Wirtschaft
In Villach hat der Halbleiterkonzern Infineon ein neues Forschungsgebäude in Betrieb genommen. In das nun fertiggestellte Gebäude wurden 50 Millionen Euro investiert. Es hat eine Kapazität für 600 Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung.
Online seit heute, 16.07 Uhr
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250 Mitarbeiter der bestehenden Gebäude werden noch bis Jahresende in die neuen Arbeitsräumlichkeiten übersiedeln. Die restlichen 350 Plätze wurden beziehungsweise werden noch mit neuen Mitarbeitern besetzt. Man wolle den Blick in die Zukunft richten. „In Zeiten der höchsten Arbeitslosigkeit setzen wir auf Forschung und Entwicklung. Wir zeigen, wie man mit Hightech Arbeitsplätze schaffen kann“, so Infineon-Vorständin Sabine Herlitschka.
Das neue Gebäude besteht aus sechs Geschossen mit insgesamt 21.000 Quadratmetern Fläche für die rund 600 Arbeitsplätze, außerdem gibt es hier noch auf 3.800 Quadratmetern Labor- und Messtechnikflächen. In diesem Bereich werden einerseits Produkte geprüft, die sich gerade in der Entwicklung befinden, andererseits werden Zuverlässigkeitstests bestehender Elektronik durchgeführt. Produkte von Infineon findet man in Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten, Industrieanlagen und Fahrzeugen.
Wie Finanzvorstand Oliver Heinrich sagte, habe man bei dem Forschungsgebäude größten Wert auf die Förderung von Kommunikation zwischen den Mitarbeitern gelegt. So gibt es 70 Besprechungsräume und eine Kantine mit Platz für 900 Menschen. Verschiedene Sensoren – unter anderem für Temperatur, CO2-Gehalt und Luftfeuchtigkeit – sollen für das richtige Raumklima sorgen. Die Energie kommt zu einem großen Teil mittels Wärmerückgewinnung aus der Kühlenergie für die Fabrik.
Vor wenigen Tagen feierte der Standort in Villach das 50 Jahr Jubiläum. Am 1. Oktober 1970 startete Siemens in Villach mit 24 Mitarbeitern die Produktion von Glas- und Kunststoffdioden. Drei Jahre später übersiedelte man an den heutigen Standort in der Siemensstraße, bevor 1999 aus der Siemens Halbleitersparte die Infineon Technologies AG wurde. Eine Jubiläumsfeier wird es heuer wegen der Auflagen nicht geben, sie soll 2021 stattfinden.
Ebenfalls 2021 soll dann auch das nächste Großvorhaben in Villach abgeschlossen sein. Dann soll die vollautomatisierte 300-Millimeter-Chipfabrik in Betrieb gehen. Das Investitionsvolumen für Gebäude, Reinraumtechnik und Produktionsanlagen wurde mit 1,6 Mrd. Euro innerhalb von sechs Jahren beziffert. Vorigen Herbst war bekannt geworden, dass sich die Inbetriebnahme verzögert, ursprünglich hatte man dafür einen Termin Anfang 2021 ins Auge gefasst.
9. Oktober 2020
Eine Taufe in Tirol und ein Almabtrieb in Kärnten: Zwei anschauliche Fallbeispiele von Ansteckung mit dem in der Kalenderwoche 40, vorgestellt hat sie der Vorsitzende der CoV-Kommission, Ulrich Herzog, heute bei der Ampel-Pressekonferenz.
Sie stammen aus der neuen Clusteranalyse der AGES, die wesentlich zur Bewertung der Kommission beiträgt und die weiterhin den Haushalt als Ansteckungsherd Nummer eins mit fast 60 Prozent der Fälle aufzeigt.
„Die Schule als Ansteckungsort stimmt nicht“, stellte Herzog fest. Bildungscluster würden zwar zunehmen, so Herzog, jedoch seien es Lehrer, Pädagogen und Betreuer, die das SARS-CoV-2-Virus mitbringen. Die Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) für die Kalenderwoche 40 – 28. September bis 4. Oktober – zeigen 430 Cluster mit 1.573 identifizierten Fällen, jedoch nur 14 Cluster mit 71 Fällen (4,5 Prozent) findet man unter dem Setting Bildung.
Mit 252 Clustern sind hingegen fast 60 Prozent dem Haushalt zugeordnet, mit 709 liegt der Anteil der Fälle bei rund 45 Prozent. In den Bereich Freizeit fielen 87 Cluster, sie machten 20,2 Prozent der Cluster aus mit insgesamt 374 Fälle. Auf dem dritten Platz landete in der aktuellen Analyse der Bereich Arbeit. 29 Cluster wurden hier identifiziert (6,7 Prozent aller Cluster), insgesamt gab es 155 SARS-CoV-2-Fälle mit Bezug zur Arbeit.
Die Sinnhaftigkeit der Clusterfindung ergibt sich in der dadurch erleichterten Eindämmung der Virusausbreitung und zur Einschätzung der epidemiologischen Entwicklung der SARS-CoV2-Infektion. Die Clusteranalysen wirken sich nicht nur auf die CoV-Ampel, sondern auch auf die Maßnahmen im regionalen Bereich aus, wie Herzog weiter ausführte. „Bei großen, organisierten Veranstaltungen kommt es kaum zu Infektionen, da hier klare Sicherheitskonzepte vorliegen“, so Herzog.
„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen“
ICH BIN IM STÄNDIGEN GEBET ZUR DREIFALTIGKEIT UND ZUR MUTTERGOTTES MARIA!
