Über uns‎ > ‎

Konzept






Gesamtkonzeption des Kinderparadies e.V.





„…dann machen wir es eben selbst.“




Gliederung:



A. Hintergründe unserer Vereinsarbeit 1

I. Einleitung oder wie es zu dem gekommen ist, was wir heute als Kinderparadies vorfinden? 1

1. Zur Entwicklung unseres Vereins 4

2. Kleine Abhandlung über das Spielen 8

II. Pädagogische Konzeption des Kinderparadies e.V 10

1. Grundsätzliches / Warum brauchen wir eine Konzeption? 12

2. Unsere pädagogische Arbeit 12

3. Unser Bildungsverständnis 15

4. Wie sehen unsere Tage aus? 21

5. Wie sieht unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aus? 24


B. Grundlagen unserer Kindergarten- und Vereinsorganisation und Arbeitsweise 26

I. Satzung 26

II. Vereinsordnung 32

III. Kindergartenordnung 38

IV. Präambel 42

V. Sicherheitsplan / Vorsorgemaßnahmen / Unfallverhütung 45





(Diese Gesamtkonzeption wurde in der Mitgliederversammlung am 10. Mai 2004 beschlossen, die aktuellen Beschlüsse der Mitgliederversammlungen sind berücksichtigt.)


.

  1. Hintergründe unserer Vereinsarbeit

    1. Einleitung oder wie es zu dem gekommen ist, was wir heute als Kinderparadies vorfinden?




1. Zur Entwicklung unseres Vereins 2

Rahmenbedingungen unserer Vereinstätigkeit 4

Wo und wie „wohnen“ wir? 4

Wie viele sind wir? 5

Wann haben wir geöffnet? 5

Wie leben unsere Kinder in ihren Familien? 5

Unsere Ernährung 5

2. Kleine Abhandlung über das Spielen 6




Liebe Leserin, lieber Leser,


vor sich haben Sie eine Broschüre des Kinderparadies e.V., die alle Informationen über die Arbeit des Vereins zusammenfasst und sich damit an die Vereinsmitglieder, alle die dies werden wollen aber auch an alle, die Interesse an unserer Arbeit bekunden, wendet.

Mit dieser Broschüre wollen wir nach über fünfzehnjährigem, erfolgreichen Tun die Entstehung und Entwicklung der Arbeitsgrundlagen unserer Elterninitiative zusammenfassen und so für unsere nachwachsende Mitglieder nachvollziehbar und lebendig halten.


Dies ist die zweite Auflage einer Gesamtkonzeption und der Versuch, alles was für die Arbeit des Kinderparadieses in schriftlicher Form irgendwie von Belang ist, systematisch zusammen zutragen. Das schafft Ordnung und zugleich einen guten Überblick über die Grundlagen und das Grundver ständnis unseres Vereins. Dabei sollen nicht nur die formalen Regelungen dar–gestellt werden, die das Zusammen-wirken aller am Kinderparadies beteiligten klärt, sondern auch der im Kinderparadies insbesondere von den Fachkräften verfolgte pädagogische Ansatz und darüber hinaus auch die Einbindung des Kinderparadieses in unsere Gesellschaft.


Wir hoffen, durch diese Zusammenschau künftige inhaltliche Diskussionen anzuregen und einen offenen, durchaus kritischen aber vor allem einen konstruktiven Umgang miteinander zu fördern.


Wir laden Sie hiermit ein, über das Lesen unserer organisatorischen und pädagogischen Eckwerte des Kinderparadieses näher kennen zu lernen!



Der Vorstand


      1. ..Zur Entwicklung unseres Vereins


Vor über fünfzehn Jahren versammelten sich einige Eltern, die für ihre Kinder eine Kindertages stätte einrichten wollten, in der vor allen Dingen ihre Mitwirkung und Mitbestimmung maßgeblich sein sollte. Sie gründeten daraufhin den Förderverein Kinderparadies e.V.


Dies ist ein eigenständiger Verein mit dem Ziel die Gründung einer Kindertagesstätte zu ermöglichen und sie darüber hinaus zu fördern. Er besteht noch heute und bietet die Möglich keit, für Eltern aber insbesondere auch für weitere Verwandte und Freunde der Kinder in unserer Einrichtung sowie für sonstige, mit dem Kinderparadies Verbundene, unsere Arbeit und die Kinder des Kinderparadies finanziell zu unterstützen.


Diese Eltern nahmen damals Kontakt mit dem Jugendamt der Stadt Köln auf und bekamen von dort - nach Antrag - den Bedarf für eine weitere Kindertagesstätte in Köln-Poll bescheinigt. Dabei ergab sich der Sitz der Kindertagesstätte aus dem zur Verfügung stehenden Rauman gebot eines ehemaligen Supermarktes. Die „Gründungseltern“ waren in Köln-Porz wohnhaft, so dass sich der Standort Poll eher zufällig ergab.


Als nächster Schritt wurde der Verein Elterninitiative Kinderparadies e.V. mit Satzung vom 01.09.1989 beim Notar gesellschaftsrechtlich gegründet, in das Vereinsregister eingetragen und seine Gemeinnützigkeit – nach Antrag – vom Finanzamt anerkannt.

Mitglieder des Vereins sind die Eltern, deren Kinder in der Einrichtung betreut werden. Das Kinderparadi es ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband als Dachverband (DPWV) ange schlossen. Der von den Mitgliedern gewählte Vorstand hat geschäftsführende Funktion und übernimmt die Arbeitgeberseite dem Personal gegenüber. Alle Mitglieder verpflichten sich zu einer aktiven und regelmäßigen Mitarbeit in den unterschiedlichen Gremien und für alle anfallenden Arbeiten.


Dann erfolgte durch die Eltern die Entwicklung der Kindergartenkonzeption für das Kinder paradies. mit der der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Einrichtung konkretisiert wird.

Das Konzept enthielt Vorschläge über die Zahl der Plätze, Anzahl der Gruppen, die Art der Gruppen (z.B. „kleine altersgemischte Gruppe), und die Öffnungszeiten. Auch die pädagogische Grundorientierung (also das pädagogische Konzept) wurde vereinbart.

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden wurde nach geeigneten Räumen zum Betrieb einer Kindertagesstätte gesucht. Im Januar 1991 fand der Verein die Räume in der Müllergasse 21, einem früheren Lebensmittelladen. Besonders die Größe und die verkehrs günstige Lage ließen die Planung einer zweigruppigen Einrichtung zu. Das komplette Gebäude musste in Eigenleistung renoviert werden, die öffentlichen Gelder waren noch nicht genehmigt. Mitgliederspenden ermöglichten Ende Januar 1992 den Start der Renovierungsarbeiten, das überdurchschnittliche Engagement der Eltern deren Fertigstellung im März 1992.


Das Jugendamt der Stadt Köln hat den Verein Kinderparadies e.V. als freien Träger der Jugendhilfe anerkannt. Damit erhielt er die Möglichkeit, beim Jugendamt Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln zu erhalten (z.B. für die Gehälter der Angestellten, die monatlichen Pflegesätze pro Kind, Zuwendungen für Baumaßnahmen und Inventar).

Die öffentlichen Zuschüsse flossen und fließen nicht automatisch. Ihre Höhe richtet sich nach den verfügbaren öffentlichen Geldern und dem - nachgewiesenen – individuellem Bedarf der Einrichtung. Die Grundausstattung sowie die bauliche Errichtung der Kindertagesstätte (Umbau des ehemaligen Supermarktes zur Kindertagesstätte) bedurften langwieriger Verhandlungen und einer Menge Durchhaltevermögen. Aber auch beim laufenden Betrieb (jährlicher Betriebs kostenantrag) geht es um erhebliche Summen und um „gutes“ Wirtschaften.

Letzteres betrifft zum Beispiel die Bildung von Rücklagen für Renovierungen und Wieder beschaffungen, da hierfür die öffentliche Hand keine besonderen Mittel zur Verfügung stellt. Gleichzeitig darf in der Regel die Höhe der Rücklagen aber die Gemeinnützigkeit des Vereins nicht in Frage stellen.


Alle Ausgaben des Vereins sind ordentlich zu dokumentieren und mit Kaufbelegen o.ä. nachzuweisen. Wenn nicht alles bis auf den letzten Cent belegt werden kann, muss der Verein diese Posten selbst berappen.

Um bezüglich der Finanzen unabhängig von den jeweiligen Akteuren im Verein eine gute Buchführung und die Jahresabschlussarbeiten (Bilanzerstellung) sicherzustellen, bedienen wir uns eines Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers. Auch für die Gehalts-, Steuer- und Sozial versicherungszahlungen werden wir durch professionelle externe Hilfe unterstützt.

Durch dieses Vorgehen entstehen zwar für den Verein nicht unerhebliche Kosten, jedoch übersteigen diese Tätigkeiten erfahrungsgemäß das zumutbare, ehrenamtliche Engagement und vielfach fehlen auch die hierfür notwendigen Fachkenntnisse der Vereinsmitglieder.


Trotz der erheblichen öffentlichen Zuschüsse müssen die Mitglieder einer Eltern-initiative neben ihrer Mitbestimmung (und damit auch Mitverantwortung) immer auch einen Elternbeitrag - Geld und „Muskelkraft“ zum Beispiel beim Einkaufen, Putzen und Renovieren - einbringen.

Neben dem einkommensabhängigen Betrag an das Jugendamt ist nämlich für die Kinder betreuung in einer Kindertagesstätte ein weiterer einkommensunabhängiger Betrag direkt an die Einrichtung für den laufenden Betrieb zu leisten. Letzterer wird durch die mindestens einmal jährlich stattfindende Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vereinsvorstandes von allen Mitgliedern mehrheitlich beschlossen.


Es waren erhebliche Anstrengungen der „Gründungseltern“ nötig, die Räumlichkeiten des Kinderparadieses herzurichten, denn die Auflagen sind klar geregelt:

  • günstige Miete

  • möglichst ehemalige Gewerberäume, da für Wohnungen eine Nutzung-änderung beantragt werden muss

  • helle, saubere, trockene und gut belüftete Räume zum Spielen und Schlafen

  • angrenzende oder schnell und sicher zu erreichende Grün- und Spielflächen

  • Einhaltung der Sicherheitsvorschriften (Brandsicherung, Fluchtwege, kindergerechte Sanitäranlagen usw.)

  • gesonderter Raum für Schlafmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren

  • Küche

  • Mitarbeiterraum etc.


Und: Kinder brauchen viel Platz – je jünger die Kinder sind und je länger sie in der Kindertagesstä tte bleiben, umso mehr Platz benötigen sie. Aber auch die den „Gründungse ltern“ nachfolgenden Mitgliedergenerationen haben kontinuierlich an den Unterhaltungen und Instandsetzungen sowie an vielfältigen Verbesserungen in der Einrichtung mitgewirkt.


Da nachwachsende Mitglieder an diesen „Vorarbeiten“ Anteil haben, hat sich die Mitglieder versammlung für die Erhebung eines Aufnahmebeitrages unter Berücksichtigung sozialer Komponenten ausgesprochen.


Damit unsere Kinder im Kinderparadies professionell betreut und versorgt werden, stellt der Verein Erzieher/Innen und weitere Mitarbeiter/Innen ein. Wie viele von ihnen pro Gruppe gebraucht werden und welche Ausbildung sie haben müssen, ist gesetzlich geregelt. Das gilt auch für sonstige Dinge, an die sich ein Arbeitgeber (also der Verein, vertreten durch seinen Vorstand) halten muss: Krankenkasse, Sozialversicherung, Mutterschutz, Arbeitszeitordnung etc.

Bei der Personalauswahl steht für uns neben der Qualifikation insbesondere die  Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit im Vordergrund. Für die Leitung der Kindertagesstätte sind uns Lebens- und Berufserfahrung sowie kommunikative Fähigkeiten und nicht zuletzt eine Eignung in Manage ment und Buchhaltungsfragen sehr wichtig.


Nachdem dann noch die Betriebserlaubnis vorlag stand der Eröffnung unsere Kindertages stätte nichts mehr im Weg. Seit dem 15. März 1992 läuft der Betrieb der Kindertagesstätte mit öffentlichen Geldern in zwei Gruppen mit insgesamt 35 Kindern und dem hierfür vorgesehenen Personal.

Seitdem ist das Engagement der Eltern auch weiterhin gefragt. Sie helfen bei Hausmeister-, Garten-, Renovierungs- sowie Aus- und Umbauarbeiten, bei der Vereinsführung, bei der Organisation von Festen, beim Einkaufen, Kochen und Reinigen, bei der Beseitigung von Hochwasserschäden und vielem mehr.

Doch die Art und Weise der praktischen Elternmitwirkung, also das „was und wie“ bleibt dem Verein (der Mitgliederversammlung) selbst überlassen.

Die verschiedenen Mitwirkungsmöglichkeiten ergeben sich – neben den Gesprächen mit „älteren“ Vereinsmitgliedern – auch aus dieser Broschüre.

        1. Rahmenbedingungen unserer Vereinstätigkeit

          1. Wo und wie „wohnen“ wir?

Die Einrichtung 'Kinderparadies e.V.' liegt im Kölner Stadtteil Poll. Sie belegt die beiden unteren Etagen, Erdgeschoss und Souterrain, eines Wohnhauses in Alt - Poll.

Dieser Ortsteil ist geprägt durch viele kleine Straßen, Geschäfte, dicht aneinander gebaute Häuser und Nähe zu einer Grundschule sowie zum Rhein. Das Kinderparadies verfügt hier über ein großes Raum- und Platzangebot (ca. 530 qm) sowie einen kleineren Garten. Die Innenfläche verteilt sich auf zwei Ebenen. Beide Gruppen haben eigene, abgeschlossene Bereiche, die aber gemeinsam genutzt werden. Werkecke, Mehrzweckraum und Flurflächen stehen ebenso nach Absprache allen zur Verfügung.


Eine Gruppe, die Bärengruppe, bewohnt mit ca. 22 Kindern die untere Etage mit einem großen Gruppenraum, einem kleineren Nebenraum, einem Anteil Spielflur sowie den Wasch- und Toilettenräumen. Die zweite Gruppe, die Mäusegruppe, mit 10 Kindern hat ihre Räume ebenerdig mit einem großen Gruppenraum, einem Schlafraum, einem Nebenraum und den Wasch - und Toilettenräumen. Für das Team stehen ein Büroraum und ein Personalraum zur Verfügung. Beide Flure werden genutzt als Treffpunkt von Eltern, als Ausstellungsfläche, Spielfläche für Kinder und für die Informationswände.


Die Außenfläche, die von beiden Gruppen zugänglich ist, wird bestimmt von einem großen Sandbecken (ca. 55 qm) mit Matschtischen und einem Kletterturm mit Rutsche. Ein wenig Rasenfläche, Bänke und ein kleines Hochbeet laden draußen zum Spielen, Gärtnern und sonstigem Aufenthalt ein.

          1. Wie viele sind wir?

Die 32 Kinder des „Kinderparadies e.V.“ teilen sich in zwei Gruppen auf:

1. die U3-Gruppe, die Mäusegruppe: 10 Kinder von 1 - 3 Jahren

2. die Kindertagesstättengruppe, die Bärengruppe: ca. 20 - 22 Kinder von 3 - 6 Jahren



.Über folgende Mitarbeiterinnenbesetzung verfügen wir:


1 Leitung in Teilzeitbeschäftigung

Mäusegruppe Bärengruppe

1 Gruppenleiterin 1 Gruppenleiterin

1 Erzieherin 1 Erzieherin

1 Ergänzungskraft (die als Vertretung für beide Gruppen zuständig ist)

hin und wieder eine Berufspraktikantin


Zudem wird pro Gruppe eine Reinigungskraft beschäftigt. Eine Köchin versorgt uns an fünf Tagen und für die Küchenarbeit beschäftigen wir eine zusätzlichen Honorar-kraft.

          1. Wann haben wir geöffnet?

Die Kindertagesstätte ist von montags bis freitags durchgehend von 7.30 - 16.30 Uhr geöffnet. Somit wird eine 45 Stunden Betreuung pro Woche angeboten.

Geschlossen ist die Einrichtung (z.Zt. die letzten) zwei Wochen in den Schulsommerferien und die zweite Woche der Osterferien, zwischen Weihnachten und Neujahr, an Rosenmontag, an allen gesetzlichen Feiertagen und am Betriebsausflug der Mitarbeiterinnen. Des weiteren gibt es zwei Brückentage pro Jahr, die variabel sind und frühzeitig am Jahresanfang bekannt gegeben werden. Sie sind in der Regel in Kombination mit einem Feiertag.

          1. Wie leben unsere Kinder in ihren Familien?

Der Auftrag einer Kindertagesstätte ist als familienergänzend und -unterstützend per Gesetz definiert. Somit braucht die Einrichtung Informationen über die Familie, deren Lebensräume und Bedingungen. Zusammen mit den Wünschen und Erwartungen der Eltern sind dieses wichtige Grundlagen einer konkret ergänzenden und unter-stützenden Erziehung.

Von den 32 Kindern können alle ganztägig bei uns sein.

          1. Unsere Ernährung

Die Ernährung im „Kinderparadies e.V.“ wird von unserer Köchin, einer geschulten Ökotro phologin (Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin) unter gesunden, ausgewogenen, abwechslungsreichen und vollwertigen Aspekten gestaltet, d.h. es gibt viel frisches Obst, Gemüse und möglichst vollwertige Grundnahrungsmittel, wie Brot, Milch, Müsli, verschiedene Brotaufstriche, wenig Salz etc. Unseren Zuckerkonsum begutachten wir kritisch.

