Für einen Fotoblog nicht unerheblich ist die Frage, mit welchen Gerätschaften der Mensch hinter dem Blog arbeitet.
Wie bereits erwähnt, habe ich vor dem Kauf intensiv im Internet recherchiert. Ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis spielte dabei eine ebenso große Rolle wie eine einfache Bedienbarkeit, eine simple Konnektivität, und eine hohe Verfügbarkeit von Zubehör.
Ich konnte herausfinden, daß gerade Kameras des Herstellers Canon für Anfänger vom Handling, und der intuitiven Bedienung besonders geeignet sind. Darüber hinaus glänzen diese Produkte mit hervorragender Verarbeitung, und einem breiten Angebot an Zubehör. Meine Wahl fiel deswegen auf eine Canon. Die mir ursprünglich angebotene EOS 2000d ist eine sehr gute Kamera. Vergleicht man diese jedoch mit anderen Modellen auf dem Gebraucht-Kamera Markt, wird man schnell feststellen, daß andere Modelle dieses Herstellers mit noch mehr technischen Finessen glänzen, und dabei meist für ähnliche Preise angeboten werden.
Meine Wahl fiel deswegen auf eine Canon EOS 77d, die sich bei nachfolgend aufgeführten Ausstattungsvarianten zur 2000d unterscheidet:
Die 77d besitzt im Gegensatz zur 2000d einen dreh-, und schwenkbaren Touchscreen-Monitor auf der Rückseite, und ein zusätzliches LCD-Display oben rechts auf der Kamera. Die Bedienung ist deswegen erheblich einfacher, vor allem, wenn man mit der Kamera auch Filme drehen möchte.
Mit der 77d können Filme auch in 4k60fps aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu bietet die 2000d "nur" Full-HD. Ehrlicherweise sollte allerdings erwähnt werden, daß bei Aufnahmen in 4k der Autofokus seine Probleme hat.
Die 77d besitzt 45 AF-Punkte im Gegensatz zu 9 AF-Punkten bei der 2000d. Auto-fokusieren ist somit genauer möglich.
Der Bildprozessor bei der 77d ist besser, was sich vor allem bei Serienbildern bemerkbar macht.
Bei der Konnektivität hat die 77d die Nase vorn, weil sie außer NFC, und WiFi auch noch Bluetooth im Gepäck hat, und somit besser geeignet ist, um sich mit anderen Geräten kabellos zu verbinden.
Die Akkulaufzeit soll bei der 77d länger sein, was bei den sehr teuren Akkus von Canon (45 €+) ein wichtiges Argument ist.
Die Kamera habe ich incl. Fototasche, und der sog. Kit-Lense, also dem EFS 18-55mm f/3.5-5.6, einem Akku, dem Ladegerät, und einem Batterie-Adapter für 350€ erwerben können. Ein Preis, der für die Kamera mehr als fair war. Solltest Du Dich für eine Kamera interessieren, dann ist der Anzahl der Auslösungen, und dem Pflegezustand der Kamera ein besonderes Augenmerk zu schenken.
Ergänzt habe ich meine DSLR bisher mit dem berühmte "Nifty Fifty" Objektiv (Canon 50mm f1.8) für mehr Tiefenunschärfe bei Portraitbildern (Stichwort Bokeh-Effekt), und einer besseren Verwendbarkeit in dunkler Umgebung, ohne dabei einen Blitz verwenden zu müssen. Der Kauf einer schnellen SD-Karte, die sich vor allem beim Zugiff der Kamera auf den Speicher positiv bemerkbar macht, ist ratsam.
Kameras wie diese werden oft für 350 - 400€ auf dem Gebrauchtmarkt angeboten, was meiner Meinung nach ein guter Preis für das ist, was einem die Kamera bietet. Aus eigener Erfahrung kann ich Einsteigern überdies hinaus das Buch "Canon EOS 77d" des Bildner-Verlags empfehlen, welches sehr detailiert, und einfach erklärt alle Funktionen, und Tipps zur Nutzung der Kamera bietet.
