Selbstliebe & Selbstheilung
Wenn du wütend auf andre bist, dann frag dich, wo du wütend auf dich bist.
Wenn du dich verletzt fühlst durch andre, frag dich, wo du selbst dich verletzt hast.
Wenn du dich respektlos behandelt fühlst von anderen, schau genau hin, wo du selbst dir keinen Respekt schenkst.
Wenn du dich allein gelassen fühlst, geh auf die Suche, was dir wirklich fehlt.
Wenn Neid und Hass in dir sind, dann frag dich, wo in deinem Leben du keine Verantwortung für dich übernimmst.
Wenn ein Mensch dich zum Weinen bringt, dann schau bei dir, was deine Seele schmerzt.
Wenn du dich ungeliebt fühlst, frag dich, ob du dir selbst die Liebe schenkst, die dir gebührt.
Verstehe, dass du dir alles selber nehmen und geben kannst.
Alles, was von außen auf dich zukommt, hat mit dir zu tun. Anstatt andere zu verurteilen und bei ihnen die Schuld zu suchen, schau auf dich selbst und ergründe dich.
Gib dir die Chance, Frieden in dir zu finden, so dass das, was du suchst, dich finden kann.
FASSLTHEORIE - BECHER THEORIE 2022 - NEU BESCHRIEBEN - DA DAS JAHR 2022 - 3 x DIE 2 UND EINE "0" HAT, IST EINE FASSLTHEORIE GENAU PASSEND! 3 x 2, FASS, BECHER, SILOS! ALLE DREI ERKLÄREN DIE THEORIE DES , "ICH KANN KEINEM MENSCHEN BÖSE SEIN, GEHT NICHT!! AUSSER, ICH BIN DUMM UND DÄMLICH, DANN IST EIN ABSTAND ERFODERLICH, BIS EINE DISKUSSION EINGELEITET WERDEN KANN! EINE GESELLSCHAFT, DIE DIESE FASSLTHEORIE BEHERRSCHT - IST UNUNTERDRÜCKBAR - SIE WIRD VON JEDER UNTERDRÜCKUNG BEWAHRT - BEI JEDEM GESPRÄCH, ZWISCHEN ELTERN UND KINDERN, ZWISCHEN BRÜDERN, ZWISCHEN EHEPARTNERN, ZWISCHEN GESPRÄCHSPARTNERN/INNEN, ZWISCHEN GESCHÄFTSPARTNER, KANN AUF DIESES PRINZIP HIN GEFÜHRT WERDEN. UND ES KANN NUR EIN POSITIVES ERGEBNIS DABEI HERAUSKOMMEN. DIESE THEORIE WURDE VOM EUROPÄISCHEN MANAGEMENT CLUB PRÄSIDENTEN IN EINEM BUCH ENTDECKT UND IM JAHR 1991 NEU GESTALTET UND WEITERENTWICKELT WORDEN!
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Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
AUFZENTRUM UND DAS AUSZENTRUM IST EINZENTRUM DES WILLEN GOTTES!
Frage: "Inwieweit ist Satan Herrscher dieser Welt (2.Korinther 4,4)?"
Antwort: Der Begriff „Gott dieser Welt” (oder „Gott dieses Zeitalters”) weist darauf hin, dass Satan einen großen Einfluss auf die Ideale, Meinungen, Ziele, Hoffnungen und Blickwinkel der Mehrheit der Bevölkerung hat. Sein Einfluss beinhaltet auch die Philosophien, Ausbildung und Wirtschaft dieser Welt. Die Gedanken, Ideen, Spekulationen und falschen Religionen der Welt unterliegen seiner Kontrolle und haben ihren Ursprung in seinen Lügen und Täuschungen.
Der Teufel wird in Epheser 2,2 auch als der „Mächtige, der in der Luft herrscht” bezeichnet. Er ist „Fürst dieser Welt” (Johannes 12,31). Dieser Titel und viele andere kennzeichnen die Fähigkeiten von Satan. Wenn wir z.B. annehmen, dass Satan, der „Mächtige, der in der Luft herrscht” ist, bedeutet dies, dass er irgendwie über die Welt und die Menschen darauf regiert.
Das soll aber nicht heißen, dass er die Welt vollständig unter sich hat; Gott ist immer noch souverän. Aber es bedeutet, dass Gott in seiner unendlichen Weisheit Satan erlaubt hat, innerhalb von Grenzen, die Gott ihm setzt, in der Welt zu agieren. Wenn die Bibel sagt, dass Satan die Macht über die Welt hat, müssen wir uns daran erinnern, dass Gott ihm die Kompetenz nur über Ungläubige gegeben hat. Gläubige fallen nicht länger unter seine Herrschaft (Kolosser 1,13). Ungläubige andererseits sind in „der Verstrickung des Teufels” gefangen (2.Timotheus 2,26), „liegen im Argen” der Welt (1. Johannes 5,19) und sind „Kinder des Ungehorsams” (Epheser 2,2).
Wenn also die Bibel sagt, dass Satan der „Gott dieser Welt” ist, sagt sie nicht, dass er die ultimative Autorität besitzt. Es wird hier die Idee transportiert, dass Satan über die ungläubige Welt in besonderer Weise regiert. In 2. Korinther 4,4 folgt der Ungläubige dem Plan von Satan: „den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ Satans List beinhaltet falsche Philosophien in der Welt zu fördern – Philosophien, die Ungläubige für die Wahrheit des Evangeliums blind machen. Satans Philosophien sind das Gefängnis, in dem die Ungläubigen eingesperrt sind; und sie müssen durch Christus befreit werden.
Ein Beispiel einer solchen falschen Philosophie ist der Glaube, dass der Mensch sich Gottes Gunst verdienen kann, indem er bestimmte Dinge tut. In fast jeder falschen Religion ist es ein vorherrschendes Thema, dass man sich Gottes Gunst oder das ewige Leben verdient. Sich die Erlösung durch gute Werke zu verdienen, ist aber das Gegenteil der biblischen Offenbarung. Der Mensch kann sich die Gunst Gottes nicht durch Taten verdienen; das ewige Leben ist ein kostenloses Geschenk (siehe Epheser 2,8-9). Dieses kostenlose Geschenk gibt es nur durch Jesus Christus und ihn allein (Johannes 3,16; 14,6). Man könnte fragen, warum die Menschheit dieses Geschenk der Erlösung nicht einfach empfängt (Johannes 1,12). Die Antwort ist, dass Satan – der Gott dieser Welt – die Menschheit in Versuchung führt, um seinem Stolz zu folgen. Satan bestimmt das Programm, die ungläubige Welt folgt, und die Menschheit wird weiterhin getäuscht. Es ist kein Wunder, dass die Bibel Satan einen Lügner schimpft (Johannes 8,44).
Da gibt es keinen Zweifel drüber. Gott verdient es, an erster Stelle zu sein. Je mehr man darüber nachdenkt, desto klarer wird, daß wir unserem Schöpfer alles, wirklich alles verdanken. Und das ist schön. Wer mag nicht gerne einen reichen, wohlhabenden Vater haben, der einem im Leben alle Wege ebnet? Und wenn dieser Vater auch noch die freundlichste und liebevollste Person im ganzen Universum ist, dann hat man einen solchen Vater noch lieber.
Nichts anderes ist es mit Gott, unserem himmlischen Vater. Er verdient es, daß wir ihn vor alles andere setzen. Nicht unseren Sorgen. Nicht unseren Ängsten. Nicht unserer Sehnsucht nach Zweisamkeit, nicht unserem Geld, nicht unserer Gesundheit, sondern Gott sollen, dürfen und „müssen“ wir unsere größte Aufmerksamkeit schenken. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!“ (2. Mose / Exodus Kapitel 20, Vers 3; Menge Bibel, 1939)
Natürlich ist es in diesem irdisch-weltlichem System schnell möglich, daß wir andere Dinge die wichtigere Rolle spielen lassen. Aber korrigieren wir das immer wieder.
Es ist so: Je mehr wir Gott kennenlernen (sein Wort, die Bibel, lesen; mit ihm täglich alles bereden), desto zwangsläufiger nimmt er den wichtigsten Platz in unserem Leben ein, weil wir einfach mehr und mehr erkennen, wie herrlich unser Schöpfer ist.
„Vertraue auf den HERRN mit ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf eigene Klugheit; denke an ihn auf allen deinen Wegen, so wird er dir die Pfade ebnen.“ (Sprüche Kapitel 3, Verse 5-6; Menge Bibel, 1939)
Denken Sie über obige Zusicherung nach. Mit Gott wird alles immer einfacher und schöner und leichter. Selbst Schicksalsschläge sind leichter durchzustehen, wenn wir Gott in unserem Leben machen lassen. Er ebnet uns alle Wege.
Machen Sie sich auch klar: Gott weiß alles. Und: Gott ist perfekt. Überlegen Sie mal… und wir würden diesen perfekten, allwissenden, uns über alles liebenden himmlischen Vater nicht machen lassen? Wir wären ganz schön dumm. Also: Räumen wir Gott mehr und mehr Gewicht in unserem Leben ein; setzen wir ihn mehr und mehr dorthin, wo dieser perfekte, allmächtige, uns liebende Vater hingehört, nämlich an die erste Stelle in unserem Denken und Leben.
Auf geht’s —
Bereden Sie mit Gott alle anstehenden Entscheidungen. Und haben Sie keine Angst, auch mal Fehler zu machen. Gott ist auch dann da, um Ihnen zu helfen.
Bitten Sie Gott um seinen Ratschlag, ehe Sie Menschen fragen.
Bitten Sie Gott, daß er umfassend und gut für Sie sorgt.
Vergessen Sie nicht, Gott zu danken, wenn schöne Dinge geschehen, wenn Sie gesund sind, wenn Sie sich freuen, wenn Sie seine herrliche Schöpfung genießen. Danken Sie Gott, denn er stellt das alles für Sie zur Verfügung.
Geben Sie von Ihren Einnahmen „an Gott“ zurück. Spenden Sie für bedürftige Menschen, unterstützen Sie finanziell die Verbreitung von Gottes herrlicher Botschaft.
Gewöhnen Sie sich an, Gott auch dafür zu danken, wenn Sie zu essen haben. Das ist nicht normal. Millionen von Menschen gehen hungrig ins Bett. Unser Dank an Gott nicht mit schlechtem Gewissen oder trauriger Miene, sondern voll freudiger Dankbarkeit.
Lesen Sie täglich in Gottes Wort.
Ich mag diesen Tipp: Sagen Sie morgens, wenn Sie wach werden, Gott Guten Morgen!. Nicht Ihren Sorgen. Nicht Ihren Ängsten. Nicht Ihrer Tagesplanung, sondern Ihrem Schöpfer.
All diese Dinge müssen nicht mit stundenlangen Gebeten verbunden sein. Es ist wie mit dem besten Freund. Man versteht sich einfach so. Ein kurzer Blick, ein kurzes Nicken, zwei, drei Worte, alles klar (damit man eine solche gute Beziehung haben kann, sind natürlich auch lange Gespräche / Gebete notwendig; aber fangen Sie doch einfach mal an). Also Ihr „Vielen Dank, Papa, für (…)“ ist ausreichend. Ihr „Guten Morgen, mein lieber Gott“ genügt als Anfang.
Wissen Sie, was passiert, wenn Sie Gott mehr und mehr an erste Stelle in Ihrem Leben rücken? Dies: „trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch all das andere obendrein gegeben werden.“ (Jesus in Matthäus Kapitel 6, Vers 33; Menge Bibel, 1939)
Haben Sie gelesen? Sie bekommen dann von Ihrem Vater alles mehr als reichlich, wofür sich das irdisch-weltliche System abstrampelt. Und viel Wichtigeres: Sie fühlen sich erfüllt, zu Hause, geborgen, glücklich.
Wissen Sie, wie herrlich Gott ist? So: Sie können ihn auch um seine Hilfe bitten, daß Sie ihn mehr und mehr an erste Stelle in Ihrem Leben setzen. Sagen Sie ihm: ‚Lieber Gott, helfe mir dabei, daß ich dich mehr und mehr an erste Stelle in meinem Leben setzen. Du verdienst es.‘
rend die anderen Wemmicks in der Stadt weiterhin ihre Sticker anklebten, ging Punchinello glücklich und zufrieden nach Hause, um weiter über Eli’s Worte nachzudenken. Und während dem Heimweg fielen weitere Aufkleber von ihm ab… Weltbeste heiterkeit des geistes weltbesten heiterkeit des göttlichen geistes weltbeste heiterkeit des lebens weltbesten heiterkeit der freude Suche nichts weltweit- es wird Dich weltweit finden ! egal um was es weltweit geht, es findet Dich Suche nichts - es wird Dich finden ! egal um was es geht, es findet Dich Die zwei weltbeste Fässer Theorie, das eine Fass ist auf der linken Seite und das andere Fass auf der rechten Seite Du und ich haben 2 Fässer – in dem einen ist das „negative“ ca. 20 bis 40 Prozent, je nach dem, und in dem anderen sind immer und ewig 51 bis 80
EMC - Es Macht Christus Jesus, Gottes Sohn!
Glaubensgemeinschaft Jesus Christus, Sohn Gottes!
Unberaubbar aus der Quelle Gottes trinken, weil Gott immer Heimat gibt, bleibt man in Jesus Chistus immer in der "Heimat Gottes" beheimatet!
Wir bleiben immer Kinder, und als Kinder brauchen wir immer Heimat, und so bleiben wir geborgen in der Hand Gottes.
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AUF ZENTRUM -UNSER AUFZENTRUM IST DAS BESTE GENUSSPRINZIP JESUS CHRISTUS - GOTTLIEBT DICH IMMER - EGAL WAS DU TUST - DER HEILIGE GEIST IST IM AUFZENTRUM DER MANAGER - AUF INS AUFZENTRUM
Die Synodenväter haben an die Bedeutung der Achtung der Religionsfreiheit erinnert, die als ein fundamentales Menschenrecht betrachtet wird.[202] » Sie schließt die Freiheit ein, die Religion zu wählen, die man für die wahre hält, und den eigenen Glauben öffentlich zu bekunden. «[203] Ein gesunder Pluralismus, der die anderen und die Werte als solche wirklich respektiert, beinhaltet keine Privatisierung der Religionen mit der Zumutung, sie zum Schweigen zu bringen und auf die Verborgenheit des Gewissens jedes Einzelnen zu beschränken oder sie ins Randdasein des geschlossenen, eingefriedeten Raums der Kirchen, Synagogen oder Moscheen zu verbannen. Das wäre dann letztlich eine neue Form von Diskriminierung und Autoritarismus. Der Respekt, der den Minderheiten von Agnostikern oder Nichtglaubenden gebührt, darf nicht auf eine willkürliche Weise durchgesetzt werden, die die Überzeugungen der gläubigen Mehrheiten zum Schweigen bringt oder die Reichtümer der religiösen Traditionen unbeachtet lässt. Das würde auf lange Sicht mehr den Groll schüren als die Toleranz und den Frieden fördern.
