Wie die verschiedenen Praktika gezeigt haben und wie wir auch in der Theorie sehen können, befinden sich die meisten Bakterien, der meiste Stickstoff und somit das meiste Nitrat in der Fettwiese. Der Stickstoff gelangt hierbei unter anderem über Dünger, Stickstofffixierung durch Bakterien und den Verkehr in die Böden. Magerwiesen hingegen enthalten kaum Stickstoff, wodurch auch nur wenige Bakterien darin vorkommen, da diese auf den Stickstoff angewiesen sind. Nebst den Stickstoffwerten und der Anzahl Bakterien dient auch die Urease zur Unterteilung der Böden in die drei Kategorien. Doch die Urease-Konzentration hängt direkt mit der Anzahl Bakterien zusammen, da diese die Urease im Boden herstellen, um den Harnstoff der Gülle zersetzen zu können. Der Waldboden steht laut der Theorie zwischen Magerwiese und Fettwiese, doch in unseren Experimenten gab es da einige Abweichungen, was jedoch daran liegen könnte, dass die Bodenprobe aus einer oberen Schicht des Bodens stammte, obwohl sich die Bakterien eher in unteren Schichten aufhalten. Dadurch liesse sich erklären, warum in der Magerwiese mehr Urease gemessen wurde als beim Waldboden, jedoch gibt es auch die Möglichkeit, dass es zum Beispiel an den Experimentbedingungen gelegen hatte, oder dass sich ein Messfehler eingeschlichen hat.
Ausserdem ist immer noch etwas unklar, ob die Magerwiese auch als solche definiert werden kann, da sie direkt an der Strasse lag und somit viel Stickstoff durch Verbrennungsmotoren fixiert wird. Dies wäre auch eine mögliche Erklärung, warum sich in der Magerwiese so viele Bakterienkulturen gebildet haben. Denn diese 77.7% an Krümel mit Bakterien erscheint deutlich zu hoch, da wir ungefähr mit 30-50% gerechnet hätten, da sonst auch der Unterschied zwischen der Magerwiese und den anderen beiden Bodenarten zu minim wäre.