Ziel dieses Praktikums war es, den Nitratgehalt von drei unterschiedlichen Böden aus unserer Region zu untersuchen, um zu sehen, ob sie mit unserer Theorie des Bodennitrats übereinstimmen.
Um diese verschiedenen Böden zu untersuchen, haben wir aus jeder Art eine Probe von 100g genommen, welche wir dann mit einer CaCl2-Lösung vermischt haben. Der dabei entstandene Brei haben wir unter ständigem Umrühren 15 Minuten stehengelassen .
Danach wurde er filtriert, wobei eine durchsichtige Flüssigkeit erhalten wurde.
Diese haben wir mit Reagenz A und B für Nitratmessungen vermischt, wodurch die Flüssigkeit eine violette Färbung annahm. Diese war dunkler, je höher der Nitratgehalt der Probe war, wodurch darauf schliessen lässt, dass die Reagenzien mit Nitrat unter einer Farbreaktion miteinander reagieren.
Die gefärbten Proben haben wir mit dem Gerät “Winlab Data Line Photometer” untersucht, wobei wir zu jeder Probe einen Nitratwert erhalten haben.
Resultat
Wie erwartet haben wir für die Magerwiese den tiefsten Nitratwert erhalten, nämlich 10.93 mg/L
Resultat
Die Werte des Waldbodens und der Magerwiese lagen relativ nahe beieinander. Der Waldboden mit 23.87 mg/L.
Resultat
Die Fettwiese, ergab wie erwartet das höchste Resultat mit 28.68 mg/L .
In der nebenstehenden Grafik sind die drei Resultate graphisch dargestellt, wobei man den deutlichen Unterschied zwischen den Nitrat-Konzentrationen der Magerwiese zu den Konzentrationen der Fettwiese und des Waldbodens deutlich sieht.
Von links nach rechts: Fettwiese, Magerwiese, Waldboden
Unsere Resultate machen in ihrer Reihenfolge, laut unserer Theorie zwar Sinn, doch wir hatten trotzdem einige Schwierigkeiten, da wir uns zum Beispiel nicht ganz sicher waren, ob unsere Magerwiese auch wirklich eine war, doch laut den Ergebnissen stimmt dies sehr wahrscheinlich überein. Es war nämlich relativ schwierig, dies zu unterscheiden, da das Hauptmerkmal, die grosse Artenvielfalt, in dieser Jahreszeit nicht mehr gut beobachtbar war. Mit Hilfe eines Landschaftsgärtners waren wir uns am Ende dann aber recht sicher, dass wir doch die richtige Bodenart gefunden haben. Da sich die von uns verwendete Magerwiese auf einem Strassenkreisel befunden hat, bleibt aber die Möglichkeit, dass sie einerseits durch die Stadt mit den verschiedenen nötigen Mineralien etc angereichert wurde und andererseits wird durch die Verbrennungsmotoren auch immer Stickstoff fixiert, was zu einem erhöhten Wert an Stickstoff im Boden führen kann.
Eine weitere Schwierigkeit entsteht sicherlich immer, wenn man mit Messgeräten arbeitet. Nämlich, dass Messfehler immer entstehen können, auch wenn das Gerät richtig bedient wurde. Um dies zu vermeiden, haben wir die Proben jeweils zweimal gemessen, um zu kontrollieren, dass wir zumindest zwei sehr ähnliche Werte erhielten.