Eins für Erwachsene und eins für Kinder
Sommer 1964 u. 1965 - Auf dem Schwesterngarten soll der neue Kindergarten entstehen. Im Bild Schwester Bernadine (links) und Schulschwester Euphrasia (rechts).
1 Raum, 1 kleines und ein normales Plumpsklo, 1 Ordensschwester und 1 Helferin. Wenn die Stühle für an die 100 Kinder nicht ausreichten, wurden sie auf die Fensterbänke gesetzt. Betreuung fand im Sommer statt, da die Eltern aufgrund ausbleibender Feldarbeit im Winter zuhause waren. Im Winter wurde der Raum als Nähstube genutzt. Auch fanden Wochenweise Nähkurse statt.
Die "Großen" helfen ein Loch zu buddel. Mit dem Eimer wird die ausgehobene Erde nach oben gebracht. Bei einer Lochtiefe von 1,80 m kommt Wasser.
12. November 1965
Kästel Gertrud, Braun Norbert, Klim Karlheinz, Maurer Gerold, Lösch Manfred, Linsenmayer Edgar, Niederreuther Edgar
3. März - Das Schichtenwasser wird Tag und Nacht abgepumpt. Die Nachbarmauer unterspült. "Die Scheuer von Schlindwein ist in Gefahr einzustürzen."
Die Kellerwand bricht und muss erneuert werden.
November
Dezember
Januar/Februar
29. März - die Pumpe kann endlich abgesttellt werden
9. Mai
12. Mai
23. Mai - der gemauerte Kamin wurde verfugt. Das Dach zum Betonieren eingeschalt.
Der Arbeiter Diehl Eduard wird während der Arbeit von Heinrich Günther mit dem Moped angefahren und bricht sich Schienbein und Schulterblatt.
16. Juni
Juni
Juni
Auch die Kinder wollen mitmachen und buddeln das Fundament zur Sommerhalle.
Oktober
Anfang November - Schwester Euphrasia legt mit Familienangehörigen die Betonplatten zum Eingang Blumenstraße. Die Gartendurchgangsmauer wird gesetzt.
November - Die Betonringe der Klärgrube werden geliefert, aber leider nicht gesetzt. Die in Geinsheim stationierten U.S. Soldaten helfen mit ihrem Krahn aus.
Im Sommer waren die Kinder immer draußen. Damit auch im Regen gespielt und gemalt werden konnte, wurde ein tageslichtdurchfluteter, überdachter Aufenthaltsbereich geschaffen. Das sicherte auch jedem Kind einen Schattenplatz im großen integrierten Sandkasten. Besser als jedes Sonnensegel!
Kinder schmücken das neue Klettergerüst. Es stand auf regionalem Rheinkies als Fallschutz. Dies unterdrückte auch wunderbar einen aufkommenden Unkrautwuchs. Der Kies war immer in Bewegung und dadurch immer Sauber.
Nach Meinung der Autorin, das abwechslungsreichste und dafür kompakteste Klettergerüst, dass es gibt. Der Sturz auf Kies war unangehm, hat aber bewirkt was er sollte. Das nächste Mal hat man besser aufgepasst und sich festgehalten.
Margott und Brigitte Kaufmann freuen sich seit Wochen, ihr Gedicht endlich sagen zu dürfen.
"Welch große Freude, ich hab "ihn"."
Auf die Bedürfnisse der damaligen Zeit ausgelegt. Mit großem Spielzimmer für alle und 2 Räumen vorwiegend für die "Großen". Dort fand die Vorschule statt, wurde Musik gemacht, gemalt und gegessen. Und am Monatsanfang oder -ende wurde das Kindergartengeld in bar durch Schwester Bernadine im großen Spielraum entgegengenommen.
Hier machte Spielen Spaß! Jedes Kind hatte im Flur seine eigene Schublade zum sammeln der Kunstwerke. Gegessen wurde auf Porzelantellern und zum Trinken gabs nicht selten Hagebuttetee.
"Tante Manda", Schwester Bernadine und Michaela vor dem kleinen Schwimmbad im Garten in dem die Kinder erfolgreich den Umgang mit Wasser erlernten und erste Schwimmversuche starteten.