Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Städte.
Durch den Klimawandel werden die Temperaturen in unseren Städten immer höher. Die dichte Bebauung ist ein wichtiger Grund dafür. Durch Hochhäuser und hohe Gebäude kann der Wind nicht mehr in das ganze Gebiet der Stadt eindringen. Der Wind kühlt unsere Städte und ist dies nicht der Fall, werden die Städte immer wärmer.
Außerdem kann durch den Asphalt das gefallene Regenwasser nicht mehr eigenständig in den Boden sickern, sondern wird sofort durch Kanaldeckel in den Abfluss geleitet. Durch das Verdunsten des Wassers in die Erde sinken die Temperaturen stark. Auch Bäume und Pflanzen tragen dazu bei, dass die Temperaturen in einer Stadt reguliert sind. Sie nehmen das Wasser auf und bieten uns dann durch die Feuchtigkeit kühlere Luft.
Industrien, Fabriken und Haushalte brauchen sehr viel Energie. Diese Gase werden in die Atmosphäre freigesetzt und erwärmen das Klima. Bereits heute sind wir Menschen in Städten für ca. 80 % des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Außerdem sind Städte für über 70 % der CO2-Emissionen verantwortlich, ca. 30 % davon durch den Verkehr.
Die Anzahl der Sommertage ist von 1961–1990 bis 1991–2020 durchschnittlich um ca. 38 % gestiegen. Außerdem haben sich die Hitzetage im selben Zeitraum mehr als verdoppelt. Die Temperaturen in unseren Städten werden immer stärker steigen, bis es schlussendlich nicht mehr Aushaltbar ist.
Die steigenden Temperaturen haben Einfluss auf die Bewohner der Städte. Das wärmere Klima hat außerdem auch gesundheitliche Auswirkungen auf die Menschen. Menschen bekommen häufiger Hitzekollaps und Hitzeschläge und wir sind auch stärker gefährdet für Herz-Kreislauf-Probleme. Durch die Hitze kann es auch sein, dass es zu akutem Nierenversagen kommt. Außerdem können wir durch die hohen Temperaturen schlechter schlafen und sind auch anfälliger für psychische Probleme. Man ist auch weniger konzentriert, dies kann zu verminderter Leistung am Arbeitsplatz führen. Besonders betroffen sind dabei ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.