Auch wenn sie einfach nur so auf den Tisch liegt macht mich ihr Anblick sehr glücklich. Natürlich kann es sein, dass es mir einfach so sehr fehlt, eine Sklavin zu haben. Ich habe meine Zeit mit Julia immer genossen. Über sie zu herrschen und trotzdem ihr unbedingtes Vertrauen zu haben, war ein wundervolles Gefühl. Und jetzt liegt dort dieses wunderschöne Mädchen und sie gehorcht mir. Natürlich ist das für sie alles neu und sie hat einen Großteil von dem, was sie bei mir erwartet, noch nicht erlebt. Aber sie hat sich mir ausgeliefert und liegt jetzt wehrlos auf meinem Esstisch. Ganz unwillkürlich geht mir dieser völlig absurde Weg durch den Kopf, auf dem sie zu mir gekommen ist. Und auf einmal spüre ich mich mit ihr verbunden. Ich würde es nicht Liebe nennen, aber ich bin glücklich, dass sie hier ist und weiss genau, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn ihr etwas passiert.
Als ob sie meine Gedanken gehört hat, dreht sie den Kopf plötzlich zu mir. Ihre Augen sind dabei direkt auf mich gerichtet sind, und trotzdem wirkt ihr Blick so, als würde sie durch mich hindurch sehen. Ihr Gesicht verrät, dass irgendetwas sie beschäftigt. Ich habe nur überhaupt keine Ahnung, was das sein könnte und ihr Körper macht auch nicht den Eindruck, als würde sie irgendwie leiden oder Schmerzen haben. In meiner Ratlosigkeit tue ich also etwas, was garantiert nicht hilft. Ich lege den Kopf gleich zur Seite und lächle sie an. Und als würde sie gerade aus einem Tagtraum aufwachen, fängt sie plötzlich an zu blinzeln und schüttelt gleich den Kopf. "Wo warst du?" frage ich sie, um irgendeine Form von Klarheit zu gewinnen.
"Warum hast du mich nicht 'flachgelegt'?" Das letzte Wort klang so als hätte sie es ausgespuckt. "Ich bin keine Jungfrau mehr, also musst du nicht mal auf mein “Erstes Mal” Rücksicht nehmen." sie runzelt die Stirn "Ich haben dich auch nicht befriedigt. Ich verstehe nicht, warum du nicht mal versucht hast Sex mit mir zu haben." Während des letzten Satzes schaut sie langsam nach unten. "Ich gefalle dir nicht, oder?"
Diese letzte Frage kommt für mich völlig unerwartet. Natürlich gefällt sie mir. Ich kann mir aber vorstellen, wie sie auf so einen Gedanken gekommen ist. Ihr Leben verlief alles andere als reibungslos. Wahrscheinlich war Sex die einzige Form von Nähe, die sie bisher erfahren hat. Ich kann nicht anders als sanft mit dem Kopf zu nicken. Dann atme ich tief durch die Nase ein, während ich aufstehe. Langsam gehe ich zu ihr. Die Art, wie diese Schönheit immer noch gefesselt auf meinem Tisch liegt, schreit mir praktisch entgegen, wie unrecht sie damit hat. Während des ganzen Weges fixiert sie mich mit ihren Augen, bis zu dem Punkt, an dem ich direkt am Tisch stehe. Unter ihrem Blick lege ich meine Hand, ganz nah an ihrem Schritt, auf ihre Oberschenkel und sage "Du bist wunderschön. Und ich genieße es, über deinen Körper zu bestimmen. Aber so schön du auch sein magst und so sehr ich die Zeit mit dir genieße, bist du noch nicht bereit für mehr."
Ihre Augen werden plötzlich riesengroß und ihr steht die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben. Aber statt auch nur ein einziges Wort zu sagen Rollen ihr Tränen übers Gesicht. "Darauf hat nie einer Rücksicht genommen. Ich habe immer einfach meine Rolle gespielt." Ich ziehe meine Hand wieder von ihrem Schritt weg, berühre aber weiterhin ihren Oberschenkel, damit sie spürt, dass sie nicht alleine ist. "Aber hier bei mir ist es anders. Ich möchte, dass du bereit bist. Und auch wenn du bald die Regel hast, nackt zu sein, werden wir erst Sex haben, wenn du bereit bist." Und noch immer sehe ich in ihrem Gesicht, dass sie nicht versteht, wie ich so handeln kann. Aber zwischen all der Verwirrung, die dort geschrieben steht, sehe ich auch immer wieder Ansätze eines Lächelns. "Willst du losgemacht werden?" frage ich. Und dann ist sie dran mich zu überraschen. "Nein, ich bleibe hier so lange liegen wie du es willst, Herr."
Diesen Satz von ihr zu hören, lässt eine Wärme durch mich hindurch strömen, die ich schon so lange nicht gespürt habe. So lange, dass ich schon beinahe vergessen habe, dass es sie gibt. Und scheinbar kann man mir auch anmerken, dass ich gerade sehr glücklich bin, denn auch in ihrem Gesicht ist gerade einen große Zufriedenheit zu sehen. Ich nehme meine Hand jetzt aus ihrem Schritt und lege sie ihr auf die rechte Wange und sage den Satz, den ich so gerne, sage aber zu selten Gelegenheit dazu bekomme "Braves Mädchen."