Beim Klimawandel denken die meisten Menschen zuerst an die globale Erwärmung. Unter dem Begriff versteht man jedoch alle langfristigen Veränderungen des Klimas – dazu gehören Temperaturveränderungen, Erwärmung, wie auch Abkühlung, aber auch Änderungen bei Niederschlag, Stürmen oder dem Meeresspiegel. Der Begriff „Klimawandel“ beschreibt also, wie sich das Klima über Jahre und Jahrzehnte hinweg verändert. Die von Menschen verursachte, extrem schnelle Erderwärmung, wird mit dem Begriff „Klimakrise“ definiert. Eine natürlich bedingte Veränderung des Klimas hat es in unserer Erdgeschichte schon immer gegeben – heiße Perioden wechseln sich mit kühlen Perioden ab. Heutzutage findet jedoch ein anthropogener Klimawandel statt. Das Klima erwärmte sich von 1970 bis 2020 schneller als je zuvor in den letzten 2000 Jahren. Die meisten der wärmsten Jahre wurden seit 2015 gemessen. 2024 war bisher das wärmste Jahr, 2025 zählt zu den drei wärmsten Jahren.
Als anthropogener Klimawandel bezeichnet man den Teil des Klimawandels, der von Menschen verursacht wird. Er entsteht durch Aktivitäten, wie den Ausstoß von Treibhausgasen, die Veränderung der Natur und die Nutzung fossiler Brennstoffe.
Forscher sind sich mittlerweile sehr einig, dass wir Menschen für den Großteil der Erderwärmung seit der Industrialisierung verantwortlich sind. Der Anteil der menschengemachten globalen Erwärmung beträgt etwa 95%. Das bedeutet, dass fast die gesamte beobachtete Erwärmung der letzten Jahrzehnte auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, während natürliche Faktoren wie Sonnenaktivität oder Vulkanausbrüche nur einen sehr kleinen Einfluss haben.
Der Klimawandel liegt also in unseren Händen. Das bedeutet auch, dass wir den Klimawandel verlangsamen können, wenn wir dagegen handeln.
Fossile Brennstoffe
Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas wird sehr viel CO2 freigesetzt. Die größten Emissionen entstehen dabei in den Bereichen Energie, Industrie und Verkehr.
Waldrodung
Bäume absorbieren CO2 aus der Luft und speichern es. Wenn Bäume abgeholzt werden, wird das gespeicherte CO2 wieder freigesetzt und es gelangt zurück in die Atmosphäre. Auf der Erde werden Bäume vor allem für die Holzgewinnung und landwirtschaftliche Flächen gerodet.
Massentierhaltung
Es werden viele Teile des Regenwaldes für Felder zum Futteranbau und Weideland für Nutztiere gerodet. Außerdem stoßen Rinder beim Wiederkäuen eine große Menge an Methan, ein gefährliches Treibhausgas, aus. Generell benötigt die Fleischproduktion sehr viel pflanzliche Energie – Futtermittel. Außerdem werden bei der Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch etwa so viele Treibhausgase freigesetzt, wie bei einer Autofahrt über 250 Kilometer.
Industrielle Landwirtschaft
Es werden immer mehr Naturgebiete, die CO2 speichern, für die industrielle Landwirtschaft benötigt und somit gerodet. Außerdem wird Stickstoffdünger eingesetzt, der dafür sorgt, dass große Mengen an Lachgas in die Atmosphäre gelangen.
Der natürliche Treibhauseffekt sorgt dafür, dass die Erde warm genug für Leben ist – man kann ihn sich vorstellen wie ein Glashaus: Die kurzwelligen Sonnenstrahlen dringen hinein, werden von der Erdoberfläche aufgenommen und als langwellige Wärmestrahlung zurückgestrahlt. Diese langwellige Wärmestrahlung gelangt nur zum Teil durch unsere Atmosphäre ins All, weil sie von den verschiedenen Treibhausgasen aufgehalten und reflektiert wird. Durch menschliche Aktivitäten gelangen zusätzlich Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO₂) und Methan (CH₄) in die Atmosphäre. Diese Gase verstärken den natürlichen Treibhauseffekt und verstärken so die globale Erwärmung.