„Erbarme Dich mein, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit“ (Ps 51,1) und
„O Gott, komm mir zu Hilfe, Herr, eile mir zu helfen“ (Ps 70,1)
DIE FREUDE UND DANKESBOTSCHAFTEN SIND DIE FREUDE GOTTES - DU HAST ALLES RICHTIG GEMACHT - ALLES!
US-Chefepidemiologe
Vor etwas über einer Woche ist die Infektion von US-Präsident Donald Trump mit dem bekanntgeworden. In den Tagen danach mehrten sich die bestätigten CoV-Fälle im Umfeld des Präsidenten. Am Freitag sprach nun auch der von der US-Regierung beauftragte Chefepidemiologe Anthony Fauci von einem „Superspreader-Event“ im Weißen Haus. Trump plant unterdessen bereits die nächsten Wahlkampfauftritte.
Es sei klar, dass es im Weißen Haus ein „Superspreader-Event“ gegeben habe, sagt Fauci im CBS News Radio. „Die Daten sprechen für sich selbst – wir hatten im Weißen Haus eine Veranstaltung mit Superspreadern, und zwar in einer Situation, in der die Menschen zusammengedrängt waren und keine Masken trugen“, so Fauci. Der Mediziner machte die Bemerkung, nachdem er in dem Interview gefragt worden war, welche Schlüsse der jüngste Ausbruch im Weißen Haus über die Bedeutung des Maskentragens zulasse.
Am 26. September hatte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses die Höchstrichterkandidatin Amy Coney Barrett präsentiert. Die Veranstaltung war bereits kurz nach dem Bekanntwerden von Infektion in den Fokus gerückt. Gleich bei mehreren Anwesenden fiel in den folgenden Tag ein CoV-Test positiv aus. Bei der Veranstaltung selbst saßen die Gäste eng beieinander, viele trugen keine Masken.
Von den mehr als 200 Personen, die an der Zeremonie für Barretts Nominierung teilnahmen, wurden fast ein Dutzend positiv getestet, darunter neben Trump und seiner Frau Melania die ehemalige Beraterin des Weißen Hauses, Kellyanne Conway, der ehemalige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sowie die Senatoren Mike Lee und Thom Tillis. Das Weiße Haus sah bisher davon ab, zu einer möglichen Verbindung mit der Veranstaltung Stellung zu nehmen. Eigentlich sind große Versammlungen in Washington aufgrund der noch verboten. Bundeseigentum wie das Weiße Haus ist von den Verboten allerdings ausgenommen.
Die Zeremonie Ende September im Rosengarten des Weißen Hauses wird als Ursprung des Clusters im Weißen Haus vermutet
Insgesamt umfasst der Cluster rund um das Weiße Haus bereits mehr als 20 Personen. So lieferten auch Trumps Beraterin Hope Hicks und die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positive Tests ab. Und laut Expertinnen und Experten könnte das nur die Spitze des Eisberges sein. „Ich glaube nicht, dass wir das Ausmaß dieses Ausbruchs bereits kennen“, sagte etwa Danielle Ompad, eine außerordentliche Professorin für Epidemiologie an der School of Global Public Health der New York University gegenüber USA Today.
Debatte
Am Samstag plant Trump indes bereits wieder eine Veranstaltung im Weißen Haus. Ein Regierungsvertreter bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach der US-Präsident bei einer Rede vor seinem Amtssitz über das Thema „Recht und Ordnung“ sprechen wird. Am Montagabend soll Trump dann am internationalen Flughafen von Orlando im Bundesstaat Florida vor Anhängern auftreten. Trump hatte noch Donnerstagabend erklärt, er wolle zu Beginn des Wochenendes nach Florida reisen und am Sonntag nach Pennsylvania, zwei Bundesstaaten, die Umfragen zufolge für den Ausgang der Wahl entscheidend sein dürften.
Am Montag kehrte Trump aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus zurück
Der US-Präsident war infolge einer Infektion an erkrankt und wurde drei Tage in einem Militärkrankenhaus behandelt. Er kehrte am Montag ins Weiße Haus zurück. Am Donnerstag sagte er in einem Interview, er fühle sich wieder „perfekt“ und könne es kaum erwarten, wieder voll in den Wahlkampf einzusteigen.
Trumps Leibarzt Sean Conley erklärt am Donnerstag, er erwarte „die sichere Rückkehr des Präsidenten zu öffentlichen Verpflichtungen“ für Samstag. Die habe „extrem gut“ angeschlagen, Trumps Werte seien „stabil“. Experten haben allerdings Zweifel angemeldet, ob der mit starken Medikamenten behandelte Präsident so schnell wieder in den politischen Alltag zurückkehren sollte – auch wegen eines möglichen Ansteckungsrisikos für andere.
Nach mehreren Tests ist US-Präsident Donald Trump negativ auf das getestet worden. Das sagte sein Leibarzt Sean Conley am Montag in Washington. Schnelltests an mehreren Tagen in Folge hätten gezeigt, dass bei Trump keine CoV-Infektion mehr nachweisbar sei. Bereits am Montag kehrte er auf die Wahlkampfbühne zurück.
Um zu prüfen, ob der US-Präsident noch ansteckend sei, seien neben den Antigentests auch andere Labordaten hinzugezogen worden, so Conley in seiner Erklärung. Wann Trump das erste Mal negativ getestet wurde und wie oft, blieb unklar. Leibarzt Conley hatte bereits am Samstag erklärt, der Präsident sei nicht mehr ansteckend. Informationen zu Testergebnissen veröffentlichte er zu diesem Zeitpunkt nicht. Er hatte Trump auch nicht ausdrücklich für virenfrei erklärt.