Wenn man sich nach der öffentlichen Auswirkung der Religion fragt, muss man verschiedene Weisen, sie zu leben, unterscheiden. Sowohl Intellektuelle als auch journalistische Kommentare fallen häufig in grobe und wenig akademische Verallgemeinerungen, wenn sie von den Fehlern der Religionen sprechen, und oft sind sie nicht imstande zu unterscheiden, dass nicht alle Glaubenden – noch alle religiösen Führungskräfte – gleich sind. Einige Politiker nutzen diese Verwirrung, um diskriminierende Aktionen zu rechtfertigen. Andere Male werden Schriften verachtet, die im Bereich einer Glaubensüberzeugung entstanden sind, und man vergisst dabei, dass die klassischen religiösen Texte für alle Zeiten von Bedeutung sein können und eine motivierende Kraft besitzen, die immer neue Horizonte öffnet, das Denken anregt, den Geist weitet und das Feingefühl erhöht. Sie werden verachtet wegen ihres Mangels an rationalistischer Sichtweise. Ist es vernünftig und intelligent, sie in die Verborgenheit zu verbannen, nur weil sie im Kontext einer religiösen Überzeugung entstanden sind? Sie tragen zutiefst humanistische Prinzipien in sich, die einen rationalen Wert besitzen, obwohl sie von Symbolen und religiösen Lehren durchdrungen sind.
Als Glaubende fühlen wir uns auch denen nahe, die sich nicht als Angehörige einer religiösen Tradition bekennen, aber aufrichtig nach der Wahrheit, der Güte und der Schönheit suchen, die für uns ihren maximalen Ausdruck und ihre Quelle in Gott finden. Wir empfinden sie als wertvolle Verbündete im Einsatz zur Verteidigung der Menschenwürde, im Aufbau eines friedlichen Zusammenlebens der Völker und in der Bewahrung der Schöpfung. Ein besonderer Raum ist jener der sogenannten neuen Areopage wie der „Vorhof der Völker?, wo » Glaubende und Nichtglaubende über die grundlegenden Themen der Ethik, der Kunst und der Wissenschaft sowie über die Suche nach dem Transzendenten miteinander ins Gespräch kommen können «.[204] Auch das ist ein Weg des Friedens für unsere verwundete Welt.
Ausgehend von einigen sozialen Themen, die im Hinblick auf die Zukunft der Menschheit wichtig sind, habe ich noch einmal versucht, die unausweichliche soziale Dimension der Verkündigung des Evangeliums deutlich darzulegen, um alle Christen zu ermutigen, sie in ihren Worten, Verhaltensweisen und Taten immer zum Ausdruck zu bringen.
Evangelisierende mit Geist sind Verkünder des Evangeliums, die sich ohne Furcht dem Handeln des Heiligen Geistes öffnen. Zu Pfingsten ließ der Heilige Geist die Apostel aus sich selbst herausgehen und verwandelte sie in Verkünder der Großtaten Gottes, die ein jeder in seiner Sprache zu verstehen begann. Der Heilige Geist verleiht außerdem die Kraft, die Neuheit des Evangeliums mit Freimut (parrhesía) zu verkünden, mit lauter Stimme, zu allen Zeiten und an allen Orten, auch gegen den Strom. Rufen wir ihn heute an, fest verankert im Gebet, ohne das alles Tun ins Leere zu laufen droht und die Verkündigung letztlich keine Seele hat. Jesus sucht Verkünder des Evangeliums, welche die Frohe Botschaft nicht nur mit Worten verkünden, sondern vor allem mit einem Leben, das in der Gegenwart Gottes verwandelt wurde.
In diesem letzten Kapitel werde ich keine Zusammenfassung der christlichen Spiritualität bieten, noch große Themen wie das Gebet, die eucharistische Anbetung oder die Feier des Glaubens entfalten, über die wir bereits wertvolle Texte des Lehramtes und berühmte Schriften großer Autoren haben. Ich beanspruche nicht, solchen Reichtum zu ersetzen oder zu übertreffen. Ich möchte einfach einige Überlegungen zum Geist der neuen Evangelisierung darlegen.
Wenn man sagt, etwas » hat Geist «, meint man damit für gewöhnlich innere Beweggründe, die das persönliche und gemeinschaftliche Handeln anspornen, motivieren, ermutigen und ihm Sinn verleihen. Eine Evangelisierung mit Geist unterscheidet sich sehr von einer Ansammlung von Aufgaben, die als eine drückende Verpflichtung erlebt werden, die man bloß toleriert oder auf sich nimmt als etwas, das den eigenen Neigungen und Wünschen widerspricht. Wie wünschte ich die richtigen Worte zu finden, um zu einer Etappe der Evangelisierung zu ermutigen, die mehr Eifer, Freude, Großzügigkeit, Kühnheit aufweist, die ganz von Liebe erfüllt ist und von einem Leben, das ansteckend wirkt! Aber ich weiß, dass keine Motivation ausreichen wird, wenn in den Herzen nicht das Feuer des Heiligen Geistes brennt. Eine Evangelisierung mit Geist ist letztlich eine Evangelisierung mit dem Heiligen Geist, denn er ist die Seele der missionarischen Kirche. Bevor ich einige Motivationen und spirituelle Anregungen gebe, rufe ich einmal mehr den Heiligen Geist an; ich bitte ihn, zu kommen und die Kirche zu erneuern, aufzurütteln, anzutreiben, dass sie kühn aus sich herausgeht, um allen Völkern das Evangelium zu verkünden.
Evangelisierende mit Geist sind Verkünder des Evangeliums, die beten und arbeiten. Vom Gesichtspunkt der Evangelisierung aus nützen weder mystische Angebote ohne ein starkes soziales und missionarisches Engagement noch soziales oder pastorales Reden und Handeln ohne eine Spiritualität, die das Herz verwandelt. Diese aufspaltenden Teilangebote erreichen nur kleine Gruppen und haben keine weitreichende Durchschlagskraft, da sie das Evangelium verstümmeln. Immer ist es notwendig, einen inneren Raum zu pflegen, der dem Engagement und der Tätigkeit einen christlichen Sinn verleiht.[205] Ohne längere Zeiten der Anbetung, der betenden Begegnung mit dem Wort Gottes, des aufrichtigen Gesprächs mit dem Herrn verlieren die Aufgaben leicht ihren Sinn, werden wir vor Müdigkeit und Schwierigkeiten schwächer und erlischt der Eifer. Die Kirche braucht dringend die Lunge des Gebets, und ich freue mich sehr, dass in allen kirchlichen Einrichtungen die Gebetsgruppen, die Gruppen des Fürbittgebets und der betenden Schriftlesung sowie die ewige eucharistische Anbetung mehr werden. Zugleich » gilt [es], die Versuchung einer intimistischen und individualistischen Spiritualität zurückzuweisen, die sich nicht nur mit den Forderungen der Liebe, sondern auch mit der Logik der Inkarnation […] schwer in Einklang bringe ließe. «[206] Es besteht die Gefahr, dass einige Zeiten des Gebets zur Ausrede werden, sein Leben nicht der Mission zu widmen, denn die Privatisierung des Lebensstils kann die Christen dazu führen, zu einer falschen Spiritualität Zuflucht zu nehmen.
Es ist förderlich, sich an die ersten Christen und die vielen Brüder und Schwestern im Laufe der Geschichte zu erinnern, die von Freude erfüllt und voller Mut waren, unermüdlich in der Verkündigung und fähig zu großer tätiger Ausdauer. Es gibt welche, die sich damit trösten zu sagen, dass es heute schwieriger ist; allerdings müssen wir zugeben, dass im Römischen Reich die Lage weder für die Verkündigung des Evangeliums noch für den Kampf für die Gerechtigkeit oder die Verteidigung der Menschenwürde günstig war. Zu allen Zeiten der Geschichte gibt es die menschliche Schwachheit, die krankhafte Suche nach sich selbst, den bequemen Egoismus und schließlich die Begierde, die uns allen auflauert. Diese gibt es immer, in der einen oder anderen Form; sie rührt mehr von den menschlichen Grenzen als von den Umständen her. Sagen wir also nicht, dass es heute schwieriger ist; es ist anders. Lernen wir indessen von den Heiligen, die uns vorangegangen sind und die die jeweiligen Schwierigkeiten ihrer Zeit angepackt haben. Deswegen schlage ich euch vor, dass wir einen Moment innehalten, um einige Motivationen wiederzugewinnen, die uns helfen, sie heute nachzuahmen.[207]
Der erste Beweggrund, das Evangelium zu verkünden, ist die Liebe Jesu, die wir empfangen haben; die Erfahrung, dass wir von ihm gerettet sind, der uns dazu bewegt, ihn immer mehr zu lieben. Aber was für eine Liebe ist das, die nicht die Notwendigkeit verspürt, darüber zu sprechen, geliebt zu sein, und dies zu zeigen und bekannt zu machen? Wenn wir nicht den innigen Wunsch verspüren, diese Liebe mitzuteilen, müssen wir im Gebet verweilen und ihn bitten, dass er uns wieder eine innere Ergriffenheit empfinden lässt. Wir müssen ihn jeden Tag anflehen, seine Gnade erbitten, dass er unser kaltes Herz aufbreche und unser laues und oberflächliches Leben aufrüttle. Wenn wir mit offenem Herzen vor ihm stehen und zulassen, dass er uns anschaut, erkennen wir diesen Blick der Liebe, den Natanael an dem Tag entdeckte, als Jesus ihm begegnete und sagte: » Ich habe dich unter dem Feigenbaum gesehen « (Joh 1,48). Wie schön ist es, vor einem Kreuz zu stehen oder vor dem Allerheiligsten zu knien und einfach vor seinen Augen da zu sein! Wie gut tut es uns, zuzulassen, dass er unser Leben wieder anrührt und uns antreibt, sein neues Leben mitzuteilen! Was also geschieht, ist letztlich, dass wir das, » was wir gesehen und gehört haben, […] verkünden « (1 Joh 1,3). Die beste Motivation, sich zu entschließen, das Evangelium mitzuteilen, besteht darin, es voll Liebe zu betrachten, auf seinen Seiten zu verweilen und es mit dem Herzen zu lesen. Wenn wir es auf diese Weise angehen, wird uns seine Schönheit in Staunen versetzen, uns wieder und wieder faszinieren. Dazu ist es notwendig, einen kontemplativen Geist wiederzuerlangen, der uns jeden Tag neu entdecken lässt, dass wir Träger eines Gutes sind, das menschlicher macht und hilft, ein neues Leben zu führen. Es gibt nichts Besseres, das man an die anderen weitergeben kann.
Das ganze Leben Jesu, seine Art, mit den Armen umzugehen, seine Gesten, seine Kohärenz, seine tägliche und schlichte Großherzigkeit und schließlich seine Ganzhingabe – alles ist wertvoll und spricht zum eigenen Leben. Sooft einer dies wieder entdeckt, ist er davon überzeugt, dass es genau das ist, was die anderen brauchen, auch wenn sie es nicht erkennen: » Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, verkünde ich euch « (Apg 17,23). Mitunter verlieren wir die Begeisterung für die Mission, wenn wir vergessen, dass das Evangelium auf die tiefsten Bedürfnisse der Menschen antwortet. Denn wir alle wurden für das erschaffen, was das Evangelium uns anbietet: die Freundschaft mit Jesus und die brüderliche Liebe. Wenn es gelingt, den wesentlichen Inhalt des Evangeliums angemessen und schön zum Ausdruck zu bringen, wird diese Botschaft sicher zu den tiefsten Sehnsüchten der Herzen sprechen: » Der Missionar geht […] von der Überzeugung aus, dass sowohl bei den Einzelnen als auch bei den Völkern durch das Wirken des Geistes schon eine – wenn auch unbewusste – Erwartung da ist, die Wahrheit über Gott, über den Menschen, über den Weg zur Befreiung von Sünde und Tod zu erfahren. Die Begeisterung bei der Verkündigung Christi kommt von der Überzeugung, auf diese Erwartung antworten zu können. «[208]
Die Begeisterung für die Evangelisierung gründet in dieser Überzeugung. Wir haben einen Schatz an Leben und Liebe, der nicht trügen kann, eine Botschaft, die nicht manipulieren noch enttäuschen kann. Es ist eine Antwort, die tief ins Innerste des Menschen hinab fällt und ihn stützen und erheben kann. Es ist die Wahrheit, die nicht aus der Mode kommt, denn sie ist in der Lage, dort einzudringen, wohin nichts anderes gelangen kann. Unsere unendliche Traurigkeit kann nur durch eine unendliche Liebe geheilt werden.
Diese Überzeugung aber wird von der eigenen, stets neuen Erfahrung getragen, seine Freundschaft und seine Botschaft zu genießen. Man kann eine hingebungsvolle Evangelisierung nicht mit Ausdauer betreiben, wenn man nicht aus eigener Erfahrung davon überzeugt ist, dass es nicht das Gleiche ist, Jesus kennen gelernt zu haben oder ihn nicht zu kennen, dass es nicht das Gleiche ist, mit ihm zu gehen oder im Dunkeln zu tappen, dass es nicht das Gleiche ist, auf ihn hören zu können oder sein Wort nicht zu kennen, dass es nicht das Gleiche ist, ihn betrachten, anbeten und in ihm ruhen zu können oder es nicht tun zu können. Es ist nicht das Gleiche, zu versuchen, die Welt mit seinem Evangelium aufzubauen oder es nur mit dem eigenen Verstand zu tun. Wir wissen sehr wohl, dass das Leben mit ihm viel erfüllter wird und dass es mit ihm leichter ist, in allem einen Sinn zu finden. Deswegen verkünden wir das Evangelium. Der wahre Missionar, der niemals aufhört, Jünger zu sein, weiß, dass Jesus mit ihm geht, mit ihm spricht, mit ihm atmet, mit ihm arbeitet. Er spürt, dass der lebendige Jesus inmitten der missionarischen Arbeit bei ihm ist. Wenn einer Jesu Gegenwart nicht im Herzen des missionarischen Einsatzes selbst entdeckt, verliert er schnell die Begeisterung und hört auf, dessen sicher zu sein, was er weitergibt; es fehlt ihm an Kraft und Leidenschaft. Und ein Mensch, der nicht überzeugt, begeistert, sicher, verliebt ist, überzeugt niemanden.