Morgens steht für die Kinder der Bärengruppe zwei Stunden ein Frühstücksbüfett bereit. Freitags frühstücken die Bären alle zusammen. In der Mäusegruppe wird jeden Tag gemeinsam gefrühstückt. Ein zweites Frühstück wird den Kindern, in Form von Obst, am späten Vormittag angeboten. Das Mittagessen besteht aus Rohkost oder Salat sowie einer warmen Speise, die größtenteils fleischlos ist. Werden Fleisch oder Wurst verwendet, so achten wir möglichst auf einen Einkauf beim Biometzger oder von Bioprodukten. Es gibt täglich Nachtisch in Form von Obst, Quark, Pudding, Grieß, Joghurt etc. Den ganzen Tag über stehen den Kindern verschiedene Getränke zur Verfügung.

Die Mahlzeit ist bei uns mehr als nur die Nahrungsaufnahme. Viel mehr sollte dies eine Phase des Zusammenseins und der Ruhe, der Erholung und des Gesprächs sein.

Die Kinder werden in die Planung, den Einkauf sowie die Zubereitung der Mahlzeiten einbezogen. Gemeinsames Backen und Kochen von Wunschessen sind willkommene Tätigkeiten für Kinder und Mitarbeiterinnen.

      1. .Kleine Abhandlung über das Spielen


Eine häufig – meist von Nichtmitgliedern - im Zusammenhang mit dem Kindergarten gestellte Frage ist die nach dem offensichtlichen "Lernerfolg" der Kindergartenarbeit bei den Kindern. Oft geht es darum, ob die Kinder Gelerntes für die Erwachsenen vorführen können, wie sie denn auf die schulischen Ansprüche vorbereitet werden oder ob nicht der Kindergartenalltag durch weitere Qualifikationen wie zum Beispiel Englischunterricht angereichert werden sollte und ähnliches.

Unsere Antwort auf solche Fragen lautet, dass die Kinder im Kinderparadies vor allem spielen – mit sich alleine, miteinander und mit den Erzieherinnen. Oftmals wird „frei“ gespielt, aber genauso unter Anleitung und mit Unterstützung.

Manchem erscheint das als zu wenig! Daher sollen im Folgenden einige kurze Überlegungen zum Spielen zusammengetragen werden, um so den Kern der eigentlichen Kinderparadies–arbeit – in Ergänzung zu der unten dargestellten pädagogischen Konzeption – darzustellen.


Spielen bedeutet Lernen mit Spaß und Freude

(siehe auch „Bildungskonzeption“)


Spielen ist eine lustvolle Tätigkeit, die Spaß macht. Es hat einen festen Platz und über-ragende Bedeutung in der Entwicklung aller Individuen.

Beim Spielen werden Aufmerksamkeit, Konzentrations-, Wahrnehmungs- und Beobachtungs fähigkeit sowie spontanes, reaktionsschnelles Handeln, Planung, Überlegtheit, Ruhe und logisches Denken gefördert.

Spielen ist nicht Arbeit oder rein instinktives Handeln, sondern ein meist an bestimmten Entwicklungsstufen gebundenes Bedürfnis. Bei Kindern äußert sich das Spiel zum Beispiel in dem Bestreben, die Natur nachzubilden oder umzugestalten, Erlebtes nachzuvollziehen, „überschüssige“ Kraft abzu-reagieren oder Ernstsituationen vorwegzunehmen.


Das was wir "spielen" nennen, ist eine aus der Neugierde geborene, freiwillige, spontane und lustvolle Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Umwelt. Es ist die ihnen gemäße Form zu handeln und die Welt zu erkunden, ihre Art, sich mit dem Unbekannten in kreativer Weise vertraut zu machen und alle nur möglichen Sicht- und Handlungsweisen auszuprobieren.

Daher sind sich Pädagogen einig, dass Spielen für die kindliche Entwicklung von heraus-ragender Bedeutung ist. Jede Art von Spielen als Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Umwelt ist für ihre geistige, körperliche und psychische Entwicklung sehr wichtig. Im Kinder paradies wird dem „Freispiel“ viel Raum gewidmet. Kinder brauchen eine Entwicklung aller Fähigkeiten – der körperlichen, sinnlichen, geistigen, seelischen und sozialen. Dies ist im freien Spiel sehr gut möglich.

Den größten Teil ihres Lebens verbringen Kinder spielend. Etwa 15.000 Stunden spielen Kinder in den ersten sechs Lebensjahren. Das Spielen als Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Umwelt ist für sie eine anstrengende, aufregende und sehr wichtige Sache. Oft wird ein befriedigter Seufzer ausgestoßen, wenn ein Werk vollendet ist.


Wir veranstalten im Kinderparadies keine "Lernkurse" für Vorschulkinder sondern verfolgen das „Literacy-Konzept“ (siehe Bildungskonzeption). Denn in unserem situativen pädagogischen Ansatz steht vorrangig das freie, zwanglose Spielen im Zentrum. Kinder brauchen Raum und Zeit für ihre eigenen Spielideen, drinnen und draußen, allein und gemeinsam mit anderen Kindern. Unsere Aufgabe und die der Pädagogen im Kinderparadies ist es, diesen Raum bereit zu stellen und entsprechende Impulse zu setzen.

Im phantasievollen Spiel nach eigener Vorstellung wird Inneres sichtbar, man lernt sich selbst kennen. Kinder wollen selbst Erfahrungen machen und ihre Grenzen austesten. Im Spiel ist dies alles möglich. Der Spieltrieb ist also eine entscheidende Triebfeder der Erkenntnis.


.Lernen durch Spielen


Die entwickelnde - bildende Bedeutung des Spielens hat heute in der Pädagogik einen herausragenden Stellenwert. Bereits Friedrich Fröbel, der Begründer des Kindergartens 1840, legte die Priorität auf das Spiel als selbstbelehrende und elementar-methodische Funktion. Bewegungsspiele, Gartenarbeit und die Beschäftigung mit „Spielgaben“ (Ball, Kugel, Würfel, Holzstäbchen, Perlen u.a.) machen Fröbels Kindergartenkonzeption aus.

Es gibt eine Vielzahl von Spielen, zum Beispiel das Konstruktions-, Rollen-, Regel-, Gesell schafts-, Puppen-, Phantasie-, Experimentier-, Bewegungs- und Wahrnehmungsspiel sowie Spiele mit Spielzeug oder Spiele mit Alltagsdingen. Dabei umfasst Spielen alle Verhaltens weisen: vom Toben bis zum Meditieren, von einfachen und immer wieder neuen Wieder holungen einer Bewegung bis hin zu schöpferischer Kreativität.

Im Spiel durch sehen, hören, tasten und selber machen lernen Kinder grundlegende kulturelle und gesellschaftliche Elemente, wie zum Beispiel die Muttersprache. Kinder sammeln beim Spielen wichtige Erfahrungen mit ihrer Umwelt sowie mit sich selbst, die sie später auf andere Lebensbereiche übertragen. Im Spiel können Kinder Dinge selber erfahren, wie zum Beispiel physikalische Gesetzmäßigkeiten ausprobieren. Erfahrungen werden gesammelt und Ängste abgebaut. Soziale Beziehungen, partnerschaftliches und soziales Verhalten, Rollenübernahme, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit werden gefördert. Grundlagen der Denk- bzw. Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, Regeleinhaltung, Selbstbeherrschung und Disziplin werden durch die Spieltätigkeit geschaffen. Das Kind lernt im Spiel, Gegenstände und Handlungen zu verallgemeinern. Das Spiel beeinflusst die gesamte persönliche und intellektuelle Entwicklung.


Spielen ist kein Zeitvergeuden. Lern- und Spielforscher sind sich heute darüber einig, dass das Spiel selbst eine wichtige Form des sozialen und auch kognitiven Lernens darstellt. Unter den Bedingungen des Spiels konzentrieren sich Kinder besser und prägen sich mehr ein. Deshalb kann das Spiel effektiv zum Lernen eingesetzt werden. Wie erfolgreich "unsystematisches" Lernen sein kann, beweist das Erlernen der Muttersprache.


Spielen macht Spaß und findet in einer zwanglosen, positiven Atmosphäre statt. Dies alles sind Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Denn es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass

  • besonders effektiv im Gedächtnis haften bleibt, was in der Erinnerung mit positiven Gefühlen verknüpft ist und

  • Freude und Spaß sowie eine angenehme Atmosphäre ohne Druck die Lust am Lernen steigern. Lerninhalte, die mit Gefühl aufbereitet und vermittelt werden, können besser im Gehirn abgespeichert und abgerufen werden.


Umgekehrt ausgedrückt blockieren Angst, Druck und Zwang den direkten Weg zur Lernlust und zum Lernerfolg.


Kinder sind oft ganz vertieft in ihr Spiel und machen für den Außenstehenden einen abwesen–den Eindruck. Die Pädagogin Maria Montessori beschreibt diesen Zustand ausführlich. Ihre Folgerungen daraus sind, dass Kinder Freiräume benötigen, um selbst aktiv zu werden. Die Erwachsenen dürfen nicht stören. Außerdem fordert sie eine liebevolle positive Erziehung ohne Unterdrückung durch den Erwachsenen nach dem Motto "Hilf mir, es selbst zu tun".

    1. .Pädagogische Konzeption des Kinderparadies e.V

      1. Grundsätzliches / Warum brauchen wir eine Konzeption?

Unsere pädagogische Konzeption ist - nach der Grundausrichtung durch die Eltern - nunmehr das gemeinsame Arbeitsergebnis des gesamten pädagogischen Teams des Kinderparadies e.V. der letzten Jahre. Sie verdeutlicht die Ziele unserer pädagogischen Arbeit sowie deren Möglichkeiten und Methoden der Umsetzung. Weiter beschreibt sie unsere organisatorischen Rahmenbedingungen und dient Kolleginnen, Eltern und Kindern der Information und Auseinandersetzung über die wesentlichen Grundvorstellungen, -haltungen und Werte unserer Erziehung.

Darüber hinaus gibt sie uns die Möglichkeit, unsere Arbeit transparent und überprüf-bar zu machen. Sie schafft eine einforderbare Richtlinie für Kinder, Eltern und Team.

Wir begreifen diese Konzeption als eine zur Zeit gültige Arbeitsgrundlage, wohlwissend, dass eine sich verändernde Elternschaft, wechselnde gesellschaftliche Bedingungen sowie neue Kolleginnen eine prozesshafte Weiterentwicklung erfordern.

      1. Unsere pädagogische Arbeit

        1. 2.1 Unsere Grundüberlegungen

Wir verstehen die Kindertagesstätte „Kinderparadies e.V.“ als einen ganzheitlichen Erfahrungs- und Lebensraum für Kinder von ein bis sechs Jahren, somit als einen wichtigen Baustein sozialer und gesellschaftlicher Entwicklung.

Unser Haus soll ein Haus für Kinder sein, in dem sie sich mit ihren aktuellen Spiel- und Lernwünschen aufgehoben und wohl fühlen. Die Kindertagesstätte soll Kindern die Möglichkeit bieten, die zum Teil übermäßigen Sinnes- und Reizwahrnehmungen ihrer Umwelt zu verarbeiten, zu begreifen und zu verstehen. Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen sollen die Einrichtung gerne betreten und sich in angenehmer und warmer Atmosphäre begegnen.

Wir als Team vertreten eine offene und bewegliche Pädagogik, die an der Entwick-lung der Kinder orientiert ist und hierfür Freiräume schafft. Hierzu bedienen wir uns in der Pädagogik des situativen Ansatzes, der das gegenwärtige Interesse und die gegenwärtigen Fähigkeiten von Kindern in seinen lebendigen Mittelpunkt rückt.


Der situative Ansatz verlangt eine Haltung dem Kind gegenüber, die durch folgende Aspekte geprägt ist:

  • Respekt und Achtung für das Kind

  • die Zeit dem Kind anmessen

  • die Kinder bestimmen mit

  • Verständnis für das kindliche Leben und Erleben

  • das Angebot entwicklungsbegleitender Projekte

  • Neugier und Interesse für die Arbeit mit Kindern

  • die Gegenwart und ein lebendiges Miteinander sind wichtig?

  • gemeinsame Gestaltung der Räume

  • die Mitarbeiterinnen sind für die Kinder ansprechbar etc.

        1. 2.2 Wir als Team

Geprägt durch unterschiedliche kulturelle Einflüsse kommen wir zusammen zu einem interkul–turellen Team. Unsere Unterschiedlichkeit bedeutet für uns eine wertgeschätzte Vielfalt und Ergänzung. Wir begegnen Kindern und Eltern als Expertinnen und stets Neugierige zu Schwer–punkten und Themen wie:

  • Wie gehen wir miteinander um?

  • Bewegungserziehung

  • Umweltpädagogik / "Waldtage"

  • kreatives Gestalten

  • Backen und Kochen

  • Arbeit mit unter dreijährigen Kindern

  • Körpererziehung und Sinneserfahrungen

  • Erziehung zur Selbstständigkeit

  • musische Erziehung

  • Spracherziehung

  • Interkulturelle Kompetenzen

  • Naturwissenschaft und Forschung

  • Elternarbeit


Als Team wissen wir viel und trotzdem lernen wir mit den Kindern stets dazu. Auch wir stellen uns in Frage und überprüfen unsere Arbeit und den Umgang miteinander.

Wir verstehen uns im organisatorischen Rahmen der Einrichtung unter Berücksichtigung der Aufsichtspflicht als zurückhaltende, beobachtende, gewährende und engagierte Begleiterinnen der Kinder. Fachlicher Austausch, Reflexion und Überprüfung unserer Arbeit finden in Groß- und Kleinteamsitzungen und an zwei Konzeptionstagen im Jahr ihren Raum.

Wir führen Einzelgespräche, bilden uns fort und nehmen teil an Erzieherinnentreffen und Leitungskonferenzen.

        1. 2.2 Welche Ziele verfolgen wir?

Eines unserer wichtigsten Anliegen ist die Achtung vor dem Kind. Es ist willkommen, es gehört dazu, es kann mitmachen und es gibt Erwachsene, die ihm zuhören und es mögen.

Kinder sind von sich aus neugierig und lernfreudig. In unserer Einrichtung soll Raum sein für eigene Erfahrungen, Verantwortlichkeiten, Konsequenzen, eigenes Erleben und eigene Erfolge. Die Ideen der Kinder sind die Grundlage für Projekte und Angebote. Die Gemeinsamkeit hat einen hohen Stellenwert.

Kinder bestimmen hier selbst die Nähe, die Distanz, die Intimität und die Erfahrungen mit dem eigenen Körper.

Das Kinderparadies ist ein Ort für Mädchen und Jungen. Beide Geschlechter wollen wir mit geschärft em Blick in der geschlechtsspezifischen und -differenzierenden Entwicklung unter stützen. Kinder entscheiden sich für Spielpartnerinnen, Spielort, das Material und die Hilfen, die sie brauchen, eigenverantwortlich. Das heißt auch, Kinder sprechen sich ab, untereinander und mit den Mitarbeiterinnen, und melden sich rück. Regeln und die Grenzen sollen für Kinder sinnvoll und nachvollziehbar sein. Hier können die Kinder gewaltfreie Möglichkeiten der Konfliktlösung einüben. Kinder werden bei uns gefordert und unterstützt, sich selbst zu erproben, kennen zu lernen, einzuschätzen und ihre Grenzen zu erfahren.

Das heißt für uns konkret, den Kindern Möglichkeiten zu schaffen, in denen sie ihre Energie, ihre Sinne, Anspannung und Bewegung achten und erfahren können.

Der Umgang mit und das Wissen um die Umgebung, die Natur, ihre Vorräte und Zusammen hänge sind uns ein besonderes Anliegen. Verantwortlichkeit für sich und andere spielt hier eine bedeutende Rolle.

Unsere Kinder und Eltern gehören unterschiedlichen Religionen an oder sind religionsfrei. Kinder können bei uns vielfältig religiöse Glaubensrichtungen und Festformen kennen lernen, ohne Wertung oder Gewichtung.

        1. 2.3 Wie setzen wir diese Ziele um?

Wir gehen davon aus, dass Kinder in ihrer lebensfrohen und -bejahenden Art gestärkt werden, wenn sie früh in den Alltag der Einrichtung eingebunden werden und an ihm teilhaben. Hierbei sprechen wir den Kindern viel Lob aus und betonen die Werte, die in ihren Unterschiedlich–keiten liegen.

Die Bedingungen hierfür werden wir im Folgenden erläutern.

  • Unsere Räume sind so eingerichtet und gestaltet, dass sie durch ihre Atmosphäre zu Bewegung, zu ruhigem Spiel und zu kreativem Tun auffordern.

  • Das Material wird so ausgewählt und angeboten, dass es die Kinder interessiert und zu Aktivität anregt. Kinder verfügen bei uns über eine Menge an freiem Material, d.h. Unvor–gefertigtes.

  • Das Freispiel nimmt bei uns einen enormen Stellenwert ein. Hier werden den Kindern Handlungsfreiräume eröffnet, in denen selbstständiges, selbstbestimmtes Lernen stattfinden kann. So haben die Kinder die freie Wahl des Spielinhaltes, der Spielpart–nerinnen und des Spielortes im ganzen Haus.

  • Wir als Team übernehmen die Verantwortung, den Kindern Entwicklungsreize für Be wegungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten, Aktivität und Initiative zu geben.

