Name: Nicola Serra
Verlegeort: Straße Matteotti 6 porto maurizio
Geburtsdatum: 2 Juli 1918
Geburtsort: Imperia
Datum Deportation: 21 November 1944
Ort Deportation: Mauthausen Österreich
Todesdatum: 21 november 1944
Ort des Todes: Mauthausen Österreich
Nicola Serra wurde am 2. Juli 1918 in Porto Maurizio, in der Via Aurelio Saffi, geboren. Als unverheirateter Mann gehörte er zum Militärkommando von Chiari. Nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 schloss er sich den Partisanen an, die im Hinterland von Imperia kämpften. Am 3. Dezember 1943 wurde Nicola als Partisan identifiziert und zusammen mit seinem Bruder Enrico von der faschistischen Miliz verhaftet, weil sie der deutschen Armee Waffen entwendet hatten.
Am 11. Februar 1944 wurden die beiden Brüder den SS übergeben und zunächst ins Gefängnis von Savona und dann nach Genua gebracht. Am 11. März 1944 wurden beide im Sammel- und Durchgangslager Fossoli (Modena) interniert und am 21. Juni 1944 als politische Gefangene in das Konzentrationslager Mauthausen in Österreich deportiert. Nicola Serra wurde schließlich von Mauthausen in das Außenlager Redl-Zipf verlegt. Dort starb er am 21. November 1944 infolge von Zwangsarbeit und menschenunwürdigen Bedingungen an einer Lungenentzündung.
Zum Zeitpunkt seiner Deportation wohnte er in der Via Matteotti 6 in Porto Maurizio. Im Amtsblatt vom 5. Juni 1995 wurde Nicola Serra die Silberne Tapferkeitsmedaille für seine Partisanentätigkeit verliehen, mit folgender Begründung: "Als entschiedener Gegner der faschistischen Diktatur setzte er sich bereits lange vor dem 25. Juli 1943 für die Organisation des Widerstands ein, indem er unter jungen Menschen aktiv Propaganda machte, Waffen und Material für den Partisanenkrieg beschaffte und bewaffnete Gruppen in der Nähe von Tavole bildete. Bei einer riskanten und freiwilligen Mission in der Stadt Imperia von den Nationalsozialisten gefangen genommen, wurde er nach Mauthausen deportiert, wo er nach monatelangen unsäglichen Leiden am 21. November 1944 starb. In der Gemeinde Imperia wurde eine Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen errichtet, darunter auch der Name von Nicola Serra.