300 (10. April 2007)
Griechenland 480 vor Christus: Leonidas, König der Spartaner, marschiert mit 300 Hopliten zu den Thermopylen, liefert den übermächtigen persischen Aggressoren eine heftige Schlacht und fällt. Dieser Thermopylen-Mythos - in seiner Relevanz vergleichbar mit The Alamo - inspiriert seit 2500 Jahren die Kulturschaffenden.
Der Leonidas der Version Hollywood 2007 macht es uns Heutigen sehr leicht, ihn zu mögen. Die religiösen Bedenken der greisen wie reaktionären Ephoren wischt er im Namen der Freiheit hinweg. Zögernden Landsleuten, die den Sinn des Himmelfahrts - Kommandos bezweifeln, ruft er zu: "Kümmert Euch um das, was Ihr am besten könnt: Sparta braucht viele Söhne."
Dem persischen Großkönig Xerxes tritt er trotzig - spöttelnd im Stile Asterix', der mit Julius Caesar plaudert, entgegen mit der Bemerkung, er könne vor Xerxes sein Knie nicht beugen, da er sich beim Abschlachten der Perser einen Krampf im Oberschenkel zugezogen habe. Am letzten Tag der Schlacht brüllt er seinen Gefährten im Stile von Apocalypse Now ins Ohr: "Bereitet das Frühstück. Heute abend werden wir in der Hölle speisen."
Kurzum, Regisseur Zack Snyder wendet das Erfolgs - Rezept von Gladiator und Troja an. Ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt. Im historischen Sparta ging es bestimmt nicht so lustig und / oder dramatisch zu.