Akkordzither 6/25
Die Bauteile einer Zither werden am Beispiel der oben abgebildeten Akkordzither beschrieben.
Die Akkordzither besteht aus einer Deckplatte mit einem Schallloch und einer Bodenplatte. Beide Platten sind durch die umlaufende Zarge (Holzrahmen) miteinander verbunden. Dadurch entsteht der Resonanzkörper.
Im Bereich der unteren Zarge befinden sich die Aufhängestifte an denen die Saiten mit ihrer Schlaufe eingehängt werden.
Aufhängestifte
und Achsdraht unten
Von hieraus wird die Saite über den unteren und den oberen Achsdraht gelegt. Der Abstand der beiden Achsdrähte ist die Mensur oder auch die frei schwingende Länge der Saite.
Die Saiten werden vorbei am Achsstift in den Stimmwirbel eingefädelt und mit Hilfe eines Stimmschlüssels soweit aufgedreht bis der gewünschte Ton erklingt. Die Saite steht dann unter Spannung.
Die Saiten für die hohen Töne sind aus blankem Stahl. Die Saiten für die tiefen Töne bestehen aus einem Stahlkern der mit Kupfer ein- bzw. zweifach umsponnen ist. Je nach Durchmesser und Umwicklung haben die Saiten eine unterschiedliche Masse.
Die frei schwingende Länge, die Masse und die Spannung der Saite sind maßgeblich für die Tonhöhe - genauer gesagt für die Frequenz - die man beim Zupfen der Saite erzeugt.
Die Stimmwirbel haben ein sehr feines Gewinde. Man unterscheidet zwischen Zitherwirbeln die links drehend und Cembalowirbeln die rechtsdrehend gespannt werden.
Stimmwirbel
und Achsdraht oben
Der Bereich der unteren Zarge mit den Aufhängestiften wird abgedeckt durch die Abdeckleiste, die auch als Handauflage beim Spielen genutzt werden kann.
Bei den Saiten unterscheidet man blanke und umsponnene Saiten. Umsponnen sind die Saiten der tiefen Töne. Das sind die Saiten für die Töne bis einschließlich c'. Bei sehr alten Zithern ist bei den Melodiesaiten auch cis' noch umsponnen.
Unter den Saiten befindet sich auf dem Deckblatt die aufgedruckte bzw. aufgeklebte Notenleiste. Hier steht unter jeder Saite der Ton auf den die Saite gestimmt werden muss z.B. c‘.
Notenleiste - Melodiebereich
Außerdem stehen auch Zahlen darunter z.B. 1 unter der ersten Melodiesaite C, 15 unter der letzten Melodiesaite C. Dabei wurden bei den Melodiesaiten nur die Stammtöne (umgangssprachlich: die ganzen Töne) fortlaufend nummeriert. Die Halbtöne haben die Nummer des Grundtones und stehen in einem Kreis.
Dadurch ist es auch möglich die Akkordzither vereinfacht nach Notenblättern zu spielen auf denen zusätzlich Zahlen stehen. Diese Notenblätter stellte man auf kunstvoll aus Draht gebogene Notenständer, die auf der Zither aufgesteckt wurden. Aus diesem Grund haben alte Zithern zwei Löcher in der Decke, die mit Metallbuchsen verstärkt sind bzw. sein sollten.
Auch bei den Akkorden steht unter jeder Saite die Note und unter jedem Akkord der Name und die Nummer des Akkordes.
Notenleiste - Akkordbereich (alte Akkordanordnung)
Ein Akkord mit 4 Saiten besteht aus der Basssaite und den drei Begleitsaiten. Beim G-Dur-Akkord z.B. ist die Bassseite die Saite G und die drei Begleitsaiten sind d' h und g, wobei h und g umsponnene Saiten sind.