Bereits am Samstag präsentierte sich Trump auf dem Balkon des Weißen Hauses vor Hunderten Anhängern. Eine Maske trug er dabei nicht. Vor zehn Tagen war Trump – neben zahlreichen anderen Personen aus dem Weißen Haus – positiv auf das getestet worden. Seine Ärzte hatten dann zunächst erklärt, es gehe dem Präsidenten gut, später aber eingeräumt, dass er zwischenzeitlich hohes Fieber gehabt habe. Nach einigen Tagen in einem Militärkrankenhaus war Trump Anfang vergangener Woche wieder ins Weiße Haus zurückgekehrt und hatte seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.
Reuters/Jonathan Ernst Leibarzt Conley erklärte Trump für nicht mehr ansteckend
Conleys Erklärung am Montag wurde veröffentlicht, während sich Trump gerade mit der Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung in Florida befand. Bei seiner ersten Reise zu einem Wahlkampfauftritt seit seiner CoV-Infektion verzichtete Trump am Montag auf das Tragen einer Maske. Trump war während der gesamten Pandemie äußerst selten öffentlich mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen. Seine Gegner kritisierten ihn deswegen als schlechtes Vorbild.
Trump hatte sich auch während seiner CoV-Infektion immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert, um zu demonstrieren, dass er in guter Verfassung sei. Dennoch nützte sein Herausforder, der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden die Zeit für mehrere Wahlkampfveranstaltungen in wichtigen Bundesstaaten. Biden liegt derzeit in landesweiten Umfragen zehn Prozentpunkte vor Trump. Auch in mehreren möglicherweise wahlentscheidenden Bundesstaaten konnte Biden seinen Vorsprung ausbauen.
Trump ließ sich bei seiner Rückkehr auf die Wahlkampfbühne von seinen Anhängern im US-Bundesstaat Florida feiern. „Ich fühle mich so stark“, sagte Trump am Montagabend während seines rund einstündigen Auftritts in Sanford bei Orlando. Der 74-Jährige betonte wie schon am Wochenende, er sei nun immun.
„Ich werde jeden in diesem Publikum küssen. Ich werde die Kerle und die schönen Frauen küssen (…). Ich werde euch einfach allen einen dicken, fetten Kuss geben“, sagte er in Sanford. Florida ist ein potenziell entscheidender Bundesstaat für die Präsidentenwahl am 3. November. In den kommenden Tagen plant Trump weitere Auftritte in Johnstown im Schlüsselstaat Pennsylvania und in Des Moines in Iowa.
Vor dem Senat startete indes am Montag die Befragung der designierten Verfassungsrichterin Amy Coney Barrett – die Wunschkandidatin Trumps für diesen Posten. Insgesamt soll Barrett vier Tage im Justizzausschuss des Senats Rede und Antwort stehen. Barretts schnelle Nominierung durch Trump ist schwer umstritten, die Bedeutung des Postens enorm für große gesellschaftspolitische Entscheidungen in den USA. Die Entscheidung Trumps für die schnelle Nominierung brachte zusätzliche Unruhe in den US-Wahlkampf.
Mit Barrett könnte Trump die konservative Mehrheit am Supreme Court auf sechs zu drei ausbauen und auf Jahre zementieren, denn Verfassungsrichter werden auf Lebenszeit nominiert. Barrett ist 48 Jahre alt und könnte lange am Gericht bleiben.
Vor und nach der Wahl
Der Sieg der Wiener SPÖ bei der Wiener Gemeinderatswahl hat viel mit dem Abschneiden der Partei in den Flächenbezirken und an den Stadträndern im Süden und Osten zu tun. Die Peripherie spielt aber nicht nur für die Sozialdemokratie eine Rolle: Auch die ÖVP konnte hier in für sie ungewöhnlichen Gebieten punkten – und selbst innerstädtisch starke Parteien wie die Grünen profitieren von den Stimmen aus den Außenbezirken.
In den flächenmäßig großen Bezirken gibt es bereits jetzt Zehntausende Stimmen abzuholen. Für die Parteien bergen sie zudem Potenzial für die Zukunft. Im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten, wo große Bauprojekte wie das Sonnwendviertel umgesetzt wurden, ist die Bevölkerung in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten von knapp über 159.000 im Jahr 2004 auf fast 205.000 gewachsen. In der Donaustadt, dem 22. Bezirk, kamen im selben Zeitraum von 142.000 auf 191.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner dazu.
Wie wichtig die Donaustadt für die SPÖ ist, zeigte sich bei der Gemeinderatswahl 2015. Damals holte die Sozialdemokratie elf Prozent ihrer Stimmen in diesem Bezirk. Prozentuell war die SPÖ im Jahr 2015 in der Brigittenau stärker als in der Donaustadt, ebenso ist es bei der diesjährigen Wahl. Die Stimmen aus dem 22. Bezirk hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Sozialdemokratie das vom damaligen Bürgermeister Michael Häupl ausgerufene „Duell um Wien“ mit den Freiheitlichen für sich entscheiden konnte.
Mit den Sprengeln werden auch die Hochburgen der größeren Parteien sichtbar. Die Karten beruhen auf SORA-Hochrechnungen von Sonntag.
Für die kleineren Parteien kann dagegen selbst ein geringes prozentuelles Ergebnis in den Flächenbezirken Großes bewirken, wie sich am Beispiel der Grünen zeigt. Die Hochburgen der Ökopartei liegen in den Bezirken zwischen Ring und Gürtel. 2015 holten die Grüne in Wien-Neubau 26 Prozent, in der Donaustadt waren es nur 6,7. „Allerdings war die Donaustadt der Bezirk mit den zweitmeisten absoluten Stimmen für die Grünen“, so der Politikwissenschaftler Flooh Perlot vom Institut für Strategieanalysen in einem Gespräch mit ORF.at. Auch 2020 sammelten die Grünen in der Donaustadt insgesamt mehr Stimmen als etwa in Neubau.
