Server Lore
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Season 1 Fortuna
Vor langer Zeit,
noch vor Beginn der Geschichtsschreibung, herrschten unsagbare Zeiten in unseren Landen. Die Welt war eine andere, eine weitaus dunklere und ohne erfülltes Leben. Der Norden war immer deutlich getrennt von dem Rest der Weiten des Landes und das vermutlich nur, weil die Götter über ihn herrschten. Man sagt sich, dass der Olymp dort hoch oben in den kahlen Ebenen versteckt ist, aber kein Mensch oder anderes Wesen Zutritt dazu erhält. Der Olymp soll sich dem menschlichen Auge verschließen, ebenso einem jeden anderen Wesen, das nicht göttlicher Natur ist.
Götter sind übernatürliche Gestalten, doch meist dem Menschen viel ähnlicher als ein jeder glauben mag. Auch sie sind sterblich, auch sie erfahren Emotionen und müssen Aufgaben erfüllen. Viele von Ihnen leben im Einklang miteinander, andere hingegen im Disput. Sie weigern sich, ihre Kräfte miteinander zu verbinden und so für Ordnung und Recht zu sorgen. So nahm es sich eine der unzähligen Herrscher dieser Lande zu Herzen, die Geschichte des Landes selbst in die Hand zu nehmen und dem Lande selbst zu ermöglichen, seine Geschichte und die, der Bewohner zu schreiben.
Es kam der Tag, an dem die Erde zu beben begann. Nichts in dem Lande konnte dieser Urkraft widerstehen. Gebirge formten sich neu, Täler begannen sich zu bilden und mit Wasser zu füllen und der Schnee prasselte in einem unsagbaren Weiß auf die Erde nieder. Allein der Norden erfuhr diese schöpfende Kraft, denn die Zukunft des Rest des Landes sollte in anderen Händen liegen. So kam es, dass die ersten menschlichen Wesen, ein Abbild der Götter nur ohne deren Kräfte, in die Lande geschickt wurden. Sie verkörperten die Götter in jeder Hinsicht – ihre Emotionen, ihre Schönheit aber auch ihren Eifer.
Sie – die einzige, die diesem Land erneut die Möglichkeit gab zu erblühen, schenkte dem Menschen die Gabe zu sprechen und ebenso zu schreiben. Dieser Schritt galt als eine der ersten goldenen Stunden unserer Vorfahren, denn sie schaffte den Weg frei und ermöglichte einen unsagbaren Fortschritt in jeder Hinsicht. Jeder der Menschen oder der Wesen war besonders, ein jeder von Ihnen hatte sein eigenes Schicksal und es lag an ihnen, es zu formen und ob sie in den Geschichtsbüchern der Gelehrten erscheinen würden oder nicht.
Einer von ihnen, er nannte sich Silvanus Dunham, war besonders neugierig. Ein großer, heller Abenteurer, der stets ein Verlangen danach spürte, den Rest des Landes zu erforschen. Damals galt es als verboten in den Süden einzutreten, denn dieses Land war unberührt und gefährlich. Jedoch tat er, für was er auserkoren wurde und betrat das einst geheime Land.
Man sagt sich, dass Silvanus Dunham der erste und einzige war, der diesen Weg hat gehen können. Es war sein Schicksal, dass er sich aussuchte oder aber die Götter ihm auferlegten. Die Gelehrten schrieben, dass das Land im Süden zu blühen begann, als Silvanus es betrat. Die von der Dunkelheit besessenen Tiere und Wesen erfuhren zum ersten Male das Licht und ihnen wurde ein friedlicheres Leben geboten. Der junge Mann war voller Tatendrang, als er sah was aus dem einst so verdorbenen Land geschah und erkundete 12 Jahre lang jeden Winkel, jede Höhle, jede sandige Ebene und auch die Tiefen der Wässer. Nach dem Einbruch des 12 Jahres begab er sich zurück in den Norden und wurde dort feierlich erwartet. Er galt als der Anastimenos – der Auserwählte, der der Menschheit und alles weitere die Stunde der Freiheit einläuten sollte. So geschah es, dass er als der erste menschliche Herrscher des Nordens erwählt wurde. Lord Silvanus Dunham, gründete den ersten Palast im hohen Norden und seither steht dieser dort voller Pracht und Stärke glänzend. Er bekam unzählige Kinder, nur wurde er nie an der Seite einer Frau gesehen. Der Mann wusste, Dinge geheim zu halten. Aber er wusste auch, wem er sein Schicksal zu verdanken hatte. So kam es dazu, dass er unsere Lande mit dem Namen – Fortuna – krönte.
Manch einer munkelte, er brachte etwas aus seinen Reisen mit, doch vielleicht ist eben dies auch nur eine Legende. Es sind unzählige Jahrzehnte seither vergangen und allein die dort Anwesenden oder eben die Götter wissen mehr über die Wahrheit der Geschichte. Ich weiß nur, dass ein jeder dieser Lande besonders ist. Ein jeder von uns, kann sein eigens Schicksal schreiben und es schaffen, wie Silvanus in den Büchern niedergeschrieben zu werden. In der Ewigkeit des Papieres eingeritzt und dadurch unsterblich zu wirken. Aber gebt acht auf Jene, die heimtückisch handeln. Überall sind Augen und Ohren, ein jedes Wesen vermag es, euch zu belauschen. Diese Lande sind voller Möglichkeiten und voller Geheimnisse. Also wählt euren Weg weise und bedenkt – es gibt keinen richtigen oder falschen Weg. Nur den Weg, den ihr wählt oder den Weg, den ihr nicht wählt.