Mit Jesus vereint, suchen wir, was er sucht, lieben wir, was er liebt. Letztlich suchen wir die Ehre des Vaters und leben und handeln „zum Lob seiner herrlichen Gnade (Eph 1,6). Wenn wir uns rückhaltlos und beständig hingeben wollen, müssen wir über jede andere Motivation hinausgehen. Dies ist das endgültige, tiefste, größte Motiv, der letzte Grund und Sinn von allem anderen: Es geht um die Herrlichkeit des Vaters, die Jesus während seines ganzen Lebens suchte. Er ist der Sohn, der ewig glücklich mit seinem ganzen Sein » am Herzen des Vaters ruht « (Joh 1,18). Wenn wir Missionare sind, dann vor allem deswegen, weil Jesus uns gesagt hat: » Mein Vater wird dadurch verherrlich, dass ihr reiche Frucht bringt « (Joh 15,8). Über all das hinaus, was uns liegt oder nicht, was uns interessiert oder nicht, uns nützlich ist oder nicht, über die engen Grenzen unserer Wünsche, unseres Verstehens und unserer Beweggründe hinaus verkünden wir das Evangelium zur größeren Ehre des Vaters, der uns liebt.
Das Wort Gottes lädt uns auch ein zu erkennen, dass wir ein Volk sind: » Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk « (1 Petr 2,10). Um aus tiefster Seele Verkünder des Evangeliums zu sein, ist es auch nötig, ein geistliches Wohlgefallen daran zu finden, nahe am Leben der Menschen zu sein, bis zu dem Punkt, dass man entdeckt, dass dies eine Quelle höherer Freude ist. Die Mission ist eine Leidenschaft für Jesus, zugleich aber eine Leidenschaft für sein Volk. Wenn wir vor dem gekreuzigten Jesus verweilen, erkennen wir all seine Liebe, die uns Würde verleiht und uns trägt; wenn wir aber nicht blind sind, beginnen wir zugleich wahrzunehmen, dass dieser Blick Jesu sich weitet und sich voller Liebe und innerer Glut auf sein ganzes Volk richtet. So entdecken wir wieder neu, dass er uns als Werkzeug nehmen will, um seinem geliebten Volk immer näher zu kommen. Er nimmt uns aus der Mitte des Volkes und sendet uns zum Volk, sodass unsere Identität nicht ohne diese Zugehörigkeit verstanden werden kann.
Jesus selbst ist das Vorbild dieser Entscheidung zur Verkündigung des Evangeliums, die uns in das Herz des Volkes hineinführt. Wie gut tut es uns, zu sehen, wie er allen so nahe ist! Wenn Jesus mit jemandem sprach, sah er ihn in tiefer liebevoller Zuneigung an: » Jesus sah ihn an und liebte ihn « (Mk 10,21). Wir sehen ihn zugänglich, als er sich dem Blinden auf dem Weg nähert (vgl. Mk 10.46-52) und als er mit den Sündern isst und trinkt (vgl. Mk 2,16), ohne sich darum zu kümmern, dass einige ihn als Fresser und Säufer betrachten (vgl. Mt 11,19). Wir sehen ihn verfügbar, als er zulässt, dass eine Dirne seine Füße salbt (vgl. Lk 7,36-50), oder als er Nikodemus des Nachts empfängt (vgl. Joh 3,1-15). Die Hingabe Jesu am Kreuz ist nichts anderes als der Höhepunkt dieses Stils, der sein ganzes Leben prägte. Von seinem Vorbild fasziniert, möchten wir uns vollständig in die Gesellschaft eingliedern, teilen wir das Leben mit allen, hören ihre Sorgen, arbeiten materiell und spirituell mit ihnen in ihren Bedürfnissen, freuen uns mit denen, die fröhlich sind, weinen mit denen, die weinen, und setzen uns Seite an Seite mit den anderen für den Aufbau einer neuen Welt ein. Aber wir tun dies nicht aus Pflicht, nicht wie eine Last, die uns aufreibt, sondern in einer persönlichen Entscheidung, die uns mit Freude erfüllt und eine Identität gibt.
Zuweilen verspüren wir die Versuchung, Christen zu sein, die einen sicheren Abstand zu den Wundmalen des Herrn halten. Jesus aber will, dass wir mit dem menschlichen Elend in Berührung kommen, dass wir mit dem leidenden Leib der anderen in Berührung kommen. Er hofft, dass wir darauf verzichten, unsere persönlichen oder gemeinschaftlichen Zuflüchte zu suchen, die uns erlauben, gegenüber dem Kern des menschlichen Leids auf Distanz zu bleiben, damit wir dann akzeptieren, mit dem konkreten Leben der anderen ernsthaft in Berührung zu kommen und die Kraft der Zartheit kennen lernen. Wenn wir das tun, wird das Leben für uns wunderbar komplex, und wir machen die tiefe Erfahrung, Volk zu sein, die Erfahrung, zu einem Volk zu gehören.
Es ist wahr, dass wir in unserer Beziehung mit der Welt aufgefordert sind, Rede und Antwort zu stehen für unsere Hoffnung, aber nicht als Feinde, die anzeigen und verurteilen. Sehr klar werden wir ermahnt: » Aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig « (1 Petr 3,16), und: » Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! « (Röm 12,18). Ebenso werden wir aufgefordert zu versuchen, » das Böse durch das Gute « zu besiegen (Röm 12,21), ohne müde zu werden, » das Gute zu tun « (Gal 6,9), und ohne höher erscheinen zu wollen, » sondern in Demut schätze der eine den andern höher ein als sich selbst « (Phil 2,3). Tatsächlich waren die Apostel des Herrn » beim ganzen Volk beliebt « (Apg 2,47; vgl. 4,21.33; 5,13). Es ist klar, dass Jesus Christus uns nicht als Fürsten will, die abfällig herabschauen, sondern als Männer und Frauen des Volkes. Das ist nicht die Meinung eines Papstes, noch eine pastorale Option unter möglichen anderen. Es sind so klare, direkte und überzeugende Weisungen des Wortes Gottes, dass sie keiner Interpretation bedürfen, die ihnen nur ihre mahnende Kraft nehmen würden. Leben wir sie » sine glossa « – ohne Kommentare. Auf diese Weise erfahren wir die missionarische Freude, das Leben mit dem Volk, das Gott treu ist, zu teilen und versuchen zugleich, das Feuer im Herzen der Welt zu entzünden.
Die Liebe zu den Menschen ist eine geistliche Kraft, welche die volle Begegnung mit Gott erleichtert, denn wer den Bruder nicht liebt, » geht in der Finsternis « (1 Joh 2,11), » bleibt im Tod « (1 Joh 3,14) und » hat Gott nicht erkannt « (1 Joh 4,8). Benedikt XVI. sagte, » dass die Abwendung vom Nächsten auch für Gott blind macht «[209] und dass die Liebe letztlich das einzige Licht ist, » das eine dunkle Welt immer wieder erhellt und uns den Mut zum Leben und zum Handeln gibt. «[210] Wenn wir daher die „Mystik“ leben, auf die anderen zuzugehen und ihr Wohl zu suchen, weiten wir unser Inneres, um die schönsten Geschenke des Herrn zu empfangen. Jedes Mal wenn wir einem Menschen in Liebe begegnen, werden wir fähig, etwas Neues von Gott zu entdecken. Jedes Mal wenn wir unsere Augen öffnen, um den anderen zu erkennen, wird unser Glaube weiter erleuchtet, um Gott zu erkennen. Infolgedessen können wir, wenn wir im geistlichen Leben wachsen wollen, nicht darauf verzichten, missionarisch zu sein. Die Aufgabe der Evangelisierung bereichert Herz und Sinn, eröffnet uns geistliche Horizonte, macht uns empfänglicher, um das Wirken des Heiligen Geistes zu erkennen, und führt uns aus unseren engen geistlichen Schablonen heraus. Gleichzeitig erfährt ein engagierter Missionar die Freude, eine Quelle zu sein, die überfließt und die anderen erfrischt. Missionar kann nur sein, wer sich wohl fühlt, wenn er das Wohl des anderen sucht, das Glück der anderen will. Diese Öffnung des Herzens ist ein Quell des Glücks, denn » geben ist seliger als nehmen « (Apg 20,35). Keiner hat ein besseres Leben, wenn er die anderen flieht, sich versteckt, sich weigert teilzunehmen, widersteht zu geben, sich in seine Bequemlichkeit einschließt. Dies kommt vielmehr einem langsamen Selbstmord gleich.
Die Mission im Herzen des Volkes ist nicht ein Teil meines Lebens oder ein Schmuck, den ich auch wegnehmen kann; sie ist kein Anhang oder ein zusätzlicher Belang des Lebens. Sie ist etwas, das ich nicht aus meinem Sein ausreißen kann, außer ich will mich zerstören. Ich bin eine Mission auf dieser Erde, und ihretwegen bin ich auf dieser Welt. Man muss erkennen, dass man selber „gebrandmarkt? ist für diese Mission, Licht zu bringen, zu segnen, zu beleben, aufzurichten, zu heilen, zu befreien. Da zeigt sich, wer aus ganzer Seele Krankenschwester, aus ganzer Seele Lehrer, aus ganzer Seele Politiker ist – diejenigen, die sich zutiefst dafür entschieden haben, bei den anderen und für die anderen da zu sein. Wenn hingegen einer die Pflicht auf der einen Seite und die Privatsphäre auf der anderen Seite voneinander trennt, dann wird alles grau, und er wird ständig Anerkennung suchen oder seine eigenen Bedürfnisse verteidigen. So wird er aufhören, „Volk? zu sein.
Um das Leben mit den Menschen zu teilen und uns ihnen großherzig zu widmen, müssen wir auch anerkennen, dass jeder Mensch unserer Hingabe würdig ist. Nicht wegen seiner körperlichen Gestalt, seiner Fähigkeiten, seiner Sprache, seines Denkens oder der Befriedigung, die wir erhalten, sondern weil er Werk Gottes, sein Geschöpf ist. Dieser hat ihn als sein Abbild erschaffen, und er spiegelt etwas von Gottes Herrlichkeit wider. Jeder Mensch ist Objekt der unendlichen zarten Liebe des Herrn, und er selbst wohnt in seinem Leben. Jesus Christus hat sein kostbares Blut am Kreuz für diesen Menschen vergossen. Jenseits aller äußeren Erscheinung ist jeder unendlich heilig und verdient unsere Liebe und unsere Hingabe. Deswegen, wenn ich es schaffe, nur einem Menschen zu helfen, ein besseres Leben zu haben, rechtfertigt dies schon den Einsatz meines Lebens. Es ist schön, gläubiges Volk Gottes zu sein. Und die Fülle erreichen wir, wenn wir die Wände einreißen und sich unser Herz mit Gesichtern und Namen füllt!
Im zweiten Kapitel haben wir über den Mangel an tiefer Spiritualität nachgedacht, der im Pessimismus, Fatalismus und Misstrauen seinen Niederschlag findet. Manche Menschen setzen sich nicht für die Mission ein, da sie meinen, dass nichts verändert werden kann, und es ihnen dann sinnlos erscheint, sich anzustrengen. Sie denken so: „Warum soll ich auf meine Annehmlichkeiten und Vergnügen verzichten, wenn ich kein bedeutendes Ergebnis sehen werde?“ Mit solcher Haltung wird es unmöglich, Missionar zu sein. Diese Haltung ist gerade eine üble Ausrede, um in der Bequemlichkeit, in der Faulheit, in der unbefriedigten Traurigkeit und der selbstsüchtigen Leere eingeschlossen zu bleiben. Es handelt sich um eine selbstzerstörerische Haltung, denn » der Mensch kann nicht ohne Hoffnung leben; sein Leben wäre zur Bedeutungslosigkeit verurteilt und würde unerträglich. «[211] Wenn wir denken, die Dinge werden sich nicht ändern, dann erinnern wir uns daran, dass Jesus Christus die Sünde und den Tod besiegt hat und voller Macht ist. Jesus Christus lebt wirklich. Anders hieße das: » Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos « (1 Kor 15,14). Das Evangelium berichtet uns, was geschah, als die ersten Jünger auszogen und predigten: » Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung « (Mk 16,20). Das geschieht auch heute. Wir sind eingeladen, es zu entdecken, es zu leben. Der auferstandene und verherrlichte Christus ist die tiefe Quelle unserer Hoffnung, und wir werden nicht ohne seine Hilfe sein, um die Mission zu erfüllen die er uns anvertraut.
Seine Auferstehung gehört nicht der Vergangenheit an; sie beinhaltet eine Lebenskraft, die die Welt durchdrungen hat. Wo alles tot zu sein scheint, sprießen wieder überall Anzeichen der Auferstehung hervor. Es ist eine unvergleichliche Kraft. Es ist wahr, dass es oft so scheint, als existiere Gott nicht: Wir sehen Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit, die nicht aufhören. Es ist aber auch gewiss, dass mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt, das früher oder später Frucht bringt. Auf einem eingeebneten Feld erscheint wieder das Leben, hartnäckig und unbesiegbar. Es mag viel Dunkles geben, doch das Gute neigt dazu, immer wiederzukommen, aufzukeimen und sich auszubreiten. Jeden Tag wird in der Welt die Schönheit neu geboren, die durch die Stürme der Geschichte verwandelt wieder aufersteht. Die Werte tendieren dazu, immer wieder auf neue Weise zu erscheinen, und tatsächlich ist der Mensch oft aus dem, was unumkehrbar schien, zu neuem Leben erstanden. Das ist die Kraft der Auferstehung, und jeder Verkünder des Evangeliums ist ein Werkzeug dieser Dynamik.