Die ÖVP konnte bei der diesjährigen Gemeinderatswahl ihre Bastionen in der Inneren Stadt sowie den gutbürgerlichen Außenbezirken Hietzing, Währing und Döbling halten. Allerdings schimmern nicht nur der Nordwesten und Westen Wiens türkisfarben. Im Süden und Osten der Stadt wechselten viele frühere Wählerinnen und Wähler der FPÖ zur ÖVP. Das führte unter anderem dazu, dass die ÖVP laut OGM-Untersuchung zur zweitstärksten Kraft in den Gemeindebauten aufstieg, wo die SPÖ eine knappe „Absolute“ erreichte – mehr dazu in wien.ORF.at.
Wien-Wahl 2020
Bereits bei der Nationalratswahl 2019 legte die ÖVP auf Kosten der FPÖ auch in Wien stark an Stimmen zu. Bei der Gemeinderatswahl 2020 profitierte die ÖVP neuerlich vom schwachen Abschneiden der Freiheitlichen, wenn auch in geringerem Ausmaß. Jene, die den Wechsel zur ÖVP vollzogen, sorgten aber dafür, dass die ÖVP etwa in den Bezirken im Süden Wiens stärker wurde, „als man es bei vergangenen Wahlen gewohnt war“, so Perlot. Das gilt etwa für Liesing, wo die ÖVP ein Plus von fast 15 Prozent einfahren konnte und nun bei über 24 Prozent liegt.
Die FPÖ erlebte bei der Wien-Wahl ein Debakel. Mit 7,1 Prozent fielen die Freiheitlichen auf den fünften Platz zurück, noch hinter NEOS. Mehr als an die anderen Parteien verloren die Freiheitlichen an das Nichtwählerlager. 101.000 FPÖ-Wählerinnen und -Wähler blieben nach dem „Ibiza“-Skandal und der Spesen-Causa um den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache heuer den Urnen fern.
ORF.at/Christian Öser Blick von der Leopoldstadt Richtung „Transdanubien“: Die äußeren Bezirke bieten für alle Parteien ein großes Stimmenpotenzial
In den großen Bezirken Favoriten, Simmering, Floridsdorf und der Donaustadt setzte es herbe Verluste für die FPÖ. Bei der Gemeinderatswahl vor fünf Jahren hatte die FPÖ in Floridsdorf sogar mehr Stimmen erhalten als die Sozialdemokratie, in Simmering wurde mit Paul Stadler zum ersten Mal überhaupt ein Freiheitlicher zum Bezirksvorsteher gewählt – beides ist seit Sonntag passe. In den Bezirken rund um die Innenstadt gab es für die Partei von Dominik Nepp wenig zu holen – mit Ausnahme der Landstraße und der Leopoldstadt blieb man dort unter fünf Prozent.
Debatte
Der Weg zurück zu alter Stärke führt für die Freiheitlichen über die äußeren Bezirke. Perlot bescheinigt ihr in den Flächenbezirken ein ähnlich großes Potenzial wie der SPÖ. In besagten Gebieten sind viele Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Personen mit einem formal niedrigen Bildungsabschluss zu Hause – und diese tendieren, sofern sie wahlberechtigt sind, in Wien nach wie vor zu SPÖ und FPÖ.
Wien wächst. 2027 werden Prognosen zufolge erstmals seit mehr als einem Jahrhundert wieder über zwei Millionen Menschen in der Stadt leben. Am stärksten ist das Bevölkerungswachstum derzeit in Simmering, der Brigittenau und der Donaustadt. Welche Parteien daraus Kapital schlagen können, hängt laut Perlot auch von der Art der Bauprojekte in den jeweiligen Gebieten ab. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeindebauten und generell sozialem Wohnbau könnten SPÖ und FPÖ stärken, Projekte privater Bauträger könnten dagegen eher ÖVP, NEOS und bis zu einem Grad auch den Grünen zu mehr Stimmen verhelfen.
Bei Klick auf den Sprengel erscheinen die Stimmenanteile der Listen, die Karte wurde nach Veröffentlichung des Briefwahlergebnisses neu berechnet
Die Grünen könnten dem Politologen zufolge auch von den innerstädtischen Bewohnerinnen und Bewohnern profitieren, die eine Familie gründen und sich in den äußeren Bezirken niederlassen. „Bis zu einem gewissen Grad arbeitet die Zeit für die Grünen“, sagt der Politikwissenschaftler. Grün-Stimmen würden gewissermaßen aus den inneren Bezirken „importiert“, so Perlot – freilich mit Einschränkungen: „Wenn die Leute einmal dort wohnen, können sich Präferenzen auch wieder ändern.“
Wer an erkrankt war und wieder gesund geworden ist, hat vielleicht nur den ersten Abschnitt eines langen Weges geschafft. Darauf machen jetzt Lungenexperten aufmerksam. „Man kann von einem sprechen“, so der Mediziner Bernd Lamprecht.
Die Berichte über Langzeitfolgen würden sich mehren, heißt es. Unter den Langzeitfolgen leiden vor allem jene Patienten, die besonders schwere Verläufe einer Erkrankung überstanden haben. Das sind Fälle, bei denen es zu Aufenthalten auf der Intensivstation und zu mechanischer Beatmung gekommen ist.
Laut Bernd Lamprecht, der Lungenexperte am Linzer Kepler Universitätsklinikum und Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie ist, deutet vieles darauf hin, dass man von einem sprechen. Zu den Anzeichen zählen ein Erschöpfungszustand, der weder durch Schlaf noch durch Ruhepausen verringert werden kann, Atemnot und auch Symptome wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und sogar Depressionen.
