Im Jahr 2025 waren wir sieben Frauen aus Biedermannsdorf: Helga Fuhrich, Lisbeth Melion, Regina Krammer, Yasar Wolf, Angelika Kerschbaumer, Marlies Klinglhuber und Susan Riley. Durch unsere Aktivitätem konnten wir die folgenden Projekte des Entwicklungshilfeklubs sowie unsere zehn Patenkinder des Vereins Hahu-Ethiopia in Äthiopien unterstützen:
Projekt 391 Bangladesch: Armut und Hunger zerstören die Hoffnungen auf ein selbstbestimmtes Leben und eine bessere Zukunft. In Bangladesch sind Armut und Hunger die Hauptgründe, warum Kinder nicht zur Schule gehen. Vor allem in abgelegenen ländlichen Gebieten können sich die Familien den Schulbesuch nicht leisten. Das Geld reicht gerade so zum Überleben. Anstatt Lesen und Schreiben zu lernen, arbeiten viele Kinder auf dem Feld oder in Fabriken. Bildung ist jedoch eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Für die Grundschulbildung von Kindern extrem armer Familien im Nordwesten des Landes haben wir 2.800 Euro überwiesen. Damit können 43 Kinder ein Jahr lang eine Grundschulbildung inklusive Lernmaterialien, einer Schulmahlzeit und Gesundheitsversorgung erhalten.
Projekt 401 Nepal: In vielen ländlichen Regionen Nepals ist häusliche Gewalt gegen Frauen weit verbreitet. Traditionelle Rollenvorstellungen, denen zufolge das Leben einer Frau weniger wert ist als das eines Mannes, sind dort häufig tief verankert. Viele Frauen wissen nicht, dass es gesetzliche Grundlagen gibt, mit denen sie sich gegen Gewalt und Missbrauch wehren können, oder wo sie in Notlagen Hilfe erhalten. Mit diesem Projekt unterstützen wir Opfer von häuslicher Gewalt dabei, sich mit anderen Frauen im Dorf zusammenzuschließen. Die Frauen erhalten durch Mitarbeiterinnen unserer Partnerorganisation Oxfam Unterstützung und Schutz in akuten Gewaltsituationen sowie das nötige Wissen über ihre Rechte und mögliche Schritte gegen die Täter. Durch Bewusstseinsbildung für Männer und Jungen soll langfristig ein Bewusstsein für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander geschaffen werden. Dieses Projekt wurde mit 670 € unterstützt.
Projekt 377 Afghanistan: Rund 80 Prozent der afghanischen Frauen sind Analphabetinnen. Besonders im ländlichen Nordwesten des Landes haben viele Mädchen nie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen gibt es in der Region fast keine. Ohne diese grundlegenden Möglichkeiten haben sie jedoch keine Chance, die Armut ihrer Familien zu lindern und ihre Lebensumstände zu verbessern. Für Alphabetisierungskurse, Computer- und Englischkurse sowie eine Schneidereiausbildung für Frauen im ländlichen Nordwesten Afghanistans haben wir 1.700 Euro gespendet.
Projekt 395 NEPAL: In den ländlichen Grenzregionen Nepals sind viele kleinbäuerliche Familien von extremer Armut betroffen. Die Erträge ihrer Felder reichen kaum mehr zum Überleben aus. Insbesondere viele Frauen suchen daher nach Möglichkeiten, sich eine Einkommensquelle aufzubauen und so die Armut ihrer Familien zu lindern. Dafür fehlen ihnen jedoch häufig die finanziellen Mittel, das Wissen und die Erfahrung. Mit diesem Projekt unterstützen wir Frauengruppen dabei, die nötige Starthilfe und Schulungen zu erhalten, um sich gemeinsam eine Einkommensquelle zu erschließen. Die Frauen stellen traditionelle Blattteller (Duna Tapari) her, eine alte nepalesische Handwerkskunst und beliebte Alternative zu Plastikgeschirr. Der Verkauf der fertigen Produkte bringt den Frauen ein kleines, verlässliches Einkommen und somit die Möglichkeit, ihre Lebensumstände langfristig zu verbessern. Wir haben 1.995 Euro für dieses Projekt überwiesen.
Projekt 290 Indien: Auf der Straße gestrandet leben tausende Kinder in der südindischen Stadt Chennai in Elend und Verzweiflung. Gelegenheitsarbeiten halten sie über Wasser, doch Hunger, Angst und Gewalt sind allgegenwärtig. Ein geschütztes Zuhause, täglich warme Mahlzeiten, ein Schulbesuch, medizinische Versorgung und liebevolle Betreuung lassen sie wieder Hoffnung schöpfen. Tragen wir gemeinsam dazu bei, dass Straßenkinder ihren Weg zurück ins Leben finden und endlich wieder Kinder sein dürfen. Mit 1.000,- Euro konnten wir 4 Kindern in Chennai 1 Jahr lang Unterkunft, Ernährung, Betreuung, Schulbesuch und medizinische Versorgung bieten.
Äthiopien: Unsere zehn Patenkinder des Vereins Hahu-Ethiopia konnten wir aus dem Erlös unserer Buffets mit 2.590 Euro unterstützen. Zusätzlich konnte Lisbeth Melion durch den Verkauf ihrer Wildkräuterprodukte und Keramikengel sowie durch diverse Workshops 7.055 Euro weitergeben. Mit diesen insgesamt 9645,- Euro wurden ihre Schulausbildung, Lebensmittelpakete für besonders bedürftige Kinder, Arztkosten, ein Englischlehrer, Tanzstunden für die Mädchen und Fußballunterricht für die Burschen finanziert. Ursprünglich wollten wir unsere Patenkinder in diesem Jahr wieder besuchen, mussten unsere Reise jedoch leider aufgrund der äußerst schwierigen und gefährlichen politischen Lage vor Ort absagen.
Somit haben wir im Jahr 2025 insgesamt 17810,- Euro weitergeleitet, worüber wir stolz, dankbar und sehr glücklich sind. Wir möchten uns auch im Namen der Menschen, deren Leben wir ein wenig lebenswerter machen konnten, bei allen unseren Spendern und Unterstützerinnen von ganzem Herzen bedanken!