  • Bereits in der Erziehung im Vorschulbereich sind wir uns bewusst, dass die Vorbeugung einer (späteren) Sucht und ungesunden Konsums mit zu unseren Aufgaben zählt. Wir wollen dem gerecht werden, indem wir Kindern die Begleitung, die Zeit und den Raum zur Verfügung stellen, Alternativen zum Konsum zu entdecken, selbst tätig und aktiv zu werden, sowie die eigenen Qualitäten und Stärken zu entdecken.

  • Unsere Arbeit bestimmt sich durch ein Zusammenwirken von Freispiel, Beobachtung und Angeboten, die die Ideen der Kinder aufgreifen und sie angemessen fordern und fördern. Wir bieten zusätzlich erweiternde und alternative Aktivitäten an, die die Kinder anregen sollen, auch mal etwas anderes auszuprobieren oder etwas „anders“ zu machen.

  • Dabei setzen wir sehr viel Zutrauen in ihre Fähigkeiten. Neben dem Freiraum für Spon taneität werden Regeln und Absprachen verhandelt, Konsequenzen eines Regelverstoßes sollten den Kindern bewusst sein.

  • Die Nähe zu den Eltern, das Nutzen der Elterngremien, Gespräche zum Verständnis unserer Arbeit und die Erwartungen der Eltern bilden einen weiteren Schwerpunkt. So kann den Kindern der Übergang Familie - Kinderparadies und umgekehrt erleichtert werden.

  • Die Kinder werden von uns an der Verantwortlichkeit für die Räume und das gemeinsame Tun beteiligt. Sie räumen auf, sie gestalten, sie übernehmen Ämter und Aufgaben, ältere Kinder übernehmen Patenschaften für jüngere Kinder (etwa in der Eingewöhnungszeit) und sie bestimmen über die verschiedenen Kinderplenen (Kindersitzungen) mit.

  • Aktivitäten und Feiern finden in der Regel nach Absprache gruppenübergreifend statt. Auch im Alltag öffnen wir die Gruppen, um den Kindern die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Materialien, Kinder anderen Alters und unterschiedliche Mitarbeiterinnen kennen zu lernen und zu nutzen.

  • Wir unternehmen mit den Kindern Spaziergänge, Besorgungen, Einkäufe, Besuche der Bücherei, Ausflüge und üben die Teilnahme am Straßenverkehr, um sie in und mit der Umgebung bekannt und vertraut zu machen, ihnen Zusammenhänge zu verdeutlichen. Hierzu nutzen wir auch die öffentlichen Verkehrsmittel.

  • Wir übernehmen gemeinsam einen Teil der Pflege unseres Gartens, legen an, beob achten und ernten.

  • Themenreihen als Angebote und Projekte ergeben sich neben den Ideen und Neigungen der Kinder aus dem Lauf der Jahreszeiten, den Brauchtumsfesten sowie aktuellen Anlässen. Hierbei hat über eine Zeit ein Thema Vorrang und wird ganzheitlich erfahrbar gemacht. Die Mitarbeiterinnen entwickeln mit den Kindern eine entsprechende Stoffsam mlung und gestalten Projekte. Zu unseren weiteren Angeboten gehören Übernachtungen in der Bärengruppen und die Pflege eigener kleiner Traditionen.

  • Kinder, die im letzten Jahr das Kinderparadies besuchen, finden sich in einer eigenen kleinen Gruppe zusammen, der "Dinogruppe". Die Dinos üben sich in Begleitung im Verkehr, erarbeiten eigene Themen, machen Ausflüge, gehen schwimmen, haben regelmäßig Dinorunden und lernen die Schulsituationen so im Kindergartenalltag kennen. Zum Abschluss verreisen die Dinos drei Tage und feiern, bevor sie den Kindergarten verlassen das „Schultütenfest“. Auch noch nach der Kindergartenzeit reißt der Kontakt nicht ab: im Herbst treffen sich „alte“ und „neue“ Schulkinder zu einem weiteren Besuch und tauschen sich aus.

      1. Unser Bildungsverständnis

Seit dem 1. August 2008 gilt das neue „Gesetz zur frühen Förderung von Kindern“, kurz Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Das Gesetz gilt für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. Mit dem neuen Gesetz wird der Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen gestärkt. Wir ergänzen die Förderung des Kindes in der Familie und unterstützen die Eltern in der Wahrnehmung ihres Erziehungs auftrags.

Wir arbeiten zeitgemäß mit Förderung auf hohem pädagogischen Niveau.

        1. 3.1 Bildungskonzeption – Bildungsziele

Unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit zielt darauf ab, das Kind zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern, es zu Verantwortungsbereitschaft, Gemeinsinn und Toleranz zu befähigen, seine interkulturelle Kompetenz zu stärken, die Herausbildung kultureller Fähigkeiten zu ermöglichen und die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen zu unterstützen.

Der Begriff Bildung umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Vielmehr geht es darum, Kinder in ihren möglichen, insbesondere in den sen-sorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen, wissenschaftlichen, interkulturellen, musischen, kreativen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern.

Dabei sehen wir die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität als Grundlage eines jedes Bildungsprozesses an. Das Ziel unserer Bildungsarbeit ist daher, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen im Alltag Gelegen–heiten zu verschaffen, ihre Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen.


Die Einrichtung orientiert sich hierbei an einem vom Team und der Elternschaft gemeinsam erarbeitetem Bildungskonzept. Dieses Bildungskonzept greift Themen als Aufgabenstellung für die pädagogischen Fachkräfte auf, die für Kinder interessant und herausfordernd sein können. Unser Ziel ist es, durch ganzheitliches Erfahrungs-lernen eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Kindes zu ermöglichen. Dabei finden sich die folgenden Bildungsziele in allen Bereichen wieder, d.h. „Bildung“ wie wir sie verstehen, findet „überall“ statt. Jedes Kind bringt so genannte „Selbst-bildungspotenziale“ mit. Genannt sind hier:

  • Differenzierung von Wahrnehmungserfahrung über die Körpersinne, über Fernsinne und über die Gefühle;

  • Innere Verarbeitung durch Eigenkonstruktionen, durch Phantasie, durch sprachliches Denken und durch naturwissenschaftlich-logisches Denken;

  • Soziale Beziehungen und Beziehungen zur sachlichen Umwelt;

  • Umgang mit Komplexität und Lernen in Sinnzusammenhängen sowie

  • Forschendes Lernen.

        1. 3.2 Unsere Bildungsbereiche

          1. Bewegung:

Warum ist das Thema „Bewegung“ so wichtig bei unserer Arbeit?

Wir sehen Bewegung als einen ganzheitlichen Prozess des Erfahrungslernens im Alltag an, weil die Kinder hier in allen Bereichen wie z.B. Förderung der Wahrnehmung, der Ausdauer, durch Kraft und Mut etc. Erfahrungen sammeln. Sie lernen durch Wiederholungen, nehmen ihren Körper wahr, üben sich in der Grob- und Feinmotorik, sensibilisieren ihren Forschergeist, können ihre Phantasien ausleben und eigenständig kreativ sein. Gefühle spielen hierbei auch eine große Rolle. Das Thema „Bewegung“ ist daher ein wichtiger Schwerpunkt unseres Hauses und findet auf verschiedenen Ebenen statt.


Wie setzen wir dies in unserer Arbeit um?

Grundsätzlich haben die Kinder die Möglichkeit sich individuell im Alltag in allen Räumen zu bewegen und hierbei unterschiedliche Materialien zu nutzen und zu verändern. Dabei werden durch die Phantasie der Kinder die Bewegungsabläufe eingebettet z.B. in Rollenspiele von unterschiedlicher Art und Weise: dramatische Szenen, fiktive Ereignisse, abenteuerliche Unternehmungen, in unterschiedliche Tierformen hineinschlüpfend - alles ist möglich. Ebenso steht den Kindern außerhalb des Hauses das kleine Außengelände bzw. Gartengelände, täglich zur Verfügung.


Ein komplexes Bewegungsangebot ist die „Bewegungsbaustelle“ als freies erzieherisches Bewegungsangebot mit dem Ziel, den Kindern ein ganzheitliches Lernprojekt für alle Sinne anzubieten.

Die Kinder haben in der „Bewegungsbaustelle“ die Möglichkeit, selbsttätig ihre Bewegungs umwelt mitzugestalten. In aktiver Auseinandersetzung mit den Dingen können sie mehr über deren Eigenschaften und Handhabung sowie über den eigenen Körper, die Umwelt und die Gruppe zu erfahren. Der Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Gegenständen, wie z.B. große Reifen, Holzbalken, Seilen, Klettergerüsten etc. vermittelt Fähigkeiten des Konstru ierens, Bauens, Kletterns, Spielens, Tobens, Rennens, Fallens, Hüpfens, Balancierens sowie Spaß und Freude zu erleben oder auch mit Wut und Enttäuschung umgehen zu können. So erleben die Kinder im spielerischen Umgang Erfolge und Misserfolge sowie den Umgang mit diesen Gefühlen.

Sie lernen Rücksicht zu nehmen, in der Gruppe zurechtzukommen, stark zu werden, Zutrauen zu gewinnen, mutig zu werden. Sprachförderung geschieht hier in Verbindung mit Bewegung - die Kommunikation findet im Miteinander statt. In spielerischer Umgebung lernen sie, Risiken einzuschätzen, neugierig zu forschen, zu entdecken und zu erfinden. Sie können dabei ihre eigene Grenzen kennenlernen und über Grenzen hinauszugehen. Sie lernen Ausdauer und Konzentration. Kreativ haben sie die Möglichkeit, sich an unterschiedlichen Gegenständen zu erproben und dadurch neue Perspektiven kennenzulernen. „Bewegungsbaustelle“ heißt für die Kinder: „mit allen Sinnen dabei sein!“ Oder mit anderen Worten ausgedrückt: „Wer sich nicht bewegt, dem bleibt vieles verschlossen.“

Für die Mäusekinder gibt es ein abgewandeltes „Baustellenangebot“ mit altersadäquaten Materialien und Gegenständen, im Toberaum der Mäusegruppe.

Ein weiteres festes Bewegungsangebot ist das Turnen: Die „Turnstunden“ finden in altersadä quaten Gruppen statt. Es gibt ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot, das unter anderem auch Tanz, Spiel und Rhythmik umfasst.


Wenn die Witterung und die Personalsituation es zulässt, veranstalten wir freitags auf den Poller Wiesen einen „Rädchentag“, zu dem die Kinder ihre Bewegungs-fahrzeuge wie Fahr räder, Roller, Inline Skates etc. mitbringen können. Das Team nimmt hierzu einen Bollerwagen mit unterschiedlichen Materialien wie Bälle, Seile, Stelzen und auch verschiedene Fahrzeuge mit.


Mehrmals im Jahr findet für alle Kinder, auch bei schlechter Witterung, ein "Waldtag" mit verschiedenen Aktivitäten im Wald statt. Bei den “Waldtagen“ haben die Kinder in der Natur vielfältige Bewegungsmöglichkeiten wie z.B. Gelegenheiten, mit Hilfen von verschiedenen Seilkonstruktionen, sich im Klettern und Balancieren zu üben oder den Wald zu erforschen. Während der Winterzeit findet an diesen Waldtagen, je nach Witterung, eine „Waldwanderung“ statt.

Damit die Kinder möglichst viele Wahrnehmungserfahrungen machen können, finden viele Ausflüge außerhalb der Einrichtung statt: Spaziergänge, Spielplatzbesuche, Spielen auf den Rheinwiesen und der Bezirkssportanlage sowie Ausflüge mit Bus und Bahn.


Einmal im Monat unternehmen die künftigen Schulkinder, die sogenannten „Dinos“, unter der Aufsicht einer Rettungsschwimmerin einen Schwimmbadbesuch.

          1. Spielen, Gestalten und Medien

Spielen bedeutet: Lernen mit Spaß und Freude, für uns heißt das: „Lernen mit allen Sinnen“

Das Spiel ist ein zentrales Feld kindlicher Eigenkonstruktion. Kinder „konstruieren“ spielend soziale Beziehungen, Geschichten und äußere Bedingungen. Daher möchten wir unseren Kindern eine Umgebung bieten, die vielfältige Anregungen und große Spielräume für das Spiel allein und mit anderen Kindern zulässt. So stehen den Kindern außerhalb der Gruppenräume auch die großen Flure mit ihren unter-schiedlich eingerichteten Bereichen, z.B. eine Puppenecke, eine Kinderbücherei, eine Werkecke, ein Mehrzweckraum, eine Verkleidungsecke, eine Schreibwerkstatt, etc. zur Verfügung.


Was bedeutet das für unsere Arbeit?


Diese vielfältigen Möglichkeiten sollen die Kinder zum Spiel anregen. In Rollen-spielen z.B. sollen eigene Ideen entwickelt und umgesetzt werden, verschiedene Materialien können genutzt werden. Sie können sich zurückziehen, indem sie z.B. Höhlen bauen, oder sich nach Absprache im Mehrzweckraum treffen. So gestalten unsere Kinder ihren Alltag zum großen Teil selbst.

Dabei vertrauen wir auf die konstruktiven Leistungen der Kinder, ihr individuelles Tempo, versuchen sie nicht ständig zu „verbessern“ und lassen sie so möglichst selbstständig ihre Erfahrungen nach dem Motto: „Hättest du mir nichts erklärt, hätte ich es noch besser verstan den“ machen.


Die Erzieherinnen sind dabei ihre Begleiterinnen, die sie in ihren Spielsituationen beobachten, Impulse setzen oder Spielpartner sind, um z.B. die Spielhandlungen zu erweitern oder um einzelne Kinder zu unterstützen.


Beim bildnerischen Gestalten bevorzugen wir nicht vorgefertigte Materialien, wie Knete, Ton, Sand, Holz, Stein und greifen dabei oft auf alltägliche und „kostenlose“ Materialien zurück. Unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten auch flüssige und feste Farben, Kleister und Ähnliches. Um die Handgeschicklichkeit zu fördern und die Feinmotorik zu schulen üben wir den Umgang mit Scheren, Stiften, Schraubenzieher, Sägen etc.


Was für eine Rolle spielen Medien?


Wir nutzen in unserer Einrichtung zur Unterstützung verschiedener Projekte in der Arbeit mit den Kindern und den Eltern verschiedene Medien. Hierzu gehören z.B. ein Overhead-Projektor, ein Diaprojektor, eine Videokamera sowie eine Digitalkamera. Wir nutzen dies alles zur Unterstützung unserer Projektarbeit, zum Einsatz bei Elternabenden und für unsere team internen Vorbereitungen. Der Umgang mit dem CD- bzw. Kassettenrekorder ist für die Kinder selbstverständlich. In Absprache mit den Erziehern können die Kinder zur Sprachförderung und zur Umsetzung der Schriftsprache auch einen Computer nutzen.

Sprache/ Sprachförderung


Die Förderung der Sprache im Elementarbereich ist ein wesentlicher und bedeutsamer Bestandteil der Bildungsvereinbarung des Landes NRW. Seit 2007 finden daher für alle vierjährigen Kinder gesetzlich verpflichtende Sprachstandserhebungstest Delfin 4) der Grund schule statt. Die Sprachförderung bildet - neben den vorschulischen Bildungsschwerpunkten Bewegung, Umwelt- und Naturbeusstsein - einen weiteren Schwerpunkt unserer päda gogischen Arbeit. Dabei greifen wir auf die SISMIK- und SELDAKBÖGEN zurück (SISMIK: Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern im Kindergarten- SELDAK: Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachigen aufwachsenden Kindern).

Diese Beobachtungsbögen wurden von Michaela Ulich und Toni Mayr vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München entwickelt. Durch sie wird es möglich, sprachliche Bildungsprozesse über einen längeren Zeitraum systematisch zu begleiten und Sprachentwicklung zu fördern.


Der Begriff „Literacy“ bedeutet im engeren Sinne, „die Lese- und Schreibkompetenz erhalten“ und erfasst im weiteren Sinn alle Erfahrungen und Grundfertigkeiten im Zusammenhang mit der Erzähl-, Sprach- und Schriftkultur. Das Literacy-Konzept der Erziehung sieht vor, ein litera lisierendes Klima in den Kindertagesstätten zu schaffen, welches das Erlernen der Sprach struktur unterstützten soll. Es zeigt die Verbindungswege zwischen der gesprochenen und der geschriebenen Sprache und unterstreicht die Bedeutung, Wege zur Schriftkultur neu zu betrachten. Es will vermitteln, dass die Ermöglichung einer frühen Begegnung mit Schrift sprache, Bestandteil sprachlicher Bildung ist und keine Frühalphabetisierung sein darf (vgl. Silvia Näger, Literacy- Kinder entdecken Buch-, Erzähl- und Schriftkultur, 2005). Durch Literacy-Erziehung soll das kindliche Interesse an Büchern, Lauten, Schriften, Sprachen, Erzählungen, Reime und Zeichen geweckt und begleitet werden. Dies geschieht immer in spielerischen, dem Entwicklungsstand des einzelnen Kindes entsprechenden Methoden. Kinder mit Literacy-Erfahrung haben langfristig Entwicklungsvorteile in der Sprachkompetenz, wie auch später beim Lesen und Schreiben.

          1. Sprachkompetenz und Methodenvielfalt

Sprache ist ein wichtiges Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Der Erwerb von Sprach kompetenz bedingt die Fähigkeit des eigenen Denkens.