Mehr als 50% des von Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen ist auf die Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas zurückzuführen. Aber auch in der Landwirtschaft, wie z.B. bei der Rodung von Wäldern, werden Treibhausgase freigesetzt.
Der anthropogene Klimawandel wirkt sich weltweit auf Menschen, Natur und Wirtschaft aus und verändert das Klima stark. Die Temperaturen steigen, Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Außerdem treten Dürren, Starkregen und Überschwemmungen öfter auf. Auch Waldbrände nehmen durch die hohen Temperaturen zu. Das Eis auf Gletschern und an den Polen schmilzt, der Meeresspiegel steigt, wodurch Küstenregionen und Inseln bedroht werden.
Böden trocknen aus oder werden überschwemmt und die Wasserqualität nimmt ab. Viele Pflanzen- und Tierarten können sich nicht schnell genug an die Veränderungen anpassen und sterben aus oder werden seltener. Dadurch gerät unser Ökosystem aus dem Gleichgewicht.
Für uns Menschen hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Gesundheit. Vor allem ältere Menschen, Kinder und Kranke sind von Hitze, Naturkatastrophen, Wasserknappheit und Luftverschmutzung bedroht. Durch Extremwetterereignisse werden Ernten geschädigt, Böden gehen verloren und Ressourcen werden knapper. Dadurch wird die Versorgung mit Energie, Wasser und Lebensmitteln schwieriger.
Auch die Infrastruktur leidet: Straßen, Brücken, Städte sowie Energie- und Wasserversorgungen werden durch Überschwemmungen, Stürme oder Waldbrände beschädigt und Schutzmaßnahmen und Reparaturen sind teuer. Weltweit verschieben sich Klimazonen und Tiere sowie Pflanzen müssen sich neu anpassen. So können sich Schädlinge und Krankheiten besser ausbreiten.
Für uns Menschen wird es immer schwerer, extreme Wetterereignisse vorherzusagen. Wir müssen unsere Städte und Länder besser schützen und an die Veränderungen anpassen.
Schmelzende Gletscher haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung unseres Planeten.
Über Jahre sammelt sich Schnee, der auch über die Sommermonate in den Berggebieten liegen bleibt. Die Schneemassen werden durch ihr eigenes Gewicht immer fester zusammengedrückt. Schließlich bildet sich Eis und ein Gletscher entsteht. Der Gletscher bewegt sich durch sein eigenes Gewicht immer weiter talabwärts. Irgendwann erreicht der Gletscher eine Höhe, in der der Schnee in den Zährgebieten nicht mehr über das ganze Jahr liegen bleibt. Dadurch kann kein Schnee in Eis umgewandelt werden. Da es oben im Nährgebiet aber noch genügend Schnee gibt, der das ganze Jahr über liegen bleibt, bleibt der Gletscher noch im Gleichgewicht. Noch weiter talabwärts kippt das Gleichgewicht. Die Temperaturen sind so hoch, dass der Gletscher an Eis verliert.
Besonders wichtig für die Gletscher ist, dass auch in den Sommermonaten Schnee fällt, der auf den Gletschern liegen bleibt. Denn in dieser Zeit ist die Sonneneinstrahlung besonders stark. Eine helle, weiße Oberfläche schützt den Gletscher vor dem Schmelzen. Wird die Oberfläche jedoch durch Staub oder Ruß verdunkelt, erhöht sich die Schmelzrate deutlich.
Da die Gletscher ca. 70 % unseres Süßwassers (99% Antarktis und Grönland, das restliche 1% verteilt sich auf die übrigen Gletscher) auf der Erde beinhalten, verlieren wir mit dem Schmelzen der Gletscher große Süßwasserspeicher. Allein von 1850 bis 1970 verloren die Gletscher durchschnittlich ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihres Volumens.
