Banditen (20. November 2001)
Bruce Willis hat es geschafft: Mit seinen neuen Rollen nimmt er seine alten künstlerischen Aufgaben auf die Schippe. Nicht mehr hauen, sondern Witze reißen will der alte Kämpe, der als verantwortungsvoller Vater dreier Kinder glänzen möchte und sich zudem als eifriger Student der Weltgeschichte bezeichnet. Willis spielt in der hinreißenden Komödie "Banditen" die rauhbeinige Hälfte eines Bankräuber-Duos. Der Denker, gespielt von Billy Bob Thornton, gibt sich herrlichen hypochondrischen Phantasien hin, kann aber die Schlüsselidee einer bemerkenswerten kriminellen Erfolgsgeschichte auf der Habenseite verbuchen: Wer abends den Bankdirektor aufsucht, darf in meist netten Behausungen übernachten und in aller Früh am nächsten Morgen an dessen Seite in die Bank eindringen, ohne dass Außenstehende Verdacht schöpfen.
Alles geht gut, bis die chaotische und zutiefst gefrustete Hausfrau Kate auftaucht. Beide Gangster verlieben sich in sie. Beider Zuneigung wird erwidert. Kate liefert schließlich ihre beiden Gespielen der Polizei aus. Das Ende ist so schön, dass ich ausnahmsweise keine weiteren Hinweise geben möchte.