Die Orgel ist das größte und das teuerste Musikinstrument. Sie füllt große Kirchenräume und Konzertsäle mit vielstimmigen Klangfarben und doch kann sie von einer einzigen Person gespielt werden. Wie funktioniert sie überhaupt?
Orgelwind: Damit die Pfeifen einer Orgel klingen, benötigen sie eine Zufuhr von komprimierter Luft – den „Orgelwind“. Ein Keilbalg erzeugt so einen Wind. Er besteht aus beweglichen Holzplatten. Der Balg wird zunächst mit Luft befüllt, dadurch hebt sich die obere Balgplatte. Dann wird diese Luft als „Wind“ durch das Eigengewicht der oberen Balgplatte verdichtet und in die Windkanäle der Orgel gedrückt. Man braucht mehrere Keilbälge, um eine Orgel ununterbrochen mit Wind zu versorgen. Zur Feinjustierung des richtigen Drucks legen die Orgelbauer schwere Steine auf die obere Balgplatte. In früheren Zeiten wurden die Keilbälge durch Helfer (sogenannte „Kalkanten“) mittels Fußhebeln oder durch Zugseile aufgezogen, um sie mit Luft zu befüllen. Heutzutage wird der Keilbalg mittels eines Motors aufgeblasen.
Klangfarben: Zum „Spieltisch“ gehören Manual(e) (die Klaviaturen für Hände), Pedal (die Klaviatur für die Füße) und Registerzüge oder -schalter. register sind die Klangfarben der Orgel, man kann sie verschieden kombinieren und so die Orgelmusik klanglich gestalten. Jede Orgel hat in ihrem Gehäuse viel mehr Pfeifen, als man von außen sehen kann. Für jede Taste hat sie mindestens eine Pfeife pro Klangfarbe. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Pfeifen-Typen in der Orgel: Einmal sind das die Lippenpfeifen, die wie eine Blockflöte funktionieren. Und zum Anderen sind das die Zungenpfeifen, die wie eine Harmonika funktionieren, und innen eine kleine Metallzunge haben.
Spielen: Die Technik, die in der Orgel dafür sorgt, dass man mit einer Taste eine Pfeife steuern kann, heißt Traktur. Am häufigsten ist die Traktur ein mechanischer Hebelweg, die Traktur kann aber auch pneumatisch oder elektrisch gesteuert werden. Mit dem Druck auf die Taste setzt man einen Hebelweg in Gang, der über ein Wellenbrett schließlich zu den Windladen mit den Pfeifen führt und dort ein Tonventil öffnet. Durch das Ziehen der Registerzüge wählt man Klangfarben. Das dazugehörende mechanische Register-Steuerungssystem heißt „Schleiflade“. Aufgereiht nach Tönhöhen und Registern stehen die Orgelpfeifen auf den „Windladen“. Unter allen Pfeifen verschiedenen Registers aber des gleichen Tones befindet sich eine kleine Luftkammer, die „Tonkanzelle“, die mit Luft gefüllt wird, sobald man einen Ton spielt.13
Die versteckte Hinweis bei der Orgel
Die Orgel - ein monströses Instrument. Große, bis an die Decke reichende Pfeifen, mehrere Klaviaturen mit weißen und schwarzen Tasten, verschiedene Register links und rechts davon und viele hölzerne Pedale am Boden. Es erfordert viel Übung, um diesem riesigen Gebilde die richtigen Töne zu entlocken.
Nur zu, nehmt vorsichtig Platz auf dem Hocker und stellt euch vor, selbst die Orgel spielen zu müssen. Ihr beobachtet das Geschehen während des Gottesdienstes und den Altar durch den oben rechts angebrachten Spiegel, hört die Gemeinde zum Klang der Orgel singen und im Winter werdet ihr von Heizstrahlern gewärmt, damit ihr und eure Finger warm bleiben.
Doch zurück zur Suche nach dem nächsten Hinweis: Jetzt, wo ihr gerade auf dem Hocker sitzt, seid ihr dem Hinweis zum Greifen nah. Möglicherweise hilft es auch, wenn ihr euch bückt, um danach zu suchen. Ein Spiegel könnte euch für die Suche auch hilfreich sein, allerdings müsste er auf dem Boden liegen.
Wenn ihr nicht weiter wisst, sucht auf der Rückseite des an der Orgel befestigten Spiegels nach einem kleinen Hinweis.