Unsere verschiedenen rhythmischen und musikalischen Bewegungsangebote zielen dabei auch auf die Aktivierung und Förderung der Atmung, Sprechmotorik sowie der Bewegungskoor dination der Kinder. Im Umgang mit den jüngeren Kindern achten wir darauf, auch sprachliches Vorbild zu sein und verwenden daher statt der so genannten „Babysprache“ ganze Wörter bzw. Sätze, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung altersadäquat zu unterstützen. Die Kinder lernen in einem regelmäßig stattfindenden Plenum, ihre Bedürfnisse, Absichten und Meinungen zu verbalisieren und erfassen, dass soziale Ordnungen sprachlich geregelt sind. Sprachliches Denken- wird bei uns auch durch das Lernen von Regeln und Einhalten von Absprachen gefördert.


Im täglichen Miteinander lernen ältere Kinder, dass gerade jüngere Kinder ihre Befindlichkeit durch Gestik und Mimik ausdrücken.


Zur ständigen Auseinandersetzung mit dem Thema Sprache, benötigen die Kinder ein sprach liches Experimentierfeld. Das bedeutet für uns, das Interesse der Kinder an Zeichen und Symbolen der Erwachsenenwelt zu unterstützen, ihre Wahrnehmung zu fördern, indem wir z.B. ihre Aufmerksamkeit auch auf Zahlen lenken, und unter-stützen die Begriffsbildung der Kinder durch die möglichst genaue Versprachlichung alltäglichen Geschehens. Dabei spielen Gleichheits- und Ordnungsbeziehungen, sowie Zeit und Größenverhältnisse, ebenso eine Rolle wie der Umgang mit Mengen und Zahlen.

Neben der gesprochenen Sprache rückt mit zunehmendem Alter die geschriebene Sprache in ihr Interessenfeld. Deshalb haben wir eine „Schreibwerkstatt“, in der den Kindern unterschiedlic he Medien z.B. ein Computer, eine Schreibmaschine und diverse Schreibmaterialien wie z.B. Stifte, Kalender, Hefte, Stempel, Schreibfedern etc. zur Verfügung stehen. Spielerisch entdecken sie hier unterschiedliche Schriftzeichen und Buchstaben.


In Verbindung mit der Literacy-Erziehung ist die Auseinandersetzung bzw. der ständige Umgang mit Literatur im Alltag für uns ein wichtiges Thema, um die Sprachkompetenz der Kinder zu erweitern. Die Erzieherinnen nehmen die Wort- und Grammatikerfindungen der Kinder, ihre Sprachbilder und ihre individuelle Ausdrucksweise bewusst wahr und greifen sie in sogenannten Sprachspielen auf. Wir nutzen dabei auch Medien, wie zum Beispiel Bilderbücher, CDs, Kassetten, Handpuppen und verwenden den Computer zum Geschichtenerfinden, also zur Umwandlung des gesprochenen Wortes in Buchstaben. So unterstützen wir die Sprechfreude der Kinder und ermuntern zum Nacherzählen. Weitere Angebote, wie Lieder, Reime, Finger- und Rollenspiele, sollen die Kinder zum Zuhören anregen. Täglich finden Vorleserunden in kleinen altersadäquaten Gruppen während der Mittagsruhe statt. Die Themen sind hierbei sehr unterschiedlich: Von der Märchenwelt bis hin zu sogenannten Lesebild-Büchern ist alles vorhanden - und um auf eine vielfältige Literaturauswahl zurückgreifen zu können, besuchen wir monatlich, in Kleingruppen, die Stadtbücherei und leihen uns Bücher aus. Wir laden Eltern, Großeltern und Senioren aus Poll zu Vorleserunden ein. Die Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“ unterstützt uns ehrenamtlich in unseren Vorleserunden.


Die Zweisprachigkeit von Kindern wird bei uns anerkannt und dadurch wertgeschätzt, dass sich Themen aus der Lebenswelt der Familien in den Aktivitäten, Materialien und der Raumge staltung wiederfinden. So lernen die Kinder sprachliche Zeugnisse verschiedener Kulturen in Form mündlicher und schriftlicher Traditionen kennen.

          1. Natur und kulturelle Umwelt

Grundsätzlich ermöglichen wir den Kindern Natur und Umwelt eigenständig zu erforschen und so Vorstellungen und Kenntnisse über Gegenstände, Vorgänge und Zusammenhänge zu erkennen. Kinder wollen verstehen, wie und warum etwas funktioniert.

Der Bildungsbereich „Naturwissenschaft und Forschung“ erschließt sich über den Umgang mit den Elementen Erde, Luft, Wasser und Feuer. So zeigt sich die Natur als lebendige Natur in Form von Pflanzen und Tieren, schließt aber die Aufmerksamkeit auf auffallende Phänomene der physikalischen, der astronomischen und der chemischen Welt nicht aus. Wir sind bemüht, auf die Fragen der Kinder die richtigen Antworten zu finden, was oft zu gemeinsamen Projekten führt. Das können jahreszeitlich bedingten Themen bzw. Projekte sein, um verschiedene Naturvorgänge zu verstehen oder der Umgang mit Tieren wie z.B. die Pflege des Fisch aquariums oder das Züchten von Schmetterlingen, um deren Entwicklung zu verstehen. Im Alltag steht den Kindern eine Forscherecke mit wechselndem Material zur Verfügung.


Wir nutzen Anlässe wie z.B. die Adventszeit, um den Kindern den Umgang mit Feuer und der davon ausgehenden Brandgefahr, sowie das Verhalten im Notfall anschaulich zu erklären und gemeinsam zu üben.

Weil das Außengelände nicht alle Möglichkeiten an Erfahrungslernen ausschöpft, legen wir Wert darauf, möglichst viele naturwissenschaftliche Angebote und Aktionen auch außerhalb der Einrichtung stattfinden zu lassen.


Über die natürliche Umwelt hinaus erregen auch die Phänomene der kulturellen Umwelt die Neugierde der Kinder: Durch mehrmaliges Erkunden des kindlichen Nahbereichs bis hin zu weiteren Exkursionen mit Bus und Bahnen in andere Stadtteile, versuchen wir den Kindern lebenspraktisches Wissen zu vermitteln. In anschließenden Gesprächen wird die Erinnerung an das Erlebte und Gesehene aufrechterhalten und durch gezielte Angebote ergänzt und weiter bearbeitet. Lernen, wie man sich im Straßenverkehr verhält, gehört ebenso dazu, wie das Kennen wichtiger Plätze, markanter Gebäude, Grünanlagen oder Brunnen und Denkmäler. Besuche unterschiedlicher Museen und Theater nutzen wir, um den Kindern Kunst oder Geschichte näher zu bringen und um die kindliche Neugierde zu fördern. In Projekten erfahren unsere Kinder viel zur Geschichte ihres Stadtteils und über das damalige und aktuelle Leben der Menschen hier.


Die „Interkulturelle Erziehung“ soll das Kennenlernen anderer Kulturen und deren Lebensweise vermitteln. Daher versuchen wir Kenntnisse über Menschen aus anderen Ländern, nicht nur durch das Betrachten von Bilderbüchern zu vermitteln, sondern wir kaufen z.B. in türkischen Läden ein, kochen und probieren Speisen aus verschiedenen Ländern und beschäftigen uns eingehend mit diesen.

          1. Forschendes Lernen

Um Kindern zur Auseinandersetzung mit biologischen, physikalischen und anderen natur wissenschaftlichen Themen anzuregen, wenden wir Erzieherinnen uns den Phänomenen zu, die offen vor uns liegen:


Im Garten können die Kinder vielseitige Erfahrungen mit Wasser und dem Bauen mit unter schiedlichen Materialien im Sand sammeln.

Weitere vielfältige Gelegenheiten und Möglichkeiten zur Sinneswahrnehmung bieten uns die Waldtage, die Spaziergänge am Rhein sowie Ausflüge in die nähere Umgebung. Die gemein–samen Ausflüge ins Unbekannte führen dazu, dass Kinder in diesem Alter etwas verstehen, wenn sie es praktisch erleben dürfen und so neugierig ihre Umwelt wahrnehmen. Die lebendige Erfahrungswelt der Natur gibt der Phantasie der Kinder ständig neue Nahrung: Sie kommen „Geheimnisvollem“ auf die Spur, werden dazu angeregt Zeichen und Symbole zu deuten. Sie lernen die natürliche, jahreszeitliche Veränderung eines Ortes kennen und spielen mit „unfertigen“ Materialien, indem sie z.B. mit Ästen hantieren und mit Baumstämmen bauen.


Der Zugang zur Natur und zu ihrer Erkenntnis erfolgt für uns nicht auf dem analytischen - erklärenden Weg, sondern auf der Ebene des Sammelns, Betrachtens, Umgehens, Auspro bierens. Durch das Konstruieren, Zusammenfügen von Teilen und Zerlegen eines Ganzen, beim Bauen mit den Bausteinen, machen sie sich spielerisch mit den Grundlagen der Mathematik und Physik vertraut.

Einen weiteren Ansatz den Kindern die Natur näher zu bringen, verfolgen wir durch unsere Ausflüge in den Lehrgarten -Finkens Garten- oder in den Kölner Zoo/ Aquarium.

Auch Expeditionen in Einrichtungen, in denen Kinder z.B. theoretisches Wissen an praktischen Beispielen erklärt wird, bieten hier vielfältige Möglichkeiten mit Kindern wissenschaftliche Themen praktisch zu erörtern. So fahren wir z.B. mit den Dinokindern nach Leverkusen, zu Gut Ophoven. Dort erwerben die Kinder Kenntnisse zur Natur und können physikalische Experi mente z.B. zur Solarenergie machen.


Bei all unserem Tun stehen Spaß und Freude am Spiel in unserer Einrichtung immer im Vordergrund.

        1. 3.3 Bildungsdokumentation – Entwicklungsbericht

Die Grundlage für eine zielgerichtete Bildungsarbeit ist die beobachtende Wahrneh-mung des Kindes, gerichtet auf seine Möglichkeiten und auf die individuelle Vielfalt seiner Handlungen, Vorstellungen, Ideen, Werke, Problemlösungen und etc.

Die vielfältigen Beobachtungen in unterschiedlichen Bereichen werden von den Erzieherinnen notiert und gemeinsam in Teamsitzungen ausgewertet. Sie dienen einerseits als Handwerksz eug der pädagogischen Planung, andererseits erstellen die pädagogischen Fachkräfte anhand dieser Beobachtungen eine Bildungsdokumentation, die z.B. die Entwicklungsschritte des Kindes vom Eintritt in die Einrichtung bis hin zum Schuleintritt aufzeigt.


Dieser Entwicklungsbericht ist für die Eltern einsehbar und wird in den zweimal jährlich stattfindenden Elterngesprächen gemeinsam mit Erzieherinnen und Eltern erörtert.

Am Ende der Kindergartenzeit erhalten die Eltern eine Mappe, die die kontinuierlichen Entwicklungsberichte enthält. Das Kind erhält einen an das Kind gerichteten, persönlichen Abschiedsbrief mit Fotos und Bildern seiner ganz persönlichen Kindergartenlaufbahn.

Die Bildungsdokumentation steht unter Datenschutz. Eltern entscheiden auf Anfrage der Schule bzgl. der Schulfähigkeit des Kindes, ob sie diese Mappe an die Schule weitergeben oder nicht.

      1. Wie sehen unsere Tage aus?

Ein fester Rahmen, Kontinuität und Regelmäßigkeit vermittelt den Kindern Sicherheit und Halt. Nur ein Kind, welches sich wohl und sicher fühlt, kann neue Impulse der Umwelt wahrnehmen, darauf reagieren und lernen. Es weiß, was es erwartet und kann sich somit orientieren.

Ein gut strukturierter Tagesablauf, feste Essens-und Schlafenszeiten, ein sinnvoller Wechsel von Aktivität und Ruhe, Anspannung und Entspannung helfen dem Kind, seinen Rhythmus zu finden und sich zu strukturieren. Insbesondere kleine Kinder benötigen diesen Rahmen, um mit neuen Situationen und Erfahrungen adäquat umgehen zu können. Typische Merkmale der kindlichen Entwicklungsphasen wie der natürlich hohe Bewegungsdrang und die besonders emotionale Ansprechbarkeit des Kindes müssen bei der Gestaltung des Tagesablaufes beachtet werden. Besonders in der Mäusegruppe ist es wichtig die individuellen Schlaf-und Wachphasen der einzelnen Kinder im Tagesablauf zu integrieren.

Um unseren Tagesrhythmus zu beschreiben - hier exemplarische Abläufe:


Bärengruppe

7.30 – 9.00 Uhr Bringzeit/ gruppenübergreifendes Freispiel/ Möglichkeit bei der Zubereitung des Frühstücks zu helfen

8.00 - 10.00 Uhr gleitendes Frühstück, Freispielzeit/ Freitag gemeinsames Frühstück/ 1x im Monat „Riesenfrühstück“ mit beiden Gruppen

10.00 Uhr der Frühstückstisch wird abgeräumt

10.00 - 11.00 Uhr Freispiel oder Angebote, gruppenintern oder -übergreifend (z.B. nach Alter gestaffelte Turngruppen)

Zwischendurch Obstfrühstück

11.00 - 12.30 Uhr Drinnen- und Draußenspiel, Spaziergänge, Kindersitzungen, verschiedene Angebote

12.30 Uhr Mittagessen

13.00 - 14.00 Uhr das Essen ist beendet, die Zähne werden geputzt, einige Kinder gehen schlafen, Vorlesen, Mittagszeit/Mittagsruhe in beiden Gruppen

bis 15.00 Uhr die letzten Schlafkinder stehen auf, Nachmittagsimbiss

15.15 - 16.15 Uhr Freispiel, häufig draußen

16.15 - 16.30 Uhr Aufräumen

16.30 Uhr das Kinderparadies schließt


Mäusegruppe:

7.30 - 9.00 Uhr Bringzeit

Freispiel (gruppenübergreifend)/Zubereitung des Frühstücks

9.00 – 10.00 Uhr gemeinsames  Frühstück/1x im Monat "Riesenfrühstück"

10.00 - 12.30 Uhr Freispielzeit mit Obstfrühstück

Angebote: Turnen (1x in der Woche), Freispiel im Garten,

Spaziergänge

12.15 Uhr Mittagessen

13.00 - 14.30 Uhr Mittagsschlaf/Mittagsruhe(Vorlesen)

14.30 - 15.30 Uhr Weckzeit und

Nachmittagsimbiss

15.00 - 16.15 Uhr Freispiel (häufig draußen)

16.15 - 16.30 Uhr Aufräumen

16.30 Uhr das Kinderparadies schließt

        1. 4.1 Besonderheiten der Mäusegruppe (U3 Gruppe)

In der Mäusegruppe haben die Kinder altersgleiche Spielpartner mit denen sie interagieren und die sie nachahmen können. Es ist uns wichtig, dass die Krippenkinder jedoch auch Kontakt zu altersfernen Kindern aufnehmen können und umgekehrt. Aus Erfahrung wissen wir, dass dadurch ein reger Austausch stattfinden kann. Die Krippenkinder lernen von den Kindergartenk indern durch beobachten und nachahmen. Die "Größeren" bieten ihnen Hilfestellungen und Orientierung. Die Kindergartenkinder lernen von den "Kleinen" Hilfsbereitschaft, Fürsorge und sozialen Umgang.

Wir verstehen die Mäusegruppe als Teil einer kombinierten Einrichtung. Wir möchten vielfältige und geplante Kontakte und Begegnungen zwischen den Krippen- und Kindergartenkindern ermöglichen. Durch gezielte pädagogische Angebote und Freispielsituationen mit "Klein" und"Groß".

Die Krippengruppe wird als "Nestgruppe/Basisgruppe" angesehen von der aus nach der Eingewöhnung, die Kinder in Kleingruppen mit einer Erzieherin den Kontakt zu den Kindergartenkindern und deren Erzieherinnen aufbauen können. Dies geschieht auch an den Nachmittagen, wenn die Kinder sich in einem der beiden Gruppenräume zusammen aufhalten.

        1. 4.2 Bildung und Lernen

Das Kind entwickelt sich aufgrund seiner aktiven Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Umwelt.

Aufgabe der Erzieherinnen ist es, für die Kinder Erfahrungsräume vorzubereiten, den Kindern Lernformen zu ermöglichen, welche die Eigenaktivität und das Selbstvertrauen stärken. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Motorik. Kinder lernen durch Bewegung, Bewegung ist der "Motor" der kindlichen Entwicklung.

Wir stellen den Kindern viel Platz und unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Hierzu gehören unter anderem: Rollautos, Puppenwagen, zweite Ebene mit Schrägen und Stufen, Kletterelemente usw. ein besonderes Augenmerk gilt der Sprachförderung z.B. durch Bilderbuchbetrachtungen, Vorleserunden in Kleingruppen, Lieder und Fingerspielen. Die Kinder erhalten die Möglichkeit selbst gestalterisch aktiv zu werden und die eigene Kreativität und Phantasie zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Freie Materialien, d.h. unvorgefertigte Materialien sind deshalb von enormer Bedeutung, wie z.B. Sand, Wasser, unterschiedliche Farben, elastische Knetmaterialien.

Wir bieten den Kinder die Möglichkeit zum großflächigen Malen und Gestalten.

Im Garten finden die Kinder Anregungen für alle Sinne.

Die pädagogische Arbeit setzt stets an den Stärken und Kompetenzen des Kindes an. Die Kinder erfahren eine ganzheitliche Förderung ihrer Gesamtpersönlichkeit im Rahmen der Angebote.

