Die Übung des Monats kommt aus der Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) und hilft dabei, sich von schwierigen Gedanken zu lösen.
In der ACT spricht man dabei von der Defusion, wobei es zahlreiche Möglichkeiten gibt, diese Defusion anzuwenden. Man möchte sich aus dem Bann des Gedankens lösen oder einfacher gesagt, den Gedanken als Gedanken und nicht als zwingende Realität erkennen und somit seine emotionale Aufladung etwas entkräftigen.
Ob man die Defusion nun als Einzelübung anwendet oder sogar in eine Achtsamkeitsmeditation einbaut, bleibt jedem selber überlassen. Wichtig ist, dass man es immer wieder übt, damit sich das Vorgehen verinnerlichen kann.
Im Folgenden sind ein paar Möglichkeiten zur Defusion beschrieben. Als Beispiel nehmen wir den Gedanken "Ich bringe wirklich gar nichts auf die Reihe!"
Gedanken erkennen und benennen: "Ich habe den Gedanken, dass ich gar nichts auf die Reihe bringe."
Dem Gehirn danken, sobald man den Gedanken erkannt hat: "Danke Hirn!"
Dem Gedanken einen Roman-Titel geben, vor allem, wenn man den gleichen Gedanken immer wieder hat: "Ah, wieder einmal die Versager-Story!"
Den Gedanken singen oder in einer Comic-Stimme wiedergeben. ZBsp in der Melodie von Happy Birthday oder mit einer Mickey Mouse-Stimme.
Den Gedanken innerlich 20 Mal wiederholen.
WICHTIG: Es geht darum zu lernen, mit quälenden und wiederkehrenden Gedanken besser umzugehen, aber auf keinen Fall, sich das Denken abzutrainieren oder es schlecht zu machen. Ohne unsere Gedanken wären wir nicht überlebensfähig, aber wir müssen nicht jedem Gedanken, den wir haben, glauben. Frei nach dem Motto: der Geist ist ein guter Diener, aber ein schlechter Meister.
Für weitere Informationen zur Akzeptanz- und Commitment Therapie hier kicken.