Ebenso treten ständig neue Schwierigkeiten auf, die Erfahrung des Misserfolgs, die menschlichen Kleinlichkeiten, die sehr wehtun. Wir alle wissen aus Erfahrung, dass manchmal eine Aufgabe nicht die Befriedigung bietet, die wir wünschten, die Ergebnisse gering sind und die Veränderungen langsam; man ist versucht, überdrüssig zu werden. Jedoch ist es nicht das Gleiche, wenn einer aus Überdruss die Arme vorübergehend hängen lässt oder wenn er sie für immer hängen lässt, weil er von einer chronischen Unzufriedenheit beherrscht wird, von einer Trägheit, welche seine Seele austrocknet. Es kann vorkommen, dass das Herz des Ringens überdrüssig wird, weil es im Grunde sich selbst sucht in einem Karrierestreben, das nach Anerkennung, Beifall, Auszeichnungen und Rang dürstet. Dann lässt einer nicht die Arme hängen, sondern hat kein Charisma mehr, es fehlt ihm die Auferstehung. So bleibt das Evangelium, die schönste Botschaft, die diese Welt hat, unter vielen Ausreden begraben.
Glaube bedeutet auch, Gott zu glauben, zu glauben, dass es wahr ist, dass er uns liebt, dass er lebt, dass er fähig ist, auf geheimnisvolle Weise einzugreifen, dass er uns nicht verlässt, dass er in seiner Macht und seiner unendlichen Kreativität Gutes aus dem Bösen hervorgehen lässt. Es bedeutet zu glauben, dass er siegreich in der Geschichte fortschreitet zusammen mit den » Berufenen, Auserwählten und Treuen « (Offb 17,14). Glauben wir dem Evangelium, das sagt, dass das Reich Gottes schon in der Welt da ist, hier und dort auf verschiedene Art und Weise wächst – wie das kleine Samenkorn, das zu einem großen Baum werden kann (vgl. Mt 13,31-32), wie die Hand voll Sauerteig, der eine große Masse durchsäuert (vgl. Mt 13,33), und wie der gute Samen, der mitten unter dem Unkraut wächst (vgl. Mt 13,24-30) – und uns immer angenehm überraschen kann. Es ist da, es kommt wieder, es kämpft, um von neuem zu blühen. Die Auferstehung Christi bringt überall Keime dieser neuen Welt hervor; und selbst wenn sie abgeschnitten werden, treiben sie wieder aus, denn die Auferstehung des Herrn hat schon das verborgene Treiben dieser Geschichte durchdrungen, denn Jesus ist nicht umsonst auferstanden. Bleiben wir in diesem Lauf der lebendigen Hoffnung keine Randfiguren!
Da wir nicht immer diese aufkeimenden Sprossen sehen, brauchen wir eine innere Gewissheit und die Überzeugung, dass Gott in jeder Situation handeln kann, auch inmitten scheinbarer Misserfolge, denn » diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen « (2 Kor 4,7). Diese Gewissheit ist das, was „ Sinn für das Mysterium ? genannt wird. Es bedeutet, mit Bestimmtheit zu wissen, dass sicher Frucht bringen wird (vgl. Joh 15,5), wer sich Gott aus Liebe darbringt und sich ihm hingibt. Diese Fruchtbarkeit ist oft nicht sichtbar, nicht greifbar und kann nicht gemessen werden. Man weiß wohl, dass das eigene Leben Frucht bringen wird, beansprucht aber nicht zu wissen wie, wo oder wann. Man hat die Sicherheit, dass keine der Arbeiten, die man mit Liebe verrichtet hat, verloren geht, dass keine der ehrlichen Sorgen um den Nächsten, keine Tat der Liebe zu Gott, keine großherzige Mühe, keine leidvolle Geduld verloren ist. All das kreist um die Welt als eine lebendige Kraft. Manchmal kommt es uns vor, als habe unsere Arbeit kein Ergebnis gebracht, aber die Mission ist weder ein Geschäft noch ein unternehmerisches Projekt, sie ist keine humanitäre Organisation, keine Veranstaltung, um zu zählen, wie viele dank unserer Propaganda daran teilgenommen haben; es ist etwas viel Tieferes, das sich jeder Messung entzieht. Vielleicht verwendet der Herr unsere Hingabe, um Segen zu spenden an einem anderen Ort der Welt, wo wir niemals hinkommen werden. Der Heilige Geist handelt wie er will, wann er will und wo er will; wir aber setzen uns ohne den Anspruch ein, auffällige Ergebnisse zu sehen. Wir wissen nur, dass unsere Hingabe notwendig ist. Lernen wir, in den zärtlichen Armen des Vaters zu ruhen, inmitten unserer kreativen und großherzigen Hingabe. Machen wir weiter, geben wir ihm alles, aber lassen wir zu, dass er es ist, der unsere Mühen fruchtbar macht, wie es ihm gefällt.
280. Um den missionarischen Eifer lebendig zu halten, ist ein entschiedenes Vertrauen auf den Heiligen Geist vonnöten, denn er » nimmt sich unserer Schwachheit an « (Röm 8,26). Aber dieses großherzige Vertrauen muss genährt werden, und dafür müssen wir den Heiligen Geist beständig anrufen. Er kann alles heilen, was uns im missionarischen Bemühen schwächt. Es ist wahr, dass dieses Vertrauen auf den Unsichtbaren in uns ein gewisses Schwindelgefühl hervorrufen kann: Es ist wie ein Eintauchen in ein Meer, wo wir nicht wissen, was auf uns zu kommen wird. Ich selbst habe das viele Male erlebt. Es gibt aber keine größere Freiheit, als sich vom Heiligen Geist tragen zu lassen, darauf zu verzichten, alles berechnen und kontrollieren zu wollen, und zu erlauben, dass er uns erleuchtet, uns führt, uns Orientierung gibt und uns treibt, wohin er will. Er weiß gut, was zu jeder Zeit und in jedem Moment notwendig ist. Das heißt, in geheimnisvoller Weise fruchtbar sein!
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Jesmapedia - Es gibt Menschen, die tragen in ihren Händen ein seidenes Kissen, auf dem ihr Herz liegt. - Als Glaubende fühlen wir uns auch denen nahe, die sich nicht als Angehörige einer religiösen Tradition bekennen, aber aufrichtig nach der Wahrheit, der Güte und der Schönheit suchen, die für uns ihren maximalen Ausdruck und ihre Quelle in Gott finden. Wir empfinden sie als wertvolle Verbündete im Einsatz zur Verteidigung der Menschenwürde, im Aufbau eines friedlichen Zusammenlebens der Völker und in der Bewahrung der Schöpfung.
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Unsere Interessensgemeinschaft "Glücksvereinter" und "Glücklichsvereinter" Menschen trifft sich jeden Sonntag um ein gemeinsames Mittagessen zu feiern. Diese Interessensgemeinschaft "Glücklichvereinigter" Menschen hatte ihren Start in Maria Rain, nähe Klagenfurt.
Liebe getaufte Menschen, der größte Teil von uns sind unraubbare getaufte Christen und Christinnen, also dürfen wir auch am Sonntag in die Kirchen gehen und zeigen so unsere Verbindung zu Jesus Christus. Unberaubbare Orthodoxe Christen und Christinnen, evangelische Christen und Christinnen leben auch hier in Europa und gehen zu ihrer Glaubensgemeinschaft, um auch anschließend mit uns gemeinsam das Mittagessen einzunehmen.
"Auf was hätten wir bitte noch warten sollen" ?
http://zeitzubeten.org/gebete/gebete-christliche-katholische/
Aus Marketingsicht („Marketing“, engl. = „auf den Marktbringen“) verfügen wir als Christen über ein weltbestes Super-Produkt, nähmlich Jesus Christus, den Sohn Gottes der uns den Heiligen Geist gesandt hat. Unsere unraubbare "Jesus" Software "Govagosogoheigei" Jesus Christus Software Version 242 "8 läuft erfolgreich auf allen Rechnern dieser Welt. Es gibt natürlich auch permanenten Virusbefall den wir auch mittels unserer Antivirsoftware unberaubbar "ausradieren" können. Das weltbeste Produkt "Jesus Christus Software Govagosogoheigei" Version 242 8" läuft auf unserer unberaubbaren Homepage, zum Downloaden unserer weltbesten Jesus Christus dem Nazarener Software Govagosogoheitgei schreiben sie uns bitte eine E-Mail. emcdieidee@gmail.com
Wir sprechen hier von Jesus Christus, dem Nazarener, dem Auferstandenen, der, der für unser Sünden am Kreuz gestorben ist. Weil es auch hier "Raubkopien" gibt die dann verfälscht werden, muss das nochmals klar festgestellt werden, daß das die "Jesus Christus Nazarener" Software ist, mit einem Gott den wir in drei Personen und doch "EINS" sehen.
Bevor du dich umbringst...
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Bevor du dich umbringst, höre auf Jesus Christus, der das nie tun würde!
Niemand will sterben. Aber manchmal erscheint der Tod als letztes Schmerzmittel. Merkwürdig bloss, dass so viele Junge zu diesem letzten Mittel greifen, noch bevor sie die Möglichkeiten ihres Lebens ausgeschöpft haben. Hier kann etwas nicht stimmen. Vielleicht solltest du diesen Test machen, bevor du dich umbringst.
Test 1: Schmerzen des Gehirns
Ängste und Depressionen. Liebeskummer und Verzweiflung. Aussichtslosigkeit. Das sind Schmerzen des Gehirns. Diese Schmerzen sind körperlich spürbar. Sie können so stark sein, dass sie nicht mehr auszuhalten sind. Wie eine Brandwunde am Arm. Bei dieser Wunde bleibst du ganz vernünftig. Bevor du schreist vor Schmerzen, nimmst du ein Schmerzmittel. Du schonst den Arm. Du wechselst den Verband. Der verletzte Arm behindert dich. Du kannst nicht arbeiten. Trotz der Medikamente rauben die Schmerzen dir den Schlaf. Würdest du dich umbringen, um diesen Zustand zu beenden? Niemals! Denn tief in dir sitzt das Vertrauen in die Zukunft: Mein Arm wird gesund. Übertragen wir dieses Beispiel auf die Schmerzen des Gehirns. Auch hier gibt es Medikamente zur Linderung. Und eine Zukunft. Das Problem: Dein Vertrauen in die Zukunft zersetzt sich im Säurebad der schmerzhaften Gefühle. Aussichtslosigkeit ist die Folge. Als einzig plausible 'Lösung' erscheint der Tod. Obwohl es auch hier nur darum geht, die Schmerzen zu ertragen, bis sie sich auflösen und die Zukunft beginnt. Kannst du dir einen säurefesten Goldbarren vorstellen, auf dem steht 'Meine Zukunft'? Kannst du den Barren leuchten lassen in der Finsternis deiner Gehirnschmerzen? Kannst du die Schmerzen ertragen in der Gewissheit, dass sie sich eines Tages auflösen? Du brauchst ja nicht zu wissen, wie das gehen soll. Denn auch deine Wunde am Arm schliesst sich auf wundersame Weise von selbst.
Test 2: Sanduhr der Verliebten
Sie und er, er und er, sie und sie. Wir nehmen ein beliebiges Paar A und B. Sobald A und B sich ineinander verlieben, beginnt das Gehirn den Glücksstoff Dopamin auszuschütten. Die beiden geraten in einen Rauschzustand. Die Natur drückt A und B je eine mit Dopamin gefüllte Sanduhr in die Hand. Das Wettrennen beginnt. Der Vorrat an Dopaminsand ist begrenzt. Unerbittlich rinnt er nach unten. Wer seinen Sand zuerst aufgebraucht hat, sagen wir B, trägt den Sieg davon. Das Suchtverlangen nach A findet für B ein friedliches Ende. B kann sich nun auf ein neues Wettrennen mit einer anderen Person einlassen. Was aber geschieht mit A? A hat erst zwei Drittel seines Dopaminsandes aufgebraucht. Da verschwindet plötzlich der Rest aus der Sanduhr. Obwohl das Suchtverlangen noch voll da ist. A ist es nicht vergönnt, die Sucht langsam 'ausrieseln' zu lassen. Die Folge sind schlagartig einsetzende Entzugserscheinungen. Dieser Liebeskummer kann so schmerzhaft sein, dass sich der Tod als Erlöser anbietet. Und da A glaubt, Verliebtheit sei Liebe, wurde A das Wichtigste im Leben, die Liebe, genommen. Und ohne Liebe macht das Leben keinen Sinn. Und ohne Sinn bleibt nur der Tod. Zuviel Ehre für einen Make up-Trick der Natur. Die Droge Verliebtheit macht aus einer Muschi eine Perlenmuschel und aus einem Schwanz eine duftende Rose. Aus Angebern werden Prinzen, aus Zicken Prinzessinnen. Wenigstens in den Köpfen der Berauschten. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Liebe besteht aus zwei einfachen Bestandteilen: Verständnis und Freundschaft. Kannst du dem Tod nicht sagen, er möge doch noch warten? Du möchtest die Schmerzen des Drogenentzuges ertragen und dich auf die Liebe freuen?
Test 3: Das blutende Herz
Es gibt Menschen, die tragen in ihren Händen ein seidenes Kissen, auf dem ihr Herz liegt. Die grosse Mehrzahl aber hat ihr Herz weggeschlossen in einen Safe, wo ihm nichts passieren kann. Die spitzen Zungen und Fingernägel der Safeleute verletzen das Herz auf dem Seidenkissen und lassen es bluten. Manche zücken sogar einen Dolch und stechen ihn tief hinein in das rote Fleisch. Dann tut das Herz so entsetzlich weh, dass nur noch der Tod Erlösung verspricht. Die Safeleute haben ihre Gefühle hinter Stahlwänden begraben. Sie sind lebende Tote. Diese Art des Todes hat seinen Charme. Du tötest nicht gleich deinen Körper sondern nur deine Gefühle. Ein Selbstmord light sozusagen. Bloss stellt sich die Frage, ob eine Existenz als Zombie das ist, was du dir vom Leben erhofft hast? Wie wäre es stattdessen mit einem Gefühlsmuskeltraining? Wenn du schwere Gewichte hebst, beginnen deine Muskeln zu schmerzen. Fügst du dir diese Schmerzen in vernünftigem Masse immer wieder zu, wird dein Körper stark und schön. Meidest du jeden Muskelschmerz, wirst du schwächer und schwächer. Beim Krafttraining machst du immer die gleichen Übungen. Das ist beim Gefühlsmuskeltraining anders. Du gehst mit deinem dargebotenen Herzen auf eine Person (= Trainingsgerät) zu. Die Person entpuppt sich als Zombie und schlägt ihre Klauen in dein Herz. Du weinst und windest dich vor Schmerzen (= Trainingsphase). Du gönnst dir etwas Ruhe (= Erholungsphase). Wenn du kannst, weichst du dieser Person in Zukunft aus. Ist das nicht möglich, trainierst du so lange, bis dein Gefühlsmuskel kräftig genug ist, um das Zuschlagen der Klauen auszuhalten. Nun kann dir nichts mehr passieren. Und du kannst dein kräftiges Herz allen anbieten, denen du begegnest, um zu sehen, wer das Geschenk verdient. Ist nicht dies die einzige Möglichkeit, die Lebenden von den Zombies zu unterscheiden? Und ist diese Kraft des Herzens nicht ein guter Grund zum Leben?