Wir berücksichtigen,dass die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Altersgruppen auch unterschiedliche Förderungsmaßnahmen erfordern.

Sie sollen die Möglichkeit haben, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Neben dem Erwerb von Basiskompetenzen, wie Lern-und sozialer Kompetenz, werden die Kinder in ihren kognitiven, emotionalen und physischen Kompetenzen durch spielerisches Lernen gefördert.

Für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit ist die ressourcenorientierte Beobachtung, deren Dokumentation und die Einschätzung des kindlichen Bildungs- und Lernprozesses, sowie die daraus hervorgehende Planung weiterer bildungs- und entwicklungsförderlicher Maßnahmen von großer Bedeutung.

        1. 4.3 Eingewöhnungszeit

Der Eintritt des Kindes in die Kinderkrippe hat für Eltern und Kinder den Charakter der Erstmaligkeit. Für die Familie ist es etwas Neues, das eventuell mit Unsicherheit behaftet ist. Vor dem ersten Kindergartentag findet ein Eingewöhnungsgespräch statt. Um die Trennungs situation von der Familie gut zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Kinderkrippe notwendig. Das geschieht durch die Anwesenheit einer Bezugsperson. In den ersten Tagen wird das Kind von einem Elternteil in die Gruppe begleitet. In dieser Zeit dienen die Eltern dem Kind als sichere Basis, bis sich der Kontakt und eine beginnende Beziehung zur Erzieherin aufgebaut hat. Nach und nach werden die Zeiträume, die das Kind alleine in der Gruppe verbringt, größer – in enger Vernetzung mit den Eltern und bei voller Rücksichtnahme auf das Kind. Die Dauer der Eingewöhnungszeit wird individuell auf jedes Kind einzeln abgestimmt. In dieser Zeit des behutsamen Sich-Von-Einander-Lösens findet eine intensive Begleitung der Eltern und Kinder durch das päda gogische Fachpersonal statt.

        1. 4.4 Mahlzeiten

Die Mahlzeiten sollten den Kindern in einer ruhigen Atmosphäre die Möglichkeit zur Kommu nikation und die Gelegenheit geben, eigene Erfahrungen und Sinnesein-drücke im Umgang mit verschiedenen Speisen zu machen.

Individuell, wird den Kindern der Umgang mit Besteck und Geschirr vermittelt.

        1. 4.5 Schlafen, Ruhe und Entspannung

Auch während des gesamten Tagesablaufes steht ein abgetrennter Schlafbereich als Rück zugsmöglichkeit zur Verfügung.

Die Gestaltung der Ruhe- und Schlafphasen orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Kinder und Eltern. Und werden entsprechend in den Tagesablauf integriert.

        1. 4.6 Kleinkindpflege

In einer regelmäßigen, einfühlsamen Pflege sehen wir ein weiteres wichtiges Element bei der Entwicklung von sicheren und respektvollen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Daher werden die Pflegeaktivitäten so geplant und ausgeführt, dass sie die Entwicklung der Kinder unterstützen.

Das Wickeln wird vom Erwachsenen und vom Kind als angenehm empfunden. Bei täglichen Pflegeaktivitäten wird es sich seiner selbst bewusst und nimmt eine intensive Beziehung mit dem pflegenden Erwachsenen auf. Außerdem beinhaltet die täglichen Pflegesituation ein hohes Maß an Sprachförderung. Das Geschehene wird von der Erzieherin kommentiert und es gibt Gelegenheit für Finger- und Körperspiele.

Zur Kleinkindpflege gehört auch das Hinführung zum selbständigen Benutzen der Toilette und die Körperpflege, wie z. B selbständiges Hände bzw. Gesicht waschen und das Zähne putzen.

        1. 4.7 Das "Sauberwerden"

Ein bestimmtes Alter und Zeitpunkt für das "Sauber werden" gibt es nicht. Irgendwann zwischen dem 18. und 30. Monat sind die zuständigen Nervenbahnen zwischen Darm, Blase, und Gehirn soweit ausgereift,dass die Kinder für erste Schritte der Sauberkeitserziehung bereit und zugänglich sind.

Wir unterstützen die Kinder indem wir ihre Signale aufgreifen z.B. wenn es im nach hinein meldet "ich hab Pipi (oder Kacka) gemacht" wird es gelobt.

Wir bieten den Kindern den Gang zur Toilette auf eine sanfte spielerische Art an.

Wichtig sind uns, eine für das Kind angenehme Atmosphäre und eine positive Unterstützung. Außerdem halten wir regelmäßig Rücksprache mit den Eltern um so eine für das Kind stimmige "Sauberkeitserziehung" durchführen zu können.

        1. 4.8 Eltern

Für uns ist es wichtig das ein regelmäßiger Austausch zwischen Erzieherinnen und Eltern stattfindet. Besonders bei jüngeren Kindern sollte es einen täglichen Austausch und Absprachen geben, besonders im Bezug auf Schlafzeiten, Mahlzeiten, eventuelle Krankheiten oder andere Besonderheiten. Dieses geschieht neben den regelmäßigen Elterngesprächen vor allem bei Bring- und Abholzeiten, als so genannte Tür- und Angelgespräche. Diese sind für uns und auch für die Eltern von großer Bedeutung.

      1. Wie sieht unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aus?


Eine Elterninitiative fordert an sich bereits ein erhöhtes Engagement und einen erhöhten Zeitaufwand der Eltern. Folgende Möglichkeiten und Gremien der Mitarbeit und Mitwirkung werden von Eltern genutzt und tragen somit zu einem gelingenden Ablauf und einer Vernetzung mit der pädagogischen Arbeit bei:


Vorstand als Trägervertretung

Elternrat als vermittelnde Kraft zwischen Träger, Team und Eltern

Kindergartenrat Vertreterinnen aus Vorstand, Elternrat, Team: Beratung der grund- sätzlichen Erziehungs- und Bildungsarbeit

Elternabende gruppenintern oder übergreifend zur aktuellen Situation oder ge- wünschten Themen

Elterngespräche Es finden regelmäßig Elterngespräche mit den Mitarbeiterinnen über die Befindlichkeit und die aktuelle kindliche Entwicklung statt. Diese werden schriftlich festgehalten und fließen mit Einver- ständnis der Eltern in die „Bildungsdokumentation“ ein, einer Mappe, die am Ende der Kindrgartenzeit den Eltern ausgehändigt wird (siehe auch „Bildungskonzeption“)

Eltern-Kind-Nachmittage

als Einladung der Gruppen an die Eltern zu einem gemein- samen Nachmittag, ca. zweimal pro Kindergartenjahr

Hospitationen der Eltern in der Einrichtung

gemeinsame Feste u.a. die Teilnahme am Karnevalszug in Poll

Familienausflug einmal im Jahr


Weitere Aktivitäten sind:

  • Vatertag, Großelterntag

  • schriftlicher Austausch über die Infowände

  • Hauszeitung "Paradiespost"

  • praktische Mitarbeit der Eltern im Kinderparadies

  1. .Grundlagen unserer Kindergarten- und Vereinsorganisation und Arbeitsweise

    1. SATZUNG

(Beschluss der Mitgliederversammlung vom 06. Mai 2004)




A. Hintergründe unserer Vereinsarbeit 1

I. Einleitung oder wie es zu dem gekommen ist, was wir heute als Kinderparadies vorfinden? 1

1. Zur Entwicklung unseres Vereins 4

Rahmenbedingungen unserer Vereinstätigkeit 6

Wo und wie „wohnen“ wir? 6

Wie viele sind wir? 6

Wann haben wir geöffnet? 7

Wie leben unsere Kinder in ihren Familien? 7

Unsere Ernährung 7

2. Kleine Abhandlung über das Spielen 8

II. Pädagogische Konzeption des Kinderparadies e.V 10

1. Grundsätzliches / Warum brauchen wir eine Konzeption? 12

2. Unsere pädagogische Arbeit 12

2.1 Unsere Grundüberlegungen 12

2.2 Wir als Team 13

2.2 Welche Ziele verfolgen wir? 13

2.3 Wie setzen wir diese Ziele um? 14

3. Unser Bildungsverständnis 15

3.1 Bildungskonzeption – Bildungsziele 15

3.2 Unsere Bildungsbereiche 16

Bewegung: 16

Spielen, Gestalten und Medien 17

Sprachkompetenz und Methodenvielfalt 18

Natur und kulturelle Umwelt 19

Forschendes Lernen 20

3.3 Bildungsdokumentation – Entwicklungsbericht 21

4. Wie sehen unsere Tage aus? 21

4.1 Besonderheiten der Mäusegruppe (U3 Gruppe) 22

4.2 Bildung und Lernen 22

4.3 Eingewöhnungszeit 23

4.4 Mahlzeiten 23

4.5 Schlafen, Ruhe und Entspannung 23

4.5 Kleinkindpflege 23

4.6 Das "Sauberwerden" 24

4.7 Eltern 24

5. Wie sieht unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aus? 24

B. Grundlagen unserer Kindergarten- und Vereinsorganisation und Arbeitsweise 26

I. SATZUNG 26

§ 1 Name und Sitz des Vereins 28

§ 2 Vereinszweck 28

§ 3 Selbstlosigkeit 28

§ 4 Mitgliedschaft 28

§ 5 Beiträge 29

§ 6 Organe 29

§ 7 Vorstand 29

§ 8 Mitgliederversammlungen 30

§ 9 Satzungsänderungen 31

§ 10 Beurkundung der Beschlüsse 31

§ 11 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung 31

II. Vereinsordnung 32

Grundlagen 34

Aufnahmekriterien 34

Elternbeteiligung 34

Mitarbeit der Mitglieder 35

Mitgliederarbeit 35

Gremienarbeit 35

Beiträge 35

Aufnahmegebühr 36

Laufende Beiträge 36

Zahlungsweise 36

Ausschluss 36

Ausschlussgründe 36

Problemlösungen 36

Regularien 36

III. Kindergartenordnung 38

1. Auftrag des Kindergartens 38

2. a) Aufnahme 38

3. Öffnungszeiten 39

4. Schließung der Einrichtung 39

5. Mahlzeiten 39

6. Geburtstage 39

7. zweckmäßige Bekleidung 40

8. Turnen / Bewegungsbaustelle 40

9. Erkrankung 40

10. Elterngespräche 40

11. Elternmitwirkung 40

12. Aufsicht 40

13. Haftung 41

14. Versicherungsschutz 41

15. Datenschutz 41

16. Schwimmen 41

IV. Präambel 42

Aufgabenverteilung (Geschäftsverteilungsplan) 2010/2011 42

1. Geschäftsführender Vorstand (Dorothee Frerich / Nicole Weimar) 42

Vereinsbereich (Martin Klas) 42

Personalbereich (Michaela Ritzdorf) 43

Finanzbereich (Matthias Giez) 43

Kassen- und Kontoführung (Matthias Giez) 43

Aufnahmen und Mitgliederbetreuung (Dorothee Frerich) 43

Mitgliederverwaltung (Nicole Weimar) 44

Hausverwaltung / Liegenschaft (Steffen Bergfeld) 44

Übergreifende Zuständigkeiten 44

V. Sicherheitsplan / Vorsorgemaßnahmen / Unfallverhütung 45

Grundsätzliche Vorsorge: 45

Sicherheitsvorkehrungen / Intern: 45

Bereich Mäusegruppe 45

Bereich Bärengruppe 46

Flurbereich Bärengruppe 46

Flurbereich / Mäusegruppe/Treppenbereich 46

Küchenbereich 46

Turnraum 46

Bewegungsbaustelle im Turnraum 46

Werkecke 46

Gartenbereich 47

Sicherheitsvorkehrungen im externen Bereich: 47

Verhalten im Straßenverkehr 47

Verhalten bei Ausflügen 47

Aufenthalt auf den Rheinwiesen 48

Aufenthalt auf dem Spielplatz 48

Waldtage 48

Exkursionen mit den zukünftigen Schulkindern ( Dinos) 48


            1. § 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen „Elterninitiative Kinderparadies e.V.“.

Er ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Der Verein hat seinen Sitz in Köln-Poll, Müllergasse 21.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

            1. § 2 Vereinszweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung 1977 (§§ 51.ff AO) in der jeweils gültigen Fassung.

Zweck des Vereins ist die sozialpädagogische Betreuung von Kindern.

Der Vereinszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Errichtung und den Betrieb einer Tageseinrichtung für Kinder.

            1. § 3 Selbstlosigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins erhalten.

Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keinen Anteil des Vereinsvermögens erhalten.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

            1. § 4 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche und jede juristische Person werden, die seine Ziele unterstützt (§2). Der Verein hat aktive (stimmberechtigte) und passive (fördernde) Mitglieder. Erziehungsberechtigte von mindestens 90% der die Tageseinrichtung besuchenden Kinder müssen Mitglied des Vereins sein. Sie bilden die aktive stimmberechtigte Mitgliedschaft, alle anderen Mitglieder sollten fördernde, nicht stimmberechtigte Mitglieder sein. Soweit es den in § 13(4) GTK beschriebenen Mehrheitsverhältnissen entspricht, können im Einzelfall durch Beschluss der Mitgliederversammlung auch passive Mitglieder Stimmrecht erhalten, wenn sie Mitglieder des Vorstandes sind.

Aktive Mitglieder können sich von anderen aktiven Mitgliedern bei der Ausübung ihres Stimmr echtes vertreten lassen. Jedes anwesende Mitglied kann maximal zwei weitere Mitglieder vertreten. Diese/r Vertreter/in und der Umfang der Vertretung ist dem Vorstand schriftlich vor Ausübung des Stimmrechtes zu benennen.

Aktive Mitglieder müssen aktive Mitarbeit zur Unterstützung der Vereinsziele nach § 2 dieser Satzung leisten. Näheres regelt die jeweils gültige Vereinsordnung.

Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu stellen. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme, die schriftlich zu bestätigen ist. Mit der Aufnahmebestätigung in den Verein erhält das Mitglied ein Exemplar - der Vereinssatzung, der Vereinsordnung und der Kindergartenordnung.

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod, bzw. bei juristischen Personen durch deren Auflösung.

Der Austritt eines Mitgliedes ist nur zum Monatsende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 8 Wochen.

Eine Ausnahme bildet die Kündigung zum Ende des zweiten Quartals. Diese Kündigung kann nur zum Ende des Kindergartenjahres erfolgen, es sei denn, der freiwerdende Platz wird durch die Aufnahme eines anderen Kindes übergangslos belegt.

Die Mitgliedschaft von Eltern, die ihre Kinder in der Tageseinrichtung für Kinder betreuen lassen, erlischt automatisch, wenn die Kinder aus der Einrichtung ausscheiden und die Eltern nicht schriftlich um eine Verlängerung nachsuchen. Anträge auf Verlängerung der Mitgliedschaft sind wie Anträge auf Neuaufnahme zu behandeln.

Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag für zwei Monate im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.

Dem Mitglied muss vor Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann innerhalb eines Monats nach Mitteilung des Ausschlusses schriftlich Berufung eingelegt werden, über den die nächste Mitgliederversammlung entscheidet.

            1. § 5 Beiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung (vgl. § 8). Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine einfache Mehrheit der stimmberechtigten Vereinsmitglieder in der Mitgliederversammlung erforderlich.

Es wird eine Aufnahmegebühr für neue Mitglieder erhoben; näheres regelt die Vereinsordnung.

Die Beiträge können im Falle einer finanziellen Notlage auf Antrag des Mitgliedes gestundet oder ganz oder teilweise erlassen werden. Auf die Aufnahmegebühr kann aus sozialen Gründen auf Antrag verzichtet werden. Über solche Anträge entscheidet der Vorstand.

            1. § 6 Organe

Organe des Vereins sind: - der Vorstand, - die Mitgliederversammlung

            1. § 7 Vorstand

Der Vorstand besteht aus einem/einer 1. und 2. Vorsitzenden, einem/einer Kassenführer/in, einem/einer Schriftführer/in und zwei weiteren Vereinsmitgliedern als Beisitzer. Wählbar sind aktive und fördernde Mitglieder, sofern sie nicht zugleich Angestellte des Vereins sind.

Der Vorstand legt die Zuständigkeitsbereiche der Vorstandsmitglieder in einem Geschäfts verteilungsplan fest, der als Anlage zur Vereinsordnung verbindlich wird.

Der Geschäftsführende Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind: der 1. und 2.Vorsitzende. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Der geschäftsführende Vorstand wird von der Mitgliederversammlung in einem besonderen Wahlgang bestimmt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihre Amtstätigkeit aufnehmen können - spätestens vier Wochen nach der Wahl des neuen Vorstandsmitgliedes. Um die Kontinuität der Vorstandsarbeit zu gewährleisten, steht jährlich nur ein Teil der Vorstandsmitglieder zur Neuwahl an.

Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus. Die Vorstandsmitglieder sind von der Haftung für fahrlässiges Fehlverhalten freigestellt.

Vorstandssitzungen finden nach Bedarf statt. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt durch die/den ersten Vorsitzende/n schriftlich oder fernmündlich, bei dessen Verhinderung durch die/den zweite/n Vorsitzende/n. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Beschlussvorschlag als abgelehnt.

Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Fernmündlich gefasste Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterschreiben.

            1. § 8 Mitgliederversammlungen

Die Mitgliederversammlung ist einmal jährlich einzuberufen. Die Leitung hat der/die Vorsitzende, bei Verhinderung ein/e Stellvertreter/in.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung schriftlich von 1 /3 der stimmberechtigten Vereinsmitglieder unter der Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.

Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt durch den/die Vor-sitzende/n, bei deren/dessen Verhinderung durch den/die zweiten Vorsitzende/n, unter Wahrung einer Ein ladungsfrist von mindestens 14 Tagen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Einberufung der Mitgliederversammlung kann während der allgemeinen Öffnungszeiten durch Aushang an allgemein zugänglicher Stelle in der Einrichtung erfolgen. Darüber hinaus erfolgt die Verteilung der schriftlichen Einladung in die in der Tageseinrichtung vorhandenen Postfächer der Mitglieder. Die Einladungsfrist beginnt mit dem auf die Verteilung / Aushang des Einl adungsschreibens folgenden Tag. Sind Vereinsmitglieder durch Aushang und Postfach verteilung bekanntermaßen nicht zu erreichen, so erfolgt in diesem Fall eine Einladung auf dem Postwege. Das Einladungsschreiben gilt dann dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.

Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden. lhr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstandes zu erläutern. Die Mitgliederversammlung kann in die Jahresrechnung und den Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und Entlastung des Vorstandes auf Verlangen einsehen. Die Mitgliederversammlung entscheidet insbesondere über:

- Satzungsänderungen (§ 9)

- Auflösung des Vereins (§ 11)

- den Haushaltsplan des Vereins

- die Aufgaben des Vereins

- Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich

- Festsetzung der Mitgliederbeiträge

Die Mitgliederversammlung bestellt zwei Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand oder einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluss zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung zu berichten. Auf Antrag der Mitgliederversammlung kann darauf verzichtet werden.

Jede satzungsgemäße Mitgliederversammlung ist unabhängig von der erschienen Zahl der Mitglieder beschlussfähig. Stimmberechtigte Mitglieder können andere stimmberechtigte Mitglieder nach § 4(2) in der Mitgliederversammlung vertreten, soweit sie zu Beginn der Mit gliederversammlung eine schriftliche Vertretungsvollmacht vorlegen. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme.

Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

            1. § 9 Satzungsänderungen

Für Satzungsänderungen ist eine 3/4 Mehrheit der erschienenen und schriftlich vertretenen Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt wurde.

Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- und Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vor-nehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

            1. § 10 Beurkundung der Beschlüsse

Die in Vorstandssitzungen und in Mitgliederversammlungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von dem/der Versammlungsleiter/in und dem/der jeweiligen Protokollanten/in zu unterzeichnen.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung ist spätestens bis zur nächsten Mitglieder versammlung allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung zu stellen.

            1. § 11 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4 Mehrheit der in der Mitglieder versammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband NW e. V., der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.





    1. .Vereinsordnung

(10. Mai 2006)



A. Hintergründe unserer Vereinsarbeit 1

I. Einleitung oder wie es zu dem gekommen ist, was wir heute als Kinderparadies vorfinden? 1

1. Zur Entwicklung unseres Vereins 4

Rahmenbedingungen unserer Vereinstätigkeit 6

Wo und wie „wohnen“ wir? 6

Wie viele sind wir? 6

Wann haben wir geöffnet? 7

Wie leben unsere Kinder in ihren Familien? 7

Unsere Ernährung 7

2. Kleine Abhandlung über das Spielen 8

II. Pädagogische Konzeption des Kinderparadies e.V 10

1. Grundsätzliches / Warum brauchen wir eine Konzeption? 12

2. Unsere pädagogische Arbeit 12

2.1 Unsere Grundüberlegungen 12

2.2 Wir als Team 13

2.2 Welche Ziele verfolgen wir? 13

2.3 Wie setzen wir diese Ziele um? 14

3. Unser Bildungsverständnis 15

3.1 Bildungskonzeption – Bildungsziele 15

3.2 Unsere Bildungsbereiche 16

Bewegung: 16

Spielen, Gestalten und Medien 17

Sprachkompetenz und Methodenvielfalt 18

Natur und kulturelle Umwelt 19

Forschendes Lernen 20

3.3 Bildungsdokumentation – Entwicklungsbericht 21

4. Wie sehen unsere Tage aus? 21

4.1 Besonderheiten der Mäusegruppe (U3 Gruppe) 22

4.2 Bildung und Lernen 22

4.3 Eingewöhnungszeit 23

4.4 Mahlzeiten 23

4.5 Schlafen, Ruhe und Entspannung 23

4.5 Kleinkindpflege 23

4.6 Das "Sauberwerden" 24

4.7 Eltern 24

5. Wie sieht unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aus? 24

B. Grundlagen unserer Kindergarten- und Vereinsorganisation und Arbeitsweise 26

I. SATZUNG 26

§ 1 Name und Sitz des Vereins 28

§ 2 Vereinszweck 28

§ 3 Selbstlosigkeit 28

§ 4 Mitgliedschaft 28

§ 5 Beiträge 29

§ 6 Organe 29

§ 7 Vorstand 29

§ 8 Mitgliederversammlungen 30

§ 9 Satzungsänderungen 31

§ 10 Beurkundung der Beschlüsse 31

§ 11 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung 31

II. Vereinsordnung 32

Grundlagen 34

Aufnahmekriterien 34

Elternbeteiligung 34

Mitarbeit der Mitglieder 35

Mitgliederarbeit 35

Gremienarbeit 35

Beiträge 35

Aufnahmegebühr 36

Laufende Beiträge 36

Zahlungsweise 36

Ausschluss 36

Ausschlussgründe 36

Problemlösungen 36

Regularien 36

III. Kindergartenordnung 38

1. Auftrag des Kindergartens 38

2. a) Aufnahme 38

3. Öffnungszeiten 39

4. Schließung der Einrichtung 39

5. Mahlzeiten 39

6. Geburtstage 39

7. zweckmäßige Bekleidung 40

8. Turnen / Bewegungsbaustelle 40

9. Erkrankung 40

10. Elterngespräche 40

11. Elternmitwirkung 40

12. Aufsicht 40

13. Haftung 41

14. Versicherungsschutz 41

15. Datenschutz 41

16. Schwimmen 41

IV. Präambel 42

Aufgabenverteilung (Geschäftsverteilungsplan) 2010/2011 42

1. Geschäftsführender Vorstand (Dorothee Frerich / Nicole Weimar) 42

Vereinsbereich (Martin Klas) 42

Personalbereich (Michaela Ritzdorf) 43

Finanzbereich (Matthias Giez) 43

Kassen- und Kontoführung (Matthias Giez) 43

Aufnahmen und Mitgliederbetreuung (Dorothee Frerich) 43

Mitgliederverwaltung (Nicole Weimar) 44

Hausverwaltung / Liegenschaft (Steffen Bergfeld) 44

Übergreifende Zuständigkeiten 44

V. Sicherheitsplan / Vorsorgemaßnahmen / Unfallverhütung 45

Grundsätzliche Vorsorge: 45

Sicherheitsvorkehrungen / Intern: 45

Bereich Mäusegruppe 45

Bereich Bärengruppe 46

Flurbereich Bärengruppe 46

Flurbereich / Mäusegruppe/Treppenbereich 46

Küchenbereich 46

Turnraum 46

Bewegungsbaustelle im Turnraum 46

Werkecke 46

Gartenbereich 47

Sicherheitsvorkehrungen im externen Bereich: 47

Verhalten im Straßenverkehr 47

Verhalten bei Ausflügen 47

Aufenthalt auf den Rheinwiesen 48

Aufenthalt auf dem Spielplatz 48

Waldtage 48

Exkursionen mit den zukünftigen Schulkindern ( Dinos) 48

        1. Grundlagen

Diese Vereinsordnung ergänzt die Vereinssatzung und regelt unser Vereinsleben. Sie ist, neben der Kindergartenordnung und der Konzeption, im Sinne üblicher „Allgemeiner Geschäfts bedingungen für den Verein“ zu verstehen.

Die Vereinsordnung wird gemäß § 8 Abs. 4, 5, 6 und 9c unserer Satzung durch die Mitglieder versammlung beschlossen. Sie ist unmittelbar nach Verabschiedung durch die Mitglieder versammlung gültig. Abweichend davon kann ein anderer Gültigkeitsbeginn beschlossen werden.

Änderungen zur Vereinsordnung können vom Vorstand vorgeschlagen werden. Ferner kann von mindestens 1/3 der Mitglieder ein schriftlicher Änderungsantrag dem Vorstand vorgelegt werden.

        1. Aufnahmekriterien

Für einen Platz in unserer Einrichtung sind insbesondere nachfolgende Kriterien von belang:

Übereinstimmung mit den konzeptionellen Grundüberlegungen, die Orientierung an den Vorgaben des (Landes-) Jugendamtes (d.h. Priorität hat die Aufrechterhaltung der Altersstruktur der Kleinen altersgemischten Gruppe, in der im Jahresdurchschnitt eine vorgegebene Anzahl von Kindern unter drei Jahre angemeldet sein müssen), die Gruppenstruktur, Lebensbe dingungen sowie der Zeitpunkt der Anmeldung.

Der Aufnahmezeitpunkt für Kinder der Kindertagesstättengruppe ist regelmäßig der Beginn des Kindergartenjahres (der Vorstand entscheidet hiervon abweichend über außerordentliche Aufnahmen).

Die Anzahl der aufzunehmenden Kinder richtet sich nach der Anzahl der abgehenden Kinder (d.h., dass sich die Eltern spätestens zum Jahreswechsel über den Verbleib oder den Schuleintritt ihrer Kinder entscheiden sollten, um eine vereinsgerechte Planung von Neu aufnahmen zu ermöglichen).

Diese Aufzählung enthält keine Wertigkeit, jedoch werden soziale Aspekte vorrangig berücksichtigt.

Bei gleichen Voraussetzungen werden Geschwister von Kindern, die bereits in der Einrichtung aufgenommen sind, vorrangig berücksichtigt.

Aufgrund der städtischen Vorgaben zum Betrieb und zur Finanzierung einer privaten Kindertagesstätte dürfen maximal 25 % der Kinder (also 9 Kinder) als Halbtagskinder betreut werden. Maßgeblich für die Zuteilung ist das Datum der Beantragung. Dazu wird ggf. eine Warteliste geführt.

Mündliche Aussagen, Vereinbarungen oder Nebenabreden haben keinen Bestand, soweit sie nicht schriftlich bestätigt werden.

        1. Elternbeteiligung

Eine engagierte Zusammenarbeit der Eltern mit den Mitarbeitern unserer Kindertagesstätte ist erwünscht und auch erforderlich. Dazu wird auch der Besuch der Elternversammlungen/-abende vorausgesetzt.

Mindestens zweimal im Jahr werden aus pädagogischen Gründen Gespräche der Erzieherin nen mit den Eltern angeboten. Diese Gespräche sind verbindlich. Sie gewährleisten die individuelle pädagogische Betreuung der Kinder. Das Gespräch führt in der Regel die Gruppen leiterin mit den Eltern. In besonderen Fällen und bei den Vorschulkindern nimmt die Leiterin der Einrichtung am Gespräch teil.

Bei Verhinderung der Eltern soll das Gespräch innerhalb der nächsten vier Wochen stattfinden. Das wiederholte Nichtwahrnehmen der Gesprächstermine kann zum Ausschluss aus dem Verein führen.

Ein regelmäßiger und pünktlicher Besuch des Kindes in der Einrichtung ist u. a. Voraussetzung für eine pädagogische Gruppenarbeit. Unregelmäßige Teilnahme oder mehrfaches Verspäten ohne vorherige Benachrichtigung können Gründe für einen Vereinsausschluss sein.

        1. Mitarbeit der Mitglieder

Unser Verein ist als anerkannte Elterninitiative gleichzeitig Arbeitgeber mit der damit ver bundenen Verantwortung aller. Gemäß § 4 Abs. 3 unserer Vereinssatzung verpflichten sich sämtliche Mitglieder zu regelmäßiger aktiver Mitarbeit. Nur dadurch können die Zielsetzungen unseres Vereins und die Qualität unserer Einrichtung auf Dauer gewährleistet werden.

        1. Mitgliederarbeit

Art und Umfang der aktiven Mitarbeit beträgt derzeit mind. 30 Zeitstunden innerhalb eines Kindergartenjahres und ist wie folgt aufgegliedert:

jeweils monatlich 2 Stunden für wiederkehrende Tätigkeiten (Reinigung, Pflege und Erhaltung) sowie

einmal jährlich 6-10 Stunden für einmalige Aktionen (Renovierung, Umbauten, etc. - der Umfang wird je nach Bedarf vom Vorstand festgelegt).

Mehraufwand für größere Projekte wird auf die Jahresarbeitsleistung angerechnet.

Der Aufwand für eine Arbeitsstunde wird mit 18 Euro bewertet. In begründeten Ausnahmefällen, über die der Vorstand entscheidet, kann die Eigenleistung auf Antrag über einen erhöhten Trägeranteil erbracht werden.

Art und Umfang der Arbeiten werden am Mitteilungsbrett bekannt gegeben, nach Erledigung im Arbeitsbuch zeitnah notiert und eigenverantwortlich abgezeichnet. Arbeiten, die nicht von Mitgliedern erledigt wurden oder erledigt werden können, werden an Fachunternehmen oder an geeignete Privatpersonen gegen Entgelt vergeben.

Im Fall, dass ein Mitglied weder seiner Verpflichtung zur Mitarbeit nachkommt noch den entsprechenden Anteil zahlt, liegt ein Verstoß gegen § 4 unserer Vereinssatzung vor. Dies kann auf Grundlage des § 4(8) Satzung zum Ausschluss aus dem Verein und damit verbunden zum Verlust des Kindergartenplatzes führen.

Darüber hinaus wird die ehrenamtliche Mitwirkung in wiederkehrenden Projekten (Umzüge, Hochwasser, Festivitäten, etc.) als selbstverständlich angesehen.

Eine Delegierung der Arbeiten oder eine Weitergabe der Gebäudeschlüssel ist mit dem Vorstand abzusprechen.

        1. Gremienarbeit

Für die Mitarbeit in den Gremien werden Mitgliederarbeitsstunden wie folgt erlassen:

Vereinsvorstand (6 Personen) 2 Stunden monatlich

Arbeitsstundenverrechnung (1 Person) 2 Stunden monatlich

        1. Beiträge

Zur Finanzierung unserer Kindertagesstätte werden neben dem städtischen Betriebs kostenzuschuss von den Mitgliedern finanzielle Beiträge geleistet. Die Höhe der laufenden Beiträge wird alljährlich auf Grundlage der Bilanz des Vorjahres städtischen Bewilligung und Prognose für das Folgejahr berechnet und auf der folgenden Mitgliederversammlung beschlossen.

Die von den Mitgliedern zu leistenden Beiträge gliedern sich wie folgt:

        1. Aufnahmegebühr

Mit Aushändigung des Betreuungsvertrages ist eine Aufnahmegebühr in Höhe von EURO 75,-- je aufgenommenes Kind zu entrichten. Bei fortwährender Mitgliedschaft wird bei Geschwis terkindern dieser Betrag für jedes weitere Kind nicht erhoben. Auf Antrag kann die Aufnahme gebühr in begründeten Einzelfällen ganz oder teilweise erlassen oder gestundet werden. Dazu ist ggf. die vertrauliche Einsichtnahme in die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Mitgliedes erforderlich.

        1. Laufende Beiträge

Mitgliederbeiträge

Zur Deckung der vereinseigenen und nicht bezuschussten Kosten wird ein Beitrag in Höhe von EURO 24,- monatlich je Mitglied erhoben.

Trägeranteile: Zur Finanzierung der vom Verein zu leistenden Betriebskostenanteile wird ein Trägeranteil in Höhe von EURO 35,- monatlich je Kind erhoben.

Essensgelder: Zur Beköstigung der Kinder wird ein monatliches Essensgeld erhoben, und zwar für das Frühstück EURO 10,- je Kind

für das Mittagessen EURO 26,- je Kind

        1. Zahlungsweise

Die Berechnung der laufenden Kosten erfolgt auf Basis von Jahresmittelwerten. Somit sind diese Beiträge durchgängig, d.h. auch während betrieblicher Schließungszeiten und während persönlicher Fehlzeiten (z.B. Urlaub, Krankheit) zu entrichten. Die Begleichung der laufenden Beiträge erfolgt nach Möglichkeit mittels Lastschriftverfahren jeweils zur Mitte eines Monats.

        1. Ausschluss

            1. Ausschlussgründe

Die Leitung unserer Einrichtung kann den Ausschluss eines Kindes vom weiteren Besuch beantragen, wenn

  • erhebliche Anpassungsprobleme über einen längeren Zeitraum befürchten lassen, dass ein Einleben in die Gruppe nicht mehr erfolgen wird,

  • ein regelmäßiger Besuch der Einrichtung durch das Kind nicht mehr erfolgt,

  • eine pädagogische Zusammenarbeit mit den Eltern nicht mehr möglich ist,

  • Verhaltensauffälligkeiten des Kindes die pädagogische Arbeit in der Gruppe unzumutbar beeinträchtigen.

            1. Problemlösungen

Vor dem Ausschluss ist auf eine einvernehmliche Lösung des Problems hinzuwirken. Im Einzelfall sind insbesondere die nachfolgenden jeweils geeigneten Hilfsmittel auszuschöpfen:

  • Einschalten des Elternrates,

  • Rücksprache mit dem Jugendamt,

  • Einschalten von Erziehungs- oder psychologischen Beratungsstellen,

  • sonstige Beratungs- oder Hilfsangebote.