Studien zeigen, so Lamprecht, dass solche Symptome bei einem Drittel der ambulant behandelten Patienten und sogar bei fast 90 Prozent der stationär behandelten Patienten festgestellt wurden. Den Ursachen komme man erst nach und nach auf die Spur, Veränderungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts dürften unter anderem eine Rolle spielen.
Der Lungenarzt gibt sich aber auch zuversichtlich: medizinisch könne derzeit schon viel mehr bei schweren Krankheitsverläufen getan werden als am Beginn der Pandemie, so Lamprecht. Und zwar dadurch, dass vorhandene Medikamente sozusagen umfunktioniert werden. Die Chancen stünden zudem gut, im ersten Quartal des kommenden Jahres einen Durchbruch bei der medikamentösen Therapie von zu erreichen.
Das Bregenzer Festspielhaus und die Seebühne sollen saniert werden. Die Stadt geht von einer Investitionssumme von rund 55 Millionen Euro aus. Die Sanierung soll im Herbst 2021 beginnen.
Am Donnerstagabend beschäftige sich die Bregenzer Stadtvertretung mit der anstehenden Sanierung. Die Kosten seien von Bund, Land und Stadt zu tragen, so Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP). Auch die Festspiele würden einen Teil beitragen.
Die ursprüngliche Bausubstanz des Festspielhauses stammt aus den Jahren 1978 bis 1980. 1995 bis 1997 wurde die Werkstattbühne samt Seefoyer und Seestudio errichtet, das Hauptgebäude wurde 2005/06 neu gestaltet. Nun stehe eine dritte Baustufe an, denn durch die intensive Nutzung brauche das Haus nun weitere Sanierungen.
In der Stadtvertretungssitzung sei es vor allem um die Architekturleistungen bis zur Einreichplanung durch das Büro Dietrich Untertrifaller gegangen, das bereits an den beiden ersten Baustufen beteiligt war, hieß es. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 500.000 Euro, die von den Festspielen als Vorleistung erbracht würden.
Betroffen von den geplanten Arbeiten seien die Außenhülle des Gebäudes, die rund 40 Jahre alte Bühnentechnik des Haupthauses und die technische Infrastruktur der Werkstattbühne, die außerdem einen Zubau erhalten soll. Ebenfalls saniert werden müssen die aus Betonfertigteilen bestehende Außentribüne und die Räume im Bereich der Seebühne.
ORF.at/Zita Klimek Die Tribüne der Seebühne
Nach der Ausführungsplanung und der Ausschreibung sei die Umsetzung für die Zeit von Herbst 2021 bis 2024 vorgesehen. „Sowohl Seebühne als auch Seetribüne wurden bis dato mehrfach repariert, aber nie saniert. Die Infrastruktur muss aber unbedingt modernisiert werden, auch notwendige Sicherheitsauflagen sind zu erfüllen“, so Bürgermeister Linhart.
Im Schulterschluss mit dem Land habe man nach der Nationalratswahl nun die Gespräche mit dem Bund wieder aufgenommen. Was die Finanzierung angehe, zeigte sich Linhart „zuversichtlich“.
Umbenennung
Als „Land der langen weißen Wolke“ soll Neuseeland künftig bezeichnet werden, wenn es nach den indigenen Maori geht. Bei den Ureinwohnern und Ureinwohnerinnen heißt das Land Aotearoa. Vor der Parlamentswahl am 17. Oktober entbrannte nun in Neuseeland eine Diskussion über den Namen des Inselstaates im Pazifik.
14. September 2020, 12.22 Uhr
Die Partei der Ureinwohner, die Maori Party, fordert die Umbenennung in Aotearoa. Die Hauptstadt Wellington solle künftig Te Whanganui-a-Tara heißen und Christchurch in Otautahi umgetauft werden. Überhaupt möchte die Partei die Sprache der indigenen Bevölkerung stärker im vom Englischen geprägten öffentlichen Leben durchsetzen.
„Es ist inakzeptabel, dass nur drei Prozent der Menschen im Land die offizielle Sprache sprechen“, sagte der Kandidat der Partei, Rawiri Waititi, am Montag.
Die maorische Sprache (Te Reo Maori) ist neben Englisch die zweite Amtssprache. In Anlehnung an die niederländische Provinz Zeeland hatten niederländische Entdecker das Land im 17. Jahrhundert Nieuw-Zeeland getauft. Bei den Maori heißt es eben Aotearoa, „Land der langen weißen Wolke“. Schon seit Jahren gibt es Bestrebungen, den Inselstaat im Südpazifik umzubenennen.
Vizepremierminister Winston Peters kritisierte solche Pläne. „Das ist schlicht eine Jagd nach Schlagzeilen ohne Rücksicht auf die Kosten für dieses Land“, schrieb der Politiker auf Twitter. Eine Umbenennung würde „in einer Zeit, in der Exporte für unser wirtschaftliches Überleben entscheidend sind“, Handelspartner verwirren.
