Die eigene Unterwerfung ist sicher das schönste Geschenk, welches eine Sklavin ihrem Herrn machen kann. Es gibt kaum etwas, was einen Herrn glücklicher und zufriedener als eine Sklavin die ihm wirklich gehört und gehorcht. Damit aber beide auch langfristig ihr Glück darin finden, darf dieses Geschenk jedoch nicht aus den falschen Gründen gemacht werden.
Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Eine Vollständige Auflistung werde ich hier wohl nicht liefern können, ohne dass das Internet irgendwann “voll” ist. Daher beschränke ich mich auf einige offensichtliche.
Als übergeordneten Imperativ ist anzusehen, dass die Sklavin sich aus ihrer eigenen Überzeugung heraus unterwirft. Sie sollte diesen Wunsch auch unabhängig von ihrem Herrn haben. Idealerweise sollte sie ihn sogar schon länger haben als ihren Herrn kennt.
Es gibt Solche, die Freude und Erfüllung darin finden, die Wünsche anderer zu erfüllen. Und je aufopfernder sie dies tun umso erfüllender ist ein „Danke“ oder ein „braves Mädchen“. Eine Unterwerfung ist für solche Menschen also der „logische Schritt“
In unserer, sehr durch Egoismus geprägten, Ellenbogen-Gesellschaft wird ein solches Verhalten gerne als Schwäche gesehen und solche Menschen werden ausgenutzt. Konkret im BDSM Kontext gibt es hier viele „Doms“ die diesen Wunsch ausnutzen um eigene Befriedigung zu bekommen, ohne irgendeine Form von Gegenleistung zu erbringen. Sei es emotionaler Halt oder einfache Menschliche Nähe.
Die Sklavin genießt es, wenn ihr Herr ihre Leistung sieht und anerkennt. Ein “braves Mädchen” oder “Ich bin stolz auf dich” ist eine große Belohnung und spornt sie an, noch mehr zu geben.
Auch hier besteht wieder die Gefahr, dass dieses Verhalten ausgenutzt wird. Gut geschauspielerte Anerkennung und ein überzeugendes Auftreten können unter Umständen schon genügen, um eventuelle Bedenken fallen zu lassen.
Es gibt jedoch auch Gründe, die sich im ersten Moment wahrscheinlich logisch und richtig anfühlen. Auf längere Sicht sind sie jedoch kein Ausdruck der Überzeugung der Sklavin. Es ist daher wahrscheinlich, dass sie zum Ende der Beziehung als Herr und Sklavin und/oder der Beziehung als Ganzes führen.
Erotische Fantasien, welche den BDSM im Kontext berühren, sind sicher sehr verbreitet und der Wunsch diese Fantasie auszuleben und etwas Neues, „Verbotenes“ zu tun ist verständlicherweise sehr groß.
Man darf ja aber nicht vergessen dass Sex nur eine Facette eines Lebens als Sklavin ist. Es ist also vorprogrammiert dass e nie Sklavin, die sich nur wegen des Sex auf eine solche Beziehung eingelassen hat, früher oder später überfordert ist und schlimmstenfalls Dinge gegen ihren Willen macht.
Das mag an dieser Stelle kalt und gefühllos klingen, aber auch die Unterwerfung für die Liebe kann zu Situationen führen, in denen die Sklavin niemals sein wollte. Liebe führt schnell dazu, dass man Dinge für den Partner tut, die man normalerweise nicht tun würde. Und An dieser Stelle wird auch schon offensichtlich, warum diese Form der Unterwerfung im Imperativ widerspricht, dass der Wunsch zur Unterwerfung aus dem Inneren des Sklaven selbst kommen muss.
Ich glaube, dass dieser Grund eher selten vorkommt. Jedoch klingt er, für mich, plausibel genug um ihn zu erwähnen. Wenn ein riesiger Berg von Problemen vor einem liegt, seien es Schulden, emotionale Einsamkeit oder Haltlosigkeit in einer chaotischen Welt, dann ist es sicher nachvollziehbar, dass man sich Bei seinem Helfer/Retter bedanken möchte. Wenn sich eine Frau aus diesem Grund unterwirft, ist ihre Absicht sicher verständlich und ehrlich. Jedoch wird auch hier nicht ihr tatsächliches Wesen widergespiegelt und früher oder später wird sich bei ihr das Gefühl einstellen, dass die Schuld doch nun beglichen sei. Und damit wäre der Beziehung die Grundlage genommen.