            1. Regularien

Ein Ausschluss aus der Einrichtung ist nur im schriftlichen Einvernehmen von pädagogischer Leitung, Vereinsvorstand und Elternrat zulässig.

Der Ausschluss aus der Einrichtung bedarf, unter Angabe der Gründe, der Schriftform. Das betroffene Mitglied kann innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Ausschlusserklärung gegenüber dem Vereinsvorstand schriftlich Widerspruch einlegen.

Der Vorstand hat innerhalb von drei Wochen nach Zugang des Widerspruchs unter Einbe ziehung der pädagogischen Leitung und des Elternrates zu entscheiden und das Mitglied schriftlich zu informieren.

Der Ausschluss aus der Einrichtung wird mit Ablauf der zweiwöchigen Wider-spruchsfrist bzw. mit Ablauf der Entscheidungsfrist, jedoch frühestens zum Ersten des Folgemonats wirksam.


Diese Vereinsordnung wurde auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 27. April 2005 beschlossen, in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 10. Mai 2006 ergänzt und ersetzt sämtliche vorangehenden Vereinsordnungen.


    1. .Kindergartenordnung

(Stand: 06.Mai 2004)



1. Auftrag des Kindergartens

2. a) Aufnahme

b) Kündigung

3. Öffnungszeiten

4. Schließung der Einrichtung

5. Mahlzeiten

6. Geburtstage

7. zweckmäßige Bekleidung

8. Turnen / Bewegungsbaustelle

9. Erkrankungen

10. Elterngespräch

11. Elternmitwirkung

12. Aufsicht

13. Haftung

14. Versicherungsschutz

15. Datenschutz

16. Schwimmen

      1. Auftrag des Kindergartens

„Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungs aufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Die Förderung der Persön lichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie" (§ 2 Abs. 1 GTK). Die Arbeit der Kindertagesstätte „Kinderparadies e. V." richtet sich nach den jeweils geltenden Bestimmungen des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) in der jeweils gültigen Fassung, der Satzung des Vereins, der Vereinsordnung, der Konzeption sowie den nachfolgenden Regelungen.

      1. a) Aufnahme

In die Einrichtung werden in der Regel 35 Kinder aufgenommen, 20 Kinder in die ,,Bären gruppe" (das ist eine Kindertagesstättengruppe mit 3- bis 6-jährigen Kindern) und 15 Kinder in die „Mäusegruppe" (das ist eine sogenannte „kleine altersgemischte" Gruppe mit 0,4- bis 6-jährigen Kindern).

Am Aufnahmetag muss der Leitung der Tageseinrichtung ein Nachweis über den Gesund heitszustand des Kindes durch das Untersuchungsheft (U-Heft) für das aufzunehmende Kind vorgelegt werden, aus der die altersentsprechend durchgeführten Gesundheitsvor sorgeuntersuchungen nach § 26 SGBV hervorgehen. Darüber hinaus ist ein Nachweis über erfolgte Tetanusimpfungen (Kopie des Impfpasses) bei der Leitung der Tageseinrichtung zu hinterlegen.

Von Seiten der Leitung der Tageseinrichtung erfolgt eine Erläuterung des Verfahrens bei Infektionskrankheiten innerhalb des Kinderparadieses.


b) Kündigung

Die Kündigungsbedingungen sind dem Betreuungsvertrag zu entnehmen und in der Vereins satzung sowie der Vereinsordnung geregelt.

      1. Öffnungszeiten

Tagesstätte: Montag - Freitag 7.30 - 16.30 Uhr (ganztags mit Mahlzeiten)

Kindergarten: Montag - Freitag 7.30 - 12.30 Uhr u. 14.00 - 16.30 Uhr

(halbtags ohne Mittagessen)

Aus pädagogischen Gründen (damit die Kinder kontinuierlich am Gruppenleben teilhaben können und zwecks geplanter Aktivitäten sowie zur Gruppenfestigung) müssen die Kinder gartenkinder bis spätestens 9.00 Uhr in den Kindergarten gebracht werden. Die Halbtagskinder sollen um 12.30 Uhr abgeholt werden und können zwischen 14.00 und 16.00 Uhr wieder in die Einrichtung gebracht werden. Von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr haben wir Mittagsruhe.

Ausnahmen sind mit der Einrichtungsleitung abzustimmen.

      1. Schließung der Einrichtung

Die Tageseinrichtung ist geschlossen

  • einmal jährlich für zwei Wochen

derzeit sind dies die letzten zwei Schulferienwochen in NRW)

  • vom 24. Dezember. bis mindestens 1.Januar (jeweils einschließlich)

  • an offiziellen Feiertagen

  • Rosenmontag

  • Weiberfastnacht ab 13.00 Uhr

  • am Betriebsausflug (variabel)

  • ggf. an Teamfortbildungstagen bzw. Seminaren

Änderungen der Schließungszeiten erfolgen durch Vorstandsbeschluss. Eine vorübergehende Schließung kann auch aus anderen Gründen, z. B- wegen an-steckender Krankheit oder wegen Ausfall von pädagogischen Kräften erfolgen. Familien mit Betreuungsnot wird hierein Notdienst angeboten.

      1. Mahlzeiten

Ein abwechselungsreiches und ausgewogenes Frühstück (bis 10.00 Uhr) und eine Obst zwischenmahlzeit (gegen 11.00 Uhr) werden von den Erziehern frisch zubereitet und den Kindern angeboten (d.h. von der Tagesstätte bereitgestellt). Dafür wird ein Frühstücksgeld erhoben.

Freitags findet ein gemeinsames Frühstück der Kinder in ihrer Gruppe statt. Jeden ersten Freitag im Monat frühstücken alle Kinder und das gesamte Personal gruppenübergreifend gemeinsam. Auch besondere Feste, Projekte und Aktionen können gruppenübergreifend mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen.

In der Kindertagesstätte werden Kinder über Mittag betreut. Das Mittagessen wird frisch zubereitet. Fleisch und Wurst werden von einer Biometzgerei gekauft. Für das Mittagessen wird ein Mittagsessensgeld erhoben.

Zur „Kaffeerunde" (gegen 14.30 Uhr) gibt es einen kleinen Imbiss.

Alle Mahlzeiten werden möglichst vollwertig zubereitete.

Das Essensgeld ist durchgehend (d.h. auch während der Kindergartenschließungszeiten) zu zahlen.

      1. Geburtstage

Der Geburtstag des Kindes wird mit allen Kindern aus seiner Gruppe oder bei Wunsch des Kindes auch gruppenübergreifend gefeiert. In Absprache mit dem Erziehungsteam und den Eltern kann das Geburtstagskind verschiedene, kleine „Leckereien“ mitbringen, die möglichst unter einem gesunden Aspekt stehen sollten.

Die Geburtstage der Erzieherinnen werden mit allen aus der Einrichtung gefeiert.

      1. zweckmäßige Bekleidung

Erwünscht ist bequeme und strapazierfähige Kleidung. Zusätzlich benötigt werden Hausschuhe, Gummistiefel, Regenjacke und „Matschhose“ sowie ausreichende Wechselsachen. Alle Bekleidungsstücke sind namentlich zu kennzeichnen.

      1. Turnen / Bewegungsbaustelle

In der Regel wird in altershomogenen und gruppenübergreifenden Kleingruppen einmal pro Woche geturnt. Dazu braucht das Kind der jeweiligen Jahreszeit angepasste, namentlich gekennzeichnete Turnkleidung, sowie Turn- oder Gymnastikschuhe in einem Beutel. Das Turnen kann auch außerhalb der Einrichtung (z.B. im Rahmen der „Bewegungsbaustelle“ stattfinden).

      1. Erkrankung

Kann das Kind aufgrund einer Erkrankung die Einrichtung nicht besuchen, muss das Team bis 9.00 Uhr benachrichtigt werden. Die Eltern sind verpflichtet, Erkrankungen des Kindes anzuzeigen, insbesondere Infektionskrankheiten wie Masern, Keuch-husten usw. Tritt die Erkrankung oder ein Verdacht auf Erkrankung in der Einrichtung auf, so werden die Eltern durch das pädagogische Personal benachrichtigt.

Nach einer ansteckenden Krankheit muss von den Eltern eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, die den Wiederbesuch der Einrichtung erlaubt.

In der Tagesstätte dürfen keine Medikamente verabreicht werden. Bei einer dauer-haften medikamentösen Behandlung kann eine Ausnahmeregelung mit der Leitung getroffen werden.

      1. Elterngespräche

Halbjährlich - überwiegend donnerstagnachmittags - findet ein verbindliches Elterngespräch mit der Gruppenleitung oder dessen Vertreterin statt. Das erste Elterngespräch erfolgt im Rahmen eines Hausbesuches, alle weiteren in der Einrichtung. Termine können abgesprochen werden. An Gesprächen mit Eltern von Vorschulkindern, den sogenannte „Dinos“, nimmt ergänzend die Leiterin der Einrichtung teil.

Weitere Elterngespräche – insbesondere bei besonderen Vorkommnissen – können jederzeit mit der Einrichtungsleiterin oder den Gruppenleiterinnen abgestimmt werden. Darüber hinaus können Erziehungsfragen nach Absprache erörtert werden.

      1. Elternmitwirkung

Die Eltern nehmen aktiv an den Veranstaltungen der Kindertagesstätte (z.B. Elternabende, jahreszeitliche Feste, Vatertage, Teestube, Ausflüge etc.) teil. Sie erklären sich bereit, auch in den Trägervereins- und Kindergartengremien (Vorstand, Elternrat, Arbeitsgemeinschaften...) sowie bei den Vereinsversammlungen (Mitgliederversammlungen) und Vereinsaktivitäten (Renovierungstage etc.) mitzu-wirken und Verantwortung zu übernehmen.

Nach Absprache mit der Gruppenleitung besteht die Möglichkeit der Hospitation in den Gruppen.

Die Basis des Kindergartens ist das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder im Trägerverein. Die Elternmitwirkung im Rahmen der Vereinssatzung ist daher verpflichtend.

Die Eltern erklären sich damit einverstanden, dass im Rahmen des Bildungsauftrages der Einrichtung eine Bildungsdokumentation für ihr(e) Kind(er) erstellt wird, die ihnen beim Ausscheiden aus dem Kindergarten ausgehändigt wird.

      1. Aufsicht

Die Aufsicht über die Kinder auf dem Hin- und Rückweg zur Tageseinrichtung obliegt der Verantwortung der Personensorgeberechtigten. Die Aufsichtspflicht der Einrichtung beginnt mit der Übernahme des Kindes durch die Fachkräfte der Einrichtung und endet mit der Übergabe an die Personensorgeberechtigen. Falls das Kind durch Dritte abgeholt wird, muss der Einrichtung mitgeteilt werden, wer berechtigt ist, das Kind abzuholen.

Bei gemeinsamen Veranstaltungen mit Kindern und Personensorgeberechtigten innerhalb und außerhalb der Einrichtung obliegt den Personensorgeberechtigten die Aufsichtspflicht.

      1. Haftung

Es bedarf der vorherigen Zustimmung durch die Leitung der Tageseinrichtung, Geld und Spielzeug in die Tageseinrichtung mitzubringen sowie Fahrräder, Dreiräder, Roller, Gokarts, Rollschuhe u.a. auf dem Gelände der Einrichtung zu benutzen und abzustellen. Aus der Zustimmung lässt sich keine Haftung ableiten.

      1. Versicherungsschutz

Die Kinder sind im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung gegen Unfälle in der Einrichtung und auf dem Wege zu oder von der Einrichtung versichert. Versichert sind grundsätzlich auch alle Tätigkeiten, die sich aus dem Besuch der Einrichtung ergeben (Spaziergänge, Ausflüge).

      1. Datenschutz

Die Eltern verpflichten sich, die notwendigen Angaben gegenüber dem zuständigen Jugendamt zu leisten sowie dem Träger und der Leitung alle zur Erfüllung des gesetzlichen und pädagogischen Auftrags notwendigen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Der Träger verpflichtet sich, sämtliche Daten vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Personen weiterzugeben oder diesen zugänglich zu machen. Die Bestimmungen des Datenschutz gesetzes werden beachtet.

      1. Schwimmen

Für Vorschulkinder, den sogenannten „Dinos“, erfolgt ein zusätzliches, freiwilliges Angebot zur Wassergewöhnung (kein "Schwimmkurs“) und Bewegung. Dieses findet etwa einmal monatlich in einem städtischen Schwimmbad statt. Für die Teilnahme ist eine schriftliche Einverständnise rklärung der Eltern erforderlich. Darüber hinaus tragen die Eltern den Eintrittspreis (im Umlageverfahren ebenfalls für die die Dinogruppe begleitenden Erzieherinnen) und die Kosten einer fachkundigen zusätzlichen Badeaufsicht.

Geschäftsverteilungsplan des Vorstands




(Stand: 30.06.2006)


    1. .Präambel

Der, auf der Mitgliederversammlung der Elterninitiative Kinderparadies e.V. gewählte Vorstand, regelt seine Aufgaben unter Berücksichtigung der unten aufgeführten Aufgabenverteilung.

Jedes Vorstandsmitglied ist für die ihm unten dargestellten Arbeitsbereiche selbständig verantwortlich und verpflichtet sich, über seinen Verantwortungsbereich auf den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen die weiteren Vorstandsmitglieder zu informieren. Bei dringenden Angelegenheiten ist unabhängig von den Vorstandssitzungen der geschäftsführende Vorstand kurzfristig zu informieren.

Entscheidungen des Vorstandes werden grundsätzlich einvernehmlich getroffen, wo dies nicht möglich ist, gilt die demokratisch herbeigeführte Mehrheitsentscheidung. Bei Stimmengleichheit gilt ein Beschlussvorschlag als abgelehnt.


Aufgabenverteilung (Geschäftsverteilungsplan) 2010/2011

      1. Geschäftsführender Vorstand (Dorothee Frerich / Steffen Bergfeld)

Der vom Vorstand gewählte geschäftsführende Vorstand (zwei Personen) hat zu seinem originären Aufgabenbereich noch folgende weitere Aufgaben:

  • Außen- und Innenvertretung des Vereins. Dies umfasst insbesondere

  • die Kenntnisnahme und Gegenzeichnung des Schriftverkehrs, der im Namen des Kinder paradies e.V. erfolgt,

  • die Kenntnisnahme aller eingehenden Post, soweit sie nicht dem Aufgabenbereich eines weiteren Vorstandsmitgliedes unmittelbar zuzuordnen ist,

  • die Sitzungsvorbereitung, Einberufung und Leitung von Vorstandssitzungen, Mitglieder versammlungen und weiterer Vereinsgremien wie z.B. Kindergartenrat

  • Arbeitsteilung und Zuständigkeitszuordnung innerhalb des Vorstandes

  • Weisung an und Absprachen mit der KITA-Leitung zur Betriebsführung und Erledigung der laufenden Geschäfte

  • Gewinnung neuer Vorstandsmitglieder

  • Sicherung der Elternmitwirkung und Organisation der Gremien der KITA

  • Spendenquittungen und Zuordnungen in Absprache mit dem Finanzbereich

  • Angelegenheiten der Betriebserlaubnis

  • Organisation und Einladung zur Mitgliederversammlungen gemäß Satzungsvorgaben

        1. Vereinsbereich (Martin Klas)

  • Ansprechpartner für die Mitgliedschaft im Paritätischen/Mitgliedsbeitragsabrechnung

  • Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden

  • Aktualisierung des Vereinsregisters / Anzeigen von Veränderungen

  • Personalbogenvordrucke des LJA für jede pädagogische Kraft

  • Führung von Lohnkonten

  • Gehaltsabrechnung erstellen (lassen), aktualisieren, Überweisung der Gehälter,

  • Lohnsteueranmeldung und Überweisung/ Einzugsermächtigung an das Finanzamt

  • Meldung und Überweisung zur Sozialversicherung gemäß Arbeitgeberinfo der Kranken kassen

  • Meldung der Berufsgenossenschaft entsprechend eines Formularvordrucks

  • Verwahrung und Aushändigung der Lohnsteuerkarten bei Austritt und zum Jahresende

  • Verwaltung und Übergabe der Sozialversicherungsnachweise bei Austritt und zum Jahresende

        1. Personalbereich (Michaela Ritzdorf)

  • Weisung an und Absprachen mit der pädagogischen Leitung zur Betriebsführung und Erledigung der laufenden Geschäfte

  • Erstellen von Zeugnissen in Zusammenarbeit mit der Leitung

  • Führung der Personalakten

  • Genehmigung von Urlaubsanträgen und sonstigen Arbeitsbefreiungen sowie Fort- und Weiterbildungen in Absprache mit dem Vorstand

  • Dienstplanung und Einsatz von Vertretungskräften genehmigen

  • Einstellung und Zuständigkeit für geringfügig Beschäftigte und Aushilfen

  • Vertragsgestaltung bei Personaleinstellungen, -veränderungen und Kündigungen

  • Tarifrechtliche und Arbeitsvertragsangelegenheiten , z.B. Eingruppierungen, Bewährungs aufstieg und Stellenbeschreibungen

  • Notfalleinsatzplan erstellen und ggf. aktualisieren

  • Umsetzung der pädagogischen Konzeption in Zusammenarbeit mit der Leitung

  • Gesamtkonzeption prüfen und aktualisieren

        1. Finanzbereich (Markus Schlüter)

  • Beantragung des Körperschaftssteuerfreistellungsbescheids (in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater)