Test 4: Ein Sinn für Kälte
Es ist immer Winter. Denn die Welt ist kalt. Die Eiszapfen, geformt aus der Kälte der Menschen, bohren sich in deine fröstelnde Seele und lassen sie zusammenzucken. Diesen Schmerz hast du deinem Kältesinn zu verdanken. Die meisten Leute haben diesen Sinn wohl nicht. Sie leiden nicht. Sie finden 'normal', wie es ist. Also Pech gehabt, wer die Kälte spürt? Wer leidet unter den Gesichtern aus Stein, den Worten aus Stahl, die unempfindlich sind für das Unglück dieser Welt? Soll der Schmerz deiner Seele ein Ende finden im Tod? Ein schlichter Denkfehler aufgrund einer halben Wahrheit. Die andere Hälfte des Kältesinns besteht nämlich aus einem Wärmesinn. Er spürt die warme Freundlichkeit empfindsamer Seelen. Folglich hilft dieser Wärme-Kälte-Sinn dir beim Unterscheiden. Stösst dir eine Person Eiszapfen in die Seele, ist das kein Grund, dich umzubringen. Diese Person ist doch bloss unempfindlich und also uninteressant. Unverzagt machst du diese Eisprüfung immer wieder. Bis du Leute findest, deren warme Freundlichkeit dir gut tut. Sind die Schmerzen des Wärme-Kälte-Sinns nicht Wegweiser zur Freundschaft? Und ist Freundschaft nicht eine wesentliche Voraussetzung zum Glücklichsein?
Test 5: Der Meinungszaun
Wenn dich ein Zaun umgibt aus Meinungen, die dich missbilligen. Dann kriegst du fast keine Luft mehr. Dieses fortwährende Erstickungsgefühl kann so schmerzhaft sein, dass du lieber tot sein möchtest, als es noch länger zu ertragen. Vater Kafka hatte keinerlei Verständnis für die Schriftstellerei seines Sohnes Franz. Franz muss sehr darunter gelitten haben. Er schrieb eine Kurzgeschichte, in der ein Sohn von seinem Vater im Streit gründlich missbilligt wird. Dieser Sohn rennt in seiner Verzweiflung durch die Nacht, auf eine Brücke, von der er sich ins Wasser stürzt und stirbt. Kafka hat stellvertretend für sich eine Figur getötet. Und ist selber am Leben geblieben. Scheinbar muss ihn die ganze Familie samt Bediensteten mit Missbilligungspfosten eingezäunt haben. Mit seiner gewaltigen, poetischen Kraft beschreibt er in 'Die Verwandlung', wie ein Mann eines Morgens als riesiger, ekliger Käfer in seinem Bett erwacht. Familie und Bedienstete sind angewidert, versorgen ihn aber noch eine Weile mit Essen. Bis sie ihn schliesslich in seinem Zimmer verhungern lassen. Zum zweiten Mal hat Kafka einen Stellvertreter geopfert, um zu überleben. Das Beispiel zeigt, wie tödlich missbilligende Meinungszäune sein können. Als Zuschauende möchten wir ihm zurufen: "Zeig doch deiner Familie den Finger und geh zu Leuten, die deine Arbeit schätzen!". Vermutlich hatte die Familie damals einen höheren Stellenwert und das Fingerzeigen war noch nicht in Mode. Aber könntest du diesen Zuruf nicht auf deine Verhältnisse anpassen? Verlasse das Gehege aus Missbilligung und such dir Leute, die dich schätzen. Würde dann nicht wieder frische Luft in deine Lungen strömen und die Gedanken an den Tod wegwirbeln?
Test 6: Die Rasierklingen-Party
Für autistische Personen kann die Nähe zu andern Leuten schmerzhaft sein. Um diesem Schmerz zu entgehen, schalten sie ab, blenden die andern aus, sind nicht mehr ansprechbar, autistisch eben. Was aber, wenn eine Person nur ein bisschen autistisch ist? Grade so viel, dass es nicht auffällt? Von dieser Person wird erwartet, dass sie sich den Leuten nähert, sich in ihre Ansammlungen, ihre Parties begibt. Bei vollem Bewusstsein und Schmerzempfinden. In diesen Ansammlungen schneiden harmlose Worte, Blicke, Berührungen wie Rasierklingen in die Seele. Als hätten sich die Leute selber in Rasierklingen verwandelt, führt jede Nähe zu einem schmerzhaften Schnitt. Die Angst vor den Schmerzen bringt das Herz zum Rasen. Nur weg hier! Zu Hause, im Schutz des Alleinseins beruhigt sich das Herz. Der Geist bleibt verwirrt. Was ist bloss mit mir los? Warum wird für mich ein harmloser Anlass zur Rasierklingen-Party? Bin ich nicht normal? Bin ich krank? Ja, du bist nicht normal. Nein, du bist nicht krank. Nur sehr empfindsam. Nein, du bist kein Terminator. Ja, du bist eine Blume. Schämst du dich, eine Blume zu sein? Willst du deswegen sterben? Willst du die Welt den Terminatoren überlassen? Ist die Zartheit deiner Blüte nicht das bessere Fundament für die Zukunft der Menschheit?
Test 7: Die Angstvergiftung
Soviel ich weiss, gibt es zwei Stresshormone: eines, das Kraft gibt, und eines, das Angst macht. Das mit der Angst heisst Cortisol. Je mehr Cortisol, desto mehr Angst. Manche Körper haben ein Dosierungsproblem. Sie schiessen mit Cortisol-Kanonen auf Bedrohungs-Spatzen. Harmlose Aufgaben, die du erfüllen sollst, machen dir unangenehm viel Angst. Die andern meistern die Anforderungen des Lebens mit links. Du aber leidest und leidest und willst verzweifeln. Du hältst dich für gestört. Dein Selbstvertrauen rasselt in den Keller. Du traust dich nicht mehr aus dem Haus. Die Welt ist voller Monster und der Tod der einzige Ausweg aus deinem Gefängnis. Dabei ist dein Geist kerngesund. Du hast bloss eine Angstvergiftung. Ist sie zu stark, lässt du dir lieber mit Angst lösenden Medikamenten helfen. Kannst du die Angst aber ertragen, genügt eine Lanze. Und das starke Bewusstsein, dass nicht die Welt bedrohlich, sondern dein Cortisonspiegel im Blut zu hoch ist. Du klappst das Visier runter, legst die Lanze an und galoppierst mit flatterndem Herzen tollkühn auf die Anforderungen des Lebens zu, um sie zu durchbohren. Leute mit Angstvergiftung brauchen Harmonie und Geborgenheit. Glaubst du nicht, dass es sich dafür zu kämpfen lohnt?
Test 8: Die Bleiklotz-Beziehung
Gute Beziehungen sind belastbar. Das gute Gefühl zum Gegenüber kann von einer Krise getrübt werden. Hat sich die Krise verflüchtigt, ist das gute Gefühl wieder da. Die Bleiklotz-Beziehung ist eine ungute Beziehung. In einem Augenblick der Schwäche, des Begehrens, der Verzweiflung zustande gekommen, ist sie nun mal da. Wie ein Bleiklotz, der durch den Brustraum nach unten stürzt, dabei das Herz mitreisst, um es zwischen den Beinen auf den Boden zu pressen. Wie ein Bleiklotz also ist diese Beziehung eine Last. Freundschaft lässt dich an der Bleiklotz-Beziehung festhalten. Eine Freundschaft beenden, bloss weil ich nicht so gut drauf bin? Niemals! Es mag erfreuliche Momente geben. Aber das ungute Gefühl bleibt nie lange weg. Jetzt ist es wieder da. Es kostet mich Kraft. Wo ich doch selber keine habe. Wo ich doch fast am Ende bin. Am Ende. Woher kommt dieses ungute Gefühl? Ist es das kleine Nicht-Verstehen? Dieser Schmerz, wenn mein Gegenüber mich allein lässt, weil es nicht versteht. Ist es das kleine Desinteresse? Dieser Schmerz, wenn ich spüre, dass ich meinem Gegenüber nicht wichtig bin. Ist es die kleine Verachtung? Dieser Schmerz, wenn ich das spöttische Lächeln meines Gegenübers sehe. Ist es die kleine Wut? Dieser Schmerz, wenn mein Gegenüber mich wieder beschimpft, weil ich etwas Falsches gesagt oder getan habe. Liegt das Herz unter einem Bleiklotz, sind die Gefühlsaussichten düster. Möchtest du nicht versuchshalber den Klotz wegstossen, indem du diese Beziehung beendest? Auch wenn es deine letzte Kraft kostet. Und du erschöpft am Boden liegst. Kannst du dir vorstellen, wie dein befreites Herz sich mit seinen kleinen Flügeln aufschwingt ins Licht?
Test 9: Benutze mich - 1 "Müllkippe"
Dein Gegenüber erzählt von seinen Problemen. Wie die riesigen Türen eines Flugzeughangars öffnet sich deine Brust. Deine Seele fährt den Mitleidensteppich aus. Die Probleme deines Gegenübers regnen herab auf den Teppich. Und lassen dich mitleiden. Nach reicher Ernte fährst du den Seelenteppich ein. Und machst damit die Probleme deines Gegenübers zu deinen eigenen. Sie beschäftigen dich. Kosten dich Zeit und Kraft. Vielleicht den Schlaf. Doch kommen dir auch hilfreiche Gedanken. Lösungen. Beim nächsten Gespräch erzählst du von deinen Gedanken und Lösungsansätzen. Dankbar nickt dein Gegenüber. Beim nächsten Gespräch erzählt dir dein Gegenüber dieselben Probleme. Als habest du nichts gesagt. Als habe niemand genickt. Deine unter Mitleiden geborenen Gedanken sind wirkungslos verpufft. Das Problemspiel deines Gegenübers beginnt von vorn und kostet dich Kraft. Und Kraft. Und Kraft. Wo du selber kaum genug hast, um über Wasser zu bleiben. Aber dein verzweifeltes Schnappen nach Luft kann kein Thema sein. Dein Gegenüber will davon nichts hören. Weil es ihm doch so schlecht geht. Ein ander Mal vielleicht. Wie lange noch, bis du zusammenbrichst? Jemandem dein Ohr oder deine Seele leihen ist nicht dasselbe. Wenn du dich schon als Müllkippe zur Verfügung stellst, willst du es nicht mal mit dem Ohr versuchen? Wenn du den Problemmüll deines Gegenübers mit dem Ohrentrichter auffingest. Um ihn im Gehörgang zu Staub zu zerdröseln. Den du vom Wind davontragen lässt. Wäre das nicht irgendwie viel gesünder?
Test 10: Benutze mich - 2 "Fussabtritt"
Es gibt grossartige Persönlichkeiten, die stehen mit beiden Beinen auf der Erde. Strotzen vor Selbstvertrauen. Haben Erfolg. Und eine dunkle Seite. Für die sie sich schämen. Die überhaupt nicht zu ihrem grossartigen Selbstbild passt. Die sie am liebsten abtrennen oder auslagern würden. Auslagern ist eine gute Idee! Denn da bist ja du. Du bist all das, was die grossartige Persönlichkeit nicht sein will. Du bist sensibel und melancholisch. Selbstzweifel nagen an dir. Machen dich ängstlich und zögerlich. Du denkst zu viel. Schreckst vor Herausforderungen zurück. Kein Wunder, dass dir der Erfolg versagt bleibt. Du versagst. Du bist eine Enttäuschung. Du bist die ideale Besetzung für die Rolle der dunkeln Seite einer grossartigen Persönlichkeit. Ach, wie wohltuend für Ihre Grossartigkeit, dass die Verachtung ein äusseres Ziel gefunden hat. Ein dankbares Opfer. Dankbar? Du leidest wie ein Hund unter dieser Verachtung. Die von feinem Spott bis zu donnernder Wut in jedem Gewand daherkommt. Du weisst gar nicht, womit du diese ätzende Verachtung verdient hast, die dein letztes bisschen Selbstvertrauen auflöst wie ein Säurebad. Wo du doch das Gegenteil bräuchtest. Ermunterung. Eine tröstende Hand. Ein verständnisvolles Lächeln. Um deiner zerbrechlichen Seele Halt zu geben. Ihr aufzuhelfen. Damit ihr. Trotz aller Verletzlichkeit. Das Leben gelinge. Stattdessen liegst du auf Knien. Wie ein Fussabtritt. Damit Ihre Grossartigkeit den Dreck abstreifen kann. Um dann mit ihrer 'sauberen' Grossartigkeit die Welt zu blenden. Würde es sich nicht lohnen, einen Graben zu ziehen zwischen dir und dieser grossartigen Persönlichkeit? Vielleicht solltest du den Graben zur Schlucht erweitern? Tief und breit. So dass die Brocken, abgeschossen vom Katapult der Verachtung. Dich nicht mehr treffen können. Sondern ihre Flugbahn beenden auf dem Grund der Schlucht.
