The Da Vinci-Code - Sakrileg (24. Juli 2006)Dan Browns Bestseller "Sakrileg" habe ich mir bislang verkniffen. Den Film zum Buch habe ich mir aber gegönnt. Die Grundzüge der immer wieder öffentlich gescholtenen wie gepriesenen Handlung des Buches habe ich wiedergefunden: Nicht Petrus, sondern die Ehefrau Maria Magadalena war von Jesus auserwählt worden, die christliche Gemeinde zu leiten. Hochschwanger verließ sie vor der Kreuzigung Jerusalem, um ihre Tochter im heutigen Frankreich zur Welt zu bringen. Solche Schmach - so Film und Buch - läßt die auf Männerherrschaft setzende katholische Kirche nicht ruhen. Einflussreiche Geistliche, die "Schattenkonzile" besuchen, beauftragen seit Jahrhunderten Killer, um die Nachkommenschaft Jesu auszulöschen.
Ausgangs des 20. Jahrhunderts steht diese Mission vor dem erfolgreichen Abschluss, doch ein vierjähriges Mädchen überlebt einen Autounfall. Geborgen im Schutz einer geheimnisvollen Bruderschaft und in der Obhut eines Adoptiv-Großvaters, wächst das Mädchen namens Sophie zu einer Kriminalpolizistin heran.
Und so steht die Schauspielerin Audrey Tautou in ihrer ganzen Grazie plötzlich vor Tom Hanks. Gejagt von der französischen Polizei, die den von Hanks gegebenen Harvard-Professor des Mordes an Sophies Adoptiv-Großvater verdächtigt, löst die Zwei-Personen-Notgemeinschaft das große Rätsel.
Die nette Schluß-Pointe läßt mich froh, aber ratlos zurück: Sophie, die erst jetzt ihr Schicksal versteht, versucht ganz kokett, ohne jede Hilfe einen Teich zu überqueren. Doch sie kann gar nicht über Wasser gehen.