... ist hauptsĂ€chlich durch Pipes and Drums und die traditionelle Fiddel- oder auch Barmusik, also Volksmusik im GroĂen und Ganzen bekannt. Diese hat sich trotz der Highland Clearances und modernen MusikeinflĂŒĂen bis ins 21. Jahrhundert hinein auch international erhalten.
Die schottische Musik bringt allerdings auch heute noch groĂe Musiker und Bands hervor, die immer noch Musikgeschichte schreiben und weltweiten EinfluĂ auf die ganze Musikszene haben.
Schon weit bis zur Eisenzeit sind Instrumente in Schottland nichts Unbekanntes. Das Ă€lteste Musikinstrument, eine Streichinstrument, wurde sogar von ArchĂ€ologen auf der Insel Skye entdeckt und wird zurĂŒckdatiert auf das Jahr 2300 vor Christus. Das dominanteste Instrument in den AnfĂ€ngen der schottischen Musik war die clĂ rsach, oder auch schottische Harfe genannt.
Traditionell liesen sich Barden und GeschichtenerzÀhler, als auch sonstige Poeten mit einer Harfe begleiten und gaben diese Tradition immer wieder an die nÀchste Generation weiter.
Im Mittelalter bis hin zur Renaissance war die Musik von christlichen EinflĂŒssen, wie choralen GesĂ€ngen und Mehrstimmigkeit geprĂ€gt.
Mitte des 16. bis zum 17. Jahrhundert war Lautenmusik und BardengesĂ€nge, vor allem durch auslĂ€ndische Gastmusiker stark im Aufschwung, die allerdings im Laufe des 17. Jahrhunderts durch die politischen Unruhen bedingt, eine Flaute erfuhr. Aufgrund dessen allerdings etablierte sich der Dudelsack in allen Formen und AusfĂŒhrungen als Nationalinstrument Schottlands.
Im 19. Jahrhundert taucht dann die Violine als eines der beliebtesten schottischen Instrumente auf und eine bis dahin nicht bekannte energetische Art der Tanzmusik entsteht. Dazu gesellen sich vor allem Akkordeon, Flöte und Gitarre und die allseits bekannte Folkmusik Schottlands war geboren.
Man kann im generellen zwei groĂe Musikstile im Folkbereich unterscheiden, die die âgroĂe (CeĂČl MĂłr)â und die âkleineâ Musik (CeĂČl Beag) genannt werden. Die âkleine Musikâ ist allerdings internationaler bekannt und entspricht der klar strukturierten einfachen Volksmusik. Zu deren Vertreter gehören zum Beispiel seit ĂŒber 45 Jahren die âBattlefield Bandâ aus Glasgow.
Aus den Highlands und von den Inseln bekannt sind die sehr talentierte Violinenspieler der Band âBlazinâ Fiddlesâ die ihre schottische Herkunft sehr stark in ihre Art der schottischen Volksmusik einfliessen lassen.
âRun-Rigâ darf hier natĂŒrlich nicht unbenannt sein und performt jetzt seit ĂŒber 40 Jahren nicht nur in ihrer Heimatland Schottland, sondern auch weltweit. Ăberwiegend in Deutschland werden sie von einer sehr grossen Fangemeinde seit Jahren bejubelt.
âThe Corriesâ, ein Duo bestehend aus dem Roy Williamson und Ronny Browne, widmete sich seit Jahren ebenso der âScottish Folk Musicâ.
Rockmusiker Mark Knopfler, GrĂŒnder der âDire Straitsâ und bekannt fĂŒr seine herausragenden FĂ€higkeiten mit der Gitarre.
Annie Lennox, anfangs in Bands spĂ€ter ab 1990 solo mit groĂem Erfolg.
Amie MacDonald, Ihr erstes Album begeisterte weltweit.
Auch in der DJ Szene hat Schottland einige bekannte GröĂen wie Calvin Harris vorzuweisen.
Die schottische âBeecakeâ, deren Name von einem Foto eines bienenbelagerten Kuchen stammt, ist noch nichtĂŒbermĂ€Ăig bekannt bis ihren Frontmann Billy Boyd, der in allen Herr-der-Ringe-Filmen einen der Hobbit-Hauptdarsteller spielte. Billy Boyd hat auch den Song âThe Last Goodbyeâ fĂŒr den Abspann des letzten Films der Herr-der-Ringe-Trilogie geschrieben und gesungen.
Die Liste der schottischen Bands, oder der aus Schottland stammenden Bandmitgliederen, wie zum Beispiel die GrĂŒnder der Band AC/DC oder auch Nazareth ist beliebig erweiterbar und könnte hier ausgiebig ausgebaut werden, allerdings möchten wir hier lediglich die Vielfalt und die Verbreitung der schottischen Musik aufzeigen.
Volksmusik-Abende in den Pubs und Jam-Sessions gehören heutzutage zum schottischen Alltag. Neben den kleinen Livekonzerten und Sing- und Tanzveranstaltungen, finden aber auch eine Vielzahl von Festivals statt ĂŒber das ganze Jahr und Land hinweg statt. Auch in Deutschland nimmt diese Entwicklung rasant Fahrt auf.
Edinburgh hat mit ihrem weltweit bekannten Royal Military Tattoo im August u.a. noch das Edinburgh Fringe Festival zu bieten. Im August finden hier Musicals, Opern und Konzerte jeglicher Musikstile und ârichtungen statt, die alle GeschmĂ€cker bedienen. Auch in anderen Teilen Schottlands finden solche Festivals statt.
Die Vielfalt reicht von ergreifenden MusikstĂŒcken ĂŒber bekannte Volkslieder bis hin zur echten schottischen Tanzmusik.