Test 11: Im gläsernen Zimmer
Das Insekt im Glasgefäss. Sieht draussen die Welt. Und kann sie nicht erreichen. Es krabbelt im Kreis herum. Hoch die Wand. Fällt vom Deckel herab. Auf den gläsernen Boden. Wo es sich streckt im gläsernen Zimmer. Den Blick auf die Welt. Mit ihren Farben. Jede Beziehung ist ein gläsernes Zimmer. Dessen Glaswände Schritte abbiegen lassen, die vielleicht geradeaus wollten. Unpassende Gedanken in ihre Winkel zurückdrängen. Und so Verhalten und Aussehen verändern. Neue Leute kennen lernen? Unbefangen die Welt entdecken? Dies und das versuchen? Immer häufiger ist da eine Glaswand. Die nein sagt. Die Wände haben sich schleichend in dein Leben geschoben. Du hast es gar nicht gemerkt. Nun sind sie da. Du siehst sie nicht. Aber du spürst sie. Und je deutlicher du sie spürst. Desto knapper wird deine Luft. Dieses Erstickungsgefühl. Das du nicht wahr haben willst. Denn du fühlst dich doch wohl in der Beziehung? Irgendwie geborgen. Oder so. Wenn bloss dieses Erstickungsgefühl nicht wäre. Die Hände liegen auf der Glaswand. Deine hungrigen Augen betrachten die verbotene Welt. Mutlos gleiten die Hände nach unten. Und nehmen den Blick mit. Du hast die Aussicht aufgegeben. Siehst nur noch deine Füsse. Du schliesst die Augen. Damit alles Licht aus deiner Seele weicht. Wo keine Aussicht ist, herrscht Dunkelheit. War's das? Lässt du dich ersticken? Spürst du nicht den Hammer in deiner Tasche? Möchtest du nicht lieber diese Glaswand zertrümmern und deine Lungen füllen mit einer frischen Brise? Um dich dann auf die Suche zu machen. Nach einem gläsernen Zimmer. Bei dem der Deckel fehlt. So dass du. Ab und zu. Einfach hinausfliegen kannst. Um zu trinken vom Reichtum der Welt.
Test 12: Die Ablenkungsfalle
Eine miese Lebenssituation ist wie ein Dynamo, der seelische Schmerzen erzeugt statt Strom. Diese Schmerzen willst du nicht den ganzen Tag ertragen. Du suchst nach einer Ablenkung. Irgendwas, das dich die Schmerzen vergessen lässt. Während der Ablenkung sind die Schmerzen unterschwellig da. Schmerzen ertragen kostet Kraft. Sich ablenken kostet Kraft. Du bist erschöpft. Liegst zwischen Müllsäcken in einer Sackgasse. Jetzt die Augen schliessen. Für immer. Wie verlockend! Wie überflüssig! Wo es doch nur darum geht aufzustehen. Aber wie denn? Die Glieder sind doch völlig kraftlos. Als habe jemand die Muskeln durch Popcorn ersetzt. Schlafen. Alles vergessen. Und wenn du aufwachst, sind die Schmerzen wieder da. Und ein bisschen Kraft für die nächste Dosis Ablenkung. Drück auf 'Pause' und betrachte dieses Standbild aus deinem Lebensfilm. Da hat jemand grade genügend Kraft, um entweder aufzustehen und einen Schritt aus der Sackgasse zu tun. Oder sich die nächste Ablenkung reinzuziehen. So von aussen gesehen, fällt dir der Entscheid nicht schwer. Reiss dich zusammen. Ertrage den Schmerz und tu den ersten Schritt. Ein Leben zwischen Müllsäcken, das ist doch nichts. Noch während du es rufst, merkst du: Ups, das bin ja ich! ... Ähm... Ja, was jetzt? Kannst du die Schmerzen ertragen? Kannst du über den ersten Schritt nachdenken, der dich aus der Sackgasse führt? Willst du deinen Lebensfilm nicht weiterlaufen lassen? Jetzt wo du entschlossen bist, diesen ersten Schritt zu tun?
Test 13: Die Logik der Einsamkeit
Je mehr eine Persönlichkeit sich von den anderen unterscheidet, desto mehr Einsamkeit hat sie zu ertragen. Dieses Gefühl von Einsamkeit ist nicht krankhaft, sondern logisch. Die Schmerzen der Einsamkeit sind der Preis für deine Eigenständigkeit. Was tust du gegen diesen Schmerz? Gibst du dich auf und tust so, als seiest du wie alle andern? Gibst du dich auf und springst von der Brücke? Zwei Arten, tot zu sein. Dabei gibt es ein schlichtes Rezept gegen Einsamkeit: Finde Gleichgesinnte. Einsamkeit lässt zwar die Seele leiden. Die Ursache dafür ist aber eine geistige: Mangel an Verständnis. Niemand kann dich verstehen? Du bist einmalig? Mag sein, aber bist du das auch zu 100 Prozent? Niemand ist so einmalig, dass es nicht irgendwo mit irgendwem Überschneidungen gibt. Gemeinsamkeiten also. Und damit die Grundlage für Verständnis. Wenn es aber unter tausend Leuten nur eine gleichgesinnte Person hat. Wie sind diese Nadeln im Heuhaufen zu finden? Wie wär's mit einem Magneten? Solche Magneten gibt es tatsächlich: Vereine, Zeitschriften, Treffpunkte, Arbeitsgruppen, Internet-Foren und -News-Groups. Könnte es nicht sein, dass Gleichgesinnte nur ein paar Tastendrücke entfernt sind? Wozu dann der Brückensprung?
Test 14: Die Schmerzen der Raupe
Die Umwandlung vom Raupenkind zum Schmetterlingserwachsenen ist mit Schmerzen verbunden. Massive Hormonschübe bringen den Kindkörper aus dem Gleichgewicht. Im Gegensatz zur Verwandlung in einen Werwolf gibt es allerdings kaum körperliche Schmerzen. Die körperliche Veränderung betrifft aber auch das Gehirn. Dort werden Bedürfnisse abgeändert, umgebaut. Was vorher wichtig war, verliert an Bedeutung. Was vorher unwichtig war, wird plötzlich zentral. Die Umwandlung an sich ist harmlos. Aber das von der Natur gewählte Hauruck-Verfahren ist rücksichtslos. Hormonfluten jagen die Gefühlspegel in schmerzhafte Höhen und Tiefen. Auch die Bedürfnisse funktionieren nicht richtig. Mal sind sie so stark, dass das Opfer wie gelähmt auf die neuen Objekte der Begierde starrt. Mal sind sie so schwach, dass das Opfer ohne jeden Antrieb wie gelähmt zur Decke starrt. Ein schmerzhaftes Chaos. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Alles vor den Augen der Umgebung. Die nur verständnislos den Kopf schüttelt über diesen vermeintlichen Ausbruch von Wahnsinn. Ein Grund zum Sterben? Warum sollst du sterben, wenn die Natur Mist baut? Vielleicht solltest du stattdessen den Zeigefinger ausfahren und die Natur gehörig ausschimpfen für das, was sie dir antut? Es dauert Jahre, bis dein Körper und deine Bedürfnisse zu einem neuen Gleichgewicht finden. Dann erst bist du ein Schmetterling, der seine erwachsenen Flügel ausbreitet und fliegt. Üben zu fliegen. Üben erwachsen zu sein. Ungeachtet der Schmerzen der Verwandlung. Ungeachtet der tadelnden Blicke. Warum solltest du den Schmerz nicht ertragen, wenn du dich ganz auf das Wachstum deiner Flügel konzentrierst?
Test 15: Deine Eltern, die Aliens
Warum auch immer. Wenn zwei Leute ihre Gene verschmelzen, ist das Ergebnis in der Regel keine Kopie. Es entsteht etwas anderes. Dieses Andere, also du, geht seinen eigenen Weg. Du hast nicht dieselbe Bedürfnisstruktur wie deine Eltern. Bist ehrgeiziger. Oder genügsamer. Hast lieber Tiere als Motoren. Oder lieber Computer als Gartenarbeit. Hinzu kommt, dass deine Welt eine andere ist als die, in der deine Eltern aufgewachsen sind. Das prägt deinen Geist. Dein Bewusstsein von der Welt ist anders. Für deine Eltern bist du etwas Fremdartiges. Und dass sie dich nicht verstehen, ist selbstverständlich. Dieses kleine Monster. Das sie trotzdem gern haben können. Warum auch immer. Für dich ist es genauso. Als du geboren wurdest, war das wie ein Entführung. Nun lebst du im Raumschiff dieser Aliens. Versuchst zu verstehen, was sie dir sagen. Was sie von dir wollen. Versuchst es ihnen recht zu machen. Schliesslich gibt es dafür auch Belohnungen, wie Taschengeld oder zu essen. Aber ihr Wohlwollen konstant hoch zu halten ist ziemlich schwierig. Oft sind ihre Forderungen völlig unverständlich. Und sie stehen in krassem Widerspruch zu deinen stärksten Bedürfnissen. Wenn du nicht kuschst, drohen sie dir mit Folter und Experimenten. Ohnmacht. Tränen. Wut. Die sich manchmal gegen dich selber richtet. Du willst dich beschädigen. Ja tot sein. Um diese schmerzhaften Gefühle nicht mehr ertragen zu müssen. Was würdest du tun, wenn deine Eltern tatsächlich Aliens wären, die dich entführt haben? Würdest du dir nicht das Gehirn zermartern, was du tun musst, um am Leben zu bleiben? Würdest du nicht mit ihnen kooperieren? Und keine Sekunde an den Tod verschwenden? Würdest du nicht mit aller Kraft auf den Moment hinarbeiten, wo sie dich freilassen?
Test 16: Das Ich-Zwerglein
Das Ich-Gefühl neigt dazu, sich zu verflüchtigen. Ein Lob, ein Lächeln, ein gutes Gespräch sind Ich-Festiger. Bekommt das Ich zu wenig Festiger, schrumpft es zu einem Zwerglein. Alltägliche Beleidigungen und Ängste erscheinen nun riesengross. Wie soll das Zwerglein ankämpfen gegen solche Monster? Es flüchtet. Und wird dadurch noch kleiner. Bis es umstellt ist von den Monstern. Ein lauter Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung. Als einziger Ausweg bleibt dieses schwarze Loch. Der Abgrund des Todes. Wie wär's stattdessen mit einer Dosis Ich-Festiger? Dieses Zauberwässerchen ist kein Geschenk des Schicksals oder des Zufalls. Es lässt sich herstellen. Das Produktionsverfahren heisst: Suche dir einen Platz in der Gesellschaft. Danke schön. Und wie soll das gehen bitte? Gibt's dafür vielleicht auch ein 'Verfahren'? Aber klar doch: Mach dich irgendwie nützlich. Ich will aber keine Kloschüsseln reinigen! Gibt es denn nichts, was dich erfreut? Gewiss gibt's das. Du hast bloss nie daran gedacht, dich auf diesem Gebiet nützlich zu machen. Dabei werden überall Hände und Köpfe gebraucht. Kannst du diesem Ich-Zwerglein einen Tritt geben, damit es die entsprechenden Leute mal anruft oder anspricht? He Leute, kann ich bei euch mitanfassen? Könnte es nicht sein, dass du dich plötzlich so nützlich fühlst, dass du keine Zeit mehr hast für den Tod?
Test 17: Die Prinzessin auf der Erbse
So heisst das Märchen von Hans Christian Andersen. Ein Mädchen soll ohne sein Wissen auf seine adlige Abstammung überprüft werden. Die Versuchsanordnung: ein Bett mit zwanzig Matratzen, zuunterst liegt eine Erbse. Tatsächlich klagt das Mädchen am anderen Morgen über diese Unebenheit, die sie durch alle Matratzen hindurch gespürt hat. Damit ist es als Prinzessin bestätigt. Vielleicht wollte Andersen ein Gleichnis schaffen für den Adel der empfindsamen Seele. Nehmen wir die Geschichte aber beim Wort, macht die verwöhnte Prinzessin keine gute Figur. Zumindest in den Augen von jemandem, der ohne Matratze auf dem Boden schlafen muss. Wer am Boden schläft, begehrt die erste Matratze. Wer auf der zwanzigsten schläft, begehrt die einundzwanzigste. Das Begehren ist unabhängig vom Wohlstand. Kriegst du nicht, was du willst, musst du den Schmerz des Verzichts ertragen. Egal ob es um eine zerkratzte Murmel, den neuen Computer oder das Rennpferd für eine halbe Million geht. Dieser Schmerz fliesst wie Gift durch deine Adern. Er kann zu beträchtlicher Stärke anwachsen. Und dein ohnehin schon fast volles Schmerzfass zum Überlaufen bringen. Er gibt dir den Rest, so dass du dir den Rest geben und sterben willst. Aber bist du wirklich die Prinzessin oder der Prinz auf der Erbse? Dieses verwöhnte Gör im Überfluss, das jammert, weil ihm etwas noch Überflüssigeres vorenthalten wird? Könntest du nicht tapfer den Verzicht auf die einundzwanzigste Matratze ertragen? Wenigstens solange, bis alle ihre erste bekommen haben?
Test 18: Die Fruchtblase aus Geld
Kannst du dich auf ein Erbe freuen, das so gross ist, dass du danach nie mehr arbeiten musst? Dann bist du nie richtig geboren. Du lebst in einer schützenden Fruchtblase aus Geld. Jeder Kontakt mit der Aussenwelt ist fruchtwassergepolstert. Da du nicht wirklich Geld verdienen musst, bist du nicht gezwungen, dich mit Leuten zu arrangieren. Wenn es unangenehm wird, weichst du aus. Du musst nichts ertragen, was du nicht willst. Nichts hat je wirklich geschmerzt. Du bist nicht geübt im Ertragen von seelischen Schmerzen. Was geschieht, wenn du einer Belastung nicht mehr ausweichen kannst? Ein bestimmtes Gewicht ist für jemanden, der halb so stark ist wie du, doppelt so schwer. Genauso ist es mit seelischen Gewichten. Mangels Übung bist du nur halb so stark wie 'gewöhnliche' Leute. Seelische Gewichte sind also für dich doppelt so schwer zu ertragen. Wo andere noch die Zähne zusammenbeissen, denkst du schon ans Aufgeben. An den Tod. Die Geborgenheit des Geldes erweist sich als tödliche Falle. Möchtest du noch etwas versuchen, bevor du Hand an dich legst? Könntest du also deine milde Verachtung für 'gewöhnliche' Leute zur Seite legen? Im Bewusstsein, dass diese Leute ihr Leben meistern, obwohl sie keinen Schutzwall aus Geld haben. Kannst du sie ein bisschen bewundern? Im Bewusstsein, dass diese Leute ihre Träume nie werden kaufen können. Kannst du sie tapfer finden? Und wenn du von diesem Ausflug in die 'Niederungen' des 'gewöhnlichen' Lebens zurückkehrst in dein Schloss. Könntest du dich nicht einfach ein wenig schämen und weiterleben?