Ein Hinweis am Rande: Für die digitale Fotografie finden sich bei Plattformen wie Youtube, Flickr, oder Instagram tonnenweise nützliche Videos, und anderweitiger Lesestoff. Für diejenigen, die keine Lust auf Sucherei haben, habe ich auf meinem Youtube-Kanal die Filme unter einer Playlist zusammengestellt, die Du über diesen LINK erreichen kannst.
Weiteres Zubehör
Wie nicht verwunderlich habe ich mir zu der Kamera noch einen gebrauchten Blitz des Herstellers Neewer besorgt, um auch bei wenig Licht schöne Ergebnisse erzielen zu können. Es handelt sich dabei um das Modell NW565EX, das perfekt zu der Kamera passt, und auch mit dem Kamera-Menü zu großen Teilen bedienbar ist. Auch wenn ich noch nicht alle Funktionen getestet habe, kann ich schon bestätigen, daß sich dieser Neuerwerb gelohnt hat.
Desweitern habe ich mir für kleines Geld eine Canon 80 - 200 Tele-Linse besorgt, um so Objekte näher an mich heranziehen, oder das Spiel mit dem Bokeh-Effekt ausbauen zu können.
Um auch kleinste Objekte detailreich aufzunehmen, schien es mir sinnvoll, Distanzringe von Viltrox zu erwerben. Leider mußte ich feststellen, daß die eigentlich wertig erscheinenden Distanzringe von Viltrox qualitativ nicht dem Anspruch entsprechen, den ich erwartet habe. Genauer gesagt hat sich meine Kamera nach der Montage der Ringe so "aufgehängt", daß ich dieses Problem nur durch das Entfernen des Akkus wieder lösen konnte. Zum Schutze meiner Kamera gingen diese Dinger wieder zurück zum Verkäufer.
Urteil der Stiftung Toolboxxblogger-Warentest dazu:
Keine Kaufempfehlung!
Da bei mir bisher die Leidenschaft für die Makrofotografie nicht entbrannt ist, belasse ich es derzeit dabei. Ggf. soll es ja möglich sein, diese Art der Fotografie auch mit dem umgedrehten Nifty-Fifty auszuprobieren. Wir werden sehen...
Letztendlich habe ich meine Ausrüstung noch durch ein günstiges, kleines Fotolicht vergrößert.
Wie beim Motorradfahren scheinen viele Menschen diesem Hobby nach kurzer Zeit nicht mehr nachgehen zu wollen. Es ist deswegen nicht verwunderlich, daß bis auf die kleine Leuchte alle hier gezeigten Produkte mit wenig finanziellem Aufwand auf dem Gebrauchtmarkt angeboten wurden - vielleicht ein Tipp für Dich, falls Du auch mit der Fotografie starten möchtest?
Eine weitere Linse ist nun in meinen Besitz übergegangen. Das berühmte 24mm Pancake von Canon konnte ich bisher noch nicht günstig gebraucht erwerben. Nach einiger Internet-Recherche ist mir jedoch ein anderes Ultra-Weitwinkel ins Auge gestochen, welches ich dann für sehr günstiges Geld bei Calumet erwerben konnte. Es handelt sich dabei um das
Tokina AT-X Pro SD 12-24mm f/4 IF DX
Diese Linse hat laut verschiedenen Tests ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis, und ist somit für mich als Einsteiger das geeignete Objektiv, um meine ersten Gehversuche im sog. Ultra-Weitwinkelbereich zu machen.
Als besonderes Weihnachtsgeschenk wurde mir das Glück zuteil, doch noch das begehrte
Canon EF-S 24mm f/2.8 STM
für einen sehr günstigen Gebrauchtkauf-Preis ergattern zu können. Wie ich selbst testen konnte eignet sich diese Linse sehr gut gerade für die Streetphotography, da sie im Gegensatz zum nifty-fifty eine kleinere Brennweite aufweist, und somit einen größeren Bildausschnitt darstellen kann.
Ich bin total begeistert!