Worauf achten bei der Aufzeichnung?
Wenn wir ein unidirektionales Mikrofon verwenden, was die Norm ist, dann müssen wir es richtig „richten“ – vor den Mund des Sprechers/der Sprecherin – ca. 10-20 cm davon entfernt, je nachdem ob wir einen Popschutz verwenden, der Zisch- und Popgeräusche, also p-b-k-t-ch Laute, abschwächt oder nicht. Wer vor einem Mikro spricht, sollte keine zusätzlichen Geräusche verursachen (hängende Ohrringe, klirrende Armbänder oder Ketten, mit Kugelschreiber spielen), sollte zwischendurch immer wieder Wasser trinken, damit der Mund nicht trocken ist und beim Sprechen Zischlaute verursacht.
Der Raum/Ort
Innen: Kleine Räume großen vorziehen, auf Hall achten (zu meiden), Räume mit Teppichen und Vorhängen sterilen Räumen bevorzugen, sie dämpfen den Klang und wirken intimer.
Außen: Geräuschquellen wie Verkehr, Baustellen u.a. meiden, ebenso starken Wind. Richtmikrofone so ausrichten, dass evtl. Geräuschkulisse auf der gegenüberliegenden Seite liegt (leisere Nischen aufsuchen). Ist das Ausgangsmaterial „sauber“, brauchst du beim Schnitt weniger Zeit investieren!
wav vs. mp3
wav braucht mehr Speicherplatz, dafür enthält es mehr Daten und damit mehr Qualität.
Ein Tipp: wav aufzeichnen und schneiden und nach dem Montieren und Mixen die Audiodatei in ein mp3 verwandeln. Das ist ein guter Kompromiss und verspricht hohe Qualität.
- Einstellungen in der eigenen AufnahmeApp: höchte Aufzeichnungsqualität, Abtastrate 48kHz, Format mp3, Stereo (sofern möglich)
- einen ruhigen Ort aufsuchen, besser klingen kleine geschlossene Räume (wenig Hall) mit Teppichen und/oder Vorhängen (absorbieren Tonhöhen und die Aufnahme klingt weicher); evtl. auch das Innere eines abgestellten Autos!
- Handy-Mikro nicht zu nah an den Mund halten, aber auch nicht zu weit weg - ca. 10-20 cm je nach Stimmlage und -lautstärke. Das Handy-Mikrophon befindet sich am unteren Rand, darum sollte das Handy auch so gehalten werden, dass ich oder mein Gesprächspartner in Richtung des Handymikrophons sprechen - noch besser wenn schräg gehalten - siehe das kurze Tutorial https://www.youtube.com/watch?v=rExU4357dvc
- Achtung: Audacity braucht das Plug-in FFmpeg, damit die Software Audioaufnahmen vom Handy "lesen" und bearbeiten kann (siehe Links zum Herunterladen), d.h. vor dem Importieren von Handy-Aufnahmen solltest du diese Software herunterladen, die sich automatisch in Audacity einfügt.
Wenn du auswärts, sprich im Freien oder in einem belebten Ambiente, ein Gespräch oder deine Moderationsstimme aufzeichnest, solltest du immer auch mindestens 20-30 Sekunden Atmosphäre (ohne Blabla) aufzeichnen. Sie kann im Schnitt nützlich sein, um schwierige Schnitte mit dieser natürlichen Geräuschkulisse zu unterlegen und natürlicher wirken zu lassen.