Die Sommer von 2024 waren extrem heiß. Trotz des Schneefalls im Winter schmolzen in den Sommermonaten große Mengen unseres Gletschereises. Auch der Saharastaub, der sich im Winter 2023/2024 und im Frühjahr 2024 auf den Gletschern abgelagert hat, verringerte die Rückstrahlung von Schnee und Gletschereis und führte zu großem Verlust unserer Gletscher. Zusätzlich wird das Schmelzen durch die Luftverschmutzung verstärkt. Ruß und Feinstaub lagern sich auf der Gletscheroberfläche ab und verringern dort die Reflektion des Sonnenlichts.
Durch das Schwinden der Gletscher gehen wertvolle Klimaarchive verloren. Die Eisschichten enthalten wichtige Informationen über vergangene Temperaturen, die Zusammensetzung unserer Atmosphäre und auch Ereignisse wie Vulkanausbrüche oder Waldbrände. Es gehen Daten verloren, die uns über die vergangenen Klimaschwankungen informieren. Auch erhöht das Abschmelzen unserer Gletscher das Risiko von Murenabgängen. Mit der abnehmenden Eismasse wird der Untergrund instabil, was plötzliche Schlammlawinen und Erdrutsche begünstigt. Diese Entwicklungen stellen eine wachsende Gefahr für Siedlungen, Straßen und Wanderwege in den Alpen dar.
Gletschereis speichert nicht nur Klimaarchive, sondern auch industrielle Verschmutzungen, die mit dem Abschmelzen wieder zu Vorschein treten. Nicht nur der Schneemangel im Winter und die steigenden Temperaturen, sondern auch starke Regenfälle sowie strahlungsintensive Frühlings- und Sommermonate sind für das Schmelzen der Gletscher verantwortlich.
Quelle: Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung
Quelle: Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung
Permafrost ist wichtig für die Stabilität unserer Böden.
Als Permafrost bezeichnet man Böden, Schutthalden oder Felsen, die über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre hinweg Temperaturen unter 0°C aufweisen. Entscheidend ist dabei allein die Temperatur. Permafrost kann unabhängig vom Eisgehalt sowohl in lockerem Material wie Erde und Sedimenten als auch in festem Gestein vorkommen.
Er tritt vor allem in polaren Regionen sowie in Hochgebirgen auf. In Gebirgsräumen ist die Permafrost Schicht meist einige Meter bis hundert Meter dick, während sie in den Polarregionen Tiefen von bis zu rund 1500 Metern erreichen kann. Im Sommer taut lediglich die oberste Bodenschicht, die sogenannte Auftauschicht, während der darunterliegende Bereich ganzjährig gefroren bleibt.
Permafrost spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität vieler Landschaften. In steilen Berghängen und Felswänden wirkt er wie ein verbindendes Element, das Gestein und Schutt zusammenhält. Je tiefer die Temperaturen, desto stärker ist dieser stabilisierende Effekt. Dadurch bleiben viele Hänge und Felsformationen über lange Zeit hinweg stabil.
Mit der fortschreitenden Erwärmung des Klimas verändern sich diese Verhältnisse jedoch zunehmend. Messungen zeigen, dass die Temperaturen im Boden steigen und der Permafrost zu tauen beginnt. Die Folgen sind weitreichend. Wenn das Eis im Untergrund schmilzt, verliert das Material seinen Zusammenhalt. Hänge werden instabil, und es kommt häufiger zu Rutschen, Steinschlägen und Felsstürzen. Das sind Folgen, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben.
Auch die menschliche Infrastruktur ist davon betroffen. Gebäude wie Schutzhütten oder Wege, die auf Permafrost gebaut sind, können durch das Auftauen beschädigt werden oder an Stabilität verlieren. Was früher als sicher galt, wird zunehmend riskanter.
In arktischen Küstengebieten führt tauender Permafrost zusätzlich dazu, dass Uferbereiche weggespült und vom Meer abgetragen werden. Ganze Landschaften verändern sich sichtbar und Siedlungen geraten in Gefahr.
Darüber hinaus hat das Auftauen globale Auswirkungen. Im Permafrost sind große Mengen an Kohlenstoff gespeichert. Wenn der Boden auftaut, werden Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid und Methan freigesetzt. Diese verstärken den Treibhauseffekt und beschleunigen den Klimawandel weiter.
