Rituale

Wie in jeder Kompanie, so hatten sich in der 17. Kompanie auch etliche Gewohnheiten eingeschlichen. Bis zum Tode von Zimmermeister Josef Sieveke war es üblich, daß die Kompanie sich am Schützenfestmontagvormittag parademäßig beim Hause Sieveke aufstellte. Nach der Meldung durch den Hauptmann nahm dann ,,Sievken Opa" mit seinen kritischen Kommissaugen die Front ab und spendierte anschließend der Kompanie den fälligen Schluck.

Formaldienst Frühschoppen 1960

“Elsken Lissy” mit Verdienstorden - im Hintergrund “Elsken Opa”

Traditionsgemäß hieß es beim Ausmarsch am Schützenfestmontag bei ,,Elsken-Lissy": Links schwenkt marsch. Auch hier wurde ,,Elsken Lissy" und ,,Elsken Finchen" ein ,,Schuß Heil" ausgebracht, während ,,Elsken Opa" die Front abnahm.

Die nötige Flüssigkeit kam automatisch dazu. In jedem Jahr wird am Schützenfestmontag vormittags einem Schützenbruder ein Besuch abgestattet, wo man sich singend zusammen setzt und sich mit etwas Feuchtigkeit verwöhnen lässt. Doch diese lieb gewordene Tradition hat auch ihren Ursprung: Die Schwiegermutter vom Schützenbruder Laurenz Sommer war seit 1976 ans Bett gefesselt.

Die Vossberger bei Kampers Oma

Franz Klostermann, Klaus Siemermann und Heiner Bussmann beim Kartoffelschälen

Da kam der Kompanie die Idee, Westerhoffs Lissy am Schützenfestmontagmorgen zu besuchen und ein Ständchen zu bringen. Ein Rosenstrauß wurde vom Gärtner Siewe besorgt und vom Hauptmann der 17. Kompanie an Lissy überreicht.

Die Kompanie nahm vorm Kammerfenster Platz und umrahmte das Ganze lautstark mit den herkömmlichen Schützenliedern. Als Dank gab es natürlich das ersehnte ,,Nass".

Eine glücklichere Person wie ,,Westerhoffs Lissy" hat man am Schützenfest selten gesehen. Nach dem Tode von Westerhoffs Lissy" wurde dieser Brauch beibehalten. In jedem Jahr findet sich ein Schützenbruder, der die Kompanie am Schützenfestmontagvormittag zu sich einlädt.

Pünktlich 9.30 Uhr ist Antreten zum Frühschoppen im Vereinslokal, jedoch für die Schützenbrüder vom Vossberg gab es bis zum Tode von Frau Kampers (Mutter des Komandeurs) eine Ausnahme. Traditionsgemäß wurde sie von den Schützenbrüdern besucht und durch ein Ständchen erfreut.

Zur gleichen Zeit war dann der Frühschoppen im Kompanielokal in vollem Gange.Das Mittagessen wurde vom Kompaniewirt zubereitet, jedoch das Kartoffelschälen war bis 1988 Ehrensache der Schützenbrüder.

In den letzten Jahren wurde die Sangesfreude der Schützenbrüder beim Frühschoppen und vielen weiteren Anlässen durch die Quetschkommoden von Josef Kühling, Heinz Fangmann und Helmut Göcke mit seiner Gitarre musikalisch unterstützt.

Frühschoppen der 17.Kompanie beim Ehrenhauptmann Hubert Möhlmann von vorne....

... und von hinten

Unsere Kompanieapelle in Aktion