Test 19: Der Pfad des Leidens
Aufstehen. Den Pfad des Leidens abschreiten. Schlafen. Aufstehen. Den Pfad des Leidens abschreiten. Schlafen. Halt! Deine Tagesabläufe wurden gefilmt. Nun sitzt du im Kino und musst dir diesen Film ansehen. Ein Tagesablauf nach dem andern. Du willst gehen. Aber du bist an den Stuhl gefesselt. Erst wenn du begriffen hast, werden sich die Fesseln lösen. Je mehr du zuschaust, desto mehr beginnt die Hauptfigur des Films ein Eigenleben zu führen. Mit wachsendem Befremden stellst du fest, dass diese Person jeden Tag dasselbe macht, obwohl sie darunter leidet. Unerträglich, wie sie sich plagt. Warum tut sie nicht mal was anderes? Als würden massive Leitplanken sie daran hindern, von ihrem Pfad abzuweichen. Aber da sind keine Leitplanken! Sie könnte jederzeit nach links gehen oder nach rechts. Mit dieser Person sprechen oder mit jener nicht. Warum bloss weicht sie dem Leiden nicht aus? Die Leitplanken sind im Kopf. Die eine heisst Geborgenheit der Gewohnheit. Die andere Angst vor dem Neuen. Mit jedem wiederholten Tagesablauf verstärken sich diese Gefühle. Du siehst es kommen. Die Hauptfigur versinkt immer tiefer in Aussichtslosigkeit. Bis es ihr eines Tages als Akt der reinen Vernunft erscheint, dieses Leiden durch den Tod zu enden. Nun da du begriffen hast, bekommst du Papier und Bleistift. Auf dem Papier steht 'Neues Drehbuch' als Titel. Der Rest des Blattes ist leer. Möchtest du für deine Hauptfigur nicht eine neue Szene schreiben? Eine kleine Abweichung nur vom Pfad des Leidens. Eine, die sie bewältigen kann. Nichts Grossartiges. Aber der Anfang zu einem neuen Leben?
Test 20: Das unglückliche Molekül
Es war einmal ein unglückliches Molekül. Das war auf der Suche nach Licht, denn es sehnte sich sehr danach. Die Tentakel des Moleküls bestanden jedoch alle aus schwarzen Atomen. Ganz von selbst klammerten sich diese schwarzen Tentakel an dunkle Stellen. So oft das Molekül sich auch losriss, es landete immer und immer wieder an einem dunklen Ort. Bis es schliesslich aufhörte, an das Licht zu glauben. Und in der Finsternis versank. Woher kommen diese 'schwarzen Tentakel', die dich immer wieder in dieselbe belastende Lebenssituation hineinziehen? Sie bestehen aus Erlebnissen, die sich in deinem Gedächtnis eingegraben haben. Wenn du von einem kühlen Elternteil nicht geliebt worden bist. Dann suchst du dir ein Leben lang kühle Leute aus, um doch noch ihre Liebe zu erringen. Was natürlich schief geht. Da du dir genau die Leute aussuchst, bei denen es schief gehen muss. Wenn du misshandelt worden bist, suchst du dir jemanden, der dich misshandelt. Wenn du runtergemacht worden bist, suchst du dir einen Arbeitsplatz, an dem du runtergemacht wirst. Immer und immer wieder. Und hältst es für dein Schicksal. Bevor du aus diesem Teufelskreis in den Tod flüchtest. War da nicht wenigstens eine Person, die dich gern haben wollte? Und der du einen Korb gegeben hast? Was wäre geschehen, wenn du dich auf diese Person eingelassen hättest? Wenn dich deine schwarzen Tentakel in den Abgrund ziehen. Warum hackst du sie nicht einfach ab? Und tust dann etwas, was du vorher noch nie getan hast?
Test 21: Magnet der Bedrückung
Es kommt vor, dass das Bedrückende dich anzieht wie ein Magnet. Die Kompassnadel deiner Aufmerksamkeit richtet sich von selbst auf das Bedrückende. Weckt es auf im Gedächtnis. Und füllt damit dein Bewusstsein. Wenn du was anderes denken willst, wirst du mit sanfter Gewalt zurückgerissen. Bis die Welt nur noch aus diesem Bedrückenden zu bestehen scheint. Und du es zu glauben beginnst. Dass dies die Welt ist. Aus der es nur ein Entkommen gibt. Durch die Falltür des Todes. Aber jetzt, da du den Magneten der Bedrückung kennst. Seine Funktionsweise durchschaust. Kannst du ihn nicht austricksen? Indem du seine sanfte Gewalt missachtest. Ihn ins untere Stockwerk deines Bewusstseins drückst. Um deine Aufmerksamkeit etwas Erfreulichem zuzuwenden. So dass zwar irgendwo das Bedrückende noch da ist. Sich windet, zuckt und schmerzt. Aber gleichzeitig die zarten Lichtstrahlen des Erfreulichen in dein Bewusstsein dringen. Lichtstrahlen von einer anderen Welt. In der es Dinge gibt. Für die zu kämpfen. Für die zu leben es sich lohnt.
Test 22: Die Tage der Düsternis
Nur das Besondere erscheint als Genuss. Während das Gewohnte im Sumpf des Selbstverständlichen versinkt. Das ist die Mechanik des Geniessens. Die Tage der Düsternis legen sich auf dein Leben wie ein Tuch. Welches dich ins Grab drücken will. Mach einen Schlitz in dieses Tuch und steck den Kopf hindurch. Wenn du jetzt aufstehst, trägst du einen Umhang aus Düsternis. Der Umhang ist schwer zu tragen. Tägliche Übung gibt dir die nötige Kraft. Es gelingt dir, die Düsternis zu bekämpfen. Der Umhang wird leichter und leichter. Bis du ihn mit einer achtlosen Geste wegschleudern könntest. Andere erzählen dir, wie sie es kaum erwarten können, bis ihre Weltreise beginnt. Staunend spürst du, wandelnd im Walde, die Freude über die Gesundheit deines Körpers. Andere erzählen dir wehmütig von ihrem sonnendurchfluteten Aufenthalt am Meeresstrand. Staunend spürst du die Wärme deines Herzens beim Anblick eines strahlenden Lächelns. Andere erzählen dir von diesem Superhotel mit dem Superessen, den Superweinen und den Superpreisen, das sie sich leider nur zwei mal im Jahr leisten können. Staunend spürst du, wie das Kitzeln einer Zärtlichkeit deine Seele streichelt. Die Tage, die du in Düsternis verbracht hast. Lassen dich nun Dinge geniessen. Die andere gar nicht mehr wahrnehmen. Möchtest du den Umhang, diese Erinnerung an die Tage der Düsternis, nicht behalten als ein Geschenk des Schicksals?
Test 23: Der Hektik-Chemo-Mix
In einem Augenblick der Ruhe und des Nichtstuns. Siehst du in deinem Innern eine merkwürdige Gestalt. Sie ist langweilig. Aber auch beängstigend. Lieber nichts mit ihr zu tun haben. Die rettende Musik ist nur einen Knopfdruck entfernt. Die Gestalt flüchtet. Nach einer Zeit. Als habe sie sich an die Musik gewöhnt. Taucht sie wieder auf. Wie ein schwebendes Gespenst. Nun sind härtere Mittel gefragt. Du erhebst deinen Körper und stürzt ihn ins Getümmel. Lichter, Lärm, Gesprächsfetzen, Bewegung. Vergnügen? Arbeit? Egal. Hauptsache Hektik. Doch gibt es Sekunden, wo die Hektik dich im Stich lässt. Dann steht das verdammte Gespenst da und winkt dir zu. Was will es bloss? Dich verhöhnen? Egal. Nun sind härtere Mittel gefragt. Du füllst deinen Körper mit Chemikalien. Mit diesem Hektik-Chemo-Mix machst du dem Gespenst den Garaus. Jedenfalls lässt es sich nicht mehr blicken. Hahaha! Wie lange hältst du durch? Irgendwann haut's dich ins Bett. Nach einer Zeit erwachst du. Noch bevor deine zitternde Hand den rettenden Musikknopf erreicht, ist es wieder da. Dieses verfluchte Gespenst. Diese merkwürdige Gestalt. Du kannst ihr nicht entfliehen. Du weisst es. Weil du selbst es bist in deiner Zerbrechlichkeit. Möchtest du nicht. In einem Augenblick der Ruhe und des Nichtstuns. Möchtest du nicht anfangen, mit dir Freundschaft zu schliessen? Bevor du dich mit dem Hektik-Chemo-Mix umgebracht hast?
Test 24: Die Hoffnungsraffel
Der Partner des seelischen Leidens ist der Hunger. Der Hunger nach Zuneigung. Wer mit diesem Hunger spazieren geht, trifft auf Leute. Die ihm vielleicht etwas Aufmerksamkeit schenken. Hungrig wird diese Aufmerksamkeit reingezogen und erwidert. Es entsteht eine Beziehung. Entsprechend deinem Hunger ist sie für dich 100 Prozent wichtig. Für die andere Person aber vielleicht nur 10 Prozent. Oder gar nicht. Der mathematische Ablauf dieser Beziehung ist klar: Während du 100 Prozent investierst, bekommst du nur 10 Prozent zurück. Oder gar nichts. Das Resultat: Du bist enttäuscht und es geht dir schlechter als vorher. Ein Stück Hoffnung auf Erlösung ist entschwunden. Weggeschnitten wie eine Gurkenscheibe auf der Gemüseraffel. Nach ein paar weiteren Versuchen mit Leuten ist deine Hoffnung durchgeraffelt. Und wo die Hoffnung fehlt, da wartet der Tod. Könntest du den Spiess nicht einfach umdrehen? Indem du statt 100 Prozent nichts erwartest. Null. Nichts erwarten heisst allerdings nicht nichts riskieren. Du gibst einer Person 10 Prozent. Kommt nichts zurück, gehst du zur nächsten. Kommt etwas zurück, kannst du 20 Prozent riskieren. Zieht die Person nicht nach, reduzierst du wieder auf 10. Schaffst du's mit dieser Methode auf 100 Prozent. Hast du die wahre Freundschaft gefunden. Die wenigsten Leute können dir 100 Prozent geben. Auch beim besten Willen nicht. Das würde ihr Leben zu sehr aus der Bahn werfen. Warum sie also überfordern? Warum nicht nehmen, was du kriegen kannst? Möchtest du nicht überleben, um die wahre Freundschaft zu finden?
Test 25: Der tödliche Ernst
Wenn die Seele schmerzt, ist das Lachen fern. Ernst ist angesagt. Die schrecklichen Nachrichten von der grausamen Welt. Das triumphierende Gelächter der Siegreichen. Die Statussymbole der Starken, Mächtigen und Schönen. Der irre Blick der Fanatischen. Die vorwurfsvolle Miene der Selbstgerechten. Die harten Worte der Menschenwesen. All das formt sich zu einem Schraubstock aus kaltem Stahl. Der dein Herz zusammendrückt und dir die Tränen aus den Augen presst. Es gibt kein Entrinnen. So dass der Schoss des Todes. Als warme Zuflucht erscheint. Wäre da nicht die Kicherfee. Sie sitzt auf deiner Schulter. Auf ihren zarten Flügeln wächst ein glitzernder Staub. Es ist der Hauch des Absurden. Wenn sie mit ihren Flügeln schlägt. Wirbelt der Hauch des Absurden davon. Als glitzernde Wolke hüllt er den Ernst des Lebens ein. Die Starken, Mächtigen und Schönen sehen plötzlich aus wie hohle Schaufensterpuppen. Aus triumphierendem Gelächter wird das Kreischen von Affen. Aus irren Fanatischen werden ungezogene Kinder. Vorwurfsvolle Selbstgerechte verwandeln sich in vertrocknete Vogelscheuchen. Harte Worte in Mundwinkel mit Essensresten. Ein feines, perlendes Kichern lässt dich zu deiner Schulter blicken. Das süsse, strahlende Gesichtchen der Kicherfee. Ihr kaum hörbares Stimmchen. Dieses glasreine Kichern! Ein Lächeln stiehlt sich auf deine Lippen. Dieses winzige Ding hat die Kraft, die Welt in ein absurdes Theater zu verwandeln. Sie schlägt mit den Flügeln. Der glitzernde Hauch des Absurden hüllt den Schraubstock ein. Der kalte Stahl zerbröselt zu Staub. Dein Herz ist frei. Frei von tödlichem Ernst. Glaubst du nicht. Dass du mit der Kicherfee als Freundin. Deinen Weg finden wirst zwischen all diesen Witzfiguren?
Test 26: Das schwarze Loch
Während du gehst. Zwischen Häusern und Bäumen. Geschieht etwas Merkwürdiges. Die Dinge verlieren an Farbe. Als habe jemand Säure auf die Farbpigmente gesprüht. Lösen sich diese auf. Bis alles grau ist. Am hellen Tag. Mit klopfendem Herzen gehst du tapfer weiter. Da beginnt auch das Licht zu schwinden. Als habe eine mächtige Hand die Mittagssonne unter den Horizont gezwungen. Wird es dunkel. Bis du nichts mehr sehen kannst. Und gegen eine Wand stösst. Tastend bewegst du dich der Wand entlang. Und gehst im Kreis. Es gibt keinen Ausgang. Du bist angekommen. Im schwarzen Loch der Depression. Willst du es hier enden lassen? Einfach so? Ohne die stärkste Kraft des Universums je eingesetzt zu haben? Die Kraft der Poesie. Weltreiche flackern auf und versinken im Staub. Während die Poesie über Jahrtausende hinweg den Geist beflügelt. Poesie besteht nicht nur aus süssen Gedichtchen über tanzende Schmetterlinge. Alle Bilder in deinem Kopf sind Poesie. Denk an dein Lieblingsessen. Ein Bild nur. Ein winziges Poem des Genusses. Oder möchtest du jemanden umbringen vor Wut. Das Bild seiner Ermordung. Ein kleines Poem des Hasses. Poesie ist wertfrei. Sie dient jedem Zweck. Dem erfreulichen wie dem unerfreulichen. Sie kann eine Galaxie erschaffen oder sie vernichten. Sie ist die stärkste Kraft des Universums. Du willst gar keine Galaxie vernichten? Du willst nur raus aus dem schwarzen Loch? Dann hör auf, die schwarzen Wände anzustarren. Benutze sie als Leinwand. Benutze deinen Kopf als Poesie-Projektor. Befreie die Wunschbilder deines Lebens aus den Verliesen in deinem Hirn. In die du sie blöderweise gesperrt hast. Und projiziere sie möglichst gross und deutlich auf die Wand des schwarzen Lochs. Wie möchtest du leben? Was möchtest du sein? Keine abstrakten Begriffe. Poesie besteht aus Bildern von Lebenssituationen. Und kleinen Filmen über Erlebnisse. Poesie ist dein zukünftiges Leben. Spürst du die Kraft? Noch fühlst du dich zu schwach? Noch fehlt dir der Mut? Dann nimm dir Geschichten von tapferen Leuten, die es durch alle Schwierigkeiten hindurch geschafft haben. Lass dich beflügeln von dieser Vorbild-Poesie. Wunsch- und Vorbilder vermischen sich zu deinem ganz persönlichen Poem. Genug um etwas Licht in die Schwärze zu bringen. Spürst du jetzt die Kraft? Findet dein zaghaftes Herz. In der Geborgenheit der Poesie. Den neuen Mut?