Der Regenwald hat einen großen Einfluss auf das Klima unseres Planeten.
Er speichert große Mengen an Wasser und gibt durch Verdunstung viel Wasser wieder an die Atmosphäre ab. Außerdem nimmt der Regenwald große Mengen CO2 auf und trägt somit zum Schutz unseres Klimas bei. Ein Hektar tropischer Regenwald kann etwa 750 Tonnen CO2 binden.
Trotz seiner großen Bedeutung wird der Regenwald jedoch stark zerstört. Jährlich werden etwa 45.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt oder abgebrannt. Das entspricht ungefähr 12 Fußballfeldern pro Minute. Da der Regenwald zuvor große Mengen CO2 aus der Luft aufgenommen hat, wird dieses bei der Rodung wieder freigesetzt.
Durch immer weniger Niederschläge trocknen die Böden des Regenwaldes aus, viele Bäume verlieren ihre Kraft oder sterben ab. Das schwächt das gesamte Ökosystem und macht den Regenwald anfälliger für Waldbrände, die große Flächen zerstören und seine einzigartige Artenvielfalt bedrohen.
Die abgeholzten Flächen werden häufig als Weideflächen für Tiere genutzt. Außerdem entstehen dort große Plantagen, auf denen Soja oder Palmöl angebaut werden. Auch für die Papierproduktion werden große Flächen des Regenwaldes abgeholzt. Zusätzlich wird der Regenwald zerstört, um wertvolle Bodenschätze zu gewinnen.
Durch die Zerstörung des Regenwaldes werden nicht nur Bäume und Pflanzen vernichtet, sondern auch viele Tiere verlieren ihren Lebensraum. Arten, die perfekt an das Leben im Regenwald angepasst sind, sind plötzlich vom Aussterben bedroht.
Studien haben außerdem gezeigt, dass der Regenwald mittlerweile teilweise mehr CO2 ausstößt, als er speichern kann.
Die Erwärmung der Ozeane und ihre Auswirkungen auf unseren Planeten.
Die Ozeane sind der größte Lebensraum der Erde und beherbergen eine enorme Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Zu ihnen gehören auch Phytoplankton – winzige Algen, die im Wasser treiben. Gemeinsam mit Wasserpflanzen betreiben sie Photosynthese. Dabei wandeln sie Kohlenstoffdioxid und Wasser mithilfe von Sonnenlicht in Sauerstoff und Energie um. Tatsächlich produziert das Meer mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir zum Atmen benötigen. Außerdem liefert es Nahrung für Millionen von Menschen und spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des weltweiten Klimas.
In den letzten Jahren sind jedoch die Temperaturen der Ozeane deutlich gestiegen.
Die Weltmeere wirken wie ein riesiger Wärmespeicher. Sie absorbieren einen großen Teil der Sonnenenergie. Ein Teil dieser Wärme bleibt an der Wasseroberfläche, während ein anderer Teil in tiefere Wasserschichten transportiert wird. Dadurch erwärmen sich die Ozeane zunehmend. Gleichzeitig geben sie Wärme an die Atmosphäre ab und beeinflussen damit das Klima weltweit.
Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen für die marinen Ökosysteme.
Besonders stark betroffen sind Korallenriffe. Durch steigende Wassertemperaturen kommt es zur sogenannten Korallenbleiche. Dabei verlieren die Korallen ihre lebenswichtigen Algen und sterben häufig ab. Dadurch werden ganze Ökosysteme zerstört. Viele Fische, Meeresschildkröten und andere Meereslebewesen, die von Korallenriffen abhängig sind, verlieren ihren Lebensraum und ihre Nahrungsquelle.
Auch Meeresströmungen verändern sich. Ein bekanntes Beispiel ist der Golfstrom, der eine wichtige Rolle für das Klima in vielen Regionen der Erde spielt. Außerdem können sich durch die wärmere Wasseroberfläche Hurrikane schneller bilden und intensiver werden.