Reuters/Yana Paskova Eine gesetzliche Änderung lässt Premierministerin Ardern offen
Premierministerin Jacinda Ardern, die bei der Wahl eine zweite Amtszeit anstrebt, ließ offen, ob sie eine offizielle Namensänderung unterstützen würde. „Ich höre immer öfter die Verwendung des Namens Aotearoa, der mit Neuseeland austauschbar ist, und das ist eine positive Sache“, sagte sie lediglich. „Ob wir es gesetzlich ändern oder nicht, ändert meiner Meinung nach nichts an der Tatsache, dass Neuseeland zunehmend Aotearoa genannt wird.“
Noch vor einigen Jahren gab es heftige Beschwerden, wenn in den Nachrichten etwa des öffentlich-rechtlichen Senders Radio New Zealand (RNZ) Begriffe aus der Sprache der Maori verwendet wurden. Beim Wetterbericht wurde etwa immer wieder statt New Zealand der Begriff Aotearoa verwendet. Mit der Benutzung von Maori-Vokabular hatte als eine der Ersten die Moderatorin Kanoa Lloyd begonnen, die selbst Maori-Wurzeln hat. Die Chefredaktion des Senders bezeichnete die Verwendung der Maori-Wörter als „natürlichen Teil der Arbeit“.
Zur Überwachung des rechten Glaubens entstand 1480 die Spanische Inquisition. Sie verfolgte konvertierte Juden, Muslime, Protestanten und Menschen, die Sodomie trieben. Das Autodafé wurde zum berüchtigten Ritual.
Am Ausgang des Mittelalters etablierte sich in Spanien ein öffentliches Fest, das bald seine Nachahmer fand. Manchmal sollen Hunderttausende zusammengekommen sein, um dem Spektakel beizuwohnen.
Am 6. Februar 1481 wurden die Bewohner der andalusischen Metropole Sevilla Zeugen eines neuartigen Schauspiels. Eine Prozession Gefangener schleppte sich, bewacht von Bewaffneten, durch die Straßen der Stadt. Vor den Toren hielt der Zug an. Dort war ein Scheiterhaufen aufgeschichtet worden. Die Gefangenen, darunter einige einflussreiche Stadträte, wurden an Pfähle gebunden und dem Feuer überantwortet. Sie waren die Ersten, die von der Spanischen Inquisition als Ketzer zum Tode verurteilt worden waren.
Viele Zuschauer beobachteten das blutige Schauspiel. Das sollte sich bald ändern. Denn in den folgenden Jahren starben allein in Sevilla 700 Menschen den Feuertod. Die Inquisitoren fällten ihre Urteile so unberechenbar, dass viele Menschen aus der Stadt flüchteten.
Das Verbrennen von Ketzern prägte das Bild von der Spanischen Inquisition
Dass Menschen, die in dem Verdacht standen, nicht die Glaubenssätze und Rituale der katholischen Kirche zu befolgen, mit dem Tode bedroht wurden, war im Mittelalter übliche Praxis. So erging es auch den Katharern Südfrankreichs, gegen die regelrechte Kreuzzüge aufgeboten worden waren. Aber die Einrichtung, die 1481 erstmals aktiv wurde, war von anderer Art als jene inquisitio (Lateinisch: Untersuchung) genannte mittelalterliche Ketzerverfolgung. Mit der Berufung der beiden Dominikaner Miguel de Morillo und Juan de San Martin zu Inquisitoren begründeten das Königspaar Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon 1480 eine neuartige, furchteinflößende Behörde, die die Mentalität und das Bild Spaniens über Jahrhunderte hinweg prägen sollte.
Die Spanische Inquisition war eine Konsequenz der Reconquista, der Wiedereroberung der Iberischen Halbinsel durch christliche Heere. Damit gerieten Hunderttausende Juden und Muslime unter die Herrschaft christlicher Fürsten. Zunächst traf es die Juden, die bis dahin mit Muslimen und Christen einigermaßen gleichberechtigt zusammengelebt hatten, was moderne Beobachter gern als gelungenes Experiment von Multikulturalität feiern. Doch unter christlichem Regiment hielt auch die wachsende Judenfeindschaft Einzug in Spanien. Zahlreiche Pogrome waren die Folge.
An der Spitze die Richter, dahinter die Verurteilten: Prozession zum Autodafé
Juden wurden vor die Wahl gestellt, ermordet zu werden oder auszuwandern. Oder sie konvertierten zum christlichen Glauben. Man schätzt, dass rund die Hälfte der 200.000 Juden der Iberischen Halbinsel diesen Weg wählte. Vielen dieser neuchristlichen „Conversos“ gelang häufig der soziale Aufstieg, bis in hohe staatliche und kirchliche Stellen. Das allerdings förderte die Missgunst der alten Eliten, die um die Exklusivität ihrer überkommenen Ehrenrechte fürchtete.
Das Eindringen der Abkömmlinge von Juden und Muslimen bis in die höchsten Kreise setzte, gleichsam als Gegenreaktion, „einen verhängnisvollen Diskurs über die Reinheit des Blutes (limpieza de sangre) in Gang“, schreibt der Dresdner Historiker Gerd Schwerhoff. „Spätestens mit der Verabschiedung eines Statutes in Toledo 1449, nach dessen Bestimmung kein Converso irgendein öffentliches Amt in der Stadt Toledo einnehmen dürfe, war die Tür für diskriminierende Maßnahmen gegenüber Nichtchristen weit offen.“
Viele Verurteilte wurden in Büßergewand mit Kerzenmitra dem Spott der Straße preisgegeben
Obwohl es nicht an kritischen Stimmen fehlte, konnten die radikalen Wortführer Isabella und Ferdinand für ihre Forderung gewinnen, eine Inquisition gegen Häretiker zu installieren. Den beiden Monarchen, deren Hochzeit 1469 den Grundstein für den neuzeitlichen spanischen Einheitsstaat gelegt hatte, kam das Vorhaben aus politischen Gründen recht. Zum einen sahen sie sich mit inneren Unruhen konfrontiert, zum anderen führten sie den Eroberungskrieg gegen das letzte muslimische Reich auf der Halbinsel, das Emirat von Granada. Ein Instrument zur Überwachung der Loyalität ihrer Untertanen und zur Konsolidierung ihres Reiches kam den „katholischen Königen“ daher recht.
