Christoph A. Büttner
Enden, Umbrüche, Neuanfänge.
›Postindustrielle Arbeit‹ zwischen Dokumentation und Rekonstruktion
Edition Dokumentarfilmgeschichte 12/2025
ISSN: 2750-3801
Hamburg: AVINUS.
Abstract: Arbeit ist elementarer Bestandteil des Alltags und daher Thema vieler Dokumentarfilme. Der vorliegende Beitrag geht den Verhandlungen eines grundlegenden Wandels von der industriellen Schwerarbeit zur Dienstleistungsgesellschaft im deutschen Dokumentarfilm seit ca. 1990 nach. Die betrachteten Filme werden vor dem Hintergrund eines kulturellen Diskurses über eine vermeintlich ›postindustrielle‹ Gesellschaft untersucht. Es lässt sich zeigen, wie Dokumentarfilme an diesem Narrativ mitschreiben und wie sie mit ihren eigenen ästhetischen Strategien die Erzählung eines radikalen Umbruchs der Arbeitswelt befördern.
Christoph A. Büttner. Medienwissenschaftler. Seit 2023 Wiss. Mitarbeiter an der Universität Bayreuth. 2021 Promotion an der Filmuniversität Babelsberg zu filmischen Arbeitswelten und Repräsentationen des Sozialen. Dort 2019-2023 Leiter des Forschungsprojekts „Die Verarbeitung der Arbeit im Film“. 2015-2019 Wiss. Mitarbeiter an der Universität Bayreuth. 2013-2015 Mitglied des Graduiertenkollegs „Das Reale in der Kultur der Moderne“ der Universität Konstanz. 2005-2012 MA-Studium der Medienwissenschaft, politischen Wissenschaft und Wirtschaftspolitik (VWL) an der Universität Bonn. Initiator der Filmdatenbank zu Arbeit und Prekarität im Europäischen Film (www.labouronscreen.de).