Die Erwärmung der Ozeane trägt außerdem dazu bei, dass polare Eiskappen und Gletscher immer schneller schmelzen. Dadurch steigt der Meeresspiegel. Die Folgen sind weltweit in vielen Küstenregionen spürbar. Überschwemmungen treten häufiger auf und ganze Inseln oder Küstengebiete könnten langfristig verschwinden. Viele Menschen sind dann gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Auch zahlreiche Tierarten sind betroffen. Einige Fischarten wandern in kältere Gewässer ab, können sich dort jedoch nicht gut genug anpassen und sterben. Dadurch verlieren auch Meeresvögel wichtige Nahrungsquellen. Besonders stark leiden Eisbären unter den Folgen des Klimawandels. Durch das schmelzende Meereis verlieren sie ihr Jagdgebiet und ihren Lebensraum.
Die Erwärmung der Ozeane zeigt deutlich, wie stark die Meere vom Klimawandel betroffen sind. Der Schutz der Meere ist daher eine der wichtigsten Aufgaben im Kampf gegen den Klimawandel.
Der Meeresspiegel steigt im Schnitt um etwa 3,1 mm pro Jahr.
Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf Wüsten und die umliegenden Lebensräume.
Durch Überweidung, das Abholzen wichtiger Pflanzen, aber vor allem durch den beschleunigten Klimawandel trocknen die Böden immer schneller aus.
Fruchtbares Land verliert zunehmend Nährstoffe und Wasser. Die Böden veröden, werden vom Wind abgetragen und verwandeln sich nach und nach in Wüsten. Dieser Prozess, auch als Desertifikation bekannt, betrifft besonders die Randgebiete bestehender Wüsten.
Dadurch breiten sich Wüsten immer weiter aus und wir Menschen verlieren wertvolle, fruchtbare Böden, die für die Landwirtschaft entscheidend sind.
Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Städte.
Durch den Klimawandel werden die Temperaturen in unseren Städten immer höher. Die dichte Bebauung ist ein wichtiger Grund dafür. Durch Hochhäuser und hohe Gebäude kann der Wind nicht mehr in das ganze Gebiet der Stadt eindringen. Der Wind kühlt unsere Städte und ist dies nicht der Fall, werden die Städte immer wärmer.
Außerdem kann durch den Asphalt das gefallene Regenwasser nicht mehr eigenständig in den Boden sickern, sondern wird sofort durch Kanaldeckel in den Abfluss geleitet. Durch das Verdunsten des Wassers in die Erde sinken die Temperaturen stark. Auch Bäume und Pflanzen tragen dazu bei, dass die Temperaturen in einer Stadt reguliert sind. Sie nehmen das Wasser auf und bieten uns dann durch die Feuchtigkeit kühlere Luft.
Industrien, Fabriken und Haushalte brauchen sehr viel Energie. Diese Gase werden in die Atmosphäre freigesetzt und erwärmen das Klima. Bereits heute sind wir Menschen in Städten für ca. 80 % des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Außerdem sind Städte für über 70 % der CO2-Emissionen verantwortlich, ca. 30 % davon durch den Verkehr.
Die Anzahl der Sommertage ist von 1961–1990 bis 1991–2020 durchschnittlich um ca. 38 % gestiegen. Außerdem haben sich die Hitzetage im selben Zeitraum mehr als verdoppelt. Die Temperaturen in unseren Städten werden immer stärker steigen, bis es schlussendlich nicht mehr Aushaltbar ist.
Die steigenden Temperaturen haben Einfluss auf die Bewohner der Städte. Das wärmere Klima hat außerdem auch gesundheitliche Auswirkungen auf die Menschen. Menschen bekommen häufiger Hitzekollaps und Hitzeschläge und wir sind auch stärker gefährdet für Herz-Kreislauf-Probleme. Durch die Hitze kann es auch sein, dass es zu akutem Nierenversagen kommt. Außerdem können wir durch die hohen Temperaturen schlechter schlafen und sind auch anfälliger für psychische Probleme. Man ist auch weniger konzentriert, dies kann zu verminderter Leistung am Arbeitsplatz führen. Besonders betroffen sind dabei ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.
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