Überblick

Gillersheim ist eine Ortschaft mit ca. 1050 Einwohnern im südlichen Niedersachsen. Der Ort gehört zur Gemeinde Katlenburg-Lindau und damit zum Landkreis Northeim. Mit einer Ausdehnung von 18,91 Quadratkilometern ist Gillersheim flächenmäßig die größte Ortschaft in der Gemeinde, gemessen an der Einwohnerzahl die drittgrößte.

Die Einwohner werden scherzhaft auch „Kuckucks“ genannt, wobei die genaue Herkunft und Bedeutung dieses Spitznamens unklar ist. Der Ort feierte im Jahr 2005 sein 900-jähriges Bestehen und ist bekannt durch seine zahlreichen Vereinsaktivitäten. Die Ortschaft hat bereits mehrfach mit Erfolg an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen.

Ortsbürgermeister von Gillersheim ist Uwe Lebensieg (SPD).






























Historisches

Gillersheim liegt am Rande des „Eichsfeldes“ im südlichen Niedersachsen, an der Grenze zum Kreis Göttingen und ist mit 1030 Einwohnern der drittgrößte Ort der Gemeinde Katlenburg-Lindau. Gillersheim wurde in der Urkunde von 1105 erstmals erwähnt. Es war das Dorf mit den meisten Einwohnern und der größten Feldmark im alten Amt Katlenburg und war für seinen außerordentlich reichen Waldbestand berühmt. Das kommt daher, dass in seinem Bereiche nicht weniger als 5 Dörfer eingegangen, wüst geworden sind, und dass die Bewohner dieser Dörfer sich an die Gemeinde Gillersheim angeschlossen haben. Die bedeutendsten dieser ehemaligen Dörfer waren Leisenberg oder Lesenberg und Wolshusen, welches auch Wolbechtshusen genannt wird. Die drei anderen hießen Meinwordessen, Scharpenrode und Aspe.  Vom Dorf  Leisenberg ist noch ein Teil der Kirche, erbaut um 1309 und der Dorfbrunnen zu sehen.  Die Tatsache, dass zwei Kirchdörfer, wenn sie auch nur klein waren, in Gillersheim aufgegangen sind, trug wohl dazu bei, dass das Kirchengut hier sehr groß ist. Die frühere Schule  ist erst in der Reformationszeit als Gillersheim lutherisch geworden ist als sogenannte Küsterschule entstanden. 1675 hatte Gillersheim schon ein eigenes Schulhaus. Bei einem großen Brand 1763 ist fast das gesamte Dorf vernichtet  worden.
Gillersheim ist wegen der abgeschiedenen Lage früher ein reines Bauerndorf gewesen, ohne der neuzeitlichen Fortschritte zu entbehren mit landwirtschaftlichen und handwerklichen Betrieben.
Im Jahre 1993 feierte Gillersheim eine ganze Woche lang sein 888jähriges Bestehen, wo die alten Handwerkskünste an einzelnen Ständen gezeigt wurden. Für Interessierte gibt es die Chronik der Ortschaft Gillersheim Band I und Band II.
Gillersheim liegt im Tal unten und wird von 60 km ausgeschilderten Wanderwegen umgeben, die über Steinberg, Wehberg und Aspe führen. Zu diesen Wanderwegen gibt es auch eine Wanderkarte.

(Auszüge aus dem Heimatbuch des Kreises Northeim von 1924 und den beiden Chroniken von Gillersheim)