herangehensweisen aufzeigen, z. B. durch eine stichwortartige Vorbereitung.
Differenzierung: Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können sprachliche Bilder oder Vergleiche nutzen, um die Beschreibung lebendiger zu gestalten.
Vorurteile und Missverständnisse
Diskussion: Vorurteile
Diese Aufgabe fördert kritisches Denken und die Reflexion über gesellschaftliche Stereotype. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Vorurteile zu erkennen, ihre Ursprünge zu hinterfragen und Strategien zu ihrer Überwindung zu entwickeln.
Die Lehrkraft kann mit anonymen Beispielen oder aktuellen Fällen einführen.
Methoden wie „Think-Pair-Share“ oder Pro- und Contra-Debatten können die Diskussion strukturieren.
Differenzierung: Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können mediale Darstellungen von Vorurteilen analysieren.
Diskussion: Eine Gesellschaft ohne Vorurteile
Diese Aufgabe regt zur kreativen Reflexion über gesellschaftliche Strukturen an. Die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche positiven Effekte eine vorurteilsfreie Gesellschaft hätte, aber auch, welche Herausforderungen sich ergeben könnten.
Die Lehrkraft kann Impulsfragen stellen: „Wie entstehen Meinungsverschiedenheiten?“, „Wie werden kulturelle Unterschiede wahrgenommen?“.
Vergleich mit literarischen oder historischen Utopien kann als weiterführende Aufgabe dienen.
Differenzierung: Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können verschiedene Gesellschaftsmodelle gegenüberstellen.
Rollenspiel: Vorurteile konfrontieren
Diese Aufgabe fördert die Empathie und Argumentationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Durch die szenische Darstellung wird erfahrbar, wie Vorurteile entstehen und aufgelöst werden können.
Die Lehrkraft kann vorab eine Einführung in Argumentationstechniken geben.
Rollenkarten oder Szenarien können als Hilfestellung bereitgestellt werden.
Differenzierung: Komplexere Szenarien können von fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt werden.
Kreatives Schreiben: Songtext oder Gedicht über Vorurteile
Diese Aufgabe ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Gedanken kreativ auszudrücken. Durch die poetische oder musikalische Gestaltung wird eine tiefere emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt.
Die Lehrkraft kann Beispiele für gesellschaftskritische Songtexte oder Gedichte analysieren lassen.
Methoden zur Strukturierung eines Gedichts oder Songtextes (z. B. Reimschema, Rhythmus) können vorher eingeführt werden.
Differenzierung: Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können gezielt sprachliche Bilder oder Metaphern einsetzen.
Rebellion und Selbstbestimmung
Der Einstieg kann auch digital in einem Padlet abgehandelt werden.
Bei dem Tagebucheintrag müssten bei schwächeren Klassen die Personen vorgegeben werden. Beispielsweise eben die Hauptfigur Luchs.
Beim kreativen Teil müssten evtl. Anleitungen zu den verschiedenen Tools ausgehändigt werden, damit die SuS selbstständig arbeiten können. Oder es gibt am Anfang einen Input zum Kurzfilm, Podcast oder dergleichen.
Bei der Analyse müssen sprachliche Mittel und Symbole bereits vorgängig in der Klasse thematisiert worden sein, um damit arbeiten zu können.
Gesellschaftliche Erwartungen und Bildung
Vielleicht müsste bei der Analyse kurz vorher erläutert werden, was gesellschaftliche Erwartungen sind, damit diese Aufgabe gelöst werden kann.
Die Recherche würde sicher besser vonstattengehen, wenn im WAH oder in einem anderen Fach bereits die Bildungswerte und der Stand verschiedener Berufe in der Gesellschaft thematisiert wurden.
Bei der Diskussion/Debatte können verschiedene Formen eingebracht werden. Vielleicht stehen sie zuerst für ihre Meinung ein und dann evtl. auch noch die andere Meinung einnehmen. Sprechen zwei Gruppen gegeneinander oder gibt es einen Sprecher für jede Gruppe? Diese Überlegungen müssten vorher gemacht werden und dann konkret geplant werden.