Test 27: Die unheimlichen Gefühle
Gefühle sind wie Gespenster. Sie kommen aus dem Dunkeln. Spuken herum. Lösen sich auf. Um anderen Platz zu machen. Manchmal sind sie so deutlich zu spüren, als wären sie aus festem Material. Und manchmal werden wir sie nicht mehr los. Wenn sie wie ein schwerer, schwarzer Sumpf in uns liegen. Auf dem die Unwichtigkeiten des Alltags irrlichtern. Wie Gespenster. Die kommen und gehen. Der Sumpf zieht uns hinab. In ein fortwährendes Ersticken. Welches die Dämonen der Angst entfesselt. Die uns wie riesige Trolle umzingeln. Und wir zittern und schlottern. Ihre finsteren Blicke fliessen auf uns herab. Wie schwarzes Wachs. Das brennt und brennt. Während wir um unser Leben schwimmen in dem schwarzen Wachsmeer. Auf einen Horizont zu. Den es nicht gibt. Möchtest du das weiterfühlen bis zum bitteren Ende? Möchtest du nicht lieber diese verstörende Allmacht der Gefühle brechen? Indem du den unheimlichen Vorgang des Fühlens durchschaust? Dann stell dir vor, Gefühle wären wie Magnetfelder. Ebenso wie ein Magnet ein Magnetfeld erzeugt, lassen gewisse Eiweissmoleküle Gefühlsfelder entstehen. Damit ist nicht der messbare elektrische Strom gemeint, der durch die Nervenbahnen fliesst. Die Eiweissmoleküle im Gehirn erzeugen Felder aus Gefühlsenergie. Diese Gefühlsenergie hat zwar noch niemand entdeckt und sie ist deshalb reine Spekulation. Aber weil diese Spekulation so praktisch ist, soll uns das nicht weiter stören. Indem du dir nämlich dein Gehirn als eine Ansammlung von 'Gefühlsmagneten' vorstellst und deine Stimmungen als eine Art Wolke aus Gefühlsfeldern, verlieren die Gefühle ihre unheimliche Gespensterhaftigkeit. Mit Hilfe dieses Bildes kannst du sozusagen aus dir hinaustreten und zuschauen, wie 'es fühlt' in deinem Gehirn. Die Gefühle als Feuerwerk, veranstaltet von Molekülen. Findest du diese nüchterne Sichtweise trostlos? Die Theorie von den Gefühlsfeldern sagt nichts aus über die Existenz eines Gottwesens oder ein Leben nach dem Tod. Sie zeigt bloss, dass Gefühle keine Gespenster sind, vor denen wir uns fürchten müssen.
Test 28: Der 95-prozentige Schwachsinn
Es gibt bestimmt eine Milliarde Menschen, die wissen, wie Reis anzubauen ist. Wenn wir ohne Anleitung ein Reisfeld von der Aussaat bis zur Ernte bearbeiten müssten, würden wir scheitern. Sind wir also blöd? Ja. Halt, das ist unfair, rufst du, ich kann das doch lernen und dann... Und dann? Wie steht's mit dem Anbau von Baumwolle? Wie viele Gegenstände aus einem Supermarkt kannst du von Grund auf herstellen? Kannst du eine geborstene Wasserleitung in der Strasse flicken? Eine kaputte Telefonzentrale? Eine vom Sturm zerrissene Überlandleitung? Kannst du einen Blinddarm operieren, einen Prozess gewinnen, eine Bombe entschärfen, ein Haus bauen? Ja, triumphierst du, ich habe nämlich Architektur studiert. Irrtum. Du kannst das Haus nicht bauen, bloss zeichnen. Du kennst nämlich nicht mal die chemische Zusammensetzung der Isolierglasfenster. Was weisst du von der Wissenschaft, der Kunst, der Musik? Kannst du eine Hindu-Hochzeit durchführen? Das Leben ist zu kurz, um alles zu lernen. Und auch wenn wir tausend Jahre lang lernten, wäre das meiste Wissen nach dieser Zeit schon wieder veraltet und somit nutzlos. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als auf 95 Prozent aller Gebiete schwachsinnig zu sein. Und diese Zahl ist erst noch beschönigend und rein bildhaft. Denn wir begreifen wohl kaum 5 Prozent von allem, was es zu begreifen gibt. Warum aber dieses harte Wort 'Schwachsinn'? Es soll uns vom hohen Pferd der Intelligenz runterholen. Zu Bescheidenheit ermuntern. Und dieses Gefühl der Hilflosigkeit ausdrücken, das uns vor so mancher Aufgabe beschleicht. Dieses Gefühl der Ohnmacht. Welche sich zu lähmender Schwermut ausbreiten kann. Dieses Gefühl von Minderwertigkeit. Welches sich im Tod zu enden sucht. Nun aber da du siehst, dass der 95-prozentige Schwachsinn 'technisch bedingt' ist. Durch die Funktionsweise unseres Gehirns. Willst du dich nicht entspannen? Dich versöhnen mit der naturgegebenen Blödheit? Und deine Energie darauf konzentrieren, die dir zustehenden 5 Prozent Intelligenz zu entwickeln? Und möchtest du nicht aufhören, dich mit Leuten zu vergleichen, deren 5 Prozent auf einem anderen Gebiet liegen als deine? Es gibt Leute, die es geniessen, dir zu zeigen, dass sie auf ihrem 5-Prozent-Inselchen besser sind als du. Wenn du dich auf diesen Vergleich einlässt, hast du schon verloren und fühlst dich gedemütigt und minderwertig. Aber wenn du zuerst dein eigenes 5-Prozent-Inselchen ausbaust. Hast du dann nicht eine Burg, in der dich so schnell nichts erschüttern kann? Und wenn du dann auf anderen Gebieten kläglich versagst. Kannst du dann nicht herzhaft lachen über deine Blödheit?
Test 29: Das Flackern im Nichts
Eine Seele mit kaum Kraft. Flackert verletzlich. Wie eine Kerze im Dunkeln. Jeder Hauch kann sie löschen. Und eines Tages erlischt sie wirklich. Das Leben ist vorbei. Ein Aufflackern im Nichts. Wozu? Was soll der faule Zauber? Warum das Zittern ertragen? Das Leid? Warum nicht die Abkürzung wählen? Das sinnlose Flackern beenden mit forscher Hand? Es werde Nichts. Damit nichts sei, was schmerzt. Shakespeares Prinz Hamlet meint, dass es die Furcht vor dem Jenseits sei, die uns zögern lässt, diesen letzten Schritt zu tun. Ziemlich deprimierend, wenn nur die Angst vor dem Tod uns am Leben hält. Was sonst könnte ein Grund sein, dieses sinnlose Flackern im Nichts zu ertragen? Vielleicht sollten wir nicht zu weit suchen. Der Sinn des Lebens lässt sich nämlich in einem Wort ausdrücken: Freude. Auf deiner Seelenbank gibt es ein Freudenkonto. Jede auch noch so kleine Freude, die du empfindest, gilt als Einzahlung. Das Freudenguthaben steigt also mit jeder kleinen Freude. Keine Macht des Universums kann dein Freudenguthaben gefährden. Weil jede Freude, die du erlebt hast, eine physikalische Tatsache ist, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Aber führt nicht das Leiden zu einem Schrumpfen des Freudenguthabens? Nein, denn die Schmerzen gehen auf das Leidenskonto und werden nicht vom Freudenguthaben abgezogen. Vergiss das Leidenskonto. Konzentriere dich auf die Freude. Auf die Herstellung von Freude. Du staunst? Hast du nicht gewusst, dass Freude herstellen ein Handwerk ist? Möchtest du nicht noch heute mit diesem Handwerk beginnen? Natürlich musst du üben. Mit kleinen Freuden fängst du an. Indem du dir ein Eis gönnst? Um dich dann zu steigern. Bis dir ein Meisterwerk des Freudenhandwerks gelingt: das Lächeln der Freundschaft. Wenn Freude der Sinn ist. Könntest du ob so viel Sinnhaftigkeit nicht Geschmack am Leben finden?
Test 30: Das nutzlose Leben
Als du noch in vollem Galopp, die Lanze im Anschlag, für jemanden gekämpft hast. War dein Herz erfüllt von Eifer. Doch als dieser Jemand starb. Standest du plötzlich da. Als sei der Saft aus dir geronnen. Deine Lanze dreht sich im Kreis. Um und um. Sie findet kein Ziel. Dein Herz ist leer. Es kann die Lanze nicht mehr lenken. Du gibst auf. Lässt deinem Pferd die Zügel. Langsam schreitet es auf dürrem Gras. Die Lanze nachschleifend, hängst du wie ein schlapper Weinschlauch im Sattel. Die Trockenheit des Bodens breitet sich aus in deiner Brust. Bald spürst du nichts mehr. Kommst dir vor wie ein dürres Blatt. Welches nutzlos im Wind treibt. Dein Leben ist nutzlos. Und je schneller dein Leib, gleich dem Blatt, zu Erde wird, desto besser. Dein Pferd bleibt stehen. Müde hebst du den Kopf. Auf einer Steintafel am Wegesrand sind Worte eingemeisselt: "Mehr Freude. Weniger Schmerz." Wie dein Pferd dich weiterträgt, klingen die Worte in dir nach. Schwerelos durchmessen sie deine innere Leere. Prallen von den Wänden ab. Sperrig. Fremd. Auf der nächsten Steintafel steht: "Vermehre nicht deine Freude auf Kosten anderer. Vermehre die Freude im Universum. Und bekämpfe den Schmerz." Die Vorstellung eines heldischen Kampfes für Freude und gegen Schmerz erinnert dich an geschlagene Schlachten. Die Engelswesen der Freude beschützen. Die Monster des Schmerzes durchbohren. Ein Damm bricht. Blut flutet deine trockene Brust. Suchend schweift dein wilder Blick. Wo versteckst du dich auf dieser Welt, schwarzer Feind Schmerz?! In vollem Galopp, die Lanze im Anschlag, reitest du ihm entgegen. Dein Herz. Es lacht. Alle Nutzlosigkeit hat ein Ende. Denn nun kämpfst du für das fürstliche Banner der Freude.
Von gelb bis hellblau - schau genau - ist unser Lebensweg heiter - fröhlich bis leicht bewölkt -
um anschließend mit der dunkelblauen Farbe bis ins schwarze unsere neuen Lebenserfahrungen anzuzeigen.
Je älter desto glücklicher ist unser geschenktes Leben - dafür stehe ich!
HIMMEL IST DORT, WO ZWISCHENMENSCHLICHE BEZIEHUNGEN FUNKTIONIEREN, GOTTES VERBINDUNG VERURSACHT IM LEBEN DER MENSCHEN WOHLGEFÜHL UND LIEBE IN SEINEM TUN!
Heiterkeit des Lebens in bester Dankbarkeit! "Ewigkeitsfähigkeit" erwerben heisst, sich klar zu machen , daß es den "Himmel" nicht "hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gibt", und dort ein "Schneewittchen" wartet, sondern den Himmel gibt es nur bei einer zwischenmenschlichen Beziehung, sei es Privat, Dienstlich, in einer Freundschaft, im täglichen Leben, dort, wo wir eine freundlich angenehme Athmosphäre mit einer guten zwischenmenschlichen Beziehung aufbauen können. Und die kann nur mit Gott als Vermittler, "wo beide Teile zu Gott hinschauen", und wo Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist als Vermittler tätig sind, geben. Und wenn ein Mensch dazu 2019 noch nicht fähig ist, dann geht er zu Jesus Christus! Und wenn er dass nicht tun möchte, oder kann, dann gehen solche Menschen auch bei Rot über die Strassenkreuzung", und wir können nichts dagegen tun. Bei jeder Ampel können wir nicht stehen. Jesus schon, aber wenn die Meschen Jesus Christus nicht erkennen können, "dann weint auch Gott, sein Vater im Himmel mit".
Ewigkeitsfähigkeit bekommen sie also dann, wenn ihre zwischenmenschliche Beziehungen mit Gott aufgebaut sind. Überall dort, wo ohne Jesus Christus eine zwischenmenschliche Beziehung geschlossen wurde, muss es zu Reibereien und zu einer Höllenbeziehung kommen. Die "Fegefeuerbeziehung" ist dann das "Leiden", nicht schlafen können, etc. Die EIfersucht, der Neid, etc. die werden in "Phantasien" erzeugt. Dort, wo der "Bastian" nicht mehr in die Realität springt!
IN DER REALITÄT GIBT ES KEINEN NEID UND SCHLECHTREDEN EINES ANDEREN MENSCHEN, ODER KRIEG GEGEN IRGENDEIN LAND!
Wir stellen ein Pickerl für die Ewigkeitsfähigkeit aus.
Zertifiziert nach IgAo 1A00A1 Nr. 12A1
Prof. Dr. Tomislav Ivančić erklärt in einen dieser Vorträgen, im Vortrag 7, wie er unheilbar Krank vom Arzt entlassen wurde, und daheim wieder gesund wurde, und noch über 40 Jahre leben durfte.
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