ist eine Form der Verhaltenstherapie, die Menschen hilft, ein erfülltes Leben zu führen, indem sie schwierige Gedanken und Gefühle akzeptieren lernen ("Acceptance") und stattdessen Energie für wertorientiertes Handeln aufwenden ("Commitment"), anstatt diese inneren Erfahrungen zu vermeiden
Kernziele sind die Erhöhung der psychischen Flexibilität und das Erleben von psychischem Leiden als normalen Teil des Lebens, mit Techniken wie Achtsamkeit, Defusion (Gedanken distanzieren) und Werteklärung, um ein sinnvolles Leben zu gestalten.
Kernprinzipien und Vorgehensweise
Akzeptanz & Achtsamkeit: Lernen, unangenehme Gefühle und Gedanken wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu bekämpfen, und sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren.
Kognitive Defusion: Sich von belastenden Gedanken lösen, sie als bloße Gedanken erkennen (z.B. "Ich habe den Gedanken, ich schaffe das nicht") statt als absolute Wahrheit.
Werteklärung: Identifizieren, was einem im Leben wirklich wichtig ist (z.B. Familie, Karriere, Kreativität).
Engagiertes Handeln (Commitment): Setzen von Zielen und Durchführen von Handlungen, die im Einklang mit den eigenen Werten stehen, auch wenn unangenehme Gefühle dabei auftreten.
Was ACT nicht ist
Nicht Emotionsunterdrückung: Ziel ist nicht, Gefühle zu beseitigen, sondern den Umgang damit zu verändern.
Nicht nur Entspannung: ACT geht über reine Entspannungstechniken hinaus, indem es Menschen ermutigt, sich aktiv ihren Zielen zuzuwenden.
Anwendungsbereiche
ACT wird bei vielen Problemen eingesetzt, darunter Angst, Depression, chronische Schmerzen, Stress, Burnout, Abhängigkeiten und Anpassungsstörungen.
Weil gewisse Übungen aus den achtsamkeitsbasierten Therapien und somit aus den buddhistischen Meditationen stammen, lassen sie sich gut in eine Meditation integrieren.