Aufgrund meiner engen Verbundenheit mit der deutschen Wissenschafts- und Kulturlandschaft, die einen wichtigen Teil meiner beruflichen Laufbahn prägt, bezogen sich meine ersten großen Projekte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit auf Deutschland: 2005 organisierte ich gemeinsam mit dem Goethe-Institut Porto Alegre die Ausstellung „Einstein kehrt nach Südamerika zurück“ anlässlich des 100. Jahrestages von Einsteins Wunderjahr. 2016 arbeitete ich mit der DAAD-Gastprofessorin Svenja Brünger zusammen, um die Ausstellung „Machtworte: Wortgewalt und Bilderwelten bei Luther“ von Jena nach Porto Alegre zu bringen. Von 2015 bis 2018 hatte ich die Ehrenpräsidentschaft des Goethe-Instituts in Porto Alegre inne. In dieser Funktion war ich verantwortlich für:
Programmleitung: die direkte Betreuung des vielfältigen Angebots an kulturellen, wissenschaftlichen und pädagogischen Bildungsprogrammen des Instituts in der Region.
Gemeinwesenarbeit: Ich leitete die institutionelle Zusammenarbeit und kulturelle Integration mit lokalen öffentlichen Schulen, um die deutsche Sprache und Kultur zu fördern.
Aufgaben als Repräsentant: Ich war offiziell Verbindungsperson zu den brasilianischen und deutschen Behörden (zum Deutschen Generalkonsulat Porto Alegre).
Im akademischen Bereich konzentrieren sich meine Aktivitäten auf zwei Gebiete: Übersetzungen aus dem Deutschen und Aufsätze/Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit. Was Übersetzungen betrifft, halte ich es für wichtig, Menschen Zugang zu grundlegenden, in deutscher Sprache verfassten Arbeiten durch direkte Übersetzungen zu ermöglichen. Darüber hinaus habe ich einige Artikel für ein allgemeines Publikum in Zeitungen und Zeitschriften geschrieben. Der umfangreichste Artikel erschien 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und bezog sich auf meine damalige Arbeit zur Anwerdung von komplexen Netzwerken auf die Geschichtswissenschaften. Ich habe außerdem mehrere Artikel für Studierende in der Revista Brasileira de Ensino de Física (Brasilianische Zeitschrift für Physikdidaktik) veröffentlicht, bevor ich von 2008 bis 2012 deren Herausgeber war. Für diese Zeitschrift übersetzte und kommentierte ich Einsteins „Physik und Realität“ von 1936, seine Arbeit von 1925 zur Bose-Einstein-Kondensation sowie Artikel von Boltzmann und Gödel.
Was lokale Aktivitäten angeht: Meine Kollegin Priscilla Paci und ich koordinieren die Semana Acadêmica da Física, eine einwöchige Veranstaltung, zu der Referenten eingeladen werden, um Vorträge und Kurse für Studierende zu halten. Außerdem unterstütze ich meinen Kollegen João Telles bei dem jährlichen Event ,,Jornada das Estrelas", wo Besucher die Möglichkeit haben, den Nachthimmel mit Teleskopen zu beobachten oder mit bloßem Auge Sternbilder, Asterismen und andere weniger bekannte Himmelskörper zu erkennen lernen. Übrigens: Jornada das Estrelas (Reise der Sterne) ist ein Wortspiel mit dem Namen Jornada nas Estrelas (Reise durch die Sterne), dem brasilianischen Titel der klassischen Fernsehserie Star Trek.