„Als Er zu Sich kam ... kam Er zum Vater ...“
Der Orthros vom Mittwoch wird am Dienstag Abend gesungen. Für den Mittwoch der Großen Woche haben die heiligen Väter der Kirche verfügt, dass der Salbung Christi mit Nardenöl oder Myron durch eine Frau im Hause Simons des Aussätzigen in Betanien gedacht werden solle. Umkehr war die Predigt der Propheten. Es wäre eine geeignete Überschrift für die Bibel, denn „Umkehr“ war auch die Rede unseres Herrn. Diese Frau, die ihre Umkehr, ihre Reue und Buße, und ihren tiefen Glauben an den Herrn offenbarte, ist uns heute immer noch Vorbild.
Am Abend wird das wunderschöne „Idiomelon der Kassia(ni)“ gesungen. Es beginnt mit: „Herr, das Weib, das in viele Sünden gefallen, hat Deine Gottheit erkannt ... weh mir, spricht sie ... nimm an meiner Träne Bäche, Du, Der das Wasser des Meeres in Wolken emporzieht ... meiner Sünden Menge und die Abgründe Deiner Gerichte, wer wird sie erforschen, Seelenretter ... verachte mich, Deine Magd, nicht. Denn maßlos ist Dein großes Erbarmen.“
Die Liturgie der Vorgeweihten Gaben wird am Mittwoch Morgen zum letzten Mal in der Großen Fastenzeit gefeiert. Diese sehr alte Liturgieform ist eine Vesper mit den Heiligen Gaben, die am vorhergehenden Sonntag geweiht wurden. Diese Liturgie wird während der Großen Fastenzeit jeden Mittwoch und Freitag gefeiert, damit die Gläubigen die Heilige Kommunion empfangen können. Die Liturgie ist feierlich und spiegelt die Großartigkeit und Einfachheit der Frühen Kirche wider. Während der Großen Fastenzeit wird die Göttliche Liturgie nur an Samstagen und am 25. März (Chrysostomos-Liturgie) und Sonntagen (Basilius-Liturgie) gefeiert.
Schauen Sie sich die Ikone genauestens an. Darin sehen Sie, wie Christus sich auf seine Braut, die Heilige Kirche, vorbereitet. Sein Hochzeitsanzug ist das Gewand, das ihm die Soldaten gegeben haben. Seine Hochzeitskrone ist der Dornenkranz.
Quelle: http://www.goarch.org/en/ourfaith
DAS KÖNNEN SIE JEDEN MORGEN & ABEND TUN
Stellen Sie sich an Ihre Gebetsecke und verehren Sie das Kreuz und die Symbole (Ikonen). Zünden Sie eine Kerze an und auch, wenn Sie darüber verfügen, die Holzkohle und den Weihrauch. Öffnen Sie die Bibel und markieren Sie die entsprechenden Passagen im Evangelium (nächste Seite). Folgen Sie dem Online-Gottesdienst. Wenn dies nicht möglich ist, lesen Sie die Verse des Evangeliums mit den Morgen- und Abendgebeten aus Ihrem Gebetsbuch laut vor.
Lesung aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes
Ehre sei Dir unser Gott , Ehre sei Dir
17 Die Menge nun, die bei ihm war, bezeugte, daß er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn von den Toten auferweckt habe. 18 Darum ging ihm auch das Volk entgegen, weil sie hörten, daß er dieses Zeichen getan habe. 19 Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, daß ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach! 20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um am Fest anzubeten. 21 Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten Jesus gern sehen! 22 Philippus kommt und sagt es dem Andreas, Andreas und Philippus aber sagen es Jesus.
23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, daß des Menschen Sohn verherrlicht werde! 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, so bringt es viele Frucht. 25 Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren. 26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wer mir dient, den wird mein Vater ehren. (Johannes 17.24) 27 Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. 28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! 29 Das Volk nun, das dabeistand und solches hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. 30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen. 31 Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt! Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; 32 und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Johannes 8.28) 33 Das sagte er aber, um anzudeuten, welches Todes er sterben würde. 34 Das Volk antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetze gehört, daß Christus in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, des Menschen Sohn müsse erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? 35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle! Wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 36 Solange ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet!
37 Solches redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. Wiewohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; 38 auf daß das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, welches er gesprochen hat: «Herr, wer hat dem geglaubt, was wir gehört haben, und wem wurde der Arm des Herrn geoffenbart?» 39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja spricht wiederum: 40 «Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.» 41 Solches sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. (Jesaja 6.1) 42 Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge ausgestoßen würden. (Johannes 9.22) 43 Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes. 44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. (Johannes 14.9) 46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe. 47 Und wenn jemand meine Worte hört und nicht hält, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. 48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tage. 49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Und ich weiß, daß sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.
Das Exapostilarion (3. Ton):
Dein Brautgemach, mein Erlöser, sehe ich geschmückt und habe kein Kleid, um einzutreten: Mache leuchtend das Gewand meiner Seele, o Lichtspender, und rette mich
Arabische Aussprache
Inani Uschahidu Chidraka, Muza-ianan Ya Muchal-lisi, ua lstu Amtaliku Liebasan, Lil Duchuli Ielei-ihi , Fa abheg Hul-lata Nafsi, Ya Manihal Nuri ua Chal-lisni.
Bedenke die Stunde des Endes, o Seele, und fürchte das Fällen des Feigenbaumes; arbeite fleissig mit den dir gegebenen Talenten, o du Schwache, wache und rufe: lasset uns nicht aus dem Brautgemach Christi ausgeschlossen bleiben !
Herr und Gebieter meines Lebens, den Geist der Trägheit, des Kleinmuts, der Herrschsucht und der Schwatzhaftigkeit gib mir nicht. Schenke mir, deinem Gläubigen, hingegen den Geist der Weisheit, der Demut, der Geduld und der Liebe. Ja, mein Herr und König, lass mich sehen meine Fehler und nicht richten meinen Nächsten, denn Du bist gesegnet in alle Ewigkeit !
Schauen Sie sich die Ikone genauestens an. Darin sehen Sie, wie Christus sich auf seine Braut, die Heilige Kirche, vorbereitet. Sein Hochzeitsanzug ist das Gewand, das ihm die Soldaten gegeben haben. Seine Hochzeitskrone ist der Dornenkranz. Sein Kopf ist tief gesenkt und seine Arme sind demütig verschränkt, um sein Leben für seine Braut niederzulegen. Die Hochzeit wird seine Kreuzigung sein. Später in dieser Woche werden wir die Gäste zur Hochzeit einladen. Deshalb müssen wir uns gut vorbereiten.