  • Finanzbuchführung unter Berücksichtigung der Bereiche: Zweckbetrieb, Vereinsbereich, Vermögensverwaltung, sonstige Zweckbetriebe (in Zusammenarbeit mit dem Steuer berater)

  • Erstellen eines Verwendungsnachweises und Eintrag im Kibiz Web

  • Erstellen einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (in Zusammenarbeit/ Absprache mit dem Steuerberater)

  • Sonderaufgabe: Rechtliche Betreuung des Vereins

        1. Kassen- und Kontoführung (Markus Schlüter)

  • Zahlungsein- und Ausgänge übernehmen und überprüfen

  • Überprüfen der Geldkonten

  • Abrechnung der Barkasse und ggf. des Essensgeldes der Einrichtung

  • Versicherungsangelegenheiten

  • Organisation und Durchführung der jährlichen Kassenprüfung (mit den jeweils von der Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfern)

  • Festgeld anlegen

        1. Aufnahmen und Mitgliederbetreuung (Dorothee Frerich)

  • Erstellen und Einreichen des Erfassungsbogens beim Jugendamt

  • Erstellen des Zuschussantrags im Kibiz Web

  • Einfügen der Monatsdaten im Kibiz Web

  • Kontrolle und Freigage der Endabrechnung im Kibiz Web

  • Aufnahme neuer Mitglieder und Mitgliederbetreuung /Aufnahme neuer Kinder

  • Ansprechpartner für Eltern, Vereinsmitglieder und Personal in Zusammenarbeit mit der Leitung

  • Prüfen und Aktualisieren der Aufnahmekriterien

  • Kontrolle der An- und Abmeldung der Kinder beim zuständigen Jugendamt

  • Kontrolle der Erstellung des Meldebogens des Landesjugendamtes

  • Sonderaufgabe: Mittelbeschaffung

        1. Mitgliederverwaltung (Martin Klas)

  • Protokollführung

  • Mitgliederlisten, Elternlisten, Jubileumslisten

  • Monatliche Einzüge der Mitgliedsbeiträge, Trägeranteil und Essensgebühren

  • Putz- und Arbeitsplan

        1. Hausverwaltung / Liegenschaft (Steffen Bergfeld)

  • Überprüfung der Arbeitsplatzbedingungen

  • Maßnahmen des Arbeitsschutzes

  • Inventarliste erstellen und aktualisieren

  • Instandhaltung der Einrichtung

  • Gewährleistung der Verkehrssicherheit von Einrichtung und Außengelände im Rahmen der Aufsichtspflicht

  • Renovierungen und Reparaturen, Organisation von Renovierungsaktivitäten

  • Neu- und Ersatzbeschaffungen

  • Mietvertragsbelange

  • Sonderaufgabe: Mittelbeschaffung

        1. Übergreifende Zuständigkeiten

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

  • Erarbeitung eines Aktenplans

  • Die Ablage von Schriftstücken erledigt jedes Vorstandsmitglied in eigener Verantwortung gemäß seines Verantwortungsbereiches

  • Die Planung und Organisation von Veranstaltungen

  • Teilnahme an Veranstaltungen des Paritätischen nach Absprache und nach Zuständigkeit




Köln, den 22.06.2010







Dorothee Frerich, Matthias Giez, Martin Klas, Steffen Bergfeld, Michaela Ritzdorf, Nicole Weimar



    1. .Sicherheitsplan / Vorsorgemaßnahmen / Unfallverhütung

(Zur Erkennung möglicher Gefahrenquellen in und außerhalb der Einrichtung sowie zur Vermeidung möglicher Unfälle)

(Stand: 10. Mai 2006)

        1. Grundsätzliche Vorsorge:

  • Regelmäßige Teilnahme des Gesamtteams an einem Erste Hilfe-Kurs am Kind (alle 2 Jahre)

  • Kontakte:

  • Notfallplan hängt als Übersicht mit den jeweiligen Notrufnummern unter dem Erste Hilfe-Schrank im Büro aus.

  • Weitere Telefonnummern, z.B. bei Vergiftungen, Giftzentrale Bonn u. Berlin, Taxiruf, Feuerwehr, Polizei, nächstes Krankenhaus, etc. befinden sich direkt am Telefon im Büro;

  • Die Karteikarten mit den Adressen, bzw. Telefonnummern und Notrufnummern der Eltern u. Angehörige befinden sich im linken Aktenschrank, hinter der linken Tür, Büro-Schrank-Schlüssel hängt im Schlüsselkasten;

  • Jede Fachkraft und jedes Vorstandsmitglied besitzt einen Schlüssel zum Schlüsselkasten im Büro (im Schlüsselkasten befindet sich der Schlüssel für den Erzieherinnenschrank, in dem sich die Elternkontakttelefonnummern befinden).

  • Bzgl. der personellen Unterbesetzung: fehlen mehrere Erzieherinnen, z.B. durch Krank  heiten, etc. tritt ein mit dem Vorstand ausgearbeiteter Personal-besetzungsplan als „Notfallplan“ in Kraft;

  • Alle Erzieherinnen nehmen im Wechsel routinemäßig an einem Brandseminar der Berufsfeuer wehr teil;

  • Im Personalzimmer befindet sich ein so genannter „Regelkasten“ für pädagogische Aktivitäten und Bereiche, der regelmäßig vom Team im Zuge der konzeptionellen Arbeit aktualisiert wird. Diese Regeln sind für beide Gruppen verbindlich.

  • Grundsätzlich und regelmäßig werden die Kinder altersentsprechend in die Präventions maßnahmen der Einrichtung, z.B. Brandschutzübung, Fluchtwege erkennen, Verhalten im Straßenverkehr, etc. mit einbezogen und entsprechend belehrt;

  • Für alle Ausflügen, bzw. Aktivitäten außerhalb der Einrichtung, steht ein „ Kindergarten-Not-Handy“ zur Verfügung.

  • Für die Gruppe der zukünftigen Schulkinder gelten bei Ausflügen, z.B. Schwimmen. Abschluss fahrt, Fahrrad-Touren, etc.  gesonderte Regeln.

  • Die Außentüren zum Gartenbereich in den Gruppen werden vom Frühdienst aufgeschlos sen u. bleiben aus Sicherheitsgründen geöffnet; (Fluchtweg).

  • Die Flure dürfen nicht mit Geräten oder ähnlichen Utensilien, verstellt werden, Decken dürfen mit möglichst nicht brennbaren Materialien nicht zu sehr zugehangen werden; (Fluchtweg u. Brandgefahr)

        1. Sicherheitsvorkehrungen / Intern:

            1. Bereich Mäusegruppe
  • Altersentsprechende vorbeugende Maßnahmen, bzgl. der unterschiedlichen Alters gruppen von 1 - 3 Jahren, z.B. Gruppenraumtüre zum Flur hin stets geschlossen halten;

  • verschluckbare Kleinteile entfernen;

  • Verschiedene Gegenstände, z.B. Scheren, Kleber etc. sollten nur in Anwesenheit einer Erzieherin benutzt werden und ansonsten möglichst unzugänglich erreichbar aufbewahrt werden;

  • Herdsicherung der Kinderküche ist ausgeschaltet;

  • Kinder müssen sich mit den Erzieherinnen im Team absprechen, wenn sie die Gruppe verlassen möchten;

  • Anwesendheitsliste wird nach Betreten der Einrichtung geführt;

            1. Bereich Bärengruppe
  • Kinder melden sich für unterschiedliche Aktivitäten an, bzw. ab;

  • Herdsicherungen der Kinderküche sind ausgeschaltet;

  • Die Tür zum Abstellraum/Treppenhaus ist abgeschlossen; Schlüssel nicht im Schloss sondern am entsprechenden Hacken

            1. Flurbereich Bärengruppe
  • Die Werkecke darf nur nach Absprache mit den Erziehern von den Kindern betreten werden;

  • Die Stühle am Fußballspiel werden mit der Lehne zum Kickerspiel gestellt;

            1. Flurbereich / Mäusegruppe/Treppenbereich
  • Die „ Kindergrenze“ beginnt ab dem Küchenbereich, d.h. Die Kinder lernen von Anfang an, dass sie hier nicht weiter dürfen;

  • Alle Fahrzeuge sollten so gestellt sein, dass der Fluchtweg frei bleibt u. Kinderwagen u. Gruppen durchkommen;

  • alle Bollerwagen müssen mit der Deichsel zur Wand abgestellt werden, der rote Wagen und alle Kinderwagen müssen mit der Bremse gesichert werden.

  • Auf den Fluren sind alle Personen, die sich in der Nähe befinden mitverantwortlich für die Sicherheit der Kinder; (z.B. Küchenkraft, Leitung im Büro und Eltern)

  • Das Tor zur Treppe muss aus Rücksicht für die kleinen Kinder nach dem Durchgehen immer geschlossen werden;

  • Die Treppe sollte stolperfrei bleiben;

            1. Küchenbereich
  • Ohne die Aufsicht eines Erwachsenen darf kein Kind alleine den Küchenbereich betreten; (z.B. Wasser holen)

  • Kein Kind darf in die Vorratskammer;

  • Wenn die Küche unbesetzt ist, bleibt die Küchentüre zu;

  • Vor Dienstschluss werden alle Geräte noch einmal überprüft, ob sie ausge-schaltet sind;

            1. Turnraum
  • Aufenthalt für die Kinder ohne einen Erwachsenen nur nach Absprache mit den jeweiligen Erzieherinnen;

  • Je nach Absprache können Kinder nach pädagogischen Ermessen in Kleingruppen sich im Turnraum aufhalten; (Alter u. Gruppenkonstellation spielen eine Rolle)

  • Die Materialkammer darf nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten werden;

  • Das Klettergerüst muss entweder durch Matten oder Absperrung gesichert sein

            1. Bewegungsbaustelle im Turnraum
  • Aufsicht, bzw. Anwesendheit von mindestens ein Erzieher je nach Anzahl u. Alter der Kinder, aus beiden Gruppen;

  • Auf mögliche Gefahren werden die Kinder hingewiesen;

  • Die Geräte werden nach Möglichkeit mit Matten gesichert;

  • Die Aufsichtführende Erzieherin überprüft den Zustand der jeweiligen Geräte u. Materi alien u. sichert gegebenenfalls Seile;

            1. Werkecke
  • Ohne Absprache darf kein Kind die Werkecke betreten;

  • Die Kinder lernen angemessen mit den Werkzeugen u. Materialien umzu-gehen u. diese wegzuräumen;

            1. Gartenbereich
  • Vor dem Gang in den Garten wird der Bereich nach Scherben, Zigaretten u. sonstigen Müll abgesucht, bzw. kontrolliert;

  • Ebenfalls werden von der jeweiligen Erzieherin die Geräte auf schadhafte Stellen unter sucht, Geräte u. Seile gesichert;

  • Der Sandkasten wird nach Katzendreck abgesucht;

  • Die Kinder dürfen nach der pädagogischen Einschätzung u. nach Absprache mit der jeweilig zuständigen Erzieherin altersentsprechend u. nach dem Entwicklungsstand u. nach Ermessen der Gruppenkonstellation, alleine in den Garten;

  • Kinder unter 3 Jahren sind mit einer Erzieherin im Garten;

  • Das Törchen zur Bärengruppe muss geschlossen bleiben u. im Blick behalten werden;

  • Wasserspiele in den Bottichen u. Wannen möglichst nur unter Aufsicht einer Erzieherin; ( je nach Alter der Kinder)

  • Der Wasserhahn darf nur nach Absprache genutzt werden;

  • Spielzeuge aus dem Gerätehaus dürfen nur nach Absprache genommen werden;

  • Der Hang zu den Gruppen ist für die Kinder zum Spielen nicht erlaubt;

  • Die Steintreppe zur Bärengruppe muss Sommer wie Winter vom Sand oder Schnee gereinigt werden;

        1. Sicherheitsvorkehrungen im externen Bereich:

            1. Verhalten im Straßenverkehr
  • Vor dem Rausgehen werden alle Kinder gezählt;

  • Kinder gehen zu zweit Hand in Hand (Ausnahme Dinogruppe), hintereinander in der Gruppe nach draußen;

  • Das ältere Kind geht immer außen;

  • Eine Erzieherin geht vorne, eine Erzieherin geht hinten in der Gruppe;

  • es werden möglichst gesicherte Verkehrsübergänge (Ampelschaltung) genutzt, der Zebrastreifen an der Poller Hauptstrasse wird zusätzlich von einer Erzieherin gesichert;

  • Schaltet eine Fußgänger-Ampel beim Überqueren auf „Rot“ um, wird der Übergang von einer Erzieherin zusätzlich abgesichert u. die Gruppe überquert geschlossen den Über gang;

            1. Verhalten bei Ausflügen
  • Nach Anzahl der Kinder richtet sich die Anzahl der Aufsichtspersonen; (Sind nicht genügend Erzieherinnen anwesend, werden Eltern hinzugezogen;

  • Ausflüge zu verschiedenen Institutionen, z.B. Bücherei, Zoobesuche, etc. werden vorher exakt durchgesprochen u. Geplant;

  • Auf allen Ausflügen werden Erste-Hilfe-Taschen u. individuelle Not-Medikamente für bestimmte Kinder u. ein Handy mitgeführt;

  • Bei Ausflügen mit der Bahn steigt eine Erzieherin immer vor den Kindern ein und sichert das Aufhalten der Türe, eine weitere Erzieherin folgt nach den Kindern;

  • Alle Kinder sollten möglichst Sitzplätze einnehmen oder gut erreichbare Möglichkeiten zum Festhalten haben;

  • Kinder werden exakt über das Verhalten in Bus u. Bahnen unterrichtet;

  • Bei großen Ausflügen, unbekannten Bereichen gelten besondere Vereinbarungen für die Kinder, z.B. „ Einhalten von Haltepunkten / Grenzpunkten“;

  • Auch bei bekannten Bereichen wie z.B. die Rheinwiesen, Spielplatz, etc. sind die bekannten Haltepunkte von den Kindern einzuhalten;

  • Bei großen Ausflügen, z.B. in den Zoo, werden den Kindern Telefonnummern auf die Arme geschrieben, unter denen die Erzieherin zu erreichen sind;

  • Je nach Anzahl der Kinder, wird im Team abgesprochen, wer für welche Kinder verant wortlich ist;

  • Es gibt „Zwischenzählungen“;

            1. Aufenthalt auf den Rheinwiesen
  • Grenzen für die Kinder werden zu Beginn der Aktivitäten klar abgesprochen u. Erklärt;

  • Beim Betreten der Wiesen wird der Spielbereich nach Glas, Zigaretten, Spritzen, etc. abgesucht;

  • Besondere Aufmerksamkeit erhalten die unter 3 jährigen Kindern, hier wird abgesprochen, wer für diese Kinder die derzeitige Aufsicht führt;

  • Ebenso wird eine Absperrung zum Rheinufer bzgl. der Aufsicht von einer Erzieherin übernommen u. Gesichert;

  • Führt der Rhein Hochwasser wird dieser Bereich gemieden;

  • Es wird im Team abgesprochen, wer für welche Kinder verantwortlich ist;

            1. Aufenthalt auf dem Spielplatz
  • Beim Betreten des Spielplatzes wird der Spielbereich nach Glas, Zigaretten, Spritzen, etc. abgesucht;

  • Es besteht ein Verbot in den Büschen zu spielen;

  • Auf dem Weg zum Spielplatz werden „ Haltepunkte“ abgesprochen;

  • Das Team verteilt sich zur Aufsicht an den Geräten;

            1. Waldtage
  • Auf dem Weg zum Wald gelten die gleichen Regeln wie die Allgemeinen im Straßenver kehr (s.o.),

  • es werden möglichst die Gehwege benutzt, die Straße „Im Wasserfeld“ zur Siegburger Straße hin wird gemieden;

  • Der „Platz“ im Wald ist mit Kindern genauestens abgesprochen, auch hier gibt es „optische“ Grenzen;

  • Wechseln die Kinder ihre Spielbereich müssen sie sich bei den jeweiligen Erzieherinnen abmelden;

  • Der Spielbereich wird vor Beginn der Aktivitäten nach Glas, Zigaretten, Spritzen etc. abgesucht;

            1. Exkursionen mit den zukünftigen Schulkindern ( Dinos)
  • Für die „Dinogruppe“ gelten besondere Absprachen u. Regeln; diese werden in Absprache u. teils mit schriftlichem Einverständnis der Eltern vorgenommen.

  • Bei Ausflügen außer Haus sollte jedes Kind für sich alleine Aufmerksamkeit und Verantwortlichkeit lernen und muss nur in einem „unbekannten“ Stadtbereich zu zweit an der Hand gehen – bzw. auf Verlangen der Erzieherin;

  • Wichtig ist, dass die Gruppe im Straßenverkehr ohne Lücken zusammen-bleibt;

  • Eine Erzieherin geht vorne, eine Erzieherin am Ende der Gruppe;

  • Ausflüge mit dem Rad werden vorher auf übersichtlichen Wegen trainiert u. das Verhalten im Straßenverkehr in der Gruppe genauestens abgesprochen;

  • Schwimmbadausflüge u. Abschlussfahrt setzen das schriftliche Einverständnis der Eltern voraus;

  • Es findet kein Schwimmbadbesuch ohne die Rettungsschwimmerin als zusätzliche Aufsicht u. Begleitung, statt;

  • im Schwimmbad gelten verschiedene Verbote u. Absprachen:

  • Es darf nicht gerannt werden;

  • Es wird eine Sammelkabine genutzt;

  • Der Bereich im Wasser ist genau eingegrenzt;

Comments