Die Legitimation dafür lieferte Papst Sixtus IV. 1478 mit einer Bulle, die die Berufung von Inquisitoren regelte, die der Glaubensfestigkeit der Conversos nachgehen sollten. Doch was zunächst als kirchliche Maßnahme gedacht war, wurde bald zu einem Instrument des neu geschaffenen Staates. Denn der Consejo de la Suprema y General Inquisición (Hoher und Allgemeiner Rat der Inquisition), den der erste Generalinquisitor Tomás de Torquemada ab 1483 einrichtete, war bereits eine Behörde, die beide Reichshälften, Kastilien und Aragon, überwölbte. Seine Mitglieder waren denn auch vor allem Juristen und weniger Theologen.
Verkündung der "Urteile über den Glauben": Autodafé auf der Plaza Mayor in Madrid 1680
Entsprechend formalisiert und für die Zeit ausgesprochen fortschrittlich geriet das Verfahren. Da es um die Gedankenkontrolle einer gesellschaftlichen Gruppe ging, die von der Mehrheitsgesellschaft argwöhnisch beäugt wurde, öffnete die Inquisition zwar der Denunziation Tür und Tor. Aber die Inquisitoren bemühten sich um standardisierte und juristisch verwertbare Ermittlungen.
Zwar kam – wie in der weltlichen Gerichtsbarkeit – die Folter zum Einsatz. In der Regel kam das „Aufziehen“ zur Anwendung. Füße und Hände eines Verdächtigen wurden mit Gewichten beschwert, oder er kam auf die Streckbank, doch war man bemüht, dauerhafte Schädigungen zu vermeiden. Das Urteil wurden von den Inquisitoren zusammen mit einem Vertreter des Bischofs gefällt, denen Juristen zur Seite standen. Freisprüche waren durchaus möglich.
Die Urteile waren in drei Stufen gegliedert: Abschwörung, Wiederversöhnung und die Überstellung an den weltlichen Arm der Justiz, der dann die Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen übernahm. Am häufigsten kam die Abschwörung vor, indem der Angeklagte vor dem Tribunal oder in der Öffentlichkeit seiner Irrtümer entsagte und den Treueeid auf die Kirche leistete. Die Wiederversöhnung war mit erheblichen Sanktionen verbunden, die von der Prügelstrafe bis zum (zeitlich befristeten) Dienst auf den Galeeren reichte. In beiden Fällen konnten erhebliche Geldsummen fällig werden, die ebenso wie die Vermögen der Hingerichteten den Inquisitionsbehörden zuflossen.
Verkündung der Urteile während des Autodafés
Wegen der bruchstückhaften Überlieferung beruhen alle Opferzahlen auf Schätzungen. Bis 1530 soll etwa jeder fünfte unter den verurteilten Conversos zum Tode verurteilt worden sein, schreibt Schwerhoff. Bei zehn Prozent lag die Hinrichtungsquote bei den verurteilten Protestanten. Dagegen wurden die Moriscos, etwa 300.000 zum Christentum konvertierte Muslime, wie Juden und Muslime gleich vor die Wahl gestellt: Tod oder Auswanderung.
Ab dem 17. Jahrhundert widmete sich die Inquisition zunehmend Moral und Glauben der christlichen Mehrheitsgesellschaft. „Einfache Unzucht“ und Sodomie, worunter die Zeitgenossen unnatürliches Geschlechtsleben von der Homosexualität bis zum Verkehr mit Tieren verstanden, wurden drakonisch geahndet. Allein in Saragossa wurden zwischen 1570 und 1630 923 Personen angeklagt. Davon wurden 170 hingerichtet und 288 auf die Galeere geschickt.
Vor den Stadttoren fanden die Hinrichtungen auf dem Scheiterhaufen statt
Für Kritiker wurde das Autodafé zum bizarren Symbol der Inquisition. Dafür wurden Verurteilte aus verschiedenen Prozessen versammelt, denen man bis dahin – eine besondere Form der psychischen Folter – ihr Urteil verheimlicht hatte. In einer festlichen Prozession bewegten sich Richter und Verurteilte dann durch die Stadt zu einem zentralen Platz, auf dem vor einer Kirche ein Schaugerüst und Tribünen errichtet waren. Darauf nahmen die Ehrengäste Platz, während das nach Zehntausenden zählende einfache Publikum den Ort in ein Volksfest verwandelte. Schwerhoff berichtet von dem Autodafé von Valladolid im Mai 1559, zu dem 200.000 Menschen zusammengeströmt sein sollen.
Seinen Namen bekam das Autodafé (Spanisch: auto de fé; Urteil über den Glauben) von den Urteilen, die auf dem Höhepunkt des Spektakels den Angeklagten, von denen manche je nach Schwere ihrer Strafe Büßergewand und Kerzenmitra trugen, minutiös verlesen wurden. Darauf folgte der Schwur jener, die die Möglichkeit dazu bekamen. Die zum Tode Verurteilten wurden dagegen umgehend zur Exekution vor die Stadttore gebracht und verbrannt, was sich viele Zuschauer kaum werden entgehen lassen haben.
Die zentrale Rolle, die das Autodafé in der spanischen Gesellschaft spielte, macht ein anderes Ritual deutlich. Den Anwesenden wurde abschließend eine Messe zuteil, die mit einem Treueid auf die Inquisition beschlossen wurde. Ihre Verteidiger haben das als identitätsstiftende Leistung der Inquisition ins Feld geführt. Ihre Kritiker sahen darin dagegen eine sozialdisziplinierende Tyrannei, zumal das spanische Vorbild Nachahmer in anderen Ländern Europas fand. Als Symbol für Gesinnungsschnüffelei und Zensur ist die Spanische Inquisition daher in die Geschichte eingegangen. Ihre lange Dauer war gewiss ein Grund dafür. Erst 1834 wurde sie unter der Regierung von Königin Isabella II. endgültig abgeschafft.
Stell dir für dich persönlich das schönste Penthouse, das schönste Haus oder die schönste Behausung für dich vor. Und dann gehe dort hinein, und jetzt, jetzt tritt Gott vor dich hin.
Jetzt kannst mit Gott direkt sprechen, jener Gott, der das zulässt, was er für richtig hält. Der sich davor bewahrt, nur irgendwie verteidigt werden zu müssen, der dein und unser Erschaffer und Programmierer ist.
Jetzt könntest du Gott befragen, oder auch nicht.
Ich kann dir gerne, so du hier weiterliest meine Gespräche mit Gott mitteilen.
"Lieber Gott, habe ich das Leben, das du mir geschenkt hast, bis heute nach deinen Willen erfüllt?"
Liebes Menschenkind, bis heute hast du 100 % nach meinem Plan gelebt, dort, wo es anders verlaufen hätte können, habe ich ja immer korrigiert, wie du bemerkt hast."
"Danke lieber Gott für deine Worte. Darf ich dir jetzt auch eine Person nennen, die für mich eine grässliche furchtbare Person war, und für mich total falsch lebt, und noch immer lebt, ob du dieser Person auch ein 100% richtig gelebtes Leben gibst?"
"Mein liebes Menschenkind, ich kann dich verstehen, Gott sei Dank kann ich dir sagen, auch diese Person, und allen anderen Personen die du als "schlecht, komisch, grauslich" bezeichnest, auch das habe ich, Gott, so wie es geschehen ist, zugelassen.
"Also sind es bei allen Personen und Situationen 100 % gottgewollte Aktionen gewesen und sind es noch immer und werden auch so bleiben.!" "Mein liebes Menschenkind, ja, das stimmt!"
"Lieber Gott, nach unser Empfinden gibt es ja Himmel, Hölle und das Fegefeuer, kann ich annehmen, dass sich diese Personen in einem dieser dreien, hier auf Erde befinden könnten?"
"Mein liebes Menschenkind, deine menschlichen Sichtweisen sind in Ordnung und könnten eine Richtschnur sein, die dir helfen, dich in deinem weltlichen Leben zurechtzufinden, aber ich gebe dir darauf besser noch keine Antwort, es würde zu großen Diskussionen führen."
Danke, mir genügt das schon, mein lieber Gott und ich bin sehr dankbar, überhaupt mit dir ein Gespräch führen zu können.
"Eine Frage hätte ich dich noch," ist es bei dir hier möglich, das Gedanken Platz greifen könnten, die deine 100% Richtigkeit bezweifeln könnten?"
"Mein liebes Menschenkind, du denkst sehr gut, hier bei mir gibt es 100 % Licht und Liebe, die ich bin, und deshalb habe ich alles richtig "gebaut", alles ist 100% nach meinem Plan gelaufen!"
Dieses Gespräch und weitere andere werden im Internet veröffentlicht, auf Papier gibt es einige wenige Exemplare, die für dich ausgedruckt wurden.
Der Verfasser dieser Zeilen möchte unerkannt bleiben, zu viele Diskussionen würden diese "Göttergespräche "wegdiskutieren" wollen, deshalb das Wort, "Unbekannt."
Ich habe diese Gespräche in einem Raum gewählt, der natürlich für jeden frei wählbar ist, damit der Zugang für jeden Menschen "genießbar" ist.
Ich schreibe diese Teile für Menschen, die es gibt und für Seelen, die es gegeben hat. Für Menschen, die schon im "Himmel" sind oder auf der Reise dorthin und die eventuell hier auf Erden es verabsäumt haben, ein "ich bin zu 100 % in Ordnung Gefühl" gefühlt zu haben, mögen alle es auch jetzt erfahren, ist es sehr gut, für mich kann sich keiner gegen diese "ich bin 100 % in Ordnung" wie es war und wird, "wehren", egal in welch geistigen Verfassung er auch sein mag.
SO IST DER WAHRE FRIEDE – SO IST VERSÖHNUNG – ES GEHT UM DIE FRAGE OB WIR EIN VERSÖHNTES LEBEN FÜHREN WOLLEN – EIN UNVERSÖHNTES LEBEN MACHT KRANK! VERSÖHNUNG MIT MIR - MIT GOTT - UND DENEN, DIE AUF ANDERE BEWUSST ODER UNBEWUSST KRÄNKUNGEN AUS SIND - DENEN DIE "NABELSCHNUR" ABSCHNEIDEN - DURCHSCHNEIDEN! SO LIEBEVOLL DURCHTRENNEN, SICH VON GOTT DIE 100% HOLEN GEHEN - DIE BESTÄTIGUNG VON JESUS CHRISTUS HOLEN - DU - ICH - WIR SIND 100% IN ORDNUNG! LOSLASSEN DURCH GOTTESBESTÄTIGUNG - DASS WIR 100% IN ORDNUNG SIND - UND ALLE SITUATIONEN OK SIND -- UND WAREN!
DIEJENIGEN, DIE BEWUSST ANDERE PERSONEN "EWIGE KRÄNKUNGEN" ANTUN, SIND SELBER HOCHGRADIG KRANK - ABER VON GOTT AUS GESEHEN, SIND DIE AUCH WIEDER 100 % OK! GOTT MEINT ES IMMER WIEDER GUT MIT ALLEN SITUATIONEN UND ALLEN